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Hundeforum Der Hund
Russell-Fan

Begleithundeprüfung - Sinn und Zweck?

Empfohlene Beiträge

Hallo alle zusammen,

vorab ... es soll keine Provokation oder so werden ... aufgrund einer Bekannten stelle ich mir nun seit 3 Tagen Fragen um die Begleithundeprüfung.

Ich war viele Jahre im IRJGV, auch als Trainerin und Richterin ... aus persönlichen Gründen bin ich dort weg (das ist ein anderes Thema). Ich habe den Job geliebt und ihn sehr gerne ausgeführt.

Was mir aber durch den Kopf geht ... mmmmhhh, schwierig. 2 von meinen 3 Hunden haben im IRJGV die BGVP (dort nennt man so die Begleithundeprüfung) absolviert, habe das gerne getan.

Jedoch schwirrt mir halt im Kopf herum, bei wievielen die Bindung auf dem eingezäunten Gelände wohl existiert, aufgrund von konditoniertem Verhalten (der Hund lernt ja auch ortsbezogen) und außerhalb einfach nichts mehr an Bindung/Vertrauen etc. da ist?

Wieviele schmücken sich mit dem Papier "geprüfter Begleithund" und sobald Zaun weg, ist nichts mehr vorhanden als Team?

Wozu mache ich die dann? Wenn ich mal von mir ausgehe, klar ich habe sie gemacht, weil ich auf Agi-Turnieren starten wollte und das Voraussetzung dafür war - ABER: ich habe immer mehr Wert darauf gelegt, dass es im Alltag funktioniert als auf dem Platz.

Ich hatte heute schon mit meinem Mann darüber gesprochen ... wie seht Ihr das?

Mich interessieren hier einfach Meinungen, ich hoffe ihr versteht was ich damit ausdrücken möchte?!

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(bearbeitet)

Hallo,

danke für diesen Denkanstoß. Darüber habe ich mir auch schon oft Gedanken gemacht.

Als Jugendliche habe ich mit unserem Schnauzer auch die Begleithundeprüfung gemacht. Einen wirklichen Grund dafür gab es nicht. Ich war eben im Hundeverein und irgendwann haben wir eben diese Prüfung gemacht.

Bei uns im Ort ist es so, dass Hunde mit BH-Prüfung nur die halbe Steuer kosten.

Nun ist es aber so, dass die Hunde auf dem Hundeplatz im Ort zur Übungsstunde gehen und dort auch ihre Prüfung machen.

Ich habe mir die Prüfung mal spaßeshalber angeschaut und fand das Ganze fast schon lächerlich. Die Gehorsamsübungen werden auf dem gewohnten Platz abgefordert. Das Verhalten/ Gehorchen in der "Öffentlichkeit" wird auf der Straße vor dem Hundeplatz geprüft - mit den bekannten, vereinseigenen Personen und Hunden.

So, nun hat z.B. der Hoverwart aus unserer Straße diese Prüfung und benimmt sich im Alltag aber wie die Axt im Wald. Der Besitzerführt ihn am Stachler und hat Mühe, seinen Hund bei Begegnungen mit Fremdhunden zu bändigen.

Wofür ist die BH-Prüfung also gut - das frage ich mich oft.

Vielleicht läuft es andernorts anders ab, aber sowohl hier im Ort als auch in meinem alten Heimatort war es genau so.

Was stellt der Hundehalter da unter Beweis?

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Ich für meinen Teil sage: Absoluter Unsinn, brauchen wir nicht!

Die geforderten Inhalte sind meiner Meinung nach völlig am Hundealltag vorbei und überzogen, was ihre konkrete Ausführung betrifft. Alleine schon, dass Linksführen ein Muss ist :Oo Jetzt mal ehrlich: Wen interessiert's ? Und warum sollte das irgendwie relevant sein?

Klar kann das Erarbeiten für das Team auch die Bindung fördern - wie alle anderen Unternehmungen mit Hund auch... Aber nur weil ein Hund "geprüfter Begleithund" ist besteht man im Alltag als Team bestimmt nicht automatisch und auch nicht besser als Nicht-Begleithunde-Teams.

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Grund für die (vom VDH anerkannte) BH ist hier:

- 50% Steuerermäßigung

- Zulassung für weitere Prüfungen

Ob und wie ein Hund deswegen im Alltag hört, hat mAn nichts damit zu tun.. Nur weil der Hund perfekt auf das 'hier' hört, kann er im Alltag trotzdem nicht abrufbar sein. Das sind für mich 2 verschiedene Paar Schuhe.

Und ja, ich empfinde einen BH als Hinweis für den Gehorsam eines Hundes im Alltag als lächerlich. Aber ich werde nicht zur Stadt rennen und sagen 'Hören Sie mal, ich finde das lächerlich und verzichte auf die 50% Steuerermäßigung!' ;) Dadurch will unsere Stadt nämlich mehr gehorsame Hunde hervorbringen. Ob ich das sinnvoll finde oder nicht ist egal. Ich nutze es für mich und fertig ;)

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Ich trainiere die Übungen aus der Begleithundprüfung in unseren Spaziergängen, weil genau da meine Überlegungen hin gegangen sind.

Der Hund hört auf dem Platz super und im Alltag ist davon nichts über weil er es auf den Platz bezieht.

Ich habe das mit meiner Trainerin besprochen, schon als ich letztes Jahr Lanya vorbereitet habe auf die BH.

Sie meinte ich soll in "freier Wildbahn" üben und nie das Schema laufen, damit der Hund es sich nicht merken kann.

Damit habe ich schon den Gehorsam der Hunde gefestigt bekommen.

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Also wenn man sich solche Gedanken über eine BH macht, dann sollte

man sich auch Gedanken über Agility etc. machen! Denn was

nützt uns dieser Hundesport im Alltag?

Deswegen meine Meinung ich mache es aus lust an der Arbeit mit

meinem Hund...

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Hallo :winken:

Also meine Hunde haben die Begleithundprüfung gemacht (bzw. bei Lotta steht sie noch an), weil wir sportlich aktiv sind und sie somit nunmal benötigen.

Mit Bindung hat das ganze meiner Meinung nach weniger zu tun - die meisten Hunde in unseren OG sind Platzidioten.

Und leider wird ja auch im Training (zumindest auf unserem Platz) wenig auf Bindung/Beziehungen eingegangen sondern nur auf Technik, wenn man es denn so nennen mag.

Mir persönlich ist das relativ egal, da ich mein eigenes Ding durchziehe.

Bin da sowieso schon Exot, weil wir grundsätzlich ohne Leine arbeiten.

Die meisten Dinge lernen meine Hunde auf Feld, Wiese oder im Wald - und omg es funktioniert aufm Platz trotzdem.

;)

Auch ich kenne es, dass der Umweltteil vor dem Hundeplatz absolviert wird - so war es bei Chico auch.

Aber es geht auch anders.

Neues Jahr - neuer Richter und so musste Gavin diesen Teil der Prüfung in der Innenstadt und bei nem Laden mit regem Treiben absolvieren.

Man kann von der eingetragenen BH unmöglich Schlüsse auf die Bindung ziehen.

Jedoch kann man wie bereits geschrieben wurde natürlich bei der Arbeit hierfür die Bindung stärken.

Kommt halt drauf an wie man das Ganze angeht.

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Oh danke für die ersten Antworten ... ich weiß auch nicht warum ich mich das frage, habe ja selbst mal als Richterin fungiert, konnte mich zu guter Letzt aber nicht mehr damit identifzieren, aufgrund der geschriebenen Sachen hier.

Ja wozu soll der Hund links laufen, geht ja auch rechts!

Oder was bringt es mir, wenn der Hund aus der Bewegung auf dem Platz ein "Platz" beherrscht, aber im Alltag nicht (wo es ja im Notfall lebensrettend sein kann)?

Ich habe Leute kennengelernt, die haben ihre Begleithundeprüfung gelaufen, weil sie hinterher im Agi starten wollten ... NUR: dort gab es auf Turnieren auch mal 2 nicht eingezäunte Bereiche zum Parcour, einma Eingang, einmal Ausgang.

Diese mussten dann von mir z.B. abgesichert werden, damit der Hund nicht abhaut ...

Versteht ihr? Ich will das Ganze nicht schlechtmachen, ich finde es gut, wenn das jemand macht und seinen Hund trainiert - verstehe eben nur nicht, wieso das manche nur auf dem Platz trainieren und NIE im Alltag oder weniger!

Wir hier erhalten keine Steuerermässigung oder dergleichen! Aber ich habe sie dennoch vor vielen Jahren mal absolviert - unser 3. wird diese Laufbahn allerdings nicht mehr absolvieren, sondern in der Personensuche ausgebildet werden.

Wir trainieren ja auch, aber alles eingebunden in den normalen Alltag.

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Jedoch schwirrt mir halt im Kopf herum, bei wievielen die Bindung auf dem eingezäunten Gelände wohl existiert, aufgrund von konditoniertem Verhalten (der Hund lernt ja auch ortsbezogen) und außerhalb einfach nichts mehr an Bindung/Vertrauen etc. da ist?

Die gesamte Unterordnung (inkl. BH) sehe ich hauptsächlich als Ausbildung an, Konditionierung auf festgelegte Verhaltensabläufe, zu Sinn oder Unsinn sag ich jetzt mal nichts ;)

Mit Vertrauen und Bindung hat das erstmal nichts, aber auch gar nichts zu tun.

Zum Alltagsgehorsam, da kommt es einfach drauf an, ob die konditionierten Verhaltensabläufe (Sitz Platz Fuß Abruf etc.) auch auf dem Spaziergang, in Feld Wald Wiese trainiert werden. Auch das hat mit Vertrauen und Bindung nichts zu tun.

Was du im obigen Zitat ansprichst, ist die BEziehung, sehe ich das richtig?

Wenn ja, dann verstehe ich den Zusammenhang nicht ganz. Beziehung hat mMn mit der reinen Ausbildung inkl. BH nicht viel zu tun.

LG Antonia

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Originalbeitrag

Also wenn man sich solche Gedanken über eine BH macht, dann sollte

man sich auch Gedanken über Agility etc. machen! Denn was

nützt uns dieser Hundesport im Alltag?

Deswegen meine Meinung ich mache es aus lust an der Arbeit mit

meinem Hund...

Entschuldige bitte, aber die mache ich mir auch, ich war jahrelang aktiv in dem Sport - hab mir leider durch falsches Training einen meiner Hunde kaputtgemacht ... ich Idiot hab an das Gute im Menschen geglaubt, und es zählten nur Punkte!

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