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Crispis

Was darf ein Welpe (nicht)?

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Habe gerade mal im Internet gestoebert und gelesen, dass Welpen gar keine Treppen laufen duerfen bis zum 1. Jahr oder laenger, null Springen, kurze Spaziergaenge, auch keine Zerrspiele.... etc etc

Wenn man das so liest wird mir ganz anders.....da hat man das Gefuuehl jja alles falsch zu machen :(

Meine Kleine ist jetzt fast 5 Monate (am 03.01). Wegen den fehlenden Impfungen durfte sie erst ab Mitte/Ende November erstmalig auf die Strasse, war also so 3 1/2 Monate alt. Ich weiss, man sagt pro lebensmonat 5min laufen, hier in der Stadt ist das aber etwas scwierig weil in 15 Minuten steh ich immer noch auf der Hauptstrasse ;) Brauchen so ca 15min bis zur Gruenflaeche, da rennt und tobt sie dann auch iel und hat ihren Spass. Also strammes Gehen ist das natuerlich nicht. Mittlerweile bleiben wir aber ca 2 Stunden auf der Gruenflaeche, atuerlich auch viel liegen, Stoeckchen kauen etc......und auch nur max. einmal am Tag, also nicht dreimal am Tag.

Das Springen.....ja ja, sie springt gerne an mir hoch, stellt sich am Bett auf die Hinterbeine wenn sie hoch moechte (sie kommt nicht alleine drauf) und springt atuerlich auch beim Spielen und Toben mit Hunden herum......

Das liebe Treppensteigen.....frueher hatte sie Angst vor den Stufen, nun steigt sie pro Tag im Schnitt zwei bis dreimal die Treppe (ca 16 Stufen) und ich bin froh, dass sie sich das endlich traut

Am Wochenende sind wir einen Berg hochgestiegen und haben sie mitgeommen, da musste man eher Felsen hochsteigen, im Prinzip her ja die gleiche Bewegung wie beim Treppensteigen. Mir war klar, dass das nicht ideal war, aber bevor ich sie lange in einem fremden Hotel alleine lasse haben wir sie mitgenommen und sie hatte natuerlich einen riesigen Spass dabei.....gebe zu, das war vllt etwasv"viel", aber denke mir einmal kann ja nicht so sehr schaden....?!?

Nachdem ich nun im Internet gelesen habe, dass der Welpe im Prinzip nichts darf hier meine Frage: Muss man das wirklich so komsequent durchziehen? Den Welpen bis zum 1. Lebensjahr quasi in Watte packen und nur ueber jegliche Hindernisse heben? Kann ein Welpe nicht selbst einschaetzen, wenns "zu viel" wird. Beim Toben mit anderen Hunden legt sie sich hin bzw kommt zu mir, wenn sie muede ist. Sie setzt dem Spiel somit selbst ein Ende.

Was darf also ein Welpe bzw darf er nicht und was ist einfach "uebertrieben"?

Es sind immerhin kleine lebede Energiebuendel...wuerde ich mit Nala po Tag 20min unterwegs sein......sie wuerde mir hier hier zu Hause die Waende hochgehen. Sie braucht das Toben und Rennen. Wenn sie nicht mit Hunden spielen kann, krieg ich sie mit reinen Baellchen spielen gar nicht muede.

Und wenn der Welpe eigentlich nichts darf, wie kriegt man das bei solchen Energiebuendeln durchgesetzt?

Interessiert mich wirklich...wenn man da so Beitraege im Internet liest hat man das Gefuehl alles falsch gemacht zu haben ;)

Hier In Mexiko hat wohl scheinbar noch niemand was davon gehoert. Hier laufen die welpen auch schon neben dem Fahrrad und machen 2 std Maersche mit. Ob die dann im Alter alle HD haben werden?! Oder sind "wir" in Deutschland ggfs uebervorsichtig?

euure Meinungen und Erfahrungen interessieren mich sehr. wie habt ihr das gehandhabt? Freu mich auf eine Diskussion zu dem Thema :)

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Ich bin mit meinem als er hier mit 6 Monaten einzog auch länger gelaufen als 5 Minuten pro Monat.. die "Regel" kannte ich da noch nicht mal :Oo

Das mit dem Treppensteigen war mir bekannt.. ich hab in meiner Wohnung von eigener Haustür zum Wohnbereich rauf auch eine Treppe mit paar mehr Stufen.. da habe ich ihn getragen.. aber auch nicht lange, nur die ersten Tage/Wochen..

Zum Einen hatte er bei ungewohnten Berührungen extreme Angst.. (kommt aus schlechter Haltung) und pinktelte nur so vor sich hin sobald ich ihn hochheben wollte (der Ansatz der "Umarmung" hat da schon gereicht).. und zum Anderen war er auch einfach zu schwer mit der Zeit.. wobei mich das rumpinkeln mehr gestört hat. :kaffee:

Also lies ich ihn einfach die Treppen laufen.. zeigte es ihm indem ich ihn in sein Geschirr packte, oben festhielt und mit ihm Seite an Seite die Treppen runter lief.. seitdem macht er das auch von sich aus und alles war gut.

Springen.. nunja.. er ist noch nie großartig umhergesprungen.. aber er ist jetzt auch nicht klein und konnte über "normale" Hindernisse so weg laufen.. auch sprang er nie die Beine hoch etc.

Welpen-/Junghundtypisches herumalbern zähle ich mal nicht zum springen hinzu.. zumindest nicht nach den Erfahrungen mit Balou.

Probleme hat er dadurch bisher keine - und ich hoffe dass dies so bleibt :)

:winken:

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Wichtig ist, dass es nicht mehr Bewegung ist, als der Welpe selbst anbietet und im vom Hund vorgegebenen Tempo. Und: Der Hund muss aufgewärmt sein, also am besten ganztägige Bewegung nach Wahl. Welpen spielen - wenn sie im Familienverband verbleiben - sehr viel, schlafen aber auch viel. Die Bewegungsphasen sind dabei über den ganzen Tag und teils auch die Nacht verteilt. Damit sind sie ausgelastet und springen nicht - mit kalten Muskeln - überdreht los, weil sich ihr Bewegungsbedürfnis aufgestaut hat.

Wenn man das in etwa nachstellen kann, ist alles ok. Was schadet, ist die exzessive Bewegung am Stück bei 23 Stunden Ruhe und das Losspringen mit kalten Muskeln, weil das zu Zerrungen und Schäden an den Gelenken führen kann, weil die nicht richtig gehalten werden.

Die Empfehlung der massiven Bewegungseinschränkung kommt aus der HD-"Prophylaxe": Hunde, die sich nicht bewegen dürfen, bekommen auch keine HD, vorerst zumindest. Aber gesund ist das deswegen noch lange nicht.

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Meine Hunde bewegen sich erheblich mehr, als 5 Minuten pro Lebensmonat. Sie laufen ab 5 Monaten die Treppen, aber langsam, ohne zu rennen oder zu springen. Spielen mit anderen so viel sie wollen.

HD ist ein erblich bedingter Defekt. Hat der Hund HD, ist es natuerlich sinnvoll, vieles zu vermeiden. Das weiß man aber erst mit einem Jahr.

Ich lasse immer vorroentgen, mit 6 Monaten. Schwere HD erkennt man auch da schon. Mit 14 Monaten lasse ich dann nochmal Roentgen.

Keiner meiner Hunde hatte je HD, von daher gab es keine Probleme.

Ich finde eher psychisch wichtig, den jungen Hund relativ ruhig großzuziehen, damit man keinen Bewegungsjunkie bekommt. Deshalb wird bei mir ausschließlich draußen gespielt oder sonstiges unternommen.

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Zwei Anmerkungen:

Vorröntgen macht nur Sinn, wenn auch Stressaufnahmen gemacht werden.

HD kann auch von zwei HD-freien Eltern vererbt werden. Um sicher zu gehen, müssten auch alle Geschwister geröntgt werden und so eines davon HD hat, alle von der Zucht ausgeschlossen werden, da HD ein mulrtifaktorielles Geschehen ist, an dem u.a. mehrere Schadgene beteiligt sind, die erst ab einer gewissen "Anhäufung" zu sichtbaren Schäden am Gelenk führen.

Über das normale Maß hin "hochfahren" kann man nur Hunde, die dafür prädesntriniert sind: Border, z.B.. Einen Leonberger wird man dazu eher nicht bringen ;)

Ich plädiere daher dafür, die Hunde so normal wie möglich groß werden zu lassen, da sie dann einfach sozial sicher, ausgeglichen und freundlich werden. Mit einem Hund, der das nichts ist, wird man mehr Probleme und einen größeren Verlust an Lebensqualität - für Mensch UND Hund - haben als bei einem Hund mit - evtl. - leichter HD. Außerdem ist eine starke Bemuskelung ein Schutz vor zu viel Lockerheit in den Gelenken.

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Guten Morgen....

Als prinzipiell überforsichtig würde ich das nicht sehen. Ich würde es auch nicht als "festgeschriebenes Gesetz" sehen, allerdings als richtungsweisend.

Wie ich alles im totalen Detail bei Luke gemacht habe, weiß ich nicht mehr- ist auch schon über 11 Jahre her.

Die Treppen habe ich ihn lange getragen, das weiß ich noch.

Jack haben wir auch fast das erste Jahr vollständig die Treppen getragen, was ich auch als sinnvoll erachte, genauso wie das Springen (gerade von Erhöhungen herunter).

Bei der Bewegung, nunja. Es ist halt auch so, "was" möchte man später haben?

Jack kam hier an und hätte sich am liebsten nur beschäftigt, gelaufen, gerannt, gespielt. In diesen Zwerg Ruhe rein zu bringen, also dass er auch wirklich mal entspannt, war viel schwieriger, als ihn zum Bewegen zu animieren.

Bei der "5 Minuten Regel" geht es mM nach weniger um die körperliche Bewegung an sich, sondern eher um eine Überforderung, die man auch nicht sofort und unmittelbar erkennt.

Zusätzlich halt auch darum, dass der Hund dann auch später einfach "noch mehr" einfordern wird und da ist halt die Frage, kann und will ich das meinem Hund bieten.

Für Jack ist ein "normaler" Tag immer noch sehr, sehr anstrengend. Er hat auch früh sehr viel an Bewegung und "Action" bekommen und das merkt man massiv.

Zum Thema "Krankheiten":

Es geht ja nicht nur um die HD, sondern auch um andere Dinge: ED, überlastung der Gelenke, dadurch früherer und schnellerer Gelenkverschleiß, früher eintretende Arthrose etc.

Gerade bei so Dingen, wie Fahrrad fahren, Springen und Treppensteigen bin ich da schon sehr vorsichtig gewesen, denn auch eine HD oder ED ist nicht ausschließlich erbbedingt.

Bei Jack hatten wir vor einem Jahr den Verdacht auf FPC- also ED. Gerade eine FPC kann fix durch Überbelastung entstehen.

In der Zeit des "Wartens" hab ich wirklich gezittert und mir enorme Vorwürfe gemacht.

GsD hatte es sich als Knochenhautentzündung heraus gestellt- auch nicht schön, aber keine bleibenden Schäden.

Unterm Strich sehe ich diese "Regeln" schon als sinnvoll und habe mich auch im großen und ganzen daran gehalten.

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Unsere Jacki war schon gute 4 Monate alt und ca. 14 Kilo schwer als wir sie bekamen. Die war von Anfang an tagsüber mit Männe auf dem Pferdehof, konnte sich also nach Gusto bewegen, Spaziergänge fielen anfangs auch schmal aus und wir haben das langsam gesteigert.

Getragen haben wir Jacki die Treppen nie (weil zu schwer), allerdings würde ich es vermeiden, die Treppen zu oft runterlaufen zu lassen. Rauf ist gar nicht so das Problem bei einem (schon) größeren Hund, finde ich.

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... dass Welpen gar keine Treppen laufen duerfen bis zum 1. Jahr oder laenger, null Springen, kurze Spaziergaenge, auch keine Zerrspiele.... etc etc

....

Ein Hund wird ab dem 5 Monat zu den Junghunden gezählt.

'Keine Treppen, nicht Springen, nicht am Fahrrad, keine Zerrspiele....usw' stimmt, wenn man 'regelmäßig' einfügt.

Welpen und Junhunde dürfen schon ein paar Treppen laufen oder mal springen. Es geht darum, dass man das kontrolliert und nur in Maßen zulässt.

Am vorsichtigen und langsamen Treppen laufen kann schon ein Welpe lernen, dass er auch Hinterpfoten hat, die er einzeln setzen kann. Immer gut, wenn man einen Welpen und Junghund dabei an der Leine, am besten mit Geschirr hat um ihm zu helfen. Hoch geht es meist besser als runter. Ich lasse meine (jetzt auch 5 Monate) Treppen ab und an hoch laufen, trage sie aber runter, wenn es mehr als 4 sind.

Wer es schafft seinen Junghund völlig vom springen abzuhalten hat entweder eine Valium auf vier Beinen oder benutzt Gewichte an den Pfoten. Auch hier gilt: vor allem keine regelmäßigen Sprünge, das schließt z.B. ernsthaftes Agility aus. Wobei ich aber z.B. mit meiner immer mal unter Aufsicht über eine kleine Wippe laufe, über einen Balken der auf dem Boden liegt 'springe' oder mit ihr Slalom durch sehr weit gesteckte Stäbe gehe. Wichtiger als das finde ich allerdings das spielerischer Erkunden von z.B. unterschiedlichen Untergründen (Metallplatten, Plastikplanen, Holzbohlen,...)

Und klar kann man schon seinen Welpen mit dem Fahrrad vertraut machen. Am Anfang neben her gehen lassen und das Fahrrad schieben, dann mit einem Bein auf dem Pedal und dann auch mal 10m fahren. Auch hier geht es darum: keine langen, monotonen Fahrradtouren.

Das gilt imo auch für Spaziergänge. Immer mal Pausen, nichts erzwingen und im Umgang mit dem Hund eher für Ruhe und Entspannung sorgen als für Aufregung. Die '5Minuten-Regel' habe ich nur die ersten 4 Wochen eingehalten, wobei ich die erste Woche den Garten so gut wie gar nicht verlassen habe.

Ich spiel auch mal ein 'Zerrspiel', dabei achte ich darauf, dass die eingesetzte Kraft sehr gering bleibt. Übrigens ist das eine gute Übung um das Kommando 'AUS' spielerisch zu üben. Lässt Hundi das Spielzeug los gibt's Lob und evt. was Leckeres. Auch hier gilt aber: nicht zu wild, nur kurz und auf jeden Fall kontrolliert.

Wenn man das beherzigt kann man meiner Meinung nach mit einem Welpen und Junghund fast alles machen

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Dolby, schön geschrieben.

Das ist doch der Punkt - Gratwanderung zwischen Anforderung und Überforderung.

Statt Fahrrad hatten wir das mit dem Pferd - langsames Aufbauen/Training und nicht gleich Gewaltritte/-märsche/-touren.

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Wir haben das Glück, das Wiese, Park und Garten direkt, aber wirklich DIREKT vor'm Haus sind. Dadurch gehen wir nur einmal am Tag kurz an der Straße spazieren und die anderen Male gehen wir eben auf die Wiese, mal mit Leine, mal ohne. Eigentlich sind es selten mehr als 10-15 Minuten am Stück. Einen "richtigen" Spaziergang haben wir bis jetzt nur einmal (gestern) gemacht. Wenn er nicht mehr mag, gehen wir sofort wieder rein. Wenn wir aber wieder bei uns zu Hause sind (sind gerade bei meiner Mama), ist die Wiese auch ein paar hundert Meter weiter weg. Mal sehen, wie sich das dann einspielt. Notfalls trage ich ihn immer, wenn er nicht mehr mag und habe auch seine Decke dabei, falls es zu kalt ist und ich ihn einwickeln muss. Das geht aber auch nicht ewig, ich will ihn ja nicht an das Tragen gewöhnen und über längere Strecken schaffe ich das bald auch schon nicht mehr :D

Treppen lassen wir ihn auch nicht steigen und ich werde ihn tragen, solange ich es kann. Da wir Hochparterre wohnen, geht das hoffentlich lange Zeit gut.

Springen versuchen wir zu unterbinden, aber da kommt es bei uns eh nur bei Couch und Bett zu. Wenn er rauf will, steht er davor, er schafft das noch nicht alleine. Wir heben ihn dann. Runter ist er uns leider schonmal gesprungen, aber wir haben ihm jetzt eine "Rampe" aus Kissen gebaut und hoffen, dass er die benutzt :D

Ich hab kein Fahrrad, daher kann ich da nichts zu sagen :D

Aber die Junghunde meiner Freunde gehen alle auch längere Spaziergänge als 5 Minuten pro Lebenswoche..

Für mich ist es am wichtigsten, dass Finn zwar ausgelastet ist, aber nicht so ausgepowert, dass er zusammenklappt. Mit ein bisschen toben auf der Wiese und spielen im Haus klappt das bis jetzt sehr gut :) Ziehspiele mache wir auch, aber nur gaaanz zaghaft. Der hat selber auch noch gar keine Kraft ;)

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