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polar-chat.de  Der Hund
Princess Zelda

Körpersprache/Verhalten meines neuen Hundes?

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Hallo,

ich bin neu hier und habe gleich mal eine wichtige Frage. Ich habe vor zwei Tagen einen Hund aus dem Tierheim aufgenommen. Ich weiß es ist noch SEHR früh für Fragen, aber ich dachte mir je früher desto besser ;)

Es ist folgendes: Sie ist ein Mischling (58 cm) und kastriert. Vom Wesen her ist sie in der Wohnung ruhig und draußen sehr verspielt, eigentlich der "perfekte" Hund bis jetzt :D

Allerdings mache ich mir (jetzt schon) Sorgen bzw Gedanken.

Zunächst einmal orientiert sie sich viel mehr an meinem Freund als an mich (schaut zu ihm, sucht seine Nähe beim spazieren und freut sich mehr über ihn). Eigentlich auch halb so schlimm, wer weiß wie ihre Vergangenheit war zumal ihr Tierheim-Betreuer männlich war und Hunde ja auch geschlechtsspezifisch sein können. Ich hoffe einfach das kommt mit der Zeit, dass sie mehr auf mich zugeht, da ich mich mehr mit dem Hund beschäftigen möchte.

Sie ist ab und zu schreckhaft und mir gegenüber auf jeden Fall demütiger, wenn ich sie anschaue schaut sie weg und mag auch nicht so gerne von mir gestreichelt werden, da senkt sie immer den Kopf und freut sich auch nicht über Lob oder Streicheln (bei meinem Freund ist sie anders und "freut" sich mehr).

Kann es sein, dass es daran liegt, dass mein erster Hund dominant ihr gegenüber ist und dieser eher meine Nähe sucht als die meines Freundes und die neue mich dann meidet, weil sie denkt sonst gibts Stress mit der anderen? Ich dachte halt wenn ich schon Herrchen vom ersten Hund bin, dann wird es einfacher auch sie einzubinden, nur habe ich das Gefühl, sie meidet mich eher weil sie Angst vor meiner Ersten hat und dann lieber zu meinem Freund geht und da ungestresste Streicheleinheiten bekommt.

Ich möchte halt so gerne eine gute Bindung zu ihr aufbauen, habe aber das Gefühl sie fühlt sich bis jetzt bei meinem Freund sicherer und wohler.

Zudem merke ich wie angespannt ich bin, da ich natürlich versuche um ihre Aufmerksamkeit zu buhlen. Ich versuche Bindungsspiele einzubauen, aber sie ist ein "Kurzspieler", und ist schnell abgelenkt (dadurch geht es schwer, zumal sie bei Lob keine Anzeichen von Freude zeigt)

Mein Anliegen besteht eigentlich darin so früh wie möglich was richtig zu machen in der Hinsicht (und es ist wahrscheinlich zu früh um sagen zu können, dass sie meinen Freund als "Herrchen" ausgesucht hat).

Ich versuche jetzt meistens was alleine mit ihr zu machen und ich gebe ihr hauptsächlich Futter, Befehle, Spiele und Spaziergänge und hoffe es wird sich ändern. Hat da jemand Erfahrung?

Ich hoffe ich komme jetzt nicht zu aufgeregt rüber :D Und ich möchte auch nicht, dass der Hund merkt wie angespannt ich eigentlich bin, weil ich bei ihr immer aufpasse, dass sie nicht Angst vor mir bekommt und mich meidet.

Wie schätzt ihr die Situation ein? Wer ist ihre Bezugsperson, wer ist Herrchen oder kann man es so pauschal noch gar nicht sagen, obwohl schon eine Zuneigung zum Freund besteht?

Danke schonmal! :)

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:winken:

Und herzlichen Glückwunsch zum Neuzugang.

Lass die Kleine erstmal in Ruhe ankommen und sich zurechtfinden ;)

Ja, du kommst etwas nervös und angespannt rüber, nicht falsch verstehen, kann sein dass die Kleine das spürt und erstmal dir gegenüber dadurch auch etwas unsicher wird und deinen Freund als ruhiger empfindet.

Das heisst aber noch gar nix, ich müsst euch in eurem Rudel ja erst noch zurechtfinden :D

Das wird schon, braucht nur Zeit und Geduld, Kopf hoch und wenn dir Fehler unterlaufen, geht davon die Welt auch nicht unter :D

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Der Hund wird nicht recht wissen, was Du von ihr willst, aber sie merkt, DASS du was willst.

Lass sie in Ruhe. Warte ab, bis sie selbst kommt. Und reagiere auch dann beiläufig. Benimm dich einfach NORMAL, sonst verunsicherst du sie nur.

Und die (häufige) Eifersucht zwischen Partnern, wen der Hund denn nun lieber mag oder nicht ... vergiss diesen Unsinn, freu dich dran, dass der Hund so schnell Vertrauen zu deinem Freund gefasst hat und gönn ihm das. Es ist EUER Hund. Ihr habt ihn beide lieb und er wird euch beide lieb haben. Aber vielleicht zeigt er es dem einen mehr als dem anderen. Na und?

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Hallo,

erstmal danke für die schnellen und hilfreichen Antworten!

Ja ich denke sie merkt es tatsächlich, ich will auch gar nicht so sein, aber ich stelle mich einfach selbst zu sehr unter Druck, dass sie sich bloß nicht noch mehr von mir distanziert :D

Woran kann es denn liegen, dass sie sich bei seinem Lob mehr freut als bei meinem? Kann man einen Hund falsch loben oder freue ich mich zu wenig?

Und wer ist ihrer Ansicht nach momentan das Herrchen, wenn sie es überhaupt schon weiß?

Ich, weil sie mir gegenüber Demut zeigt oder er weil sie sich nach ihm orientiert? Würde mich nur mal so interessieren wie ich das Verhalten interpretieren soll... weil ich ihre Angst mir gegenüber nicht so sehr verstehe.

Ja ich muss zugeben ein bisschen "verletzt" sowas einen natürlich schon, das kann man auch nicht abschalten zumal ich viel mit dem Hund vorhab ;) (also ich möchte in die Hundeschule um die Begleithundeprüfung abzulegen und wenn der Hund soweit ist auch Hundesport probieren). Mein Freund bemüht sich da nicht so sehr. Trotzdem gönne ich ihm das natürlich, und es ist auch kein Problem, solange der Hund auf beide Partner hört! Schließlich hab ich ja noch meine Erste zum kuscheln =)

Für weitere Infos bin ich natürlich dankbar!

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Naja, erst einmal, wirkt es so, als wäre Dein Freund da wesentlich cooler, und das ist für die Hündin vielleicht genau das interessante.

Dazu habe ich selber eine Hündin, die sich bei jedem Kerl ein Loch in den Popo freut, aber bei mir eher ruhiger reagiert.

Um meine Liebe muss sie ja auch nicht kämpfen, das weiß sie sehr genau.

Und zum Rest. lass die Maus erst einmal ankommen, es dauert einfach.

Ist ja alles neu und muss erst verarbeitet werden.

Und freu Dich, dass sie Deinen Freund so akzeptiert, das ist nicht immer so.

Gib ihr Zeit und der Rest wird sich zeigen.

Viel Geduld und Zeit werden das schon richten.

Und natürlich viel Spaß hier..

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Es kann durchaus eine Rolle spielen, das dein Ersthund seine Ansprueche auf dich deutlich macht und so ihre Gefuehle dir gegenueber beeinflusst.

Wieviel du an der Situation insgesamt arbeiten musst oder solltest, wirst du vielelicht anhand dieser Fragen entscheiden muessen - wie gut muss deine Beziehung zu ihr werden? Wer ist die Hauptpflegeperson? Du oder dein Freund?

Solltest du es sein, dann brauchst du natuerlich eine Beziehung zu ihr.

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Hallo,

und willkommen hier.

...vor zwei Tagen ....noch SEHR früh für Fragen, ...

ja, schon

Sorgen bzw Gedanken.

'Gedanken' ist gut... 'Sorgen' ist schlecht

...mehr an meinem Freund als an mich (schaut zu ihm, sucht seine Nähe beim spazieren und freut sich mehr über ihn).

vielleicht interpretierst du falsch. Es kann sein, dass deine Vermutung stimmt und sie männliche Betreuer gewöhnt ist. Es kann aber auch sein, dass sie bei deinem Freund viel mehr das Gefühl hat für seine Aufmerksamkeit etwas tun zu müssen. Wie MaramitJule schon geschrieben hat - dein Freund ist vielleicht 'cooler' und Chefs sind cool

Sie ist ab und zu schreckhaft und mir gegenüber auf jeden Fall demütiger,

das spricht dafür, dass du in deinem Verhalten zu wage bist. Vielleicht, weil du zu viel Angst hast etwas falsch zu machen?

wenn ich sie anschaue schaut sie weg

das heißt erst mal nicht so viel. Augenkontakt muss gelernt werden.

und mag auch nicht so gerne von mir gestreichelt werden, da senkt sie immer den Kopf und freut sich auch nicht über Lob oder Streicheln (bei meinem Freund ist sie anders und "freut" sich mehr).

Wie streichelst du denn? von oben? Probiere mal sie vor allem unter dem Kinn zu streicheln, das mögen vor allem unsichere Hunde lieber. Und 'Freude' kann auch fehlinterpretierte Unsicherheit sein.

Kann es sein, dass es daran liegt, dass mein erster Hund dominant ihr gegenüber ist und dieser eher meine Nähe sucht als die meines Freundes und die neue mich dann meidet, weil sie denkt sonst gibts Stress mit der anderen?

Ja, klar, daran kann das auch liegen.

Ich dachte halt wenn ich schon Herrchen vom ersten Hund bin, dann wird es einfacher auch sie einzubinden, nur habe ich das Gefühl, sie meidet mich eher weil sie Angst vor meiner Ersten hat und dann lieber zu meinem Freund geht und da ungestresste Streicheleinheiten bekommt.

Nicht eher 'Frauchen'? ;)

Ziel muss sein, dass ihr beide gleichberechtigt das Sagen habt. Geh viel mit beiden an der Leine spazieren. Dann wird sich der neue Hund an dem alten orientieren: 'Ah, der akzeptiert diesen Menschen als Chef - ich kann diesem Menschen also vertrauen.'

Ich möchte halt so gerne eine gute Bindung zu ihr aufbauen, habe aber das Gefühl sie fühlt sich bis jetzt bei meinem Freund sicherer und wohler.

Na ja, nach zwei Tagen ist da noch nicht viel zu sagen. Kommt wirklich darauf an was du weiter machst.

Zudem merke ich wie angespannt ich bin,

hier sehe ich das Hauptproblem. Dein Hund spiegelt dich einfach.

da ich natürlich versuche um ihre Aufmerksamkeit zu buhlen.
:??? Was soll das heißen: 'natürlich' - was ist daran 'natürlich'? Ein Chef 'buhlt' 'natürlich' nicht.
...Futter, B̶e̶f̶e̶h̶l̶e̶, Spiele und Spaziergänge

Wie wär's erst mal damit, dass ihr Vertrauen zueinander gewinnt und du Hundi spielerisch 'einlädst' zu kommen, zu sitzen, zu bleiben usw.?

Ich hoffe ich komme jetzt nicht zu aufgeregt rüber :D Und ich möchte auch nicht, dass der Hund merkt wie angespannt ich eigentlich bin, weil ich bei ihr immer aufpasse, dass sie nicht Angst vor mir bekommt und mich meidet.
Atme aus und :)
Wie schätzt ihr die Situation ein?

Dass du selbstbewusster werden musst ;) - euer neuer Hund ist dir gegenüber angespannt weil du ihm Spannung vermittelst.

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Meine Vorschreiber haben ja schon viel Gutes und Richtiges kund getan :D

Einfach noch aus meiner eigenen Perspektive: Ich habe unsere Lady seit sie 8 Wochen alt ist erzogen und verbringe fast täglich 24 Stunden mit ihr. Ich spiele, kuschle mit ihr, füttere und eben erziehe sie, arbeite mit ihr (sie ist ein Hütehund = braucht Aufgaben) - kurzum, wir teilen wirklich unser Leben :) Mein Mann arbeitet 100%, d.h. er kann halt nur abends und am Wochenende und in den Ferien Zeit mit uns verbringen. Für Lady ist er ihr Lieblingsrauf- und Spielkumpel.

Wenn er zu Hause ist, ist es ihr absoluter Höhepunkt, wenn wir gemeinsam mit ihr die langen Spaziergänge unternehmen und das ist ihr wichtig und zeigt sie auch (wehe, ich bleibe zu Hause, dann kommt sie und stubst mich an, rennt zur Tür, stubst mich wieder usw.). Sind wir dann aber unterwegs draussen, dann gilt ihre ganze Aufmerksamkeit nur meinem Mann :Oo Ihn guckt sie ständig an, ihn fordert sie zum Spielen auf (schnappe ich mir ihr Spielzeug nimmt sie es und bringt es ihm...) - ich laufe wie bestellt und nicht abgeholt mit :( Bin ich aber nicht dabei, dann stimmt es für Lady trotzdem nicht! Dann kann sie gemäss meinem Mann nicht so freudig spielen und rennen, ihr Rudel ist nicht komplett... Am Anfang war ich auch verletzt und hab nicht verstanden, warum Lady sich so verhält. Verstehen tue ich es immer noch nicht! Aber akzeptiert habe ich es. Und weil ich meinen Mann und Lady liebe, bin ich froh, dass die zwei sich so gut verstehen und ihre gemeinsame Zeit geniessen :)

Und ich hoffe, dass du mit der Zeit auch ein entspannteres Verhältnis zum "Neuzugang" aufbauen kannst, selbst wenn sie evt. der "Liebling" deines Freundes werden sollte...

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Hallo nochmal :)

danke für die weiteren Antworten! Das hilft wirklich weiter! Ich werde Tag für Tag sicherer ihr gegenüber, vor allem wenn ich mit ihr alleine bin. Wenn mein Freund da ist, bin ich ja nicht mehr das Frauchen ;)

Gestern war es so, dass ich die Maus zum schlafen in ihr Körbchen "locken" wollte. ich stand neben dem Körbchen und auf Spielen hatte sie keine Lust und mein "Komm" hat sie ignoriert, sogar mit Leckerchen. Also dachte ich, ich lass es mal meinen Freund versuchen. Und er musste nur mit dem Finger zeigen und sie hat es gleich verstanden und ist brav in ihr Körbchen gegangen (obwohl sie diese Geste eigentlich noch nicht kennt). Da war ich doch schon wieder etwas enttäuscht, da ich mit ihr das "komm" geübt habe und sie ihn nur fragend angeguckt hat. :???

Naja, es ist auch schon vorgekommen dass sie sich bei mir unwohl gefühlt hat und dann schnell zu meinem Freund und sich dort hingelegt hat und er sie dann gestreichelt hat. Das ist ja aber eigentlich nicht ganz richtig, weil sie dann bestätigt wird, ja vor der wegzugehen ist fein! :(

Ich bin die Hauptperson für Pflege, Spazieren und Spiel und Erziehung. Mein Freund ist tagsüber manchmal länger weg und außerdem möchte ich, dass sie mir vertraut. Ich möchte später soviel Bindung zu ihr aufbauen, dass wir den Hundesport o.ä. besuchen können falls die Maus Gefallen findet.

Bis jetzt ist spielen an der Leine etwas umständlich, da sie sich ständig verheddert. Außerdem verliert sie sehr schnell das Interesse am Spielzeug und will lieber schnüffeln, so fällt es mir schwer das Spiel vorher zu beenden, da es eh nicht lange dauert, obwohl sie gerne toben mag. Kuscheln mag sie an sich gerne, vor allem wenn meine andere nicht in der Nähe ist nur das Loben mit hoher Stimme und Streicheln unterwegs registriert sie irgendwie noch nicht und ist ganz auf Leckerchen fixiert... Was kann da helfen?

Danke für die Tipps! :)

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PS: Gibt es auch Bindungsspiele für Anfänger bzw. wie kann ich mich im Spiel interessanter machen wenn sie so schnell aufhört?

Ich möchte für sie nämlich nicht nur Futtermaschine sein also, dass sie nur auf mich fixiert ist sobald ich ein leckerlie in der Hand halte.

Bei meiner ersten war das alles nicht so schwierig, die war nicht so scheu...

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