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polar-chat.de  Der Hund
Amai

Seltsame Erlebnisse

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Mir ging eben wieder das absolut seltsamste durch den Kopf, was mir je passiert ist und was ich sicher nie vergessen werde.

Wollte einfach mal wissen, ob es bei euch auch solche prägenden Situationen oder Erlebnisse gab.

Also zu mir:

2009 war ich ja noch bei der Bundeswehr. Ich war am Wochenende daheim und mir ging es Sonntags vor der Rückfahrt zur Kaserne schon reichlich bescheiden.

Ich hatte Bauchschmerzen, Fieber und die Schmerzen wurden immer schlimmer.

Als es garnicht mehr ging, sind wir sofort zum Notdienst gefahren und ich hab gleich ne Überweisung ins Krankenhaus erhalten. Blinddarm..

Nun gut, Schwiegermutter arbeitete in der Ambulanz im Kreiskrankenhaus, also ab dahin.

Dort wurd ich gleich freundlich in Empfang genommen. Diensthabender Chirurg Uli und Anästhesistin Karin waren mir schon länger bekannt, ich traf sie ja bei Schwiegermutter in der Freizeit immer wieder mal.

Die Stimmung war locker und lustig, was mit extremen Schmerzen verdammt unangenehm werden kann ;)

Es musste alles recht schnell gehen, und ich lag nach ganz kurzer Zeit schon im OP. Hatte aber bei aller Hektik vergessen zu erwähnen, dass ich auf Gas-Narkosen ganz schlecht anspreche.

Beim runterzählen zur Narkose bin ich schon bis 0 gekommen und war immernoch da, nur ein wenig benebelt, also zu spät was zu sagen. Ein paar Sekunden später war ich auch kurz weg. Dazu haben die Schmerzmittel und Relaxantien auch gewirkt.

Tja, und dann fing die OP an. Und wer war wach? Ich!

Ich hab die ganze Sache zwar sehr entspannt erlebt. Hatte ja keine Schmerzen, einzig dass ich mich eben NULL bewegen konnte, war komisch.

Hab somit ne halbe Stunde damit verbracht, zu versuchen, einen Finger zu bewegen. So als Wink mit dem Zaunpfahl :)

Habs am Ende sogar geschafft. Auf einmal rief der Uli nämlich ENDLICH: oh schei**!! Die Anne is ja wach!

Da gabs dann noch ne Dröhnung und ich war weg. Im Aufwachtaum stürzten Uli und Karin schon auf mich zu, voller Sorge, ob ich noch was wüsste. Hab dann lustig erzählt, von Anfang bis Ende, was so die Gesprächsthemen waren und und und. Die Karin ist aus allen Wolken gefallen, die meinte gleich, mein Puls wäre so gleichmäßig gewesen, dass sie das NIEMALS vermutet hätte.

Uli fragte gleich, ob ich bewusst versucht habe, mich zu bewegen. Klar..

Und dann die Frage, die den Chirurgen am meisten interessierte: UND????WIE WARS???

Ich werd das nie vergessen. Aufgrund dessen stand die Klinikleitung am nächsten Tag in meinem Zimmer, um sich nach mir zu erkundigen(wohl eher aus Angst vor Ner Klage)..

Wir habens aber alle mit Humor genommen. Zumindest wars ein unbergleichliches Erlebnis, was ewig in meinem Hirn bleiben wird..

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Wow... das ist ja krass und sehr außergewöhnlich.

Habe lange im OP gearbeitet, aber so was ist bei uns GsD nie vorgekommen.

Wie gut, dass du es mit Humor nehmen konntest, das würde nicht jeder schaffen.

Mein seltsames Erlebnis:

als ich so 13 war, durfte ich mit meinem Lieblingscousin unsere Großeltern auf eine Tagesfahrt mit nem Bus belgeiten. Für uns Kinder damals echt schön.

Am Beginn vor der Fahrt gab es einen kath. Gottesdienst im Dom in Trier.

Die Messe beginnt, man sitzt, steh auf, kniet, steht wieder... doch auf einmal wurde mir übel, ich fühlt mich echt schlecht. Gesagt hab ich aber nix, hatte Angst dass ich dann nicht mehr mit darf.

Wir standen gerade alle, da bin ich so langsam wie in Zeitlupe in mich zusammengesunken, wurde ohnmächtig, und hockte auf der Fußbank, ans Bein meines Cousins gelenhnt.

Der hat mir mal nen Schubs gegeben, weil er nicht wußte, was das soll "Ey, wat machste da?".

Als ich dann einfach zur anderen Seite umkippte (zum Opa hin) merkte man, dass etwas mit mir nicht stimmt. Mit vereinten Kräften haben die Umstehenden mich dann hochgezogen, so dass ich wieder auf der Bank saß. Ein paar Mal an die Wange getätschelt, Kölnisch Wasser unter die Nase *urgs* und ich war wieder da.

Das seltsame daran:

ich habe das alles von oben gesehen, wie in einem Film, als ob eine Kamera oben angebracht wäre.

Ich fand das auch in dem Moment nicht schlimm, im Gegenteil, mir war nicht mehr übel, ich fühlte mich sehr leicht und fand es fast ein wenig schade, dass man mich mit dem Getätschel auf die Wangen wieder zurück holte.

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Dass es das gibt, dass ein Patient während der Narkose wach wird, kenne ich nur aus der Literatur, erlebt habe ich es nie. Am wichtigsten finde ich, dass du schmerzfrei warst, ansonsten wäre es ein Horrortrip. Du hast hoffentlich einen Anästhesieausweis, wo diese Besonderheit vermerkt ist.

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Den hab ich, leider eben in aller Hektik vor der Not-OP einfach vergessen.

So ohne Schmerzen wars echt nich schlimm. Mit Schmerzen mag ich mir das nichtmals vorstellen..

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Hm, zählt zwar nicht genauso mit - aber ich habe 3 OP bisher wach mitbekommen, aber gewollt.

die Eine war bei meinem Handgelenksbruch, da wurde der ganze Arm betäubt, mit einem Tuch mein Sichtfeld zum OP-Bereich eingeschränkt - ich war so "vollgedröhnt", dass ich sogar die Berieselung mit Richard Clayderman sehr angenehm fand.

Die 2. war ein Fußblock, der gelegt wurde um eine Verkalkung am Zeh zu entfernen (Kallusbildung durch Zehbruch vor zig Jahren, die immer wieder entzündet war).

Da hat der Narkosearzt bei mir Händchen gehalten und mir genau erzählt, was die Chirurgen machen und wie lange es noch dauert.

Als ich doch was merkte und dies auch sagte, hat er mir sofort noch eine Dröhnung Schmerzmittel verpasst mit den Worten "Nicht erschrecken, dass ist jetzt gleich ein Gefühl als hätten sie 3 Schnaps auf einmal getrunken" - war auch so :D

die 3. OP war mein Fußbruch - dazu ist mein halber Körper ab Unterleib "lahmgelegt" worden; als sie anfingen zu schrauben habe ich den Arzt gefragt:

"Kommen sie mit den Schrauben aus, oder müssen sie noch welche im Baumarkt besorgen?"

"Ne, ich schick gleich meinen Assi los zum Baumarkt, der holt noch ein Paket."

"Prima - wenn sie welche über haben, können sie die mir geben - hab ich zu Hause Verwendung für!"

Also GEWOLLT ist es eine lustige Erfahrung, ich war ja auch immer ansprechbar.

Wie gut dass die Schmerzmittel bei dir gewirkt haben... :kuss:

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Bei meiner ersten Knie-OP hatte ich auch nur die Lokalanästhesiegewahlt :) durfte sogar aufm Monitor die Arthroskopie mit anschauen. War lustig, aber dieses geziepe, was ich trotz Allem irgendwie gemerkt hab, war mir zu doof. Die nächsten 3 Knie-OPs wollt ich dann doch lieber ne Vollnarkose..

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Jap, ich hatte eine Finger OP mit lokaler Betäubung. War lustig, es lief der Song "Sex Bomb", war aber super kalt (Hab dann sogar eine Heizdecke bekommen) und ich wär fast eingeschlafen weils so lange gedauert hat. Und ich hätte mich später fast selbst mit meinem Arm erschlagen als ich ihn umlagern wollte :D War noch so taub.

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Hmm, also mein seltsamstes klinisches Erlebnis waren die beiden Fruchtwasseruntersuchungen.

Bei der ersten Untersuchung war in der Klinik, renommiert hier in der Gegend, ich lag auf einer gemütlichen Trage, es wurde lokal betäubt, und ich konnte auf einem Bildschirm über mir komplett mitverfolgen, wo die Nadel eingeführt wird ( alles per Ultraschall natürlich :) ), wie die Flüssigkeit rausgezogen wird ( ganz seltsam, das hab ich richtig gespürt ) und dass mein Sohn niemals in Gefahr war.

Drehte ich den Kopf nach rechts, konnte ich alles auf dem kleinen Bildschirm verfolgen und hatte den Arzt im Blick :)

Und schaute ich auf meinen Bauch, dann guckte die Nadel raus - also, "Nadel" - das war schon ein dickes Ding :o:)

ABER - das fand ich ja noch alles sehr interessant und spannend! Bei meiner Tochter auch wieder Fruchtwasseruntersuchung,das hat die Ärztin selbst in ihrer Praxis durchgeführt, sie legte kurz den Ultraschall an, guckte, legte den Ultraschall weg und zack die Nadel rein :o :o

Ich bin tausend Tode gestorben und wollte nix fragen, war so besorgt um meine Tochter ( ist ja alles gutgegangen ), aber für mich war das ganz schlimm, nicht sehen zu können, ob die Nadel jetzt gefährlich nah an meinem Kind ist oder nicht.

GsD will ich keine weiteren Kinder mehr :D:D

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Als ich einmal in Vollnarkose gelegt wurde, hatte der Anästhesist langsam das Mittel gespritzt und sich dabei mit mir unterhalten! Man hatte wirklich das Gefühl, als wenn man plötzlich betrunken wird! Aber als ich dann wieder einatmen wollte und das nicht ging, wollte ich das dem mitteilen (der hattte den Tubus schon in der Hand) und das ging nicht - nicht mal der kleine Finger hat sich mehr gerührt............boah, das war echt der Horror! :o Aber ich hab es überlebt - wie man sieht! ;)

Jana musste mal eine Kurznarkose haben (ca. 4 Jahre alt), aber der Arzt hat keinen Zugang gefunden, wo er das Mittel spritzen konnte, außerdem fand Jana das alles andere als witzig! (Man hatte die Kräfte!!! :o )

Dann hat er gesagt, ok, dann halt anders und hat ihr eine "Gasmaske" aufgesetzt!

Jana nimmt einen Hieb, dann tat sich einen Moment gar nichts, da grinste der Arzt und meinte: "Ich glaub es jetzt nicht, die hat die Luft angehalten!" :D :D Okay, hat sie nicht lange durchgehalten! ;) Dann musste ich raus und nach 10 Minuten hatte ich sie wieder!

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Hm, das ist ein Thema, das mich interessiert weil ich übernächste Woche dran bin.

Ich kriege den Glauskörper aus dem rechten Auge rausgenommen und meine Linse, die perfekt ist, muss leider auch weg und durch eine Künstliche ersetzt werden. Man hat mir die Wahl gelassen zwischen Vollnarkose und Lokalanästhäsie. Erst wählte ich Letzteres, dann wurde ich gewarnt, dass das bei einer Augen-OP äußerst unangenehm sein soll und habe mich für die volle Dröhnung entschieden.

Aus Erfahrung weiß ich, dass dieses Narkosezeug bei mir irgendwie heftiger wirkt als es soll. Letztes Frühjahr hatte ich eine Schulter-Arthroskopie. Da scheint die Narkose zwar bis auf den Schüttelfrost den ich danach hatte, okay gewesen zu sein aber mein Arm hing wie ein Fremdkörper an mir. Ich hatte das Gefühl, ihn am Bruskorb angelehnt zu halten, stattdessen baumelte dieses seltsame, absolut gefühllose Ding an meiner linken Seite im Weg rum. Das war echt ein übles Gefühl und die Ärzte waren doch einigermaßen "überrascht". Erst spät in der Nacht kam mein Arm langsam zu mir zurück und anfangs machte er ganz andere Bewegungen als ich ihm das eigentlich befohlen hatte. :(

Im letzten Jahr sollte ich für eine Darmspiegelung sediert werden aber ich war von der Spritze so komplett und vollkommen weg und wachte erst im Krankenzimmer wieder auf. :??? Die Ärzte guckten betreten. :Oo

Nun habe ich ein bischen Muffensausen vor der Narkose, die da auf mich zukommt. Aber bei "lebendigem Leibe" an den Augen rumschnippeln lassen? Ich meine, man sieht das dann ja :think:

Mit dem 2. Auge haben sie dasselbe übrigens auch noch vor.

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