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polar-chat.de  Der Hund
River

Keine artgerechte Haltung, brauche eure Hilfe

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Hallo,

Stelle dieses Thema mal unter Tierschutz, weiss nicht wohin es sonst passen würde.

Zur Situation:

Meine Nachbarin (22 Jahre alt, Pflege"kind" hier bei den Pflegeeltern) hat 2 Hunde zusammen mit ihren Eltern. Ich halte mich gut mit ihr, weil sie nett ist und man sieht dass sie viel erlebt hat (nicht immer positives). Ihre Hunde, ein BorderCollie von 7 Jahren und eine Aussie Hündin von 8-9 Monate leben den grössten Teil ihres Lebens auf der Terasse. Schon als sie mir vor 9 Monaten berichte, sie würden einen Zweithund nehmen, wollte ich es ihnen ausreden, geling mir aber nicht. Dann kam der Aussie, vom ersten Moment an dachte ich, ojee, das wird schief gehen. Einfach wie sie mit Hunden umgehen, das geht einfach nicht. Die werden aufgedreht wie sonst was, abgeknutscht, hin-und hergeschoben, es wird geruckt, geschrien, naja, Körpersprache oder Beschwichtigungssignale, davon kennen sie nicht viel. Aber hauptsache es sind nun teure reinrassige Arbeitshunde in der Familie.

Vor paar Monaten wollte sie dann mit der Aussi-Hündin züchten, das habe ich ihr gottseidank ausgeredet. Trotzdem ist sie schon mit Welpi auf Ausstellungen gewesen (zum Hintergrund, der Aussie wurde nur zu einem Grund angeschafft, damit sie auf die Agility WM kann....was komplett utopisch ist).

So nun sind die Hunde also von morgens 5 Uhr bis nachts 11 Uhr auf der Terasse eingesperrt, ohne Überdach oder Schutz, ich glaub sogar ohne Wasser. Wenn sie nachts ins Haus kommen, dann aber nur in eine Transportbox und auch nur im Keller oder im Zimmer der 22-jährigen, da die Mutter keine Haare im Haus will und laut Nachbarin auch nicht mit sich sprechen lässt. Die Hunde sind null erzogen, wenn sie dann mal Gassi gehen, ziehen sie wie 2 Pferde den Besitzer hinterher, bis sie aus dem Dorf raus sind, da werden sie losgemacht und flitzen unkontrolliert durch Flur und Wald.Manchmal sind sie auch verschwunden und kommen erst paar Minuten später zurück, was aber keinen kümmert. Sie sind ganz lieb zu Menschen, der Border Collie ist aber nicht verträglich mit Rüden (sagt sie....mit meinen Rüden hat es auf Anhieb geklappt....da hab ich ihr aber gesagt wie sie sich nähern soll und es war kein Thema).

Naja, langer Rede kurzer Sinn.....endlich hat sie eine Arbeit gefunden (sonst sass sie nur zuhause rum) und ist nun, da sie keinen Führerschein hat, von 5Uhr morgens bis 19Uhr abends aus dem Haus. Spazieren geht jetzt keiner mehr, denn die Eltern finden dass sie zuviel ziehen und nicht folgen und die Nachbarin ist abends zu müde um nochmal zu gehen. Ich helfe ihr seit 3 Tagen wo ich kann, mit Tipps und Tricks, von Hundesitter, zu Hundeschule, zu zusammen spazieren gehen und Tipps geben, zu Beschäftigungsideen, zu drüber nachdenken sie abzugeben, zu "raff dich mal auf" usw... Sie sucht die ganze Zeit nach Verständnis meinerseits, sie ist wütend auf die Eltern, will sich aber verdammt nochmal nicht selber aufraffen und sich die zeit für die Hunde einfach nehmen....ich gebe Tipps wo ich nur kann, und kläre sie über die unartgerechte Haltung ihrer Hunde auf, erkläre ihr dass wenn ihre Hündin den Rüden dauernd besteigt, dass nichts mit Dominanz zu tun hat und Klären wer der Chef ist, sondern damit dass sie Dauer gestresst ist und Stressabbau braucht. Und immer wieder sagt sie, ich wüsste ja gar nicht wie müde sie abends ist, dass sie keine Zeit hat um zu trainieren...blabla...

Jetzt meine Frage:

Wie kann ich das Beste daraus machen?

Ich will KEINEN Streit mit den Nachbarn, und auch nicht mit der Nachbarin, aber diese Situation kann nicht so weiter gehen. Ich KÖNNTE sie anklagen, weil die Hunde so alleine gelassen werden ohne Wasser, und weil sie unkontrolliert rumlaufen. Das würde aber nur bedeuten, dass sie wahrscheinlich gar nicht mehr rauskommen oder nur noch drinnen in der Box liegen oder was weiss ich....also was kann ich machen, damit es den Hunden besser geht, ohne dass es riesen Streit gibt, und ohne dass meine Zeit noch zuviel darunter leidet (Ich kann nicht noch mit den 2 Hunden der Nachbarin spazieren gehen)was ich von dem all denke, schreib ich hier nicht hin, bringt nichts und macht mich nur noch mehr wütend....

Danke schonmal im Voraus

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Hallo River,

kann ich gut verstehen und dass du dir um die Hunde Sorgen machst und, dass du mit den Nachbarn keinen Streit willst auch. Ich würde wahrscheinlich erst mal den hiesigen Tierschutz anrufen, die Situation schildern und anfragen welche Strategie ihnen sinnvoll erscheint. Sollte das nichts bringen, würde ich das Ordnungsamt informieren und dort fragen, was sie von dort aus tun können.

Wenn das nichts bringt würde ich es bei der Polizei melden. Man braucht erst mal keine Anzeige erstatten.

Ich denke nicht, dass weitere Gespräche mit deinen Nachbarn noch zu größeren Einsichten bei ihnen führen. Wahrscheinlich ist das noch nicht mal böser Wille, sondern Unvermögen und eine gewisse Beschränktheit.

Erfolg. dolby

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Scheiss Situation und ich kann deinen Kummer gut verstehen

Wo redet ihr denn wenn also ich meine damit zwischen Tür und Angel ??

Ansonsten würde ich wirklich mal rüber und bei einer Tasse Kaffee das Thema nochmal ganz in Ruhe ansprechen damit es auch ankommt

Ich hoffe das du bei ihr durchkommst

Lg Birgit

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Oh je, das ist ja wirklich eine bescheidene Situation für Dich und vor allem

für die Hunde :(

Eine andere Möglichkeit als das Ordnungsamt ein zu schalten sehe ich da auch nicht.

Aber mit Sicherheit werden die Nachbarn dann wissen, das die Anzeige von Dir kommt.

Eine sehr dumme verfahrende Situation. :(

Wenn das Mädchen jetzt arbeitet, wird sich doch auch Geld verdienen, so das sie

vielleicht jemanden bezahlen kann, der die Hunde ausführt?

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Ich glaube nicht, dass Polizei und Ordungsamt irgendeine Handhabe haben irgendetwas unternehmen zu können (und zu wollen) und wahrscheinlich würden sie von so einer Anzeige extrem genervt sein!

So, wie Du es schilderst liegt absolut KEINE Tierquälerei vor im Sinne der Gesetzgebung (Da gibt es sicherlich auch einige hier im Forum, denen die Hunde entzogen werden müßten, wenn das Geschilderte als Tierquälerei gilt :Oo ), sondern lediglich eine andere Sicht über Hundehaltung.

Versuche über das Gespräch zu motivieren, mehr kannst Du nicht tun!

(Übrigens: da bin ich echt froh, dass meine Nachbarn mich noch nie angezeigt haben. Die sehen mich nämlich NIE mit meinen Hunden spazieren gehen ;) )

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Lese ich da richtig heraus, dass die Leute oder zumindest die Tochter etwas beschränkt in ihren Fähigkeiten ist? Dann hilft vielleicht ein freundliches Wort, aber klar und einfach formuliert.

Indirekte Anspielungen oder unverbindliche Formulierungen dringe vielleicht nicht ausreichend durch?

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Ich sehe auch nicht, was irgendein Amt da tun sollte. Außer darauf hinzuweisen, dass den Hunden Wasser hin zu stellen ist.

Es gibt nun wirklich viele krasse Fälle und sicherlich tut es einem leid, sowas zu sehen, aber es ist nirgendwo vorgeschrieben, wie oft man mit seinen Hunden raus gehen muss oder dass man mit ihnen trainieren muss. Und dass ein Hund auf dem Balkon bleibt, statt im Wohnzimmer, wenn niemand da ist, ist jetzt auch nicht strafwürdig.

Ich verstehe deinen Aerger sehr gut, aber irgendwo muss man auch mal Grenzen ziehen, wo man sich einmischt und wo nicht. Du hast ja mit den Leuten geredet, wenn sie sich nicht ändern, dann würde ich irgendwann mal nachlassen.

Traurig, aber man kann nun nicht die Welt retten.

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Es steht schon irgendwo was dazu:

"§ 2 Allgemeine Anforderungen an das Halten

(1) Einem Hund ist ausreichend Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers oder einer Anbindehaltung sowie

ausreichend Umgang mit der Person, die den Hund hält, betreut oder zu betreuen hat (Betreuungsperson), zu

gewähren. Auslauf und Sozialkontakte sind der Rasse, dem Alter und dem Gesundheitszustand des Hundes

anzupassen."

Link: http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/tierschhuv/gesamt.pdf

Ich denke aber auch, den Hunden könnte es schlechter gehen. Ich würde eher versuchen aus dem gegebenen etwas zu machen anstatt das völlig umzukrempeln. Baut zusammen ne Hütte für die beiden - nur so als Beispiel...

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Ich denke du könntest auch etwas erreichen weil sie bei dem Wetter nicht mal ne Hütte haben.

Und ich denke die Terrasse muss auch eine bestimmte größe haben. Ähnlich wie bei Zwingerhaltung.

Ich würds auf dem Weg bei den Eltern versuchen. Mach dich Rechtlich schlau und leg es dann vernünftig dar

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Alle ein Dankeschön für eure Meinungen....

Es ist halt wirklich verzwickt. Ich denke nicht dass Ordnungsamt, Polizei oder Tierschutz was machen kann. Wie gesagt, ausser dass die Hunde unkontrolliert im Freilauf sind, stossen sie nicht gegen die Gesetze. Ich denke nicht dass dies was bringt, ausser, wie Skita bereits gesagt hat, dass die Nachbarn exrem genervt wären und wissen würden, von wo das herkommt (und das würde wahrscheinlich Streit bedeuten). Es ist definitv eine andere Sichtweise von Hundehaltung, die halt nicht verboten ist. Manche Hunde kämen wahrscheinlich damit ganz gut klar. Die beiden hier leider nicht. Ich denke auch, dass ich mich nicht zu sehr einmische sollte, erstens weil das sich nicht gehört, zweitens weil ich mich selbst damit immer wieder fertig mache. Andererseits sehe ich die Hunde vor sich hinvegetieren. Mehr als einmal hab ich der Nachbarin ne SMS geschrieben, es würde aus Eimern schütten und die Hunde wären pitschnass, sie solle sie reinholen. Das wird dann auch gemacht. Aber es scheint mir als könne ich nicht mehr tun.

@chrystal: Was heisst beschränkt? Naja, sagen wir mal sie verhält sich manchmal anders, spricht über Sachen, die man normalerweise nicht anspricht, sagt was sie denkt, regt sich über vieles auf, sie ist halt nicht "mit beiden Füssen in der Realität" aber als beschränkt würde ich das nicht bezeichnen. Ihre Eltern sind ganz normale Menschen, ziemlich reich (was mich noch mehr ärgert, weil defintiv genug Geld für Dogsitter oder Hundetrainer da wäre), sie besitzen 2 grosse Häuser und sind sehr oft auf Reisen, wo dann die Tochter alleine hier sitzt.

@Bibi: Wir reden meistens über Facebook, weil das nichts kostet, aber auch oft wenn wir zusammen spazieren gehen, weil unsere Hunde sich ja gut verstehen. Aber egal was ich sage oder anbiete, sie findet immer eine Ausrede, meistens dass sie kein Geld hat (und die Eltern nichts bezahlen), dass sie zu müde ist und dass die Eltern gegen alles sind.

Mit den Eltern hab ich nicht viel Kontakt, habe zwar oft schonmal so zwischendurch ein Pläuschen mit ihnen, aber das ist nicht meine Welt, sie erzählen dann von ihren Reisen und sprechen nur von sich, so dass sich nie ein langes Gespräch entwickelt....muss nicht sein....

Ich sehe nur, dass ich helfen kann, wenn ich das Mädel dazu bringe, ein paar Sachen als Hilfe anzunehmen, nur weiss ich nicht wie ich es anders formulieren soll, damit sie es annimmt. Sie hat sich in den 3 Jahren wo wir hier wohnen, schon viel verändert. Sie benutzt nun Geschirr anstatt Stachelhalsband, hat angefangen sich mit Barf auseinanderzusetzen statt nur Trockenfutter zu füttern....sie will es gut machen, und schreit im FB gegen die, die ihre Hunde abgeben oder alleine lassen....nun ist sie selber in ner blöden Situation und braucht defintiv Hilfe, weil sie mit den Nerven am Ende ist. Ich möchte helfen, komme aber nicht durch.....

Mich raushalten wäre ne Möglichkeit, aber ich komme jeden Tag hier an, und sehe sie wieder auf der Terasse, dann gucken sie mich hoffnungsvoll an....es ist schrecklich...

@skita: Dass sie fast nie rauskommen, weiss ich, weil sie es mir gesagt hat. Die hier im Dorf sehen mich ja auch nur morgens und abends für die kurze Pipirunde. Was wir tagsüber machen, weiss wahrscheinlich keiner, weil wir immer mit dem auto irgendwo hinfahren oder weil die meisten auf der Arbeit sind....kein Thema, ist ja normal.....nur hier weiss ich es, und beide Eltern sind zuhause (oder auf reisen). Der Vater ist Rentner und soweit ich weiss hat die Mutter dieses Jahr aufgehört zu arbeiten....

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