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polar-chat.de  Der Hund
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Mobbing

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Ich muss hier mal eben meinen Frust abladen…

Es geht um Mobbing und die Folgen mit denen betroffene zu kämpfen haben.

Eine mir sehr wichtige Person ist nun bereits die 6. Woche krankgeschrieben, Begründung: Mobbing.

Diese Person ist gebrochen. Wenn man versucht zu mit ihr zu sprechen, und ausversehen kommt das Thema in Richtung Arbeitsplatz, kann sie nicht mehr atmen, sie verliert die Fassung. Es ist wirklich schlimm mitanzusehen was andere Menschen einem antun können.

Wieso wird gemobbt?

Diese Frage stelle ich mir momentan ganz bewusst. Wieso? Gibt es einen Grund? Ein schlechtes eigenes Leben, Neid?? Vielleicht ja auch einfach Boshaftigkeit?

Eine Gruppe Menschen schließt sich zusammen um gegen einen zu sein, dass kann es doch nicht wirklich geben, oder?

Habt ihr damit Erfahrungen? Wie kann man betroffenen Personen helfen und sie wieder in eine Arbeitssituation hineinführen, was kann man überhaupt machen?

Die von mir gemeinte Person befindet sich in Psychiatrischer Behandlung und nimmt Antidepressiva.

1 Tablette morgens, 2 Abends. Mir kommt das sehr viel vor, habt ihr da Ahnung?

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Warum der Mensch soetwas macht ist nicht zu erklären. Es können alle Motive dahinterstecken die du aufgezählt hast und natürlich, Gruppendynamik.....

Ich wurde selbst gemobbt, von einer Vorgesetzten in meiner Lehrzeit. Ich ging daran auch kaputt und es endete in einem, zum Glück, erfolglosen Suizidversuch. Heute erinnert nur noch eine Narbe daran.

Ich habe damals dann durchgebissen, meinen Abschluss gemacht und gekündigt. Das war die beste Lösung für alle beteiligten.

Vor ein paar Wochen traf ich die Dame dann, sie war ja gerade mal 3 Jahre älter als ich. Sie ist jetzt geschieden, arbeitet noch immer in dem dreckigen, veralteten Ersatzteillager, in einer Firma die am Rande des Konkurses steht.

Ich verweigerte mir die Genugtuung ihr noch unter die Nase zu reiben was ich jetzt für einen wundervollen Job habe, denn sie ist das beste Beispiel für "Gottes Mühlen mahlen langsam, aber sie mahlen"

Ich finde die Dosis von 3 Tabletten nicht viel. Weißt du denn was sie nimmt?

Tippe auf die schnelle mal auf 1xCipralex morgens und 2xTrittico am Abend (letzteres wird hauptsächlich bei Burn Out bedingten Schlafstörungen eingesetzt). Falls es dich beruhigt, ich hab während meines Burn Out mehr genommen.

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(bearbeitet)

Ich habe Mobbing auch mal am eigenen Leibe erfahren. Woher das kommt - ich weiß es nicht. Gruppendynamik spielt da sicher eine große Rolle. Und wohl auch Feigheit, Dinge einfach mal anzusprechen.

Ich wurde damals bei den Johannitern gemobbt. Man muss Kirchenmitglied sein um da arbeiten zu dürfen, aber so fromm sind sie denn doch nicht, dass es nicht auch dort Mobbing gäbe.

Bei mir ging es von meiner Vorgesetzten aus, die fast das ganze Team infiltrierte. Ich hatte fast niemanden mehr an meiner Seite, und wenn, dann nur inoffiziell.

Es dauerte ein Jahr an - ein Jahr, in dem ich dauererkältet war und auch Herzrhytmusstörungen bekam. Das waren nur die körperlichen Symptome, fast noch schlimmer waren die Selbstzweifel, die durch das Mobbing entstanden.

Ich hatte in der Zeit eine gute, verständnisvolle Hausärztin, die mir einen pflanzlichen "Stimmungsaufheller" verschrieb. Dieses Medikament dämpfte tatsächlich das Schlimmste etwas ab.

Nach einem Jahr kündigte ich und arbeitete in den letzten Wochen meiner Tätigkeit dort noch meinen Nachfolger ein.

Eines Tages sagte er in einem Gespräch plötzlich: "Ich möchte dir noch sagen, dass ich vor dir gewarnt wurde, aber jetzt wo ich dich kenne, kann ich diese Warnung überhaupt nicht verstehen!"

Als ich dort weg war, ging es mir bald besser.

Später hatte ich nochmal einen Arbeitsplatz, in dem meine Chefin versuchte ein Mobbing anzuzetteln. Sie scheiterte aber am grandiosen Team, das "wie ein Mann" hinter mir stand. Das war für mich eine ganz tolle Erfahrung, die mir wieder viel an Selbstwertgefühl zurück gab!

Edit: was vergessen

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Also... meine Mutter hatte das letztes Jahr. Nach 3 Jahren Mobbing und gefühlt 1000 Überstunden hatte sie Burn-Out und war ein dreiviertel Jahr krank geschrieben, war auf Kur etc. Danach hat sie dort gekündigt. Was mir auffällt ist, dass die allermeisten Leute erst dann gehen, wenn sie wirklich nicht mehr können und dann physisch und psychisch so am Ende sind, dass gar nichts mehr hilft. Meine Mum hat z.B. in ALLEN Situationen geweint. Bei schönen Sachen, bei nicht schönen Sachen, wenn ihr jemand zum Geburtstag gratuliert hat, einfach immer. Was sie ihr in der Kur beigebracht haben, war nein sagen und sich wehren, das tat ihr sehr sehr gut. Seitdem lässt sie sich nicht mehr Alles gefallen. Außerdem haben wir genau in dieser Zeit meinen Angsthund aus Ungarn bekommen und ich habe sie abgestellt, aufzupassen wenn ich nicht da bin. Das hat sie enorm beruhigt. Sie war psychisch viel besser drauf und vor allem hat sie sich nicht mehr zu Hause verkrochen, weil sie mit dem Hund ja raus musste. Frische Luft, nette Leute die nach dem Hund fragen usw. haben sie sehr aufgebaut. Auch dass der Hund "betüdelt" werden musste und ihm die Angst genommen werden musste gab ihr eine Aufgabe, die sehr viel Körperkontakt gefordert hat, was ihr auch sichtlich gut getan hat. Nach einer Woche mit meinem Hund war sie schon viel besser drauf. Klar, hat sie auch Antidepressiva bekommen, aber da gabs den Hund noch längst nicht. Ich würde zur Kur raten und zum Hund (kein Scherz!). Außerdem muss sie sich bewusst machen, dass sie rausgehen DARF auch wenn sie krank geschrieben ist und dass ihr da niemand was kann. Sport hilft unheimlich, falls sie welchen macht. Meine Mum hat sich auch ins Tischtennis gestürzt, was ihr Halt gab und sie Nachts schlafen liess (ist ja oft ein Problem, vor lauter Angst, Stress und immer wieder über Situationen nachdenken nicht schlafen können). Viel mit Leuten machen hilft auch, damit sie sich nicht einmauern kann; als Angehöriger immer wieder positiv verstärken und sich mit eigenen Problemen zurückhalten bei Konversationen. Was ich sagen will: Sport, Hund, Rausgehen, Menschenkontakt, wenn möglich eine Kur beantragen. Meine Mum war glaub ich im Schwarzwald, das war unglaublich gut für sie. Zu den Gründen von Mobbing... Das weiß ich auch nicht so recht. Ich denke das ist oft das 'Hausmeistersyndrom': gib einer Person ein Minimum an Macht und die rasten völlig aus. Vor allem in der Gruppe. Es ist leicht, jemandem immer die Schuld zuzuschieben, damit man selbst besser da steht. Einer in einer höheren Position fängt damit an, und alle machen dann mit, um nicht auch gemobbt zu werden. Außer es ist jemand dabei, der da mal Klartext redet, aber das ist nicht oft der Fall.... Ich wünsche deiner Freundin (?) gute Besserung und sie soll den Kopf nicht hängen lassen - lieber frei kriegen und sich auf sich selbst konzentrieren und egoistischer werden!!!

Liebe Grüße,

Anja mit Rosi (Angsthund) und Valentin

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da kann ich nur sagen "willkommen im Club" ich kann mich auch zu Euch gesellen.

Bei mir war es so...

Ich hatte einen halben Tag Urlaub und wurde vom Geschäft abgeholt. Den Tag danach ging es los.....

ein Jahr die Hölle. Jeden Tag bin ich heulend Heim gekommen....irgendwann hat mich der Rappel gepackt, bin zu der Person, hab einmal tief Luft geholt und hab losgelegt. Erst hat er nur gelacht (das hat mich noch viel mehr auf die Palme gebracht) und dann hab ich wohl so losgelegt das ihm erst das Lachen und dann die Farbe aus dem Gesicht gefallen ist.

Danach hat er sich ein anderes Opfer gesucht....wenn ich was mitbekommen habe, hab ich sofort Patei ergriffen und ihm die Stirn geboten.

Jetzt kann ich leider keinem helfen. Es ist schlimm wie dieser Mensch mit Anderen umgeht.

Ich finde solche Menschen sind Charakterlich (?) so arme Würstchen, das sie sich nur gut fühlen wenn sie Anderen weh tun können.

Es wird sich aber irgendwann rächen....

Allen die das erleben müssen wünsche ich viel Kraft und gute Freunde, fühlt Euch umarmt

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Warum...

Puh

Ich denke auch auf jedemfall Gruppendynamik, langeweile, eifersucht, neid, weil jemand etwas anderes ist (Gothik, Hundefreak HipHoper, Dick, Ruhig usw)

Ich wurde auch in der Schule so wie auch auf Arbeitsplätzen gemobbt.

In der Grundschule fings schon an. Ich weiß garnicht mehr genau warum, weil ich hatte gute Klamotten, war dünn, nett, hatte Freunde. Also nichts was einen jetzt direkt als Opfer da stehen lässt, aber auch nicht zu viel was neid hervoruft.

Da waren es aber nur kleine zickerein.

In der Hauptschule, gabs dann ne Mädchengäng, die eigentlich alle anderen Mädchen verdroschen, bespuckt und gemobbt haben. Mich auch. Hab mich ewig nicht gewehrt (eigentlich steck ich das ganz cool weg, weiß nicht warum aber ich heul dann auch nicht heimlich. Es ist zwar blöd, aber ich denk da nie drüber nach), dann eines Mittags hat mich ein Mädchen aus dem Bus geschubst ich machte mir dabei meine neue Hose kaputt.

Da bin ich dann ausgerastet und hab sie dann geschlagen. danach hatte ich ruhe.

Mit den meisten die mich früher gemobbt haben bin ich heute "befreundet".

Ich neh so was eben nicht so ernst. Oft gehts garnicht gegen einen selbst, sondern sie suchen grad nen blöden.

Ich hab nie gemobbt.

Ich hab klar schon über andere hergezogen oder mal nen witz gemacht, aber nicht jetzt eine Person jeden Tag angegangen.

Meine Klasse war auch eigentlich ganz cool, die Para war da schlimmer.

Wenn bei uns einer neu war dann wurd der 5 Tage etwas veräppelt, mit nassem Stuhl usw und danach war er aufgenommen und wir haben uns alle echt gut verstanden.

Ich mag das nicht wenn alle gegen einen Hauen, dann bin ich eigentlich immer eine der ersten die dazwischen springt und die "Prügel" einsteckt.

Weils mich wirklich nicht stört. Ich weiß nicht warum.

War damals mal beim Phsychologen und der wollte auch immer was aus mir raus kitzeln, weil er nicht glaubte das mir das am Po vorbei geht.

Meine Schwester hats da schlimmer. Die nimmt sich auch alles zu Herzen. war auch immer etwas pummelig und eigentlich immer das Opfer.

Dadurch hat sie sich auch geritzt usw.

War auch lange in Therapie.

Bis ich halt mal lange it ihr geredet hab und ihr auch ein bischen von meiner "Arschleck" methode abgeben habe. darauf hin hat sie sich nicht mehr gestört und die anderen hatten schnell kein Bock mehr sie zu mobben.

Warum so was auch auf der Arbeit passiert ?? Das versteh ich tatsächlich nicht. In der Schule schieb ich es mal auf das Alter und das die halt nicht so weit denken, wie schlimm es ist für das Opfer.

Ist zwar auch nicht schön, aber ich kanns mir erklären.

Bei Erwachsenen Menschen kann ich mir das nicht erklären und ganz ehrlich wer das in dem Alter nötig hat tut mir verdammt leid.

Ich würd an der stelle den Job wechseln und über die anderen lachen, was das für Kinder sind.

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Es gibt verschieden Stufen des Mobbings, manchmal ist es nur Belustigung auf Kosten Anderer, manchmal aber heftig und zerstörerisch.

Dabei gibt es einen Kern von Mobbern, während andere "nur" Mitläufer sind - aus Gruppenzwang, Angst vorm selber Ausgestoßen werden...oder einfach aus Gedankenlosigkeit.

Während die Motivation dieses Mobbing-Kerns psychische Ursachen hat (das Mobbing ist für sie ein Ventil für die eigene Unzufriedenheit in ihrem Leben, krankhaft deshalb, weil es sie dazu verleitet, sich über jegliche moralisch-ethischen Grundsätze hinweg zu setzen), fehlt es den Mitläufern einfach nur an Zivilcourage.

Deshalb kannst du beim Mobbingkern nicht mit Hilfe ansetzen - hier ist therapeutische Hilfe angesagt.

ansprechbar sind die Mitläufer, denen noch klargemacht werden kann, welche Auswirkungen ihr Tun hat und welche Grenzen sie dabei überschreiten.

Hier kann der Gemobbte ansetzen, indem er zunächst einmal heraus filtert, wer die Antriebsfeder ist bei diesem Mobbing und wer ansprechbar ist. Bei diesen Gesprächen sollte aber eine Person seines Vertrauens anwesend sein (in manchen Betrieben kann dies über den Betriebsrat oder gewerkschaftliche Vertreter laufen).

Im Privatbereich hast du die Möglichkeit, den Focus des Betroffenen auf andere, ihm wichtige Dinge zu lenken, ihn dabei unterstützen, sich darauf zu konzentrieren um daraus Kraft schöpfen zu können.

Das Leben besteht nicht nur aus Arbeit, aber dem Gemobbten ist es nicht mehr möglich, ihm wichtige Dinge seines Lebens auch als solche zu erkennen, weil ihn die Last des Mobbings schier erdrückt.

Im privaten Bereich ist die Wiederfindung dieser Dinge deshalb enorm wichtig und hilft der Person wieder, Luft zu bekommen und einen Sinn außerhalb der Arbeit zu erkennen.

Hm - hat die Person auch einen Hund? Vielleicht kannst du hier gemeinsame Aktivitäten anregen, möglichst regelmäßig...

Ich wünsch dir viel Glück und deiner/deinem Bekannten baldige Besserung.

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Ich nehme mal an, dass sich solche Leute selbst Aufwerten wollen, da sie in sich drin klein mit Hut sind. Sie haben selbst kein Selbstbewusstsein und zerstören das Selbstbewusstsein anderer Menschen. Ihne ist es gleich, wie andere Menschen sich fühlen.

Meine Mutter hat auch Mobing hintersich und ihr ging es auch sehr schlecht und dies über 1-2 Jahren. Es ging von ihrem Chef aus und er sagte ihr auch, dass er ihr das Leben zur Hölle machen wird. Sie hatte dafür natürlich keine Zeugen und er machte ihr das Leben zur Hölle.

Sie hatte solche Gedanken, sich einfach vor ein Auto werfen und dann ist Ruhe. Sie konnte nicht schlafen, begann zu zittern, weinte viel und machte sich ganz klein. Sie ging auch zur Reha und machte eine Psychotherapie. Jetzt ist sie den Job los, aber vergessen wird sie es nie.

Ich wünsche deiner Bekannten, dass sei sich bald besser fühlt und sie ihren Weg gehen kann, auf dem sie Glücklich ist.

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Vergessen werde ich das wohl auch nicht. Bei mir liegt es 16 Jahre zurück, ich war vorhin, als ich meinen Beitrag hier schrieb, selbst überrascht wie gut ich mich erinnern konnte...

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Dies prägt sich leider ein, da es ein Teil des Lebens betrifft und man viel Leid erfährt. Ich wünschte, dass jeder Mensch andere Menschen behandelt, wie er selbst behandelt werden möchte. Aber ich glaube, dass dies ein Wunsch bleiben wird. Ich versuche (versuche ist das falsche Wort) so zu Leben und wenn es mehrer so machen, dann ist das ja auch schon etwas.

Ich lebe so und dies habe ich auch meinen Kindern vermittelt.

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