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Hundeforum Der Hund
Nini-Jack

Leinenpöblerei, wie würdet ihr das handhaben?

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Shelby hat ja immer sehr stark an der Leine gezogen und sich aufgeführt, wenn sie einen anderen Hund gesehen hat. Madame wollte hin und spielen.

Das haben wir inzwischenzeit sehr gut im Griff, sofern sie mal in alte Muster fallen sollte, gibt es ein "Quit" und gut ist. Ich habe sie bei ihren "Ich-muss-da jetzt-unbedingt-ganz schnell-hin-egal ob da wer am anderen ende der Leine ist- und bell mir die Seele aus dem Leib-Anfälle" immer mit "Shelby Quit" angesprochen und bin einfach weitergegangen. Sobald sie die Schnauze gehalte hat, gabs ein Lob und Leckerlie.

Nun hat Casper ( 7 Monate, Boxer-DogoMix unkastriert) einen unfassbaren "Brass" auf andere Hunde.. dank meiner Nachbarin, die Ihren Rüden jetzt schon 2 mal in unserem Garten gelassen hat um sie "spielen" zu lassen. ( Nein ich befürworte das Nicht, und es war beidesmal ohne meine Zustimmung, jetzt ist ein Schloss am Tor).

Ende vom Lied war, das Adam NICHT mit Caspers sehr körperbetonten und lautstarken Spielweise klarkommt, sich bedroht fühlt und auf angriff geht. So 2 Boxermix Jungrüden, beide im gleichen Alter kloppen sich.

Ich konnte es beides mal abbrechen, ging unblutig für die Hunde, jedoch nicht für mich aus.( Nein ich wurde nicht gebissen) Sobald ich Casper aus der Situation hole ist auch Ruhe, nur Adam gibt nicht nach und hat versucht Casper zu attackieren, nachdem ich diesen auf dem Arm hatte um ihn ins Haus zu verfrachten. ( Hier wurde es blutig, Adam hat mich vom Arm bis zum Oberschenkel zerkratzt)

Und die Situation vor ein paar Wochen mit dem English Mastiff war auch sehr Kontraproduktiv. ( freilaufend, ist auf meine los, die alle 3 an der leine waren und mich hats geschmissen, da ich so schnell nicht loslassen konnte, ein angebrochenes handgelenk war die folge).

Das ist die Vorgeschichte.

Seitdem dem 2. Vorfall flippt Casper bei jedem anderen Hund aus.. ausser bei seinen Mädels.

Er geht eigentlich super an der Leine.. bis wir an einem anderen Hund vorbei müssen. Dann fährt der Dicke das komplette Programm:

Kamm bis zur Schwanzspitze, er "schäumt" ,bellt, knurrt und "tanzt" auf den Hinterbeinen und wenn der andere Hund dann auch noch bellt, muss man schon sehr standfest sein.

So ich habe es bis jetzt eigentlich so wie bei Shelby gehandhabt nur mit dem Kommando : "Zip it". Und wir hatten auch schon kleine erfolge, bis mein Mann sich schliesslich entschlossen hat die Abendrunden mit uns zu gehen.

Er muss ja natürlich Casper nehmen, da er mit Shelby absolut nicht klarkommt.

Ben meint nun, ich mache das komplett falsch, sondern ich soll die Situation "aussitzen". d.h. solange dort am Zaun stehen bis er sich beruhigt. Und dann weitergehen. Meiner Meinung nach steigert sich Casper da immer mehr in die Situation rein und gnaz ehrlich ich hab keine Lust alle 20m stehenzubleiben, weil da irgendein Hund im Garten versauert.

Sehe ich gar nicht ein.. ich kann das frühs auch gar nicht, wenn ich alle 3 Hunde alleine habe.

Bei mir siehts dann so aus: Shelby geht links, Casper rechts und Molly offline ( nur nicht verraten) vor uns. Veruscht Casper terz zu machen geh ich einfach weiter, geb das Kommando und wenn es Ruhe gibt ( da reichen schon 3 -4 meter, sobald der "Feind" ausser sichtweite ist), gibts was gutes.

Was ist denn nur richtig? Aussitzen oder meine Art? Wie würdet ihr die Situation handeln?

Bin ja mal auf eure Antworten gespannt!

LG

Nicole

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Moin, ich finde du machst das gut, würde es an Deiner Stelle auch so machen.

Bis auf eins, ich würde meinen hund nichts geben wenn wir an dem Zaun vorbei sind, in der Situation würde ich wortlos weitergehen.

Vorher würde ich versuchen, die Strassenseite zu wechseln, oder ihn abzulenken mit einem Lecker oder ball

:winken:

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Ich würde nicht direkt im Konflikt üben, sondern erst mal mit dem Abstand, wo der Hund noch gut ansprechbar ist, so dass er gar nicht erst ans Pöbeln kommt.

Den Ansatz des Pöbelns, also quasi den Gedanken des Hundes daran, solltest Du mit einem Abbruchsignal unterbinden können.

Dazu müsstest Du erst mal ein sicheres Abbruchsignal ordentlich aufbauen. Nur weil man immer dasselbe sagt, muss der Hund ja nicht zwangsläufig wissen, was Du meinst. Das Abbruchsignal muss VORHER aufgebaut sein, damit ich es überhaupt abrufen kann. Und dann auch erst unter wenig Ablenkung, dann Ablenkung steigern.

Also such Dir lieber erst Situationen, die gut regelbar sind, und Du Deinen Hund daran hindern kannst, mit dem Pöbeln überhaupt erst anzufangen. Damit schaffst Du viele belohnenswerte Situationen.

Wenn Du immer direkt im heftigsten Konflikt anfängst zu üben, ist Dein Hund eh nicht mehr gut ansprechbar, im Gehirn finden schon Prozesse statt, auf die Du dann schlecht Einfluss nehmen kannst. Ebenso ist an der Leine pöbeln in den meisten Fällen für den Hund selbstbelohnen.

Versuch nicht das Abitur vor der Grundschule zu machen.

Fahr die Situationen erst mal runter und steigere den Schweregrad des Konfliktes langsamer.

Wenn Du Deinen Hund erst Pöbeln lässt, weil Du es nicht vermeiden/verhindern kannst, dann Dein vorher nicht aufgebautes Abbruchsignal ohne Wirkung verbrauchst und dann belohnst, wenn der Hund ruhiger wird, weil die Situation vorbei ist, kannst Du das Problem langfristig nicht lösen.

Das ganze aussitzen könntest Du bei einer Hundebegegnung machen, solange Du noch am Üben bist, aber eine Situation Dich überrascht, weil sie noch zu schwer ist.

Aber auf keinen Fall bei Hunden, die am Zaun Theater machen. Das bringt es nämlich nicht.

Bei Begegnungen geht das, aber auch nur, solange Du in anderen leichten Situationen am Problem arbeitest.

Kommt Dir unvermittelt ein Hund entgegen, bei dem Du weißt, dass Du Dich noch nicht bei Deinem Hund durchsetzen kannst, kannst Du Dich einfach an die Seite stellen, woanders hin gucken, was ganz anderes machen, den Hund nicht ansprechen, nicht beeinflussen und einfach nur die Leine fest halten. Ist die Situation vorbei, gehst Du kommentarlos weiter.

Ablenken mit Ball oder Lecker würde ich dringend vermeiden, weil das sehr selten zu einem langfristigen Erfolg führt. Ganz im Gegenteil. Der Hund hat eh schon Stress, weil sich ein Feinbild nähert und Du holst auch noch die wichtigen Ressourcen raus. Aus Sicht des Hundes eine ganz schlechte Lösung und vielleicht ein Grund mehr, noch mehr Theater zu machen.

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