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Hundeforum Der Hund
Kleine Jägerin

Nierenfreundliches Trockenfutter?

Empfohlene Beiträge

Hallo ihr Lieben,

hat evtl. jemand Erfahrung mit nierenfreundlichem Futter?

Unsere Tierärztin meinte, dass es noch nicht nötig wäre - dennoch interessiert mich das Thema.

Barfen kommt nicht in Frage (keine Gefriertruhe).

Worauf sollte man dann bei der Trockenfutter-Auswahl achten?

- Protein- / Eiweißarm bzw. nur hochwertige Proteine (?)

- dafür ruhig mehr Fett

- kein Getreide

- niedriger Phosphorwert (wann beginnt denn "niedrig"?)

Kommt noch etwas hinzu?

Kennt ihr geeignete Sorten?

Liebe Grüße

die kleine Jägerin

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Im Allgemeinen heißt es wenig Protein, dieses aber hochwertig (auf Frischfütterung bezogen bedeutet hochwertig Muskelfleisch, Milchprodukte, keine Nebenprodukte), es gibt eine entgegengesetzte Strömung die besagt, nur die Hochwertigkeit ist entscheidend, die Menge eher sekundär, ist aber (wenn man Barfer etc. außen vor läßt) der geringere Teil.

Das mit dem Getreide weglassen ergibt nur Sinn, wenn man die Rationen selbst zusammenstellt, der entscheidende Faktor ist, dass Getreide als KH-Quelle entscheidend mehr Phosphor/Phosphat enthält als z.B. Kartoffeln und Möhren, auf einen geringen Phosphoranteil ist aber unbedingt zu achten.

Weißer gekochter Reis, ebenfalls Getreide, ist aber z.B. auch recht phosphorarm und geeignet (nicht aber der Vollkornreis).

Wenn Du also KH zum Trockenfutter zufüttern möchtest, solltest Du im Rahmen einer nierenschonenden Diät auf phosphorarmes Getreide achten oder aber generell nur auf Kartoffeln und Gemüse zurückgreifen.

Beim Trockenfutter spielt das Getreide nicht die geringste Rolle, denn der Phosphoranteil ist hier ohnehin gering, insofern darf das Futter durchaus Getreide enthalten, in diesem Fall ist eben auch die Art des Getreides egal, da der Hersteller bereits für den ausgwiesenen niedrigen Phosphoranteil "bürgt".

Mehr Fett ist immer eine Ermessenssache und von Hund zu Hund unterschiedlich, bei vielen Nierendiätfuttersorten ist der Fettanteil erhöht, da die Hunde dieses Futter oft benötigen, um im Fall z.B. einer fortschreitenden Nierenbeeinträchtigung wieder Masse aufzubauen (die meisten füttern erst "nierenfreundlich", wenn bereits Auffälligkeiten in dieser Richtung festgestellt wurden...leider).

Andere Nierenfutter sind wiederum im Norm-Fett-Bereich.

Neben Royal Canin und Hills, die spezielle NierenTrockenfutters anbieten http://www.medicanimal.com/index ,

gibt es z.B. auch bei zooplus vergleichbare Produkte, z.B.

http://www.zooplus.de/shop/hunde/hundefutter_ergaenzung/nierendiaet/5091

http://www.zooplus.de/shop/hunde/hundefutter_ergaenzung/nierendiaet/112779

http://www.zooplus.de/shop/hunde/hundefutter_ergaenzung/nierendiaet/9579

Die entscheidenden Phosphorwerte liegen bei allen Herstellern ungefähr gleich (um die 0,4%).

Zum Phosphorwert im Allgemeinen: Ich würde kein Trockenfutter mehr füttern mit einem Wert über 1%, im Allgemeinen füttern wir mittlerweile fast nur noch Trockenfutters mit Werten von ca. 0,5-0,7% maximal, die oben genannten NierenTrockenfutters füttern wir fast immer im Wechsel dazu, insbsondere wenn es mal Milchprodukte, Eier, Frischfleisch, Dose, Trockenkauprodukte etc. dazu gibt (eiweißlastig).

Trockenfutters mit Phosphor-Werten von ca. 0,6% gibt es z.B. von Hills, Bosch, Meradog, Marengo usw., auch Royal Canin hat niedrige Werte, allerdings auch einen höheren Proteinwert, man muss sich hier auch bei jedem Hersteller die einzelnen Sorten angucken...

Wir haben einen topfitten Senior (wobei ich einen 10kg-Hündchen mit 9 Jahren noch nicht als Senior einstufen würde) und einen fast 5-jährigen 40-kg-Hund, beide werden gleich ernährt.

Nur bei Welpen/Junghunden sollte man tunlichst auf Nierendiätfutter verzichten, aber das versteht sich von selbst. ;-)

Und hier noch ein recht gutes Buch zu dem Thema Nieren/Phosphor, allgemein und auch was die Frischfütterung anbelangt:

http://www.amazon.de/Frisches-Futter-langes-Hundeleben-Expertenwissen/dp/3942335069/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1355675076&sr=8-2

Wollte zwar nicht soviel schreiben, aber kürzer gehts eigentlich kaum.

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Wenn man Nierenbedenken hat sollte man gar kein! Trockenfutter Füttern. Es gibt inzwischen wirklich sehr sehr gute Dosennahrung. z.B.:

real nature hundefutter dosen

herrmanns hundefutter dosen

http://www.reico-vital.com/kreiber/produkte/number/55

wären meine Wahl wenn ich nicht Barfen würde.

lg

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Nein, das stimmt so nicht.

Trockenfutter per se schädigt die Nieren nicht sondern eben hohe Phosphorwerte/mindere Eiweißqualität, es gibt aber auch unzählige Dosenfutter auf dem Markt (wie beim Trockenfutter auch die meisten), die eben eher minderwertige Proteinquellen enthalten (viele Nebenprodukte etwa) und desweiteren hohe Phosphorwerte haben, auch hier sollte man sich informieren und vergleichen.

Auch der Aschegehalt eines Futters ist nicht unwichtig, z.B. füttern wir bei Dosenfutter nie welche mit einem Aschewert über 2% und Phosphor um die 1,5% oder weit darunter, selbst diese Dosenfutter werden noch mit Kartoffeln/Möhren etc. ergänzt, die richtigen Nierendosenfutter haben auch hier wieder noch geringere Werte...

Und zum allgemeinen Thema "Trockenfutter = weniger Wasser und Dofu = viel Wasser": Ein Hund, der Trockenfutter bekommt, nimmt nicht zwangsläufig weniger Wasser (das zweifelsohne wichtig ist für die Nieren) auf, man kann bereits das Trockenfutter einweichen, desweiteren kann man den Hund auch über den Tag verteilt immer wieder zum Trinken animieren, z.B. Wasser mit einem Schuss Milch/Butterlich usw., die Möglichkeiten sind "unerschöpflich". :kaffee:

Und auch Dosenfutter kann man noch zusätzlich Wasser beimengen... ;)

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Von PetBalance Medica gibt aus auch Futter für Hunde mit Nierenproblemen

ich habe bisher gute Erfahrungen mit dem Futter gemacht (PetBalance Medica Hund Schonkost -> wenn der Hund Schwierigkeiten mit Magen und Darm hat) :)

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