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Hundeforum Der Hund
gast

Kann mir bitte mal...

Empfohlene Beiträge

(bearbeitet)

jemand Mut machen und/oder nen A...tritt geben?

Wir haben unsere Jule jetzt seit gut 7 Wochen. Sie ist 2 Jahre alt, Pinschermix und ist ursprünglich ein Fundhund. (War wohl in einem Krankenhaus im Fahrstuhl angebunden.) Nach Tierheimaufenthalt wurde sie in eine Familie mit kleinen Kindern vermittelt. War wohl nicht so der Bringer, da sie zwar sehr verschmust ist, aber beim Spielen sehr aufdrehen kann und dann wohl auch mal in die Waden der Kiddis gekniffen hat. Also wurde sie nach einem halben Jahr wieder ins TH zurück gebracht. An dem Tag, als sie dort abgegeben wurde, waren wir zufällig da - und es war gleich um uns geschehen. Am nächsten Tag holten wir sie zu uns.

Nachdem unsere vorige Hündin nach 15 Jahren Familienzugehörigkeit leider eingeschläfert werden musste, hab ich nicht gewusst, wie wenig ich doch eigentlich wirklich von Hunden verstehe. Sie war so unkompliziert und brauchte nicht wirklich Erziehung. Sie lief so "nebenher" - und das ganz prima.

Jule ist ein anderes Kaliber. Sie ist zu Hause sehr, sehr verschmust und auch brav, aber sie konnte gar nichts - nicht mal "Sitz". Draußen ist sie ein Powerpaket ohne Ende. Im Anfang hat sie unendlich an der Leine gezerrt. Mit Halsband hat sie sofort gehustet wie blöde. Wir sind dann (vorübergehend??) auf Geschirr umgestiegen. Aber damit sind wir nicht wirklich glücklich, weil sie damit im Grunde den Drang zum Ziehen noch mehr hat. Aber wir haben geübt und geübt. Inzwischen läuft das schon einigermaßen gut. Seit gestern trägt sie sogar wieder Halsband und das läuft besser.

Wir haben das Abrufen geübt - erst im Haus, dann im Garten, dann mit Schleppleine draußen. Es klappte super. Im Feld durfte sie auch frei laufen und kam auch (mehr oder weniger gut) auf Ruf zurück. Dann hatte sie sich ne Kralle rausgerissen und durfte 3 Wochen nur an der Leine gehen (mit Söckchen und draußen mit Plastiktütchen drum), weil sich das entzündet hatte.

Jetzt darf sie wieder laufen - und ist mir vorgestern und gestern jeweils ausgebüxt. Vom Feld aus ist sie ganz unvermittelt "abgebogen" und je für etwa 20 Minuten im nahen Wald verschwunden. Sie kam zwar wieder - und wurde von mir umgehend gelobt und belohnt, weil sie ja wieder gekommen ist. ABER ich war erst in Panik und dann so sauer. Ich hab sie im süßesten Zwitscherton verflucht. Sie hat hoffentlich nicht verstanden, was ich ihr da alles angedroht habe.

Für mich steht fest, dass sie erst mal wieder an die Schleppleine kommt - und da vorerst bleibt. Göga sieht das anders. Er lässt sie, wenn er mit ihr geht, weiterhin frei laufen - und ihm haut sie auch nicht ab (eifersüchtigbin).

Ich weiß im Kopf, dass ich mehr Geduld brauche. Aber das fällt mir sehr, sehr schwer - obwohl ich eigentlich ein ziemlich geduldiger Mensch bin.

Außerdem bin ich wütend auf mich, weil ich glaube, dass ich es nicht wirklich richtig schaffe, sie bei guten Aktionen immer REICHTZEITIG zu belohnen. Im Moment bin ich ziemlich frustriert.

Heute traurige Grüße von

Wolli und Jule

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Als kleine Aufmunterung:

Ich bin der Auffassung, dass man im Leben immer den Hund bekommt, den man gerade braucht, nicht zwingend den, den man möchte.

Sprich, euer erster Hund war ein "Mitläufer" (hatten wir zwei von) und das war das, was ihr brauchtet. Nun seid ihr schon ordentlich gewachsen, und als nächster Hund kommt eine "harte Nuss" - sei stolz darauf!

Das Leben/der Zufall/eine himmlische, hundeverteilende Macht/irgendwas ist der Meinung, du und deine Familie seid jetzt reif für eine neue, größere Herausforderung.

Wenn ihr diese annehmt, werdet ihr an diesem Hund mehr wachsen und lernen als an dem Hund vorher - und wenn sie dann mal nicht mehr ist (in 100 Jahren, natürlich!), dann wird wieder genau der Hund kommen, den ihr braucht.

Also, Kopf hoch.

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Da hilft jetzt wirklich nur: Üben, üben, üben!

Außerdem: kanalisiere deine Wut um in " So Mädel - JETZT kommst du an die Schlepp, weil ICH NICHT DEN LARRY MIT MIR MACHEN LASSE!!!"

Das es klappt, siehst du bei deinem Mann - wenn du mit der entsprechenden Energie dieses Problem in Angriff nimmst, wird deine Hündin dies auch merken.

Lass dich nicht unterkriegen von deinem Frust :kuss:

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Schleppleine dran: dann bist Du sicher und hast eine gute Ausstrahlung, wenn es dann wieder klappt kannst Du ja nochmal ohne versuchen :-)

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Hallöle,

ich kann Dich gut verstehen. In diesen 20 Minuten wäre ich wahrscheinlich tausend Tode gestorben.

Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass Jule - bei ihrer Vorgeschichte - nach sieben Wochen schon komplett bei Euch "angekommen" ist. Insofern ist die Schleppleine zur Absicherung das richtige Mittel. Ich bewundere den Mut Deines Mannes, denn ich glaube, Jule wird sich - nachdem sie einmal diesen Erfolg hatte - bestimmt wieder mal einen kleinen Ausflug gönnen.

Gebt Euch einfach noch ein bisschen Zeit, um als Team zusammenzuwachsen!

LG Astrid

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Oh, das ging ja superschnell. Danke!

Ja, Lara war ein Selbstläufer und war damals wirklich das, was wir brauchten.

Jule ist auch das, was wir wollen und brauchen! Sie wird heiß geliebt und wir sind glücklich mit ihr. Nicht, dass ich mich über unseren Hund beschweren will!!! Sie WILL ja lernen! Nur ICH kriege das wohl (hoffentlich nur im Moment) nicht so ganz auf die Reihe. DAS ärgert mich so. ICH will ja auch. Aber Jule ist die bessere Schülerin.

Meine Sorge geht ein bisschen in die Richtung, dass ich ihr unbeabsichtigt das Falsche beibringe, weil ich mit Lob und Belohnung nicht schnell genug bin. Aber auch ich übe und übe. Versprochen.

Ihr macht mir wirklich Mut und genau das wollte ich ja. :D

Wir werden jetzt dann auch wieder mit unserer Trainerin anfangen. Das mussten wir leider (auch wegen der Pfote) unterbrechen. Mir war gestern und heute nur ein bisschen zum Heulen zu Mute. Ich glaube, das wollte und musste ich einfach mal loswerden. Göga grinst nämlich nur, wenn ich ihm davon erzähle. ER übt kaum mit ihr, bei ihm klappt das so - oder er profitiert von MEINEM Üben (unfair das!)

Und es ist richtig - ich muss mit der Einstellung: "Jetzt erst recht und ICH bin der Boss und lass nicht den Molli mit mir machen" weiter üben. Vielleicht gibt mir das ja auch mehr Sicherheit.

Noch mal danke an euch.

Lieben Gruß

Wolli und Jule

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Den Boss muss man nicht überall rauskehren.

Jeder Hund ist anders, und jede Hund-Mensch-Konstellation ist anders.

Es wird auch Eigenschaften geben, wo du einfach da stehst, die Augen verdrehst und denkst: "OK *seufz* - so isse halt".

Bei den wesentlichen Sachen "der Boss" zu sein, ist auch eine Findungsphase - und die dauert nun mal länger als 7 Wochen... ;)

Kopf hoch, das wird!

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(bearbeitet)

Liebe Wolli,

ärgere dich nicht (ich weiß fällt nicht so leicht ;) ) ich denke sehr viele aus dem Forum kennen dein Problem und auch ich hab schon die ein oder andere Erfahrung damit machen müssen.

Als mir meine Hündin das erste Mal stiften gegangen ist war ich auch so sauer...

Zum eigentlichen: Du hörst dich vom lesen her wie eine Person an die genau weiß was sie will und die auch den richtigen weg eingeschlagen hat um dies zu erzielen. Jedoch scheinst du etwas an dir selbst zu zweifeln (nicht böse gemeint) und bist noch recht unsicher indem was du tust.

Hast du doch gar nicht nötig :). Dein Weg ist ein guter und er zeigte doch Erfolg. Du darfst dich von kleinen Rückschlägen nicht entmutigen lassen. Einen Arschtritt hast du denke ich nur in einer Sache nötig: Glaube an dich! *befehl*

Die Einstellung zu dir selbst hat Wirkung auf deinen Hund. Wenn du nun z.B. an dir selbst zweifelst wieso sollte dein Hund dir dann trauen? Hunde leben nicht im gestern oder morgen, dein Hund lebt jetzt. Er agiert auf das was du ihm just in diesem Moment gibst.

Vermutlich (!) hast du schon als sie zwecks der Pfote "Leinenzwang" hatte dir darüber Gedanken gemacht was passiert wenn du sie wieder frei lässt?! Vllt hattest du schon Bedenken das dies passiert?

Ich kann dir nur den einen Rat geben. Wenn ein Rückschlag in der Hundeerziehung kommt dann ärgere dich kurz (vollkommen menschlich und ok find ich) und dann ist gut. Packs dir gedanklich als abgebucht weg und hacks ab. Wenn du weiter darüber nachdenkst dann beeinflusst das den weiteren Werdegang.

Du bist ihre Führerin, fühl dich auch so. Atme tief durch, Schultern zurück und dann einfach los. Nicht ärgern wenn es nicht perfekt ist sondern einfach dem Hund zeigen was du von ihm wünschst. Führe ihn dahin wo du ihn haben willst.

Und bleib weiterhin stark, dann hast du bald eine treue kleine Begleiterin und sie wird dir danken das du sie sicher durchs Leben führst =)

Schleppleine ist für die nächste Zeit vllt erstmal eine gute Idee um dich selbst wieder etwas sicherer zu fühlen.

Als Tipp: Vllt könntest du ihr eine Notbremse "einbauen". Beispielsweise könntest du ihr beibringen das sie sich mit einem Pfiff aus der Hundepfeife sofort hinzulegen hat. Das brauch natürlich etwas Zeit und man fängt auch nicht gleich mit der Pfeife an aber wenn es richtig konditioniert ist hast du damit immer eine Notbremse im Hund. Pfiff = sie liegt.

Edit: Was vergessen. Zwecks dem lob. Darüber solltest du dir nicht so derb einen Kopf machen. Wenn z.B. eine Übung klappt dann freust du dich automatisch und das merkt dein Hund. Ich persönlich handhabe es heute noch so, dass ich bei Übungen erstmal warte bsi sie z.B. wirklich richtig bei fuß sitzt, dann warte ich kurz freu mich innerlich nen keks *juppieeee* und dann schau und lächle ich meinen Hudn an, streichel ihr kurz das Örchen und schon sind alle happy :D hab damit seit ich sie habe nie probleme gehabt.

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Liebe Moni,

nichts liegt mir ferner, als IMMER der Boss zu sein. Jule darf Jule sein, ich will sie ja nicht anders. Sie ist wirklich ne ganz Süße! Und du hast natürlich - wie die anderen hier auch - Recht. Sie ist ERST 7 Wochen bei uns und hat schon soooo viel gelernt. Die Findungsphase, in der ICH stecke, wird sicher auch immer positiver verlaufen. Das wird. Eigentlich bin ich ja auch Optimistin. Und ich habe vor, das zu bleiben. :D

Vuk kannst du Gedanken lesen??? *staun* Beim "Pfotenleinenzwang" hab ich tatsächlich schon darüber nachgedacht, dass unser schwarzer Kugelblitz sich ganz unbedingt total austoben wird, wenn sie denn wieder darf. Dass sie dann gleich in den Wald abhaut, damit hatte ich nu nicht gerechnet. Aber Shit happens. Und ja, ich hatte wirklich erst mal Panik und war dann so unendlich erleichtert, als sie wieder zu mir kam. Und dann war ich sauer. Wie ich schon schrob aber wohl mehr auf mich selbst. Jule war sooo happy, als sie wieder vor mir stand und guckte, als ob sie sagen wollte:"Frauchen, wenn du wüsstest, was ich alles gerochen, gehört und gesehen habe, wärst du sicherlich total neidisch."

Danke, ich nehme es als Kompliment, dass es so wirkt, dass ich genau weiß, was ich will. Das ist wohl auch so. Nur bekommt man das leider nicht immer. Aber ich gebe mir Mühe, es zu erreichen, wenn es im meinen Möglichkeiten liegt. Das der Weg der richtige ist, kann ich nur hoffen und die Zeit wird es zeigen. Ja, wir machen ja Fortschritte. Das sollte ich mir vielleicht öfter mal selbt klar machen. Und ich bin dir überhaupt nicht böse, ich zweifle wirklich sehr an mir und bin unsicher. Das ist ja mein Problem. :redface Dein Befehl wird gespeichert und ausgeführt. :D Wie schon geschrieben: ich übe und übe. Das hätte ich in meinem Alter auch nicht gedacht, dass meine Tage nun mit diversen Übungen (mit und ohne Hund) ausgefüllt sein werden. :kaffee:

So, jetzt werd ich mal mein Bett aufsuchen, damit ich für die Übungen morgen fit bin. :D

Schlaft schön.

Gruß Wolli und Jule

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Vuk kannst du Gedanken lesen???

Jaa ich bin der teufel, ich kann deine Gedanken sehen und beeinflussen *fürchte dich*

Spaß beiseite, woher ich das geahnt hab? Na was glaubst du wie ich mal drauf war? :kaffee::D

Ich hatte in der Anfangszeit einfach zu viele Gedanken im Kopf (heute übe ich A B ....G H..) und das mach ich so und so und etc... Jede eventualität bin ich im Kopf schon durchgegangen, damit ja nix passiert.

Da steht man natürlich immer unter Strom, was man sich selbst zuzuschreiben hat ;)

Aber wie schon einer schrieb: Man wächst mit seinen Aufgaben und den Satz von Lemmy fand ich auch toll:

Ich bin der Auffassung, dass man im Leben immer den Hund bekommt, den man gerade braucht, nicht zwingend den, den man möchte.

Sehr schön geschrieben :klatsch:

Ich wünsche dir jedenfalls viel Selbstvertrauen udn ne Menge Spaß mit deiner kleinen Maus, du wirst sicher noch hier und da nen Rückschlag haben aber wie heißt es immer so schön: Zwei Schritt vor und einen zurück.

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