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Hundeforum Der Hund
AngelaE

Clickern bei Verhaltensproblemen

Empfohlene Beiträge

Hi,

ich habe hier vor einiger Zeit mal über mein Trainer-Seminar bei Rolf C. Franck zum Thema "Verhaltensprobleme" berichtet: Verschiedene Verhaltensprobleme wurden nach dem Prinzip "EMRA" von COAPE (Dr. Peter Neville, GB) angegangen. Dabei wurde an den Seminartagen ausschließlich über den Clicker gearbeitet.

Eines meiner größten Probleme mit Apachi ist seit jeher ihre "HB-Männchen" - Nummer, wenn andere Hunde in ihren Individualkreis hineinkommen - sie geht sofort drauf los, beißt auch zu. Diese Nummer zieht sie hauptsächlich bei besonderer Enge, wie z.B. unter Tischen und Bänken ab. Dabei ist es egal, ob sie mit den Hunden gut befreundet ist oder nicht (auch Jayteeh hat darunter zu leiden). Wir können vorher alle friedlich spazieren gehen, kommen wir dann aber in ein Cafe, legen die Hunde ab, wird Madam zur Furie. Einige von euch, die uns vom Forumstreffen 2006 kennen, haben dieses Bild sicher noch im Kopf.

Die meisten Trainer haben bisher gesagt, dass ich dieses Verhalten akzeptieren muss. Das tue ich auch, trotzdem bin ich das Problem noch einmal bei dem Seminar mit Rolf angegangen. Wir haben so mit dem Clicker gearbeitet, dass Apachi von allein eine Strategie entwickelt, wie sie es anders machen kann. Auf dem Seminar hat das sehr gut geklappt, sie ließ einen fremden Hund bis zu einem Meter heran, reagierte gar nicht. Ihre bisherige Akzeptanz lag übrigens bei ca. 4 Metern.

Aus Zeitmangel habe ich dieses Training bisher nur 2 mal kurz wiederholt. Trotzdem hier ein Foto, das mich selbst sehr verblüfft :

Auf dem Bild seht ihr Apachi mit Frodo, den ich erst sehr spät entdeckt habe, und Nell (beide Hunde von Simone) auf engstem Raum unter der Bank. Ich hatte in diesem Moment kurz die Luft angehalten, dann aber den Fotoapparat geholt. So eine Situation hat es noch nie gegeben, kein Hund ist bisher so eng an Apachi herangekommen, während sie ruhig und vor allem gut gelaunt liegen blieb. Insbesondere nicht in eigenem Revier (unser Garten).

Es lohnt sich immer am Ball zu bleiben!

Liebe Grüße

Angela

mit Apachi und Jayteeh

post-331-1406411480,7_thumb.jpg

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das nenn ich doch mal einen "sichtbaren Erfolg" :klatsch:

und auch keine Anspannung an deinem Hund zu erkennen :respekt:

einfach klasse =)

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AH , super !!

Ich glaube, man sollte nie sagen, dass man ein bestimmtes Verhalten einfach akzeptieren und abhaken sollte - gerade bei den ACD hab ich sehr oft gehört "Die sind halt so " oder " das ist rassethypisch" , und ich finde es Klasse , dass Du so nicht handelst !!

Die Sache mit der Individualdistanz finde ich eh schwierig- ich war auf Cattle Treffen , und Cleo lag entspannt unter dem Tisch , links und rechts unter den anderen Tischen lagen die anderen Cattles und Madame schlummerte ganz relaxed.

Bei der Weihnachtsfeier wiederum waren 10 Meter schon zu nahe :Oo da hat sie dann die Feier im Auto verbracht :Oo .

Auch hier zuhause ist es tagesabhängig. Yuma lag jetzt schon 2 mal neben ihr auf IHREM Sofa und sie ignorierte ihn - ich hatte allerdings den Eindruck , dass ER sich nicht sicher war , wie er dahingekommen war UND dass er nicht so genau wußte , wie er da wieder weg kommen soll ;).

Fazit : Cattles sind Klasse und immer für eine Überraschung gut :) .

Martina mit Cleo und Yuma

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Hallo Angela,

ich kann euch zu diesem erfolg nur gratulieren! Ich finde es klasse, dass du am Ball geblieben bist und dass das richtig war zeigt sich ja auf dem Foto!

Meinen :respekt: hast du, dass du nach dem Moment des Luftanhaltens die Knipskiste geholt hast und nicht die Hunde getrennt hast!

Ich wünsch euch weiterhin so viele tolle Erlebnisse!

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Hallo AngelaE,

Schön dass du über den Individalkreis (Individualdistanz) einmal etwas schreibst, da es ein sehr wichtiges Thema ist. Auch beim Forumstreffen hat es eine Rolle gespielt, da die Teams so wie es berichtet wurde, oft zu nah aneinander vorbei mussten, mit den entsprechenden Reaktionen.

Ich habe mir deinen ersten Bericht den du verlinkt hast einmal angeschaut. Emotionen müssen nicht zwingend zu Stressreaktionen führen, denn das ist situationsabhängig, es kann sein, muss aber nicht.

Das was du beschreibst ist eine Emotions-/Stressbewältigungsstrategie über operantes Konditionieren (Clicker u. positive Verstärkung), dies zeigt wie individuell und variabel Hunde in der Lage sind zu lernen.

Interessant finde ich noch die Anmerkung über das Führen, denn meiner Meinung nach brauchen es manche Hunde, andere aber nicht, hier hängt es wiederum vom Individuum Hund ab, meistens ist es sowieso ein ungerades Mischungsverhältnis aus Führen und eigenständigen Entscheidungen.

Ich finde es so gar wichtig und förderlich, dass Hunde Situationsabhängig, eigene Lösungen suchen und dann Entscheidungen treffen dürfen.

LG Hans Georg

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Ich finde es so gar wichtig und förderlich, dass Hunde Situationsabhängig, eigene Lösungen suchen und dann Entscheidungen treffen dürfen.

LG Hans Georg

Sofern es sich um gut sozialisierte Hunde handelt ist das ok. Aber ein Hund der kein einwandfreies Verhalten zeigt wird von sich aus, keine uns Menschen akzeptable Lösung anbieten.

Deshalb wird ja auch hier mit dem Klicker gesteuert. Richtiges Verhalten klick. Der Stressor kommt näher Verhalten ok, Klick.

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Hallo Angela,

finde das toll, dass Du eine Möglichkeit des Lernens für Apachi gefunden hast, die ihr offensichtlich total entspricht.

Ich mag Aussagen wie "das ist halt so" oder "das ist Rasse-/Biografie-Bedingt" überhaupt nicht und finde es toll, dass Du damit mal wieder einen Gegenbeweis angetreten hast, dass es mit dem richtigen Weg für den entsprechenden Hund eben doch eine Lösung gibt.

Weiter so und viel Erfolg, denn HB-Männchen sind total out! ;)

Liebe Grüße

Anja

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(bearbeitet)

Hallo Riko,

Ich finde es so gar wichtig und förderlich' [b']dass Hunde Situationsabhängig[/b], eigene Lösungen suchen und dann Entscheidungen treffen dürfen.

LG Hans Georg

Sofern es sich um gut sozialisierte Hunde handelt ist das ok. Aber ein Hund der kein einwandfreies Verhalten zeigt wird von sich aus, keine uns Menschen akzeptable Lösung anbieten.

Deshalb wird ja auch hier mit dem Klicker gesteuert. Richtiges Verhalten klick. Der Stressor kommt näher Verhalten ok, Klick.

Deshalb habe ich s.o. auch geschrieben "Situationsabhängig".

Sowie dürfen, d.h. der Hundeführer/in ist einverstanden, war meine Intention.

Danke für deine Erläuterung.

LG Hans Georg

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:klatsch: Angela, ich bin ganz hin und weg! :klatsch:

Ich finde deinen Einsatz einfach toll, vor allen Dingen, dass du unerwünschtes Verhalten nicht einfach so hinnimmst! :respekt:

Ich wusste schon immer: Ihr seid ein Dream-Team! :D

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Hallo Angela,

wir arbeiten auch einige Dinge mit dem Clicker. Vor allem NEUE Übungen zerlege ich gerne in kleine Teilschritte um sie dann mit dem Clicker zu bestätigen. Kann der Hund eine Übung zuverlässig wird das Clickern bei uns schnell abgebaut.

Verhalten clicker ich persönlich nicht. Ich sehe darin eine zu große Gefahr, weil man nie weiß was der Hund jetzt tatsächlich mit dem Click verknüpft. Da Rolf C. Franck ein erfahrener Verhaltensberater ist würde ich ihm diesbezüglich schon mein Vertrauen entgegenbringen - ich habe auch schon ein Seminar bei ihm gemacht (Da ging es aber nur um Border Collies + Aussies und welche speziellen Anforderungen diese Rassen an ihre Halter stellen.)

Wäre ja möglich, dass während Apachi "anscheinend entspannt" unter der Bank lag in ihrem Kopf schon der Gedanke heranreifte den anderen Hund mal eben so zu packen und dann kommt noch die Bestätigung mit dem Clicker..... Das scheint in diesem Fall zwar nicht so gewesen zu sein, aber man kann sich ausmalen was ein Click im falschen Moment in solch einer Situation bewirken kann. Darin sehe ich eben die Gefahr....wie gesagt Verhalten zu clickern finde ich äusserst schwierig!

Freu mich aber aufrichtig für Dich wenn es so gut für euch klappt!!

LG;

Karen mit Bonny + Isa

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