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polar-chat.de  Der Hund
Lemmy

Anknurren/Abschnappen von unterwürfigen Welpen

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Im Zuge sowohl des Themas über die Amerikanischen Wolfshunde als auch um ein relativ neues (aber bekanntes ;) ) Erlebnis mit Lemmy stell ich mir nun schon eine Weile ein Frage:

Es geht darum, dass mein Rüde es nicht mag, wenn Welpen um ihn herumwuseln und ihm das Gesicht und die Schnauze abschlecken.

Er knurrt dann - eigentlich mehr als deutlich für die Welpen - und wenn diese es dann auch nach mehrfacher Wiederholung nicht sein lassen können, schnappt er sie weg. Er beißt sie nicht, oder reagiert überzogen (aus meiner Sicht), und die Welpen verstehen dann meistens, dass er keinen Bock auf sie hat und ziehen ihrer Wege. Wirkt auch auf die Zukunft - bei der nächsten Begegnung sind die Welpen/Junghunde auf Abstand bedacht.

Nun meinte aber Junie in einem Beitrag, dass Hiro - als sehr deutlich sprechender Hund - ebenfalls sehr unterwürfig ist und so mancher, eher nicht so deutlicher Hund ihn dann dennoch anknurrt - weil dieser sein Verhalten nicht versteht (so hatte ich das in Erinnerung und interpretiert - falls ich mich irre, bitte korrigieren!)

Ich war bisher immer der Meinung (und bin es eigentlich immer noch), dass ein erwachsener Hund sehr wohl das Recht hat, Zungenküsse abzuwehren, auch wenn es ein unterwürfiges Verhalten des Junghundes darstellt. Hatte eigentlich nie den Eindruck, dass Lemmy (und Marlowe früher übrigens auch) einfach nicht versteht, dass der Welpe gut Wetter machen will, sondern dass er es sehr wohl versteht, aber TROTZDEM keinen Bock auf solch ein Verhalten hat.

Irre ich mich da?

Muss ein Hund es doch ertragen können einen Welpenschmatzer zu bekommen, oder darf er seinen Unmut kund tun - sind es vielleicht eher die Welpen/Junghunde, die lernen müssen dass "Hau ab" auch für niedliche Knuffelhunde gilt?

An meiner Fragestellung sieht man vermutlich, dass ich für letzteres plädiere :D , aber ich lasse mich auch überzeugen, wenn ihr andere Argumente anbringt.

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Also wenn ich mich recht entsinne, hatte Junie mit Hiro doch schon ähnlihes bei dem Wurfgeschwister Treffen oder?

Da erinner ich mich an ein Bild von einem adulten Rüden (wars der Vater oder Onkel oder großer Hlabbruder, egal xD) und ne kleine Hündin daneben. Und hiro hat sich wohl bei dem Rüden auch ziemlich unterwürfig verhalten, dem Rüden passte das nicht und Hiro bekam von ihm den Schnauzengriff (mal raussuchen muss).

Ich für meinen teil (und ich kann ja nur vom normalo Haushund reden) bin der Meinung es gibt solche und solche. Es gibt Hunde die stören sich nicht an Welpen und ihrem Getue und es gibt eben welche die stehen nicht so auf Kinder sind leicht angenervt etc.

gefunden: http://www.polar-chat.de/topic.php?id=83782&page=61#1947939

Vllt interpretier ich das auch falsch?!

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Ich kann und will dich nicht vom Gegenteil überzeugen... :D Auch niedliche Knuffelhunde (in unseren Augen) müssen Frust ertragen lernen. Der Hund findet die eben doof/lästig/ was auch immer.

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Sunny ist genau wie deiner.

Teilweise nervt sie es schon der Welpe sie zum spielen auffordert ohne sie zu berühren.

Ich lass sie das eine gewisse Zeit selber regeln.

Aber meist muss ich einschreiten und Maßregel dann nicht Sunny sondern den Welpen und schick ihn weg.

Küsschen von Welpen würd sie sich niemals gefallen lassen.

Der einzige Hund mit dem sie überhaupt Küsschen austauscht ist Vivo.

Fly hat frührer gerne mit Welpen gespielt.

Jetzt ist sie 6,5 und hat auch keine Lust mehr auf die Nervzwerge.

Vivo dagegen lässt sich von Welpen alles gefallen, leckt ihnen auch den Bauch und die Schnute.

Schubst sie aber auch mal um wenn sie nerven und lässt nen kurzen Beller los.

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Huhu Fritzi :kuss:

meine Beobachtungen bei Blaze:

er ist friedlich, schnüffelt und guckt, muss aber diese kleinen Dinger nicht haben.

Die dürfen ihm ein Küsschen geben, man beschnüffelt sich, aber dann ist auch gut, und er geht weg.

Meistens läuft das Welp dann hinter ihm her, wieder zu ihm hin und versucht es nochmal.

Dann wird mimisch ausgedrückt: "Iiiihhh, geh mir bloß wech!!!"

Blaze geht wieder auf Abstand.

Nützt das nix (was meistens so ist), gibt es beim nächsten Versuch ein Knurren, dann die Steigerung mit Zähne zeigen, dann die Steigerung mit lauter/heftiger Knurren...

Blaze weicht dabei immer aus, nur das Welp verfolgt i.d.R. hartnäckig.

Wenn er die Geduld verliert und das Welp es immer noch nicht geschnallt hat, dann kommt er entweder bei ganz Kleinen zu mir " Hilfe - ich werdeverfolgt - mach du das jetzt mal weg!"; bei Jungspunds so ab 4-5 Monaten, die ggf. ja sehr beharrlich und distanzlos sein können, schnappt er auch schon mal ab, aber bisher NIE mit Verletzung, nur in die Luft, höchstens Kneifen.

Je nach Gesamtsituation greife ich aber recht früh ein, wenn ich sehe, mein Hund findet das voll doof. Dann bitte ich den andern HuBesi seinen Welp zurückzunehmen, oder wir gehen weiter, oder ich halte ihm das Welp vom Leib.

Meine Meinung: klar darf mein Hund sagen, dass er keinen Kontakt möchte. Warum sollte ich ihm das aufs Auge drücken?

Solange er angemessen bleibt in seiner Reaktion finde ich - und meistens auch die Welpen/Junghund Besitzer auch - ist das eine hervorragende Lektion fur die jungen Hunde, dass nicht jeder Hund Kontakt möchte. Die lernen ja richtig was dabei.

Bei Blaze kann ich auch sicher sein, dass er angemessen reagiert und nicht plötzlich überzieht.

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Ich glaube nicht, dass Du Dich irrst, Fritzi :)

Auch kleine Knuffelhunde sollen schon lernen dürfen - ich finde es ja sogar wichtig, dass ein unerwünschtes Verhalten auch wirklich unerwünscht ist ;)

Und wenn es so friedlich abläuft wie aus Deiner Schilderung, wie also Lemmy es praktiziert - dann finde ich, besser kann sowas einem jungen Hund / Welpen nicht kommuniziert werden :)

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Hey

Ja, wie wenig wir Menschen doch tatsächlich über Hunde wissen.

Fasst alles was Hunde untereinander machen (ausnahmen sind Krankheiten) ist normal.

Was aber interessant ist, warum verhalten sich Hunde (Tiere) allgemein so unterschiedlich.

Oder anders ausgedrückt, welche genetischen Grundlagen gibt es dafür.

Stichwort: Welpenschutz.

Im eigenen echten Rudel bei Wölfen sollte es ihn geben.

Dagegen für fremde Welpen gilt das nicht, sie gehören zu erst einmal zur Konkurrenz.

Gut, Hunde sind keine Wölfe, das ist uns schon klar.

Darum stellt sich auch die Frage, wie weit hat die künstliche Selektion, also die Domestikation, das ursprüngliche Verhalten unserer Hunde, so durcheinandergebracht, dass sie sich gegenüber den Wölfen, so unterschiedlich verhalten.

Dann kann man darauf kommen, dass es normal ist, wenn sich Hunde (a) so unterschiedlich verhalten, uns (B) das Selbst das Töten von fremden Hundewelpen noch normal wäre, wenn auch vom Menschen nicht erwünscht und schon gar nicht zu tolerieren.

Deshalb sollte es das Wichtigste für jeden Hundehalter sein, seinen eigenen Hund, seine eigene Hunde gut genug zu kennen und einschätzen zu können, in den unterschiedlichsten Situationen, die es nun mal reichlich gibt.

Der Mensch hat das Sozialverhalten von Hunden tief greifend verändert (D. U. Feddersen - Petersen).

Ps.: im Übrigen halte ich es für ein Verbrechen and den Wolfshybriden und in folge an deren Mischlingen sie zu vermehren.

Es kommt immer wieder zum Ausdruck, selbst bei den befürworten solcher Vermehrungspraktiken, dieser Wolfshybriden/Mischlingen, dass sie anders seien als Hunde, das hat ja seine genetischen Gründe und die gehen, ausnahmen bestätigen die Regel, immer zulasten der Nachkommen.

Viel sind und/oder werden zu seelischen Krüppeln.

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Welpen und Junghunde können schonmal sehr aufdringlich sein, auch wenn sie sich unterwürfig zeigen.

Ich finde, jeder Hund hat das Recht einen anderen in die Schranken zu verweisen, wenn ihm das Getue zu viel wird und er nicht mehr möchte :D

Solange es dabei im normalen Rahmen der Kommunikation bleibt, sprich nicht aggresiv wird, muss der Kleine da durch und wenn er nicht auf den Alten hört, auch die Konsequenzen aushalten lernen.

Gehört zum Erwachsenwerden dazu... :kaffee:

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@hansgeorg:

Richtig, einen Welpenschutz kann man nicht erwarten, wenn man mit seinem Welpen in eine freizeitmäßige Hundegruppe geht, das habe ich auch schon oft genug versucht den Haltern zu erklären, die immernoch der Meinung waren ihrem Welpen könne nix passieren. Großteils passiert ihnen auch nix, aber man sollte es halt immer im Hinterkopf behalten und so sollten eben auch die Halter der adulten Hunde darauf achten, dass alles im Rahmen bleibt.

Wir haben uns die Hunde zu eigen gemacht, sie domestiziert, gezüchtet und auch für die Arbeit eingesetzt, wir haben Verantwortung übernommen - diese sollte man auch tragen.

Zu deinem PS: Ich verstehe die Kritik ich sehe das ja selbst nicht ganz Kritikfrei und das Risiko, dass sich Leute solche Hunde einfach nur der Optik wegen holen, ohne sich über den weiteren Verlauf Gedanken zu machen ist groß. Das sieht man ja bereits bei den gängigen Rassen das so etwas vorkommt. Ich würde deswegen dennoch nicht alle Leute über einen Kamm scheren.

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Das Abschnappen von fremden Welpen halte ich für vollkommen normal und in Ordnung.

Selbst Jasper mit zarten 8,5 Monaten, lässt sich ungern durch beschwichtigende Welpen belästigen.

Das liegt kaum an einer verkrüppelten Körpersprache. Er spricht überdeutlich, so wie Windhunde und viele Nordischen es eben an sich haben. Er entschärft jede Situation anders, mal aktiv submissiv, mal passiv submissiv und morgen am Tag geht er auch mal dominanter in eine Situation.

Er schätzt sein Gegenüber ziemlich genau ein.

Aber bei Welpen ist er schlicht und ergreifend genervt :)

Zuerst geht er weg, kommen der oder die Kleinen hinterher, zupfen an ihm, beginnt er zu knurren, und sollten sie zu aufsringlich beschwichtigen, gibts auch mal nen kleinen Schnapper.. So als letzte Warnung quasi.

Ich finde das absolut ok.

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