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Hundeforum Der Hund

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Hallo!

Würde mit meinem Hund (16 Wo) gerne in die Rettungshundearbeit einsteigen.

Leider gibt es in den Staffeln in meinem Umkreis nur Verbeller.

Literatur hab ich über das Bringseln bisher leider keine gefunden.

Es würde mich also interessieren ob jemand in seiner Staffel als Bringsler ausgebildet wird oder ausbildet.

Wäre über jede Info bzgl. Ausbildung dankbar. (Bücher, Links,.......)

LG Assi

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Ich hab früher beruflich bedingt Bringselverweis arbeiten müssen, halte selber aber wenig davon.

Nur wenn es absolut nicht anders geht würde ich auf Bringsel- oder Freiverweis arbeiten. Ansonsten hat der Verbeller die meisten Vorteile.

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Huhu,

Stimme Gerhard zu.

Warum solls ein Bringsler werden?

Ist es Dein 1. Hund in der RH-Arbeit?

Die Voraussetzungen das Bringseln so auszubilden, daß Dein Hund prüfungssicher anzeigt, sind sehr gring, wenn Du in Deiner Staffel niemanden hast, der was davon VERSTEHT.

Lg

Tanja

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Ja, es ist mein erster Hund in der Rettungshundeausbildung.

Habe zwei Freunde die ihren Hund als Verbeller ausgebildet haben . (bZw. in der Ausbildung dazu waren)

Sie wollten mit den Retrievern dann in die Dummiearbeit - hat aber auf Grund des Bellens nicht mehr geklappt. (wollten bei Workingtests mitmachen).

Wollte mir diesen Weg nicht verbauen und erst einmal schauen ob meine Hündin für diese Arbeit überhaupt geeignet ist. (ihre Mutter hatte einen seeeehr starken Jagdtrieb und hat die Ausbildung daher nicht geschafft)

Hab mal irgendwo gehört, dass in Deutschland hauptsächlich Bringsler ausgebildet werden.

Keine Ahnung warum. Gefunden hab ich darüber bisher (wie gesagt)kaum etwas.

Aber danke für die bisherigen Antworten.

Kannst du/Könnt ihr vielleicht auch sagen warum der Bringselverweis eher ´schlecht´ist.

Mir ist schon klar, dass der Weg für den Hund weiter ist.

Der Bringselverweis für die Trümmersuche sicher ungeeignet ist.

Aber.....

wenn ich einen sehr aufdringlichen Hund habe,

der kaum fähig ist eine ausreichende Distanz einzuhalten,

der schnell hochdreht und wahrscheinlich ein Graus für jede verletzte Person ist......

Warum soll ich dann nicht die positiven Anlagen fördern die sie bereits hat (sie apportiert unglaublich gerne)?. Damit bringe ich sie von der ´Zielperson´ wieder weg.

Klar kann ich sie dazu ausbilden zu Bellen (macht sie von sich aus praktisch nie) und natürlich muss ich gegen ihre Aufdringlichkeit etwas tun.... aber das sind alles Dinge die ich ihr antrainieren bzw. abgewöhnen muss.

Das Talent zu Apportieren und zu Suchen hat sie schon.

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Huhu,

Fein, daß Du Dich nochmal gemeldet hast.

Also, der Bringselverweis gehört wie der Freiverweis zum sog. Rückverweisen.

In Deutschland wird hauptsächlich das Verbellen ausgebildet.

Und der Rückverweis geht in den Trümmern garnicht.

Der RV, hier Bringseln, ist nicht schwerer, nur "anders" dennoch gibt es wenig Ausbilder, die sich wirklich gut damit auskennen. Wenn Du da keine Unterstützung hast, wirst Du mit Sicherheit frustriert werden in der Ausbildung. Weil Fehler passieren...(auch im Verbellen, sind aber aufgrund der Ausbildungsdichte) besser zu beheben.

Grundsätlich unterstelle ich jedem Hund erstmal, das er differenzieren kann. Ein guter Ausbilder sollte Euch da anleiten können- so, daß der Hund seine Arbeit nicht vermischt. (Dummy und RHA)

Denn das geht, durchaus.

Auch ein, wie Du scheibst, schnell hochdehender Hund, kann seine Arbeit sauber machen.

Das liegt wiederum dan den AB.

Und ein Hund der gern bedrängt, wird es nicht automatisch nicht tun, wenn er bringselt....

Das "Gefühl" der zu suchenden Person ist erstmal egal. Sie soll gefunden und sauber angezeigt werden.

Das Einzige was zählt, ist der Hund. Das ist der einzige Ansatz den ich verfolgen würde, wenn Du schreibst, sie apportiert gerne und bellt ungern (bis garnicht.)

Du musst Dir überlegen, ein Rvw muss um ein vielfches mehr an Lauf-und Nasenleistung zeigen, als ein Verbeller.

Stell Dir "nur" mal ne Suche mit 2 Vps vor.

1. Hund sucht VP 1, SUCHT Dich als HF zurück, muss dann von Deiner neuen Position wiederum die VP zurücksuchen um Dich hinzuführen.

Das mal 2,3.... Er sucht und läuft das 3-Fache.

Du brauchst wirklich gute Ausbilder, die Dir helfen.

Dennoch, wenn ICH Rückverweisen wählen MÜSSTE, würde ich auch das Bringseln wählen.

LG

Tanja

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Hallo!

Ich schließe mich Tanja an. Das Rückverweisen ist mit mehr "Fehlerquellen" gespickt (aufgrund der längeren Handlungskette) und Du wirst wenige Ausbilder finden, die über das "Experimentieren" hinaus Erfahrungen haben.

Auch ich habe bis vor einem halben Jahr mal experimentiert ;) ...allerdings mit einem Freiverweiser. Eben weil ich damit Erfahrungen sammeln wollte.

Bei allen Schwierigkeiten konnten mir nur wenige Menschen helfen, oft habe ich das aus meiner bestehenden Erfahrung heraus "irgendwie" gelöst...oder das Forum hier hat geholfen ;)

Ich habe allerdings 12 Jahre Erfahrung in der RH-Arbeit und wollte diesen Hund nicht zwingend ausbilden. Hätte es geklappt, wäre ich natürlich seeehr stolz auf uns gewesen. :)

Beim Führen des ersten RH wirst Du mit vielen Themen konfrontiert und noch mehr Meinungen dazu ;) . Auch ich würde daher dazu raten, Dich für den "einfachsten" Weg zu entscheiden.

Schau Dir die Staffel an, für die Du Dich interessierst und guck mal, ob sie Freiverweiser oder Bringsler führen und mit welchem Erfolg.

Und noch als Anhang: Ich mache mit meinem Verbeller auch ab und zu Dummy-Arbeit (allerdings nur zum Spaß), da bellt sie gar nicht.

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Hi,

ich führe aktuell zwei Bringsler (und einen Verbeller) und finde, dass weder die eine Anzeigeart leichter noch schwieriger ist - beim Verbeller muss der Helfer wirklich wissen, was er tut...beim Bringsler, liegt der Fokus mehr bei Seiten des HF´s.

Ich persönlich bilde nach der norweg. Methode (Bjarne Isachsen) aus, weil die Vorteile des Bringsels im Gegensatz zum deutschen klar auf der Hand liegen...

Im Gegensatz zum Freiverweiser findet die eigentl. Anzeige (wie beim Verbeller auch) am Helfer statt. Ob Du das Rückführen mit oder ohne Leine magst, hängt stark von Deinem Hund und den vegetativen Gegbenheiten vor Ort ab. Meine Hunde pendeln frei (und zeigen dabei jedesmal am Helfer an). Mehr dazu findest Du auch hier: http://www.jagdhundehalter.de/phpBB3/viewforum.php?f=34

Je nachdem, welche Hunderasse man führt, muss man nicht zwingend alte Zöpfe nutzen, sondern sich einfach mal die Rasse und ihre selektierten Eigenschaften anschauen (z.B. Stichwort Retriever, die sind in höchster Erregung dazu selektiert wirden, still zu sein und zu warten ^^) und überlegen, was man später will (Fläche, Trümmer, Wasserortung, ...)

Der BRH bietet jährlich mehrfach Bringslerseminare an, vielleicht schaust Du da mal vorbei. Ferner kann ich Dir nur raten, den Weg zu erfahrenen Bringslerstaffeln zu suchen und in Kauf zu nehmen. Von wo kommst Du denn? (Denn ich kenne irgendwie in jeder Ecke Deutschlands einige Ansprechpartner, vielleicht kann ich Dir ja dann Kontaktdaten zukommen lassen von einer Staffel aus Deiner Nähe...)

Gern kannst Du auch bei uns (Leipzig) vorbei schauen. :)

Was für Fragen hast Du denn genau?

Liebe Grüße

Katrin

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Huhu.

Stimmt, Tanja- echt schade, ich hätte Euch gern weiter erlebt.

Aber die Voraussetzungen die Du hattest waren deutlich besser, als die, als wenn man bei Null anfängt.

Katrin,

ich führe aktuell zwei Bringsler (und einen Verbeller) und finde, dass weder die eine Anzeigeart leichter noch schwieriger ist - beim Verbeller muss der Helfer wirklich wissen, was er tut...beim Bringsler, liegt der Fokus mehr bei Seiten des HF´s.

Da bin ich mittlerweile bissel anderer Meinung, auch beim Verbeller liegt nicht mehr der ganze Fokus auf dem Helfer- der Helfer (=Opfer) hat die selbe "Funktion" wie beim Rvw.

Das "Auslösen der Anzeige" beim Verbeller, und das "Auslösen der Handlungskette" beim Rvw.

Ja, ich stimme Dir aber zu, wenn man diesen Weg gehen will, sollte man sich eine Staffel suchen, die das seit längerem macht und auch schon mehrere Hunde erfolgreich geprüft hat.

Verschiedene Workshops und Seminare zu besuchen ist dann quasi schon ein "Must-have".

Lg

Tanja

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wir haben auch einen geprüften Bringsler

Das ist ein Labrador der überhaupt nicht gebellt hat.

Wir haben mit Freiverweis begonnen, aber eine Anzeige durch Bellen beim Hundeführer war ja nicht möglich, ein Anspringen den HF als Anzeige "moche" der Hund nicht.

Hat er uns gezeigt, indem er beim Zurückkommen zum HF immer langsamer wurde und sich alle möglichen Ablenkungen einfalle ließ.

Beim Umstieg auf Bringsel war das zurücktrödeln innerhalb weniger Wochen weg - die Anzeigen sind klar uns sauber.

Lass dich nicht verunsichern, jede Anzegenart hat Vor- aber auch Nachteile.

Wichtig ist es aber schon, daß du jemand (Ausbilder) zur Seite hast, der weiß um was es geht

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Wichtig ist es aber schon, daß du jemand (Ausbilder) zur Seite hast, der weiß um was es geht

GENAU! Das sehe ich auch so. Ohne wirds nicht klappen. Erfahrungen in diesem Bereich sind zwingend notwendig.

Lg

Tanja

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