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Hundeforum Der Hund
Canin.de

Tagesseminar "Leinenführigkeit" I mit dem Rudelordnungsprinzip + Deggendorf/Niederbayern + 19.01.13

Empfohlene Beiträge

[lh]

Veranstalter: www.Canin.de - artgerechte Hundeerziehung

Anschrift: Raum 94469 Deggendorf

Kontaktinfo: siehe www.Canin.de

Datum: 19.01.2013

Beginn: 09:00

Preis: 78,-

Anmeldeschluss: 12.01.2013

Website: www.Canin.de

[/lh]Weitere Informationen:

siehe http://canin.de/leinenfuehrigkeit.htm

Inhalt des Seminars

Vermittlung der Leinenführigkeit im Sinne einer losen Folge an der Leine als Vorstufe zum "Fuß" u.a. über die Impulstechnik nach Hollatz.

Es wird im Seminar erklärt:

Leineziehen gilt nicht (wir wollen das nicht!) und

Leineziehen bringt nichts (ohne mich kommt der Hund nirgendwohin!)

Ziele des Seminars:

Vermeidung des Leinenzugs und Gehen an der lockeren Leine.

Teilnahmegebühr: 78,- € incl. 19% MwSt

Achtung: Anmeldungen bitte nur per eMail oder Telefon (siehe www.Canin.de).

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      Hallo zusammen,

      inzwischen läuft unser Sammy gut an der Leine. Hat auch lange genug gedauert.
      Nun wollen wir mit anderen Hunden spazieren gehen, an der Leine, bzw. haben schon einige Versuche gestartet. Das Problem ist, dass der Hund dann, in Gegenwart anderer Hunde, wieder zieht, wie ein Stier und auch nach 2 Stunden nicht aufhört!

      Social Walks haben wir versucht, jeweils 2 Stunden, keine Chance. Nach 1 Stunde Freilauf und Toben und richtig Action an die Leine und mit zwei seiner Freundinnen auch nur 10 Meter gesittet laufen, keine Chance, AUßER  unser Nachbar nimmt seine Hündin und Sammy zusammen, das klappt einigermaßen. Dafür fehlt mir aber die Kraft und der Zweithund  und nein, ich schaffe mir keinen an.

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    • Leinenführigkeit ist verflixt anstrengend!

      Zur Zeit übe ich mit Laika , 14,5 Jahre, ganz intensiv Leinenführigkeit, ununterbrochen, bei jedem Gang , bei dem die Leine dran ist. Sie wird ja auch immer dementer und verschnüffelt sich auch gedankenverloren mal vom Gehweg auf die Strasse runter, deshalb geht ohne Leine neben Strassen gar nicht mehr. Da sie zu geschätzten 95%taub geworden ist und nun auch noch die Sehkraft merklich nachlässt, ist mir eine wirklich korrekte Leinenführigkeit sehr wichtig, damits nicht zu ungewollten Rucken kommt,welche sie zusätzlich verunsichern. Die Restgeräusche, die sie noch wahrnimmt, kann sie nicht mehr zuordnen und auch optische Reize fallen ihr immer schwerer, sie auf Distanz genau zu erkennen. So wird jeder Spaziergang dort, wo sich "viel rührt"  immer mehr zum verunsichernden Faktor für sie und sie neigt dann dazu,  nur noch Umwelt meidend hinter mir zu schleichen und sich hilflos auf mich zu fixieren, was aber dann verhindert, dass sie sich unbefangen mit den Reizen auseinandersetzen könnte. Das ist dann ein Bild des Jammers. Wenn immer möglich, fahren wir ins freie Gelände, wo sie offline laufen kann. Da mäuselt sie mit Nicky fröhlich mit , läuft auch unbefangen voraus - aber immer geht das halt nicht , vor allem, weil ich inzwischen fast nur noch einzeln laufe, damit jeder sein eigenes Tempo haben kann, das er braucht. Und sie ist nunmal nicht mehr so fit wie der Krümel.   Also dachte ich mir, mit perfekter Leinenführigkeit kann ich ihr mehr Sicherheit bieten und damit auch ein klein wenig mehr Freude, auch auf angeleinten Spaziergängen.   Ich sag Euch was: Leinenführig zu sein ist mega-hammer-anstrengend!!!!! Da sie sowieso meist innerhalb eines 3 Meter Radius um mich rum bleibt (ausser beim Mäuseln), ziehen wir nun immer mit gaaanz leichter 3 Meter Leine los, die sie kaum spürt.  Wir gehen erst los, wen sie soweit ist und ich und ich schaue akribisch darauf, die richtige Position einzuhalten.   Aaaalso, das sieht so aus: Ich gehe ganz knapp hinter ihr los, wenn sie los geht und bleibe genau in dem Bereich.  Estwas eitlich versetzt, hinter ihr, sodass sie problemlos auch vorne kreuzen kann, ohne die Leine zu spüren. Sie überprüft ob ich noch da bin, immer mal wiedr  mit einer minimalen seitlichen Kopfbewegung und für sie ist das dann, wenn sie mal gespannt hat, dass das zuverlässig ausgeführt wird, ein ganz wesentlicher Sicherheitsfaktor, sodass sie wieder anfängt mit locker schwingender Rute vorne dran zu traben, spontan zu interessanten Schnüffelstellen abzubiegen, mal stehen zu bleiben und nur zu gucken und zu horchen, auch mal umzudrehen, weil sie ne interessante Schnüffelstelle überlaufen hat usw.   Aber ich sag Euch was: Das erfordert so ne Menge an Konzentration und Selbstbeherrschung, auch achten auf die Körpersprache, um nicht störende, unbewusste Signale zu geben, das ist der Hammer! Es ist aber schön, zu erleben, wie sie das annimmt und wieder lieber auch an der Leine durch die Siedlung schlendert, so als wäre sie frei, weil die Leine niemals auf Spannung kommt, nie stoppend oder mitziehend ruckt und sie dabei ungestört in ihrer Ömmiwelt versinken kann. Wenn sie mich braucht, weil irgendwas sie trotzdem verunsichert, kommt sie nahe neben mich und bleibt stehen. Ich dann auch und wir gucken, so lange, bis sie mich mit aufgestellten, statt angeklappten Ohren anguckt: "Ich bin soweit,Du auch?" und dann setzen wir uns beide wieder in Bewegung. Sie vorne dran. Wenn ich wirklich ein Signal geben muss, zB. zum Stehenbleiben, weil von hinten ein Fahrrad kommt oder ähnliche Situationen auftauchen, reicht ein sanftes ausstreichen der Leine, das sie spürt und sofort guckt sie um und stoppt. Sie war sehr ausgeprägt Angsthund, als sie bei mir einzog und mit der Demenz scheinen allte Ängste wieder hochzukommen und zusätzlich das Nachlassen der Sinne machts nicht leichter. Aber wo ein Wille, da ein Weg - und den gehen wir nun, wenn wir nicht fortfahren können - auf diese Weise gemeinsam weiter.   Da wird mir erst nochmal deutlicher bewusst, was wir von unseren Hunden verlangen, wenn wir sie leinenführig haben möchten. Nicht rucken, nicht ziehen, immer auf den Menschen achten, wann der stehenbleibt, abbiegt, umdreht usw.......................echt heftig!   Danke allen meinen Hunden, die diese Leistung im Miteinander erbracht haben, oder sich zumindest echt bemühten!      

      in Plauderecke


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