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Hundeforum Der Hund
SabineG

Meilensteine - bewegende Momente mit Tieren

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Angeregt durch den "Schandtaten-Thread" kam mir die Idee, auch mal aufzulisten welche besonderen Erlebnisse ihr mit Tieren hattet.

Mir fällt da schon einiges ein und ich beginne einfach mal:

Mein Katerchen war einmal aus dem Fenster gefallen, zum Glück auf ein Regendach über der Haustür, also nicht allzu tief. Das Fenster gehörte zu einem Abstellraum in meiner Wohnung und ich hatte vergessen, Fenster und Tür zu schließen.

Als ich in der Küche war, hörte ich komische Geräusche von draußen, dachte noch: "oh, was windig auf einmal" und dann fiel mir das offene Fenster und der Kater wieder ein und ich stürzte dorthin. Katerchen versuchte immer wieder, nach oben zu springen, aber dafür war es dann doch zu hoch.

Ich hängte mich halb aus dem Fenster, streckte ihm die Hände entgegen und dann sprang er mir praktisch genau in die Arme.

Das fand ich einfach schön, weil er offenbar das Vertrauen in mich hatte, dass er so wieder in die Wohnung zurück käme.

Dann fällt mir zu dem Thema noch ein Pferd ein, bei dem ich oft in der Box saß. Die Stute legte sich zum Schlafen hin und legte mir den Kopf auf den Schoß, ein unheimlich tolles Gefühl!

Und das Großartigste ist mir wohl mit meinem ersten Hund Sam passiert. Wir waren im Urlaub am Mittelmeer, Sam war mit einer Freundin von mir am Strand geblieben und ich wollte schwimmen gehen.

Ich watete durch das Wasser, das einfach nicht tiefer werden wollte. Sam beobachtete das vom Strand aus sehr genau.

Als ich schon ein ganz ordentliches Stück gegangen war und immer noch Boden unter den Füßen hatte, ließ ich mich einfach ins Wasser fallen.

Und da dachte Sam wohl "Scheiße, jetzt ersäuft sie!"

Ein kurzes Bellen und ein beherzter Sprung ins Wasser, und so kam er mir entgegen geschwommen um mich zu retten. Kleine Wellen schlugen über seinen Kopf, er hatte es sichtlich schwer, aber das hinderte ihn nicht daran, mir näher zu kommen. Ich ging ihm natürlich entgegen und half ihm dann sogar noch auf dem Rückweg.

Aber das habe ich ihm nie vergessen und werde ich ihm nie vergessen: dieser Hund war bereit, sein Leben für mich zu geben.

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Wauh, das ist bewegend, vor allem die Geschichte mit Deinem Hund....nein QUatsch, alle 3 Geschichten ;)

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Ende der 60ziger...

an meinem Nachhauseweg von der Grundschule traf ich immer Waldi: Rauhaardackel, Jagdhund im Ruhestand, lag immer vor der Haustür auf der Fußmatte in der Sonne (nie bei schlechtem oder kaltem Wetter). Wir haben immer geknutscht wie die Wilden :D und als er mangels Zähne seine Frolics nicht mehr beißen konnte, habe ich ihm die in Viertel zerbrochen, dann nahm er sie. Waldi war meine erste Hundeliebe, obwohl er etwas streng nach Hund roch :D

70ziger, Bauernhof, viele halbwilde Katzen im Stall, der Scheune... wie das so war.

Mittags bekamen sie den Rest Karoffeln oder Nudeln mit Soße oder Milch, ansonsten waren sie Selbstversorger, Mäusefänger, keine Kuscheltiger.

Ich war in den Ferien dort, und saß auf der Terasse... da kam eine Kätzin zu mir, die sich nach Aussagen meiner Tante NIE hat anfassen lassen. Sie strich mir um die Beine, gab Köpfchen, ich habe sie gekrault und gestreichelt. Wenn sie genug Streicheleinheiten hatte, ging sie wieder ihrer Wege. Das ging so ein paar Tage. An einem Tag ging sie auch - kam aber dann mit einem Jungen wieder, das legte sie mir in den Schoß und verschwand...

um mit einem weiteren Kitten zurückzukommen. Dies wiederholte sich, bis ich 4 kleine Kätzchen und Mamakatze auf dem Schoß hatte - Glück pur! :D

Nochmal ein paar Jahre später...

Im Nachbarort war ein Trakehner-Gestüt, eine der prämierten Stuten hatte wieder ein Fohlen mit auf der Wiese. Sie stellte es mir vor: das heißt, sie hat es zu mir ans Gatter geführt und uns "bekannt" gemacht. Ich konnte dieses Fohlen überall anfassen, es hat mich ein Stück am Zaun begelitet, wenn ich ging.

Als Jährling war dieses Pferd mit andern Gleichaltrigen in Offenstallhaltung, und immer wenn ich hinkam, war diese junge Stute die erste und die letzte bei mir am Zaun. Ohne dass ich jemals Leckerchen dabei gehabt hätte. Sie blieb solange, bis ich ging... auch wenn die anderen längst das Interesse an mir verloren hatten. Irgendwann war sie weg... verkauft? Ich weiß es nicht.

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Beim Schandtaten-Thread kann ich nicht mit schreiben,habe einen Engel :-) Dafür aber hier!

Meine Mutter leidet sehr stark an Asthma. Als ich abends mal eine Dvd geschaut habe,ist meine Mutter aufs klo gegangen. Das hatte ich garnicht mitbekommen. Irgentwann kam mein Hund zu mir ,hat mich mit der Schnauze an der Hand berührt und ist wieder verschwunden. Ich hatte mir nichts dabei gedacht bis sie nach ein paar Minuten angefangen hat zu bellen.

Sie stand vor der Klotür. Ich habe nach meiner Mutter gerufen aber es kam kein zeichen,also etwas flaches geholt um die Türe zu öffnen. Als wir rein sind haben wir meine Mutter mit einem schweren Anfall auf dem Boden gefunden. Bis der Notarzt da war ist sie ihr nicht von der Seite gewichen.

Seit dem Tag will sie bei meiner Mutter immer mit aufs klo,wenn sie nicht rein darf bellt sie bis sie drin ist! Sie hat ihr das Leben gerettet und wir sind ihr so dankbar dafür :-)

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Puh, das ist eine Gänsehaut-Story, da kann ich nicht mithalten....

Sehr bewegend :)

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Tolle Geschichten von euch!

Mir fällt noch die Sache mit dem verängstigtem Fundhund Mike ein, die ich hier vor ein paar Wochen auch gepostet habe.

Das lange Warten, bis er endlich Vertrauen fasste, Stück für Stück, und sich nach geschlagenen zwei Stunden von mir anleinen ließ...

Das fand ich auch sehr bewegend.

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Mein Mittelkeks hat auch Asthma .....

Ich saß mit meinem Mann vorm Fernseher.... die Kinder waren in ihren Zimmern.

Der Hund ( unser damaliger Schäferhund) lag auf meinen Füßen.

Aufeinmal wurde er total unruhig.

Ich dachte er muss raus...

Dann sprang er auf, schnappte sich das Notfallspray das bei uns auf dem Wohnzimmertisch lag, und rannte damit weg.

Ich wollte noch schimpfen, bin ihm hinterher.

Mein Sohn saß einen Stock höher auf seinem Bett, und hatte Atemprobleme.

Der Hund hat ihm sein Spray gebracht, und nach 1 Minute war der "Spuk" vorbei.

Wie er das gemerkt hat, keine Ahnung.

Wir haben das alle nie vergessen :)

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Das ist ja der Hammer, Sylke!

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Das mit dem "Ich helfe dir" kenn ich auch.

Meine Freundin ist Epileptikerin und hat nen Assistenzhund, der so lange vorher eingreift, dass sie sich hinsetzen kann, Notfallmedis nehmen kann, Notfall-Nummer anrufen und Gummikeil in den Mund legen kann.

Der Anfall wird abgeschwächt, sie fällt nicht mehr hin, Krankenwagen ist unterwegs.

Ich war früher oft mit ihr unterwegs, weil sie immer Begleitung zum Schutz brauchte und es war schwer für mich, das auszuhalten, aber als ich das erste Mal diesen Hund live erlebt habe!

Heute ist sie frei und unabhängig, nur der Hund muss an der Seite sein ;)

Mein Meilenstein mit meinem jetzigen Hund war, dass sie vom ersten Besuchstag an (da war sie 10 Tage alt) immer auf mich zugekommen ist.

Erst nur rutschen und riechen, später als die Augen und Öhrchen auf waren den Kopf zu meiner Stimme gedreht, als sie laufen konnte hinterher gelaufen, später auf mich zugeschossen und jammernd am Gartentor gesessen, wenn ich gegangen bin.

Als sie zu uns nach Hause kam, hat sie auf dem Schoss während der Autofahrt geschlafen :D

Da ist mir so das Herz übergelaufen, ich hab immer gedacht, sie hat MICH ausgesucht.

Wir sind so unbefangen an den ganzen Wurf gegangen und haben uns erstmal nicht festgelegt, aber sie kam immer und immerwieder auf mich zu, wie kein anderer von denen.

Und ich glaube, dass es nicht nur gewesen ist, weil sie die lebhafteste und mutigste war...

Wenn andere Interessenten da waren, war sie ruckzuck verschwunden :D

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Ich möchte euch nicht langweilen, aber ich habe noch eine Geschichte vom Katerchen, die mir auch sehr am Herzen liegt:

Er kam eines Tages ziemlich aufgelöst nach Hause und ich sah eine Bisswunde am Vorderlauf, vermutlich von seinem Konkurrenten in der Gegend, einem sichtbar erprobten Kampfkater. Meine Freundin behandelte die Wunde, die eigentlich nicht dramatisch war.

Zwei Tage später konnte Ivo nicht mehr laufen. Er machte ganz kleine Tippelschrittchen, hatte steife Vorderläufe, unerklärlicherweise auch Wasser in der Lunge.

Womöglich war er bei der Flucht vor dem Kampfkater vor ein Auto gelaufen?

Fakt war: er lag, wenn ich zu Hause war, zehn Tage lang auf seinem Sessel (Tagsüber nahm ich ihn mit allem Gedöns was man so braucht wenn mal eine Katze hält mit zur Arbeit). Er lief nicht, keinen Meter, konnte er einfach nicht. Nicht mal alleine stehen konnte er.

Ich fütterte ihn aus der Hand und er nahm jedes Bröckchen an. Ich trug ihn in regelmäßigen Abständen zum Katzenklo und er löste sich dort während ich ihn stützte. Ich hielt ihm Wasser hin und er trank.

Bis er wieder gesund war.

Dieses Erlebnis hat uns beide unheimlich zusammengeschweißt. Ach, ich liebte ihn einfach, mein Katerchen....

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