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polar-chat.de  Der Hund
Lizzymaus

Ehrenamt heute im Tierheim

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Ich muss das jetzt mal loswerden.

Immer wieder lese ich negative Kritik über unser Tierheim, weil Leute sich nicht gut genug behandelt fühlen.

Leider geben diese Menschen niemals öffentlich zu, was sie getan, gesagt oder gemacht haben, um das auszulösen.

Heute war ein schönes Beispiel da:

Gegen Mittag, das TH war noch nicht geöffnet, steht ein Vater (schon etwas älter) mit erwachsenen Sohn vor der Tür und will Decken und Handtücher abgeben. Ich habe die beiden natürlich reingelassen.

Auf einmal sehe ich, dass er noch viel anderen Krams bringt und habe gefragt, was das jetzt ist, weil wir im Moment keinen Trödel für unsere Veranstaltungen annehmen.

Das wären die Sachen von ihrem Hund, das wäre ja jetzt so schnell gegangen. Ich nur gedacht, OH Gott, der Hund ist gerade gestorben und habe noch gesagt, ja manchmal geht es halt sehr schnell. Dann redet der Mann weiter, seine Frau käme gleich noch und sie würden noch auf sie warten und sind wieder rausgegangen.

Um kurz nach 13 Uhr klingelt es und alle 3 (Frau, Mann und Sohn) stehen wieder vor der Tür, und zwar mit einem Colli-Mix.

Da habe ich erst erfahren, dass sie den Hund abgeben wollen. Die 1. Vorsitzende sagte mir , dass die den Hund mit 1,5 Jahren aus unserem TH geholt haben und jetzt nach gut 9 Jahren umziehen müssen und sich nicht in der Lage sehen, eine Wohnung mit Hund zu finden.

Der Hund sitzt jetzt mit gut 11 Jahren im Tierheim und versteht seine Hundwelt nicht mehr. Den Blick, den er seinen Leuten nachgeworfen hat, als sie einfach ohne ihn gegangen sind, werde ich wohl so schnell nicht mehr vergessen. Den Rest des Nachmittags hat der arme Kerl dann mit weinen verbracht.

Es ist schade, dass ich das nicht bei dem Vormittagsgespräch gewußt habe, ich hätte sehr deutlich meine Meinung dazu gesagt, was ich davon halte, es nicht nötig zu haben, auf dem platten Land, wo die Herrschaften wohnen, keine neue Wohnung mit Hund zu finden.

Ich kann nur sagen, höflich wäre das Gespräch sicher nicht gelaufen, und am nächsten Tag hätte wahrscheinlich nur in der Zeitung gestanden, wie unhöflich man doch im Tierheim ist, aber das drum herum wäre bestimmt nicht erwähnt worden.

So, Frust abgeladen, weiter machen

und höflich bleiben, damit nix Böses in die Zeitung kommt

LG Iris

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Sorry, aber dann kann ich die Leute sehr wohl verstehen.

Ich arbeite ebenso ehrenamtlich in zwei Tierheimen und kann deinen Unmut sher gut verstehen. Aber manchmal muss man seinen Ärger runterschlucken.

So leid mir das für den Hund tut, muss man doch auch die Leute mit Respekt behandeln. man kann ihnen sagen, dass der arme Kerl nur wenige Chancen hat, nochmal einen Platz zu bekommen und dass er sehr trauern wird. Aber du kennst due Umstände nicht und solltest nicht zu vorschnell urteilen.

Ich lese immer wieder wie unfreundlich Tierheime sind und ärgere mich darüber, denn diese Tierheime bringen ALLE Tierheime in Verruf.

Die, die das glauben oder selber negatives erlebt haben, werden wohl nach so einer Aktion nie wieder einen Fuß ins Tierheim setzen. Und woher bekommen sie ihren nächsten Hund?

Tierschutz darf nicht nur mit dem Herz betrieben werden, sondern in aller erster Linie mit dem Kopf. So erreicht man mehr und das auch noch nachhaltig.

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Das mag bestimmt richtig sein, das es Situationen gibt, wo es keinen anderen Weg gibt. Aber sorry, eine Wohnung mit Hund ist zu finden, wenn man es wirklich will, kann nicht so schwer sein. Und die Aussage, das ist jetzt so schnell gegangen, tut mir leid, aber man bekommt eine Wohnungskündigung nicht von heute auf morgen.

Wie irgendwelche Penner haben die nicht ausgesehen, denen man mal eben die Wohnung kündigt.

Wir waren selber auch in der Situation und wir hatten unseren Hund "nur" 1 Jahr bei uns und wir haben niemals auch nur darüber nachgedacht, ihn zurück ins TH zu geben. Wir haben gesucht und wir haben gefunden. Und als wir vor dem gleichen Problem standen , Wohnung oder Hund , haben wir uns wieder für den Hund entschieden und sind umgezogen.

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1. Kann man auch fristlos gekündigt werden. Dazu muss allerdings einiges vorgefallen sein,

2. Ist es gar nicht so leicht eine Wohnung mit größerem Hund zu finden (eine Freundin von mir hat 2 Jahre gesucht)

3. Erlauben viele Wohnungsgesellschaften, die Sozialwohnungen vermieten oft nur Hunde bis zu einer bestimmten Größe

Ich hatte gestern eine Frau am telefon, die ihren 14 Jahre alten Yorkie abgeben musste, blind, fast taub und inkontinent. Sie zog noch gestern um und musste ihn sofort abgeben. Wäre ich pampig geworden und hätte ihr die Meinung gesagt, dann hätte sie wohl wahrscheinlich aufgelegt, der Hund wäre eingeschläfert oder ausgesetzt worden.

Ich war freundlich, habe erklärt, warum wir ihn derzeit nicht aufnehmen können und habe versprochen mich zu kümmern. Dank Omihunde-Netzwerk hat er noch gestern einen Platz gefunden.

Im Übrigen: sie müssen den Hund ja eh ans Tierheim wieder zurück geben und dürfen ihn auch nicht an jemand anderen abgeben. Es bestand für sie gar keine Alternative. Entweder Wohnung mit Hund oder Straße. Und dann? Straße? Bei den Temperaturen?

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Diese Beschwerden kommen aber sicherlich nicht nur vin Leuten, die ihren Hund abgeben..

Wenn ich bedenke, wie ich in den Tierheimen behandelt, ne abgestempelt wurde, als ich mich für Hunde interessierte, kommt mir heut noch die Galle hoch.

Ich bin freundlichst aufgetreten und wurde behandelt wie ein Stück unwürdiger Dreck, der es nicht verdient hat, einem Hund ein Heim zu bieten.

Sorry, manche Kritik der Leute kann ich sehr wohl nachvollziehen. Meine wäre nämlich auch alles, aber nicht positiv!

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(bearbeitet)

Nur mal eine kleine Geschichte:

Wenn ich mich entscheiden würde, umziehen zu wollen, müsste ich mich als Rollifahrerin erst einmal bei der Vergabestelle für rollstuhlgerechten Wohnraum melden.

Auf anderem Weg ist es sehr schwer, eine Wohnung in HH zu finden.

Wenn ich mich dort melde, muss ich aber 3 Jahre Zeit mitbringen.

Denn so lang ist die Warteliste.

Wenn ich dann wirklich dringend eine Wohnung brauche, aber der Vermieter den Hund nicht genehmigt, habe ich ein Problem.

Was soll ich dann tun?

Als Rollifahrer auf die Straße?

Nicht immer steckt böses dahinter, und nicht jeder gibt sein Tier leichten Herzes weg.

Aber immer wieder gibt es Situationen, in denen es nicht mehr geht.

Wenn dann niemand aus dem Umfeld bereit ist, das Tier aufzunehmen, was dann?

Sorry, aber Du kennst nicht die Hintergründe, verurteilst aber.

Edit: Nein ich ziehe nicht um und muss meinen Hund auch nicht weg geben

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Was viele noch nicht verstanden haben, dass Tierheime leider inzwischen genauso werben müssen wie kommerzielle Geschäfte. der Markt für Tiere ist einfach zu groß: Züchter, Vermehrer, Zooläden etc.

Wenn ein Tierheim nachhaltig Tierschutz betreiben möchte, dann muss es in erster Linie guten Service bieten. Und da ist Freundlichkeit die Basis.

Wie gesagt, man kann auch seine Meinung kundtun, aber man muss seine "Kunden" immer respektvoll und freundlich behandeln.

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Auf Wunsch der Themenerstellerin geschlossen!

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Gast
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