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Wenn Glucken auf den Hund kommen ...

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(bearbeitet)

Wer kennt sie nicht? Diese kurzbeinigen, großkotzigen, fettleibigen Kinder mit ihren Designerklamotten, den glänzenden Pausbäckchen und dem prall gefüllten Taschengeldkonto.

Gut behütet von ihren "Muttis", die ihren genetischen Klonen zwar alles durchgehen lassen, sie von jedem Übel fernhalten, sich ansonsten aber zum Thema Erziehung und "auf das Leben vorbereiten" vornehm zurückhalten. Jeder weiß dass sie damit diesen Kindern nichts gutes tun.

Ähnlich verfahren diese "Glucken" inzwischen auch mit ihren Hunden.

Diese kleinen, überfetteten, miserabel erzogenen, kurzatmigen und desozialisierten Fellbündel. Wegen "Knuddelüberschuss", Langeweile, Bewegungsmangel und mangelndem Kontakt zu Artgenossen Verhaltensauffällig gewordenen Fußhupen.

Mit "Schätzchen" unterm Arm galoppiert Frauchen/Herrchen sodann im strammem Schritt zum Bachblütentherapeuten, allen möglichen Handaufhaltern, kontaktiert eine ganze Division Hundeflüsterer und erst bei dem, der Frauchen/Herrchen sagt was es hören will ist man zufrieden.

Dass inzwischen immer mehr Hundehalter diesem Gluckenverhalten verfallen ist den selbigen allerdings kaum bewußt.

Der Ablauf ist in der Regel immer der gleiche. Zum abendlichen "5-Minuten ums Quadrat promenieren" werden diese kleinen, mit Feinkostpastete gemästeten "Schätzchen" zum Koten getragen. Natürlich im Umwelt schonenden Designertäschchen. Vorsorglich mit Pfotenschützern, Regenjäckchen und blinkenden Signalhalsbändern ausgerüstet. Man weiß ja nie wen man alles so trifft.

Und sollte "Schätzchen" mal Gefahr laufen in eine Regenpfütze zu treten, hilft man "Schätzchen" mit schnellem Griff darüber hinweg. "Schätzchen" könnte ja nasse Pfötchen bekommen und zuhause den Perser beschmutzen. Ein absolutes No-Go.

Treffen zu allem Übel auch noch ein normal sozialisierter Hund und dessen Halter auf diese Karikaturen im schnieken Schicki-Micki-Look aufeinander ist der Ablauf in den meisten Fällen bereits Programm. Der erste Aufschrei im Kasernenhofton erfolgt von Frauchen/Herrchen in Galamontour aus etwa 50 Metern.

"Nehmen Sie mal ihren Hund an die Leine" fordert Herrchen/Frauchen in eleganter Hundeausführbekleidung und Salonschühchen. Während "Schätzchen" wie ein abgehalfterter Weihnachtsbaum stumpfsinnig vor sich hin glitzert und blinkt.

Ignoriert man diese "freundlich, dezente Aufforderung" folgt in der Regel Stufe zwei der Eskalation. Den edel gekleideten Herrschaften, ansonsten mit einbetoniertem Lächeln ausgerüstet, entgleist zuerst die teuer entfaltete Botox-Gesichtsmuskulatur. Der röchelnde und sich in der Stimme überschlagende Kläffüberfall von "Schätzchen" folgt fast zeitgleich. Von den unkoordinierten Dreh- und Zerrbewegungen an der prachtvollen "Designer-Flex-Leine mit Fußhupenrückholmechanik" ganz abgesehen.

Wer sich jetzt als normaler Hundehalter, seine Hunde bekommen ausreichend Auslauf, Aufgaben und Kontakte zu Artgenossen, erdreistet eine Bemerkung zu machen, wird schnell erfahren wie es um die "Contenance" dieser Mitbürger tatsächlich gestellt ist.

Da reicht bereits ein "Wurde ihr Hund schon so fett und bescheuert geboren oder ist das antrainiert?" um den Blutdruck von Herrchen/Frauchen in die Höhe zu treiben. "Schätzchen" wird mit festem Griff von den Pfoten gerissen, panisch unter den Gluckenflügel geklemmt, das Edelhandy gezückt und der schrille Ruf nach den Ordnungshütern pfeift durch den Äther. Die nachfolgenden Verbalausfälle und Drohungen dieser feinen Damen und Herren verkneife ich mir an dieser Stelle.

Dieses Gluckensyndrom, man will für "Schätzchen" ja nur das beste, breitet sich leider aus wie ein Virus. Diese Projektion von eigenen Wünschen, Ängsten und Erwartungen auf den Sozialpartner Hund. Von den Typen, die ihre Hunde als Bett- und Sexualpartner missbrauchen möchte ich an dieser Stelle gar nicht reden.

Links aus werbetechnischen Gründen vom Team entfernt!

Wenn man dann auch noch Webportale sieht, die irgendwelchen "Star-Designern" eine Plattform zur Vermarktung dieses Glitzer- und Glamour-Schickimicki-Schnickschnacks bieten, fragt man sich wer da zuerst zum Therapeuten sollte. Der zweibeinige Hundehalter der zur Glucke degeneriert ist oder der bedauernswerte Canide?

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Gast
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