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Hundeforum Der Hund
Rotti72

Arthrose - wie muss ich jetzt vorgehen?

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Hallo Leute.

Ich war gerade mit meinem 3 jaehrigen Rottweiler-Rueden beim TA. Mir war in letzter Zeit aufgefallen, dass der Kleine ab und zu beim Spielen kurz aufschreit, wenn auch nur ganz selten, ansonsten hat er keinerlei koerperliche Probleme: Rennen, Toben, Springen, Treppensteigen - alles kein Thema fuer ihn. Er humpelt auch nicht, zieht keine Pfote an, NICHTS. War vor 2 Wochen beim TA. Der untersuchte die Beine und meinte es koennte eine Zerrung sein. Ich sollte nochmal wiederkommen, falls ich sehe, dass in 1 - 2 Wochen keine Besserung eintritt.

Heute hatte er wieder kurz aufgejault und danach zum ersten Mal die rechte Vorderpfote kurz angehoben, also bin ich mit ihm sofort zum TA. Der wollte meinen Hund narkotisieren und einmal komplett durchroentgen, was ich allerdings abgelehnt habe, da ich meinen Hund nicht gerne bei jeder Kleinigkeit mit Chemie vollpumpe. Ausserdem wurde mein Kleiner bereits vor 2 Jahren auf HD geroengt und alle Knochen, Gelenke und die Hueften waren vollkommen gesund. Ich moechte ihn erst wenn's wirklich noetig werden sollte, narkotisieren und komplett durchroentgen lassen, ich hoffe Ihr versteht das.

Darum bestand ich darauf, erstmal nur die Vorderbeine zu roentgen, ohne Narkose, weil er nur an der rechten Vorderbeine Schmerzen zeigt und auch nur dort ein "Knacken" wahrnehmbar war, als der Tierarzt alle vier Beine gedreht und geschoben hat. Also hat der Tierarzt nur die Vorderpfoten geroengt und auf den Bildern war folgendes zu erkennen:

Linkes Vorderbein: Vollkommen gesund

Rechtes Vorderbein: Der Unterarm, der aus zwei Knochen besteht, nämlich der Elle und der Speiche sieht etwas merkwuerdig aus. Elle und Speiche liegen (sieht aus wie wie bei leichten O-Beinen) etwas zu weit auseinander. Sie sind staerker nach aussen gewoelbt als im linken Unterarm. Und am betroffenen Gelenk hin zur Pfote, kann man eine leichte Verdickung der Knochen sehen. Der Tierarzt hat noch keine enthueltige Diagnose gestellt, da er die Bilder erstmal zu einem Orthopaeden einschickt, aber der Verdacht auf Arthrose liegt natuerlich sehr nahe.

Ich bin total geschockt. Meinem Hund sieht man keinerlei Haltungsfehler an und er ist auch sehr schlank, sportlich und kraeftig gebaut. Ich hab mich mit dem Thema Arthrose noch nie auseinander gesetzt und brauch Euren Rat, wie ich jetzt am besten vorgehen soll. Hier meine Fragen:

1. Gibt es sowas wie "lokale" und "generelle" Arthrose? Ich mach mir Hoffnungen, dass sich die Arthrose nur im rechten Vorderbein entwickelt hat, weil an der Stelle die Knochen falsch gewachsen sind. Kann das stimmen oder ist Arthrose wie Krebs und verbreitet sich im gesamten Koerper?

2. Soll ich meinen Hund jetzt komplett durchroentgen lassen? Und falls ja, wieso? Medikamente gegen Arthroseentwicklung und Nahrungsergaenzungsmittel muss mein Hund ab heute ja sowieso nehmen?

3. Mein Hund ist erst 3 Jahre alt. Verkuerzt sich seine Lebensdauer wegen der Arthrose? Mir ist schon klar, dass es ein paar Hunde geben wird, die auch mit Arthrose ein hohes Alter erreichen, aber wie sieht es durchschnittlich aus? Haben junge Arthrose-Hunde kuerzere Lebenserwartungen?

4. Man kann Arthrose ja anscheinend nur "bremsen" aber nicht heilen. Wie schnell wird sich der Gesundheitszustand meines Hundes, wenn ich ihn optimal versorge und pflege, verschlechtern? Muss ich damit rechen, dass mein Hund in 2 - 5 Jahren physisch und psyschich kaputt ist?

5. Jetzt das Schlimmste: Er in den letzten 4 Wochen generell schreckhafter / aengstlicher geworden - es scheint als assoziiere er den Schmerz mit seiner Umgebung. Ich kann bereits jetzt sehen, wie schreckhaft und verstoert er sich verhaelt, weil er nicht versteht, woher die Schmerzen kommen. Heute ist er kurz nach dem Arztbesuch auf meine Freundin zugerannt, um sie zu begruessen. Dabei ist er an ihr hochgesprungen, hat wieder kurz aufgeschrien und hatte danach Angst vor ihr, er hat richtig gezittert!!! Danach hatte er Angst vor seiner liebsten Spielgefaehrtin, einer Schaeferhuendin. Die wollte ihn einmal kurz angespringen und schon schrie er los wie am Spiess, obwohl sie ihn gar nicht beruehrt hat - wisst Ihr wie krass das ist?!?!?

Das macht mich seelisch total fertig... Wie kann ich ihm helfen zu verstehen, das die Schmerzen nicht von seiner Umwelt kommen? Das Problem ist ja, dass es kein konstanter, also auch eindeutig definierbarer Schmerz, sondern ein unbestaendiger, kurzer, stechender Schmerz ist, ungefaehr wie bei einem Elektro-Halsband. Der Hund fuehrt eine Handlung aus, kriegt auf einmal aus dem Nichts einen "Schlag" und assoziiert das dann automatisch mit der "falschen" Handlung oder seinem "gefaehrlichen Umfeld".

Bitte, bitte helft mir....

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Ich kann fachlich zu dem Thema nicht viel beitragen, aber ich habe selber einen kranken Hund und verstehe deine Sorgen und Ängste ganz gut, denke ich.

Das Wichtigste ist erstmal eine ordentliche Diagnose. Wenn du Zweifel hast - unbedingt eine 2. Meinung einholen. Das hat bei uns wenigstens die richtige Diagnose gebracht.

Ich drücke euch beiden alle Daumen, Pfoten und Hufe.

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Zweite Meinung auf jeden Fall! Und zur besseren Diagnostik evtl. ein CT.

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Ja, die zweite Meinung werd ich mir definitv einholen. Vielen Dank fuer die lieben Antworten. Waere schoen, wenn noch mehr Leute auf die punkte die ich angegeben habe, eigehen koennten.

Danke

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(bearbeitet)

Hallo Rotti72,

erst einmal tut es auch mir leid, dass ihr nun diese ungünstige Diagnose in Aussicht habt.

Du kannst mal eines machen: Oben in der Leiste gibt es eine "Suche". Wenn du dort das Wort Arthrose eingibst, dann bekommst du die Themen angezeigt, die hier mit dem Titel schon mal gelaufen sind.

Vielleicht sind dort auch noch Tipps drin enthalten, die dir weiterhelfen, bis sich hier vielleicht noch andere User melden.

Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen für deinen Hund.

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Ich würde auch sagen, hole dir eine Meinung von einem Spezialisten ein bevor du dich verrückt machst und womöglich noch in eine falsche Richtung therapierst.

Ich weiß ja nicht wo du herkommst, aber in dem Falle kann ich die Klinik Grußendorf in Bramsche mehr als empfehlen

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Nein, Arthrose verbreitet sich nicht wie Krebs. Das ist einfach eine Verschleißerscheinung der Gelenke.Natürlich kann dein Hund im Alter auch Arthrose in anderen Gelenken bekommen. Oder auch durch eine Entzündung im Gelenk(Arthritis).

Die Lebensdauer verkürzt sich dadurch auch nicht. Die Gelenkschmerzen können zunehmen, es gibt aber auch pflanzliche Mittel die helfen. Für gelenkschonende Bewegung sorgen, aber die Bewegung nicht einschränken. Muskeln stützen das Gelenk.

Hier noch ein link dazu http://www.tiermedizinportal.de/tierkrankheiten/hundekrankheiten/arthrose-gelenkverschleis-beim-hund/073307

Warte doch erstmal ab was der Orthopäde sagt, die Diagnose steht ja noch nicht fest. Eine Fehlstellung kann evt. durch eine OP korrigiert werden.

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Hallo Rotti72!

Erstmal möchte ich Dir etwas sagen von dem ich hoffe, dass es sich ein bisschen beruhigen wird; bei meinem Hund wurde Arthrose festgestellt als er 5 war... heute ist er 13 und wer ihn trifft, glaubt nicht, dass er schon so alt ist...

Soll heißen; er schleppt sich nicht von Meter zu Meter sondern läuft rund :yes:

Arthrose ist eine Krankheit die die Gelenke befällt; oft sieht man das an den Röntgenbildern wenn die Gelenkenden "blumenkohlartig" aussehen... Ich kann nicht alle deine Fragen beantworten aber; ja, es ist möglich, dass der Befall sich auf eine Partie beschränkt und nicht unbedingt alle Gelenke befällt... Ob sich die Lebenserwartung deines Schatzes wegen der Arthrose verkürzt ist, denke ich hauptsächlich davon anhängig, wie sehr er später mal unter der Krankheit leidet, aber Arthrose weitet sich nicht auf andere Organe aus wenn das deine Befürchtung war...

Ich denke auch, dass es nicht verkehrt ist, sich eine zweite Meinung einzuholen, wie die Anderen schon sagten.

Ich kann dir aus meiner Erfahrung berichten dass Louis (mein Hund) in der Regel die größten Schwierigkeiten hatte wenn das Wetter kalt UND nass wurde, solange es warm war, war alles ok... Auch trockene Kälte hat ihm nichts ausgemacht.

Mir wurde damals vom Arzt empfohlen keine Stöckchen- oder Ballspiele zu machen weil der Bewegungsablauf ungünstig ist - Beschleunigen, rennen und dann abrupt bremsen - das geht auf die Gelenke... Was mir empfohlen wurde war joggen, radfahren oder schwimmen; stäte Bewegungsabläufe die die Muskulatur stärken und so die Gelenke entlasten.

Ich habe Louis´Futter damals umgestellt und der damit einhergehende Gewichtsverlust (ca. 2,5 Kilo) taten ihm richtig gut. Und zur guter letzt - so denn die Diagnose bestätigt wird - es gibt ein homöopathisches Mittel das Traumeel heißt; gibt es in der Apotheke von der Firma Heel... Das Mittel kommt ursprünglich aus der Pferdezucht und wurde dort bei Gelenkbeschwerden eingesetzt, mittlerweile gibt es das für Hund, Katze und Mensch :)

Ich habe es selbst empfohlen bekommen und kann sagen, das Zeug wirkt Wunder! Auch dem Hund meiner Eltern hat es super geholfen... Bei Louis war es so, dass ich es durchgehend etwa 1,5 Jahre gegeben habe und dann war er irgendwann so beschwerdefrei, dass er nichts ehr brauchte...

Natürlich verläuft jede Krankheit anders und jeder Hund ist auch anders aber was ich sagen will ist, dass, selbst wenn die Diagnose bestätigt werden sollte, ist das kein Todesurteil für deinen Liebling und ich kenne viele Hunde - einschließlich meines eigenen - die mit der gleichen Diagnose noch ganz viele gute Jahre hatten!

Ich kann aber natürlich verstehen, dass es dich sehr aufwühlt und du besorgt bist - mir ging es genauso!

Zum Schluss noch eine Gedankenanregung zu dem ängstlichen Verhalten; ich kann mir schon verstellen, dass der Hundi verwirrtt ist wenn er bei Bewegungen Schmerzen empfindet und nicht weiß woher sie kommen; wichtig finde ich zwei Dinge; zum einen dass ihr mit eurem Verhalten diese Ängste nicht - auch unbewusst und ungewollt - verstärkt; bitte nicht falsch verstehen, ich meine es nicht böse - ich spreche nur aus eigener Erfahrung - und zum anderen dass ihr eure Ängste nicht auf den Hund übertragt; je besorgter und angespannter ihr seid desto mehr wird der Hund merken, dass etwas nicht stimmt und sein Verhalten entsprechend ändern... die Hunde haben sehr feine Antennen für sowas...

Ich drücke Euch alle Daumen und Pfoten dass es bald wieder Besser ist!!!!

Liebe Grüße

Maggy & Louis

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Ach ja; ich kann nur aus der eigenen Erfahrung sprechen aber bei Louis hat sich die ganze Arthrose-Sache keinesfalls auf seine Psyche ausgewirkt, also keine Sorge, dein Hund wird nicht in 2--5 Jahren psychisch fertig sein! Kopf hoch!

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Danke maggy78, dass Du Dir soviel Muehe gemacht hast. Dein Beitrag hat mir sehr geholfen.

Kann es vielleicht sein, dass weil die Knochenstrucktur im rechten Unterarm meines Hundes etwas zu weit gebogen ist, eine entsprechende OP hier Abhilfe schaffen kann und sich das Gelenk entsprechend erholt?

Ich weiss, das kann am Ende nur der Tierarzt entscheiden, aber gibt es Faelle, wo sich Arthrosen aufgrund von Knochenfehlbildungen gebildet haben und das beroffene Gelenk gerettet werden konnte, weil man die Fehlbildung korregieren und sich das Gelenk entsprechend entlasten konnte?

Ich konnte dazu weder bei Google, noch hier im Forum etwas finden.

Vielen Dank an alle Forumsteilnehmer!

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