Jump to content
polar-chat.de  Der Hund
AnjaCO

Vorurteile gegenüber Hundehaltung - wie geht ihr damit um?

Empfohlene Beiträge

(bearbeitet)

Hallo an alle,

ich hoffe das ist die richtige Rubrik ... wüsste nicht wo meine Frage sonst rein passt ;)

Wir bekommen ja, wenn alles gut geht, Anfang April einen Labrador-Welpen zu uns (siehe anderen Thread). Da es nun alles schon greifbarer wird, haben wir auch langsam Leuten davon erzählt, was wir für Pläne haben.

Und auf was stösst man dann? Immerzu die selben Fragen, Anmerkungen und Kommentare.

Dies reicht von "Habt ihr euch das auch gut überlegt?"

"Ihr wisst schon, dass ihr zu jeder Tageszeit und bei jedem Wetter Gassi gehen müsst" (ach wirklich... :Oo )

"Mit einem Hund könnt ihr nichts mehr machen, da seid ihr total gebunden"

"Habt ihr überhaupt genug Platz für einen Hund in der Wohnung?"

bis hin zu den Rassekommentaren "Ach die Labradore, die sind doch eh alle überzüchtet, die werden alle krank"

"Der Züchter findet euch sowieso immer für geeignet, der will nur Geld verdienen." und so weiter und so fort.

Und das von Menschen, die uns meist weder wirklich kennen noch selber einen Hund besitzen (Kollegen, Bekannte etc.) sprich auch meist keine Ahnung von der Hundehaltung haben.

Wir waren echt etwas von den Socken, wie wenig Menschen sich einfach für einen freuen und mit echtem Interesse fragen.

Klar gibt es Leute die sich keine Gedanken machen, die sich einfach irgendwo einen Welpi holen, aber wir haben ja nun alles gut durchdacht und überlegt. Bis jetzt beantworten wir ja noch geduldig die ganzen Fragen, aber es kommt mehr einer Rechtfertigung gleich.

Ich habe einfach keine Lust, mich ständig rechtfertigen und verteidigen zu müssen, weil ich einen Hund, und nun ja, auch noch eine beliebte Hunderasse dazu, halten möchte. Ich hätte nie gedacht, dass das Thema Hund so negativ konnotiert ist. Wir tauschen uns ja gerne über das Thema Hund aus, aber nicht, wenn es einem so madig gemacht wird und man als erwachsener Mensch für total blöd hingestellt wird (siehe Gassi gehen zu jeder Tageszeit...).

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht, als ihr euch das erste Mal einen Hund anschaffen wolltet? Wie geht oder gingt ihr damit um?

Danke und LG! :)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

Ganz einfach, ich sage den Leuten, dass ich alt genug bin, abzuwägen und Entscheidungen zu treffen.

Ich habe nämlich auch keine Lust, mich ständig zu rechtfertigen, deshalb mache ich es auch nicht. Bei Außenstehen vielleicht noch eher, um mit Vorurteilen aufzuräumen. Aber bei denen, die mich kennen (müssten), lasse ich mich auf keine Diskussionen mehr ein.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo,

also der Freundes und Bekannten Kreis schrumpft meist etwas zusammen ......

Naja, aber damit kann man gut leben ...........

Man lernt neue Leite kennen mit Hunden und da ergibt sich dann auch die eine oder andere Freundschaft.............

Ansonsten geduldig bleiben und wer blöde Fragen stellt bekommt eben auch die passende Antwort....................

.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich bin aus allen Wolken gefallen, als ich meine Hündin schon hatte und solche Kommentare gehört habe. Ich dachte auch, mein Umfeld freut sich darüber aber nein, es kam genau so wie bei Euch. Sogar bei Hundeschulen, von Hundetrainern hab ich sowas zu hören bekommen. Statt zu sagen: "Oh, da haben Sie sich aber eine brisante Mischung ausgesucht (Husky/Schäfer), fangen Sie mal lieber beizeiten mit dem Training an" habe ich so Kommentare gehört wie "Die werden sie niemals von der Leine lassen können", "Kaufen Sie sich schonmal einen stabilen Maulkorb" usw. Das kann einen Ersthundebesitzer schon ganz schön verunsichern. Da war die Ernüchterung erstmal groß.

Einige haben im Laufe der Zeit ihre Meinung geändert, als sie meine Hündin kannten. Andere haben dann erst ihr wahres Gesicht gezeigt und ich habe heute keinen Kontakt mehr. Zu wieder anderen ist der Kontakt nach und nach weniger geworden. Schließlich habe ich auch ein paar Hundetrainer gefunden, die mit solchen Mischungen umgehen können und bei denen ich sinnvolles Training machen können. Gut, das wird Dir mit einem Labrador eher nicht passieren.

DAFÜR hab ich aber viele echte neue Freunde gefunden durch den Hund und Hundeschule und Gassibekanntschaften usw.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Diese Fragen mussten wir auch beantworten,

bei uns kam noch hinzu, dass wir uns gegen einen Zuchthund entschieden haben und uns einen (mittlerweile 2) Hund aus Griechenland geholt haben.

Da sind die Vorurteile meist noch größer.

Die, die uns wirklich gut kennen, wissen, dass wir nicht gedankenlos handeln, die, die uns nervten mit ihrer Besserwisserei oder Kommentaren, haben dann die passenden Antworten bekommen, wie z.B. wenn es mit diesem Hund nicht klappt, dann kommt er ins Heim und wir holen uns einen neuen Hund, dabei haben wir herrlich gelächelt und wir hatten unsere Ruhe.

Ich finde es teilweise echt anmaßend, was die Leute von sich geben.

Als wir unseren zweiten Hund (vorerst als Pflegestelle) zu uns holten, war das Verständnis noch geringer, aber es ist unser Leben und da lassen wir uns nicht reinreden.

Einige fanden es toll, dass wir einer weiteren geschundenen Fellnase ein zu Hause schenken wollten, andere fanden es völlig daneben.

Wir mussten uns anhören, ihr habt doch einen Vogel, muss das denn sein? Ihr habt doch schon einen Hund, warum denn einen zweiten?

Ob ich jetzt mit einem Hund rausgehe oder mit zwei Hunden rausgehe ist doch Laterne.

Wir haben Gott sei Dank ein dickes Fell und wir bereuen unsere Entscheidung, zwei Hunden ein Zuhause zu schenken, absolut nicht!!!

Die Kommentare, ihr seid dann gebunden, könnt nicht mal ausgehen, etc. fand ich großartig.

Wir haben zwei Kinder, als wenn wir ständig ausgehen würden. :D :D :D

Der liebe Gott hat uns zwei Ohren geschenkt, die kann man auch gut auf Durchzug stellen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

Lasst euch eure Vorfreude nicht trüben von diesen Kommentaren.

Sie kommen von Leuten, die immer alles erst mal mies machen, worüber man sich freut.

Wenn ihr denen von einem geplanten Wahnsinnsurlaub rund um die Welt erzählen würdet, hätten sie auch was zu meckern (Tropenkrankheiten, Impfungen, Unruhen im jeweiligen Land usw. usw.)

Lasst euch auch nicht darauf ein und versucht eure Entscheidung zu verteidigen bzw. zu rechtfertigen - das interessiert diese Leute nicht.

Die geben halt immer und überall ihren Kommentar dazu und gönnen einem die Freude nicht.

Und wenn dann euer Welpi da ist, vermeidet es diesen Leuten zu erzählen, dass euch der Kleine letzte Nacht dreimal rausgescheucht oder die besten Schuhe zerkaut hat!

Ihr liebt ihn ja trotzdem - aber diese Menschen fühlen sich dann nur bestätigt mit ihrer Unkerei.

Ihr werdet viele andere Hundebesitzer kennenlernen (Welpengruppe) und da könnt ihr euch dann mit Gleichgesinnten austauschen - das ist um einiges erfreulicher ;)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Das ist ja schade, dass viele solcher Kommentare kamen bei Dir :(

War bei mir nicht so, alle haben sich gefreut, die einzige, die solche Kritik auch ansprach ( und es durfte ), war meine Mutter - die aber beim ersten Mal zum Züchter fahren sofort umschwang :D

Hier haben wir also sehr viele Hundeliebhaber, haben auch recht viele Hunde im Freundeskreis.

Habe auch durch den Hund viele neue Bekanntschaften und auch Freundschaften geschlossen, da gehts mir wie Chrystal =)

Versuch doch, solche Diskussionen schon im Keim zu ersticken, und erzähle nicht freudig "Wir bekommen einen Labbi" ( das kannst Du Dir ja weiterhin denken ;) ), sondern erzähle ganz nüchtern "Nach reiflicher Überlegung haben wir uns für einen Labrador entschieden".

Wenn dann noch was kommt, dann würd ich mich auf nix einlassen, wie Kerstin schon schrieb :)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Gott ja, das kenne ich.

Ich hab dadurch eine Bekanntschaft sogar komplett abgebrochen.

Wir sind regelrecht angefeindet worden, weil:

- Wir einen Australian Shepherd haben und ich übergewichtig bin (das ich noch einen sportlichen Mann und zwei Kinder im Alter von sechs und knapp 10 habe und wir die Möglichkeiten Agility, Obedience und Hütetraining haben, das hat erstmal nicht interessiert. ICH bin übergewichtig und ein Aussie muß ja mindestens 4 - 5 Stunden am Tag ausgepowert werden damit er nicht verhaltensauffällig ist. Nee, is klar... :Oo )

- Unser Hund keine Papiere hat (Per se ist mal alles sofort Vermehrer gewesen, ohne die Hintergünde DIESES speziellen Wurfes zu kennen. Und das von jemandem, der selbst nicht in der Lage war zu verhindern das die Kätzin Junge bekommt und der ewig nach Abnehmern für die Kittens suchte. :wall: )

- Mein Hund mit etwas über 9 Wochen abgegeben wurde (Wie kann man nur VOR der 12. Woche!!! :kaffee: )

- Mein vorheriger Hund nicht von der Leine konnte bzw. durfte. (Problemhund, mit 1,5 Jahren aus dem Tierheim geholt, und das vor über 20 Jahren. Ich hab den ohne Hundeschule verdammt gut hinbekommen aber sorry, manches ging halt nicht. :kaffee: )

Nachdems persönlich wurde (Ich hab keine Ahnung weil ich weiß das man Hunde ab der achten Woche schon abgeben kann. Ich bin halt zu dämlich. ;) ), hab ich den Kontakt gecancelt.

Lass dich nicht irre machen! Hab ich auch nicht und heute hab ich einen sechs Monate alten, ausgeglichenen, zufriedenen Pubertäter, der uns viel Spaß bereitet. Und auf mancher Leute Meinung ist einfach mal gepfiffen. :)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Diese Kommentare, ja die gibt es hier auch nur zu genüge.

Als wir Barney bekamen war ich gerade 20, habe mit meinem Studium begonnen und das passte dann natürlich garnicht ins Bild, der eigene Hund.

Barney ist auch noch ein Grieche, war 5 Monate alt und die pure Angst. Er hat unter sich gemacht sobald er etwas gehört, oder jemanden gesehen hat.

Da kamen dann schon häufig Kommentare.

Aber soll ich dir was sagen? Heute sind die meisten begeistert davon wie Barney sich entwickelt hat. Er ist zwar immer noch nicht ein Hund der freudig auf jeden zurennt, aber er ist sehr souverän geworden.

Dann, August/September diesen Jahres, ich gerade noch 21 Jahre, gerade meine Ausbildung begonnen, kam Hannah. Schwarze deutsche Schäferhündin, 10 Monate und ein hibbel ohne gleichen.

Ich denke mir das du dir vorstellen kannst was hier los war... "Wie könnt ihr nur? 2 Hunde, das schafft ihr finanziell doch garnicht" " Einen Schäferhund, der zerfleischt doch alles" "In deinem Alter, das ist so verantwortungslos!"... und so weiter...

Nun ja, Hannah haben wir jetzt fast 4 Monate, sie ist immernoch ein hibbel, hat sich aber meist unter Kontrolle. Plötzlich kommen sie alle an, "das ist aber eine liebe, ist das wirklich ein Schäferhund"... Naja, ich sage dazu einfach garnichts mehr, ist mir echt zu anstrengend.

Du siehst, du bist nicht alleine mit diesen Kommentaren, ignorier sie und beweise ihnen das Gegenteil. Ein Hund ist eine Bereicherung für´s Leben, wenn man ihn dies denn sein lässt :)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ihr habt Euch das sicher gut überlegt. Freut Euch einfach auf den Neuankömmling :-)

Und wie andere schon geschrieben haben, man lernt viele nette Leute kennen!

Ein Hund (wir haben 4) bereichert das Leben ungemein.

LG

SusanHundeharmonie

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.