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polar-chat.de  Der Hund
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Amerikanische Wolfshunde

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Hallo ihr Lieben :winken:

Ich bin ja schon lange ein Wolf Liebhaber und musste einfach die Website eines Züchters im Augen behalten, der amerikanische Wolfshunde züchtet.

Da jetzt gerade ein Wurf mit einem wunderschönen Rüden ansteht, kam ich mal wieder in Fahrt :D

Aber nein, ich denke nicht, dass ich absehbarer Zeit einen so speziellen Hund ins Haus holen werde.

Dennoch habe ich ein paar Fragen, die mir Tante Google bisher nicht beantworten konnte und bei denen ihr mir vielleicht, mal wieder ;) , helfen könnt.

Wie muss man sich das zusammenleben mit diesen Tieren vorstellen?

Klar ihre Gestik ist viel Wolfsartiger, aber wie schnell lernen sie?

Bei was kann man sie einsetzen?

Ist der Jagdtrieb so unkontrollierbar, dass sie Leinenpflicht haben?

Eben lauter solche Sache.

Danke euch schon mal.

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(bearbeitet)

Hallo

Also ich selbst habe keinen A-Wolfshund, weiß aber von einem sehr guten Wolfkenner (hat ein eigenes Wolfsrudel großgezogen), das es die A-Wolfshunde in dem Sinn gar nicht gibt. Es werden Hybriden gezüchtet, die noch sehr viel Wolfanteil in sich tragen und niemals so gehalten werden können/sollen wie ein "normaler"hund

Ich kenne welche mit Wolfshunden die berichten:

-Sie machen viel kaputt und man kann sie eigentlich nie aus den Augen lassen

-Man sollte ein eigenes Zimmer für den Hund herrichten, wo er hinkann, wenn man mal nicht da is, wo er sich zurückziehen kann

- sehr intelligent und immer nach seiner eigenen Nase :D

-Sie können so gut wie kein Auto fahren (Hund bekommt sehr viel und großen Stress-->Speichelt)

- Viel Zeit und Geduld

Du solltes das Leben nach dem Hund richten und nicht andersrum. Wolfshunde passen sich nicht so gut an.

DU musst wissen, ob du dein leben nach dem des A-Wolfshundes richten magst. Du wirst sehr viel geld in alles stecken müssen.

Ich denke mal jeder Wolfshund ist anderst aber sie haben nun mal ihren eigenen Kopf und sicher kann man ihn von der leine lasse, Training sollte allerdings vorraussetzung sein!

Das ist das,was ich selbst bei anderen erlebt und erfahren habe. Gute und sichere Antworten können dir die anderen sicher geben, hier gibt es Jemanden der einen hat :winken:

Ich finde diese Hunde wunderbar, doch nur für mich machbar, wenn ich mein Leben für den Hund umkrempeln kann.....IRGENDWANN :kaffee:

Verbessert mich, wenn was nicht stimmt....*duck*

EDIT: Danke für den Link Laranna, diesen Jemand aus dem Forum hab ich gemeint :)

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Danke für den Link.

Ich hatte den Threat nicht wieder gefunden.

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Besonders den Beitrag hier http://www.polar-chat.de/topic.php?id=83782&page=79#1995661 halte ich für wichtig.

Hiro ist für seine Verhältnisse ein (noch) sehr offener und "einfacher" AWH..seine Wurfgeschwister dagegen sind richtig scheu.

Aber selbst das Leben mit ihm ist speziell - er hat seinen eigenen Kopf (ließ einmal seine Besitzer nur auf ein paar meter ansich ran) und auch bei ihm hat man sich damit abgefunden wenn er z.B. eventuell nie ganz stubenrein wird.

Ich glaube der Jagdtrieb ist bei diesen Hunden einer der kleineren Übel.

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Originalbeitrag

Da jetzt gerade ein Wurf mit einem wunderschönen Rüden ansteht, kam ich mal wieder in Fahrt :D

das interessiert mich nun aber.. wen meinst du? Also welchen Züchter, welche Hunde? ;)

und zu deinen Fragen.. aber.. ich hab meinen Ami seit 7 Monaten, er ist ein Junghund und ich befürchte das Dickste kommt noch :kaffee:

Wie muss man sich das zusammenleben mit diesen Tieren vorstellen?

wie mit Dr Jekyll and Mr Hyde. Auf der einen Seite ein gelebter Traum, selten so ein faszinierendes Geschöpf kennen gelernt. Ich könn ihm stundenlang zuschauen, ich lern täglich dazu, er ist der beste Lehrer den ich je hatte..

ABER.. er ist auch die Ausgeburt der Hölle. Ich bin 24 Stunden/7Tage die Woche Hundemama. Man kann ihn alleine lassen, aber man darf sich beim Zurückkommen über nichts wundern. Ein tief schlafendes Wölfchen und ein schneller Toilettengang.. als ich zurück kam, stand er auf dem Tisch, neben meinem Laptop, dem vollen Glas Cola und grinste mich an. Ja er grinste.

Unsere Küche ist im Erdgeschoss, hat ein Fenster zum Garten, vor dem Fenster ist eine Arbeitsplatte. Ich hatte das Fenster offen, hab es gerade geputzt und sass deswegen auf der Arbeitsplatte, ist so bequemer, dann brauch ich keine Leiter. Der Bub wollte in den Garten und ohne lange zu überlegen rannte er los, im Bocksprung über die Arbeitsplatte, zwischen Fensterrahmen und mir vorbei ab in den Garten. Danach wundert man sich auch über nichts mehr..

Wenn man die ganze Zeit (!) aufpasst, dann halten sich auch Zerstörungen in Grenzen. Also man kann mit intakten Möbeln in einem normalen Haus wohnen, aber es kostet Zeit, Geduld, Nerven

Andere Themen sind Stubenreinheit, er ist nun 8 1/2 Monate und ich hoff nicht mal drauf, dass es dieses Jahr noch was werden wird. Hatten es recht gut im Griff, aber dank Schnee ist Schnee futtern das Tollste und Wichtigste draußen. So lange kann man gar nicht draußen bleiben bis er macht. Er macht erst wieder im Haus und das zuverlässig. Aber wird werden.. hoffentlich.. übrigens, keine individuelles Problem, die Tiere werden mit +/- einem Jahr erst stubenrein..

Dann noch die typischen Wolfeigenschaften..

Hochintelligent - wirklich faszinierend, aber macht die Erziehung nicht einfacher

Scheu vor fremden Menschen - man muss die Tiere von kleinst auf an alles (!) was ihnen im späteren Leben begegnen könnte und womit sie leben können sollen, sozialisieren. Das bedeudet das erste Jahr täglich unter Menschen, Gassigehen in der Stadt, ab in den Baumarkt, auf den Wochenmarkt, öffentliche Verkehrsmittel benutzen und und und..

Sozialisierung mit Hunden - die Wölfchen können gigantisch gut die Hundesprache, nur leider können viele Hunde sie nicht ansatzweise so gut. Teils rassebedingt, teils wegen fehlender Sozialiserung. Alles muss ein Wolfhund kennenlernen. Das Röcheln/Grunzen eines Mops ist kein Knurren etc. Er muss lernen, dass Hunde irgendeinen seltsamen Slang sprechen..

Klar ihre Gestik ist viel Wolfsartiger, aber wie schnell lernen sie?

was lernen? Blödsinn? In Sekundenschnelle, teils einmal gesehen und man weiß es. Also Mensch macht es und Hund setzt es um und handelt entsprechend oder probiert es so lange bis es klappt. Dass er etwas nicht darf, dass etwas so und so sein muss, dass er auf den oder den Befehlen hören soll.. keine Ahnung.. Tage/Wochen/Monate/Jahre/nie?

Bei was kann man sie einsetzen?

wie einsetzen? Hundesport? Geh mal davon aus bei gar nichts. Es gibt Amis mit denen man Sport treiben kann, aber es gibt auch Hunde, die in hundert m Entfernen einen Menschen sehen und dermassen in Panik geraten, dass man sie im Grunde nur im Gehege halten kann. Wenn du etwas mit den Tieren vorhast, dann lieber mit einem Hund der relativ wenig Wolfblut hat, aber selbst dann kann es sein, dass es genau mit deinem Hund nicht klappen wird. So Hunde hat man um sie zu leben, man lebt ihr Leben und sie nicht deins. Sie passen sich nicht deinen Vorstellungen an, sondern du musst bereit sein, dich auf die einzulassen. Sie können und werden sich nicht wie manch Hund für dich verbiegen und sich an dich anpassen. Deswegen umso weniger an Ansprüche du hast, umso weniger sein muss, umso leichter wird dein Leben mit ihnen. Ich hab mich für den Hund entschieden, weil ich keinen Job habe und der Hund nicht alleine bleiben muss (klar trainieren wir das und es klappt auch recht gut mit Tyra zusammen), weil wir ein Haus haben und keine Nachbarn stören, weil wir am Dorfrand wohnen, allen Menschen aus dem Weg gehen können. Einen Garten haben, problemlos ein großes Gehege anlegen könnten und wir auch das nötige Kleingeld haben um im Fall der Fälle reagieren zu können

Ist der Jagdtrieb so unkontrollierbar, dass sie Leinenpflicht haben?

ist mir neu bzw hab ich noch nie gehört, nicht mal von Jagdhunden, Windhunden oder anderen Vollblutjägern. Hiro hat zB kaum einen. Also je nach Lust und Laune. Ab und zu jagt er Krähen hinterher, ab und zu hüpfen sie ihm fordernd vor der Schnauze herum und er ignoriert sie und dreht sich um wenn sie vor ihm landen. Also dazu kann ich wenig schreiben. Angeblich sind sie da auch näher am Wolf und der jagt nicht sinnlos Tieren hinterher, sondern nur wenn er eine Chance auf Erfolg sieht. Also er jagt kein Reh das in hundert Metern Entfernung wegrennt, sondern er schnappt sich den Hasen der neben ihm im Gebüsch sitzt

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warum schreib ich so viel, wenn ihr das schon alle macht???

es ist schwer etwas objektives über Wolfhunde zu berichten, weil alles nur ein Bild von Hiro ist. Ob er einfach ist weiß ich nicht, ich hatte eine sehr gute Hilfe - unsere Schäferhündin. Sie hilft mir sehr bei der Erziehung. Ich verbiete etwas und sie setzt es auf Hundeart durch. Er hat sehr viel Respekt vor uns

Das offene muss man sich erarbeiten und das schwankt aktuell sehr. Manchmal kann man an lockerer Leine durch die Stadt gehen und am nächsten Tag ist er ein anderer Hund. Liegt sicherlich auch an der Pubertät, raubt aber auch Nerven, wirft einen zurück und frustriert. Aber man muss weitermachen, man muss bei den Hunden hart arbeiten, dass sie normal an der Leine zwischen Menschen sein können. Das was bei anderen Hunden normal ist, ist hier hart erarbeitet. Wie gesagt.. jeden Tag. Ich musste nun eine Weile aussetzen, weil ich mir das Außenband am Sprunggelenk angerissen hab und die eine Woche merkt man. Man glaubt es nicht, aber es sind definitiv keine Hunde, die nebenbei gehen!

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:kaffee:

Hallo Juni,

vielen Dank für Deine ausführlichen Infos. Das ist sehr interessant.

Gut finde ich, dass Du auch die schwierigen Seiten aufzeigst. Bei so tollen Tieren gibt es bestimmt viele Menschen, welche etwas "Besonderes" wollen.

Hoffen wir, dass sie solch ehrliche Berater finden wie Du bist.

:winken:

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schwierige Seiten? Welche schwierigen Seiten :D

Mal im Ernst, es klingt alles extrem, aber er ist wie Lupinchen schon meinte "einfach". Er passt zu uns, wir harmonieren sehr gut und trotzdem haben wir massive Probleme wie Rückruf und Mittelkralle zeigen, wenn es um das richtig rankommen geht. Aber ich bekomm ihn an die Leine, es dauert vielleicht etwas, aber man kann ihn mit konsequentem Auftreten doch sehr beeindrucken und wenn mann hartnäckig genug ist, dann spielt er mit einem, merkt dass man es nicht toll findet und legt sich dann auf den Rücken und bleibt liegen bis man es auflöst. Nur ist das nicht das was ich mir unter Abruf vorstelle und deswegen ist er an der Schlepp..

Nur das sind eben kleine Problemchen.. es geht eben auch extremer, kommt drauf an wie sich das genetische Erbe durchsetzt und was man daraus macht. Stubenreinheit, Rückruf.. das ist Kindergarten. Man kann idR aus den Hunden sehr viel herausholen, sehr viel machen, aber du brauchst die Zeit, die Nerven und auch Geld.. es summiert sich alles.. Fahrtkosten, Hundeschule, allein Futterkosten, die Kosten für die Ausstattung, Hundebox fürs Auto..

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Hallo

Dumme Frage, wie wäre es mit einen Tamaskan?

Die gibts sogar in Deutschland und sollen unproblematisch sein.

Grüße Andi

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