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Hundeforum Der Hund
jin

3 jähriger Ridgeback Rüde aggressiv zu anderen Hunden

Empfohlene Beiträge

Hallo, ich habe einen 3 jährigen nicht kastrierten Ridgeback Rüden. Zu Hause ist er kaum zu bemerken, er liegt meisstens und auch wenn Besuch kommt wird dieser kurz "begrüßt" und dann legt er sich zurück auf seinen Platz. Er hat verschiedenes Spielzeug, an dem er aber kaum Interesse zeigt. Das Problem ist folgendes. Sobald ich mit Ihm spazieren gehe und wir auf einen anderen Hund treffen ist es egal ob Rüde oder Hündin, ob kastiert oder nicht. Er springt sofort nach vorne und bellt. Ab und zu knurrt er dabei. Es gibt Hunde, an denen können wir problemlos vorbei gehen ohne das er einen Laut von sich gibt. Wird er dann aber vom anderen Hund angebellt geht das Spiel von vorne los. Läuft er ohne Leine und wir treffen auf einen anderen Hund passiert folgendes. Er läuft sofort hin, immer mit aufgestelltem Kamm, dann kommt es darauf an, wie sich der andere Hund verhält. Merkt er, dass er überlegen ist, zeigt er es klar und deutlich und wird auch schonmal etwas forscher, spielt jedoch auch mit dem anderen Hund. Ist jedoch der andere Hund dominant, läuft er weg und bekommt regelrecht Panik. Ich traue mich kaum, ihn von der Leine zu lassen, weil ich nie weiß, wie er reagiert bzw. ich selbst Ihn schlecht einschätzen kann. Das spazieren gehen wird also zur Tortur. Ich habe meinen Hund als Welpen bekommen und kann gar nicht genau sagen, wann dieses Verhalten angefangen hat. Da ich die ersten zwei Jahre, auf Grund einer längeren krankheit, selbst kaum mit Ihm sopazieren war. Zu der Zeit ging mein damaliger Freund mit Ihm. Ich versuche Ihn so gut wie möglich abzulenken,wenn wir auf einen anderen Hund treffen. Da Ihn an Spielzeug aber kaum etwas interessiert (auch Leckerchen nicht) ist es immer schwer. Wenn ich die Möglichkeit habe weiche ich anderen Hunden aus. Ich war bis jetzt in einer Hundeschule, bin aber ziemlich demotiviert vom Platz gegangen, da ich ihn dort auf Grund der anderen Hunde gar nicht mehr unter Kontrolle bekam und auch niemand da war, der mir wirklich sagen konnte was ich tun soll. Da er mit seinen ca 54 Kg zeimliche Kraft hat, habe ich oft Angst, Ihn nicht mehr halten zu können. Er hat noch nie einen anderen Hund gebissen. Hunde, die er kennt und mag können so ziemlich alles mit Ihm machen. Meine Schwester hat eine Rhodesian Ridgeback Hündin, die allerdings 11 Jahre alt ist. Vor dieser kuscht er immer! In Ihrer Wohnung, sogar in meiner Wohnung weicht er Ihr aus. Sobald wir aber auf dem Feld sind ist er ausser Rand und Band und versucht ununterbrochen sie zum Spielen aufzufordern. Ich habe auch zwei Katzen, die Ihn wie ich sage, voll unter Kontrolle haben. Ansonsten ist er sehr schreckhaft, hat vor vielem Angst. Sobald es knallt versucht er mir auf den Schoß zu springen und weicht mir nicht von der Seite.

Vielleicht kann mir jemand einen guten Hundetrainer im Raum Köln empfehlen oder hat einen Tip, was ich versuchen könnte.

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Hallo jin,

willkommen hier! :)

Hallo, ich habe einen 3 jährigen nicht kastrierten Ridgeback Rüden. Zu Hause ist er kaum zu bemerken, er liegt meisstens und auch wenn Besuch kommt wird dieser kurz "begrüßt" und dann legt er sich zurück auf seinen Platz.

Dann ist er jetzt wirklich erwachsen. Als erstes die Frage: Ist er gesund? Wie hoch ist sein Herzschlag? Fell, Augen, Knochen... alles ok?

Wenn der Rüde gesund ist die zweite Frage: Wie lastest du ihn aus?

Also wie genau gehst du Spazieren? Ist sein Grundgehorsam gut? Wie ist die Beziehung zu dir? Akzeptiert er dich als seine 'Leitung'?

In einem Fall tut er das ja auf jeden Fall nicht:

...Er springt sofort nach vorne und bellt. Ab und zu knurrt er dabei.

Hunde 'checken' sich schon ab, da haben wir sie oft noch gar nicht gesehen. Sie riechen wesentlich besser und haben ein gutes Auge für die Körperhaltung des anderen Hundes.

Er läuft sofort hin, immer mit aufgestelltem Kamm,...

aufgestellter Kamm deutet auf Aufregung. Wie genau läuft er hin? Rute und Kopf hoch, Brust raus, gerade und direkt? oder eher leichten Bogen, Kopf und Rute etwas gesenkt? Wie stehen die Ohren?

... Merkt er, dass er überlegen ist, zeigt er es klar und deutlich und wird auch schonmal etwas forscher, spielt jedoch auch mit dem anderen Hund.

was heißt 'klar und deutlich'? lässt er sich beschnüffeln? schnüffelt er selbst? Bist du sicher, dass es dann 'Spiel' ist? Oder dominiert er immer? (Bei einem Spiel ist mal der eine und mal der andere 'Sieger')

Ist jedoch der andere Hund dominant, läuft er weg und bekommt regelrecht Panik.

wohin rennt er? zu dir? Wie verhältst du dich? hast du dann auch Panik? Nach der Beschreibung bis jetzt würde ich eher auf einen unsicheren Hund schließen, wenig Selbstbewusstsein, der denkt, dass er Situationen selbst regeln muss und dann lieber den Macker raus hängen lässt. Dass er wahrscheinlich blufft zeigt, dass er vor dominanten Hunden panisch weg rennt und es nicht auf eine Konfrontation an kommen laesst.

Ich traue mich kaum, ihn von der Leine zu lassen, weil ich nie weiß, wie er reagiert bzw. ich selbst Ihn schlecht einschätzen kann.

Ihn (erst mal) nicht von der Leine zu lassen ist richtig. Allerdings sind deine Gründe falsch. Die Leine ist zur Zeit deine einzige Möglichkeit auf ihn einzuwirken. Sie ist also fuer dich ein gutes Hilfsmittel. Allerdings musst du entspannt, zuversichtlich und selbstsicher sein und nicht selbst gequält, unsicher und panisch. Jeder Hund der euch begegnet muss für dich heißen: 'oh toll! eine Möglichkeit meine Leiterqualitäten unter Beweis zu stellen!'

...Da ich die ersten zwei Jahre, auf Grund einer längeren krankheit, selbst kaum mit Ihm sopazieren war.

Hier kann das Problem liegen

Ich versuche Ihn so gut wie möglich abzulenken,wenn wir auf einen anderen Hund treffen.

Erstmal ist beim 'ablenken' das Timing sehr wichtig. Wahrscheinlich fängst du damit zu spät an. Ausserdem geht es wahrscheinlich bei euch beiden eher um eine unzureichende Basis. Dein Hund 'meint' er muss die Situationen selbst regeln, weil er dir das nicht zutraut. Das heißt für dich, bevor du irgendwas anders machst musst du deine Leitungsqualitäten verbessern. Das muss aber 24/7 passieren und nicht nur auf dem Spaziergang wenn ein anderer Hund auftaucht.

...Ich habe auch zwei Katzen, die Ihn ... voll unter Kontrolle haben. ...

Wenn deine Katzen das schaffen kannst du das auch schaffen.

Beschreibe mal wie du ihn fütterst, wie du mit ihm raus gehst, wie du den Spaziergang gestaltest, usw.

Ein guter Hundetrainer der dir in dieser Hinsicht Unterstützung bietet hilft dir sicher mehr als eine Hundeschule. Um Sitz, Platz und Bleib geht es imo da erst mal nicht. Da bekommst du sicher noch gute Adressen.

Erfolg. dolby

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Originalbeitrag

Vielleicht kann mir jemand einen guten Hundetrainer im Raum Köln empfehlen

Hier, absolut zu empfehlen - click

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ich finds ja immer schade, wenn sich jemand (in diesem Fall Dolby und Junimond)

die Mühe macht auf eine Frage so ausführlich und gut verständlich zu antworten

und dann vom TE keinerlei Reaktion mehr kommt.....der war seit der Threaderstellung

nicht mehr hier.....

aber vielleicht kommt da ja noch was?

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Hallo Dolby,hallo Junimond

vielen Dank für Eure Mühe.

Zu all dem Stress, den Joe und ich miteinander haben,mussten wir umziehen.Deshalb kommt meine Antwort leider erst jetzt.

Um all diese Fragen zu beantworten,habe ich beim spazieren gehen genau darauf geachtet.Man sieht zwar wie er sich verhält, aber ich habe bisher leider nie auf die komplette Haltung von Joe geachtet.

-Er ist gesund, das Fell ist ganz normal, jediglich die Augen sind öfter gerötet.Das hat er vom Welpenalter an. Ich gehe aber regelmässig deshalb zum Tierarzt(ich bin leider etwas übervorsichtig, da mein vorheriger Hund leider mit 1 jahr an einem "plötzlichen Herzversagen" gestorben ist). Also aus Tierärztlicher Sicht ist er gesund.

-Ich fahre morgens Fahrrad mit ihm, gehe mittags ca. 1 std mit ihm und eben abends nochmal 1,5 bis 2 std mit ihm auf`s Feld.

-ja,sein Gehorsam....Seitdem wir nun täglich trainieren klappt es immer besser. Vorher war es so, dass es funktionierte solange wir alleine waren,wurde er jedoch abgelenkt war alles ganz schnell vergessen und ich nicht mehr interessant.

Es wird aber langsam immer besser und man merkt,dass er in ganz kleinen Schritten zu bemerken scheint,dass ich da bin.

- Wenn er zu einem Hund läuft, hat er den Kopf leicht gesenkt, die Route hoch und läuft ziemlich direkt zum anderen Hund.

-Er beschnüffelt selbst und lässt sich auch beschnuppern,allerdings merkt man ihm an wie unangenehm ihm das ist.Er versucht sich zu drehen.Manchmal bleibt er dabei aber auch wie versteinert stehen.

-Es gibt Hunde,da kann ich ganz klar sagen,dass er spielt aber es gibt auch Hunde bei denen ich das Gefühl habe er versucht sie zu dominieren.

_kommt es dazu, dass er vor einem Hund "flüchtet rennt er erstmal ziellos los rum und kommt dann zu mir.Ich bleibe in solch einem Moment ruhig stehen und versuche ihn nicht anzufassen,weil ich denke,dass ich ihn sonst noch darin bestärke???

-Er ist allgemein sehr unsicher, das heisst, er hat vor so vielen Dingen Angst .Er geht bei lautem Knallen nicht vor die Tür. Donnert es oder ist ein Feuerwerk in der Nähe zittert er so, dass er sich kaum bewegen kann und folgt mir auf Schritt und Tritt duch die Wohnung,versucht sogar manchmal auf meinen Schoß zu klettern.Liegt ein Papier oder ein Kabel auf dem Boden steigt er nicht darüber.

-Er ist zudem sehr empfindlich und "heult" bei fast allem.Sind wir beim Tierarzt, was ebenfalls ein Akt ist und es wird nur das Stethoskop zum abhören angelegt,schreit er die ganze Praxis zusammen.Mache ich ihm die Pfoten sauber schreit er. Wenn ich in seine Ohren gucken möchte heult er.Hebe ich ein Bein an heult er ebenfalls.Wenn wir zu hause sind und ich in einem anderen Raum bin und die Tür nur angelehnt ist,so dass er sie jederzeit sufschupsen könnte , sitzt er davor und heult.

-Zum Thema Futter....Er frisst nicht wirklich viel.Stelle ich ihm morgens Futter hin.steht es oft abends noch da ohne das er es angerührt hat. Manchmal frisst er es auch direkt.Liegt eine "Hürde" au dem Weg zum Futter lässt er es direkt sein.

Leckerchen nimmt er eigentlich gar nicht.Damit kann ich ihn überhaupt nicht beeindrucken.Kaustangen,Schweineohren oder sonstiges lässt er einfach liegen.Ausser ein bisschen Wurst, woran er aber auch schnell das Interesse verliert gib es leider nichts, womit ich ihn belohnen könnte wenn wir trainieren. Er lässt sich sein Futter weg nehmen,sowohl mir als auch von den Katzen und dem Hund meiner Schwester, ohne eine Miene zu verziehen.

In unserer jetzigen Wohnung haben wir einen gorssen Garten, ich gehe täglich mit ihm in den Garten und öchte mit ihm spielen. Das heisst ich werfe ihm z.B einen Ball. Den holt er zwei dreimal bringt ihn mir aber nicht direkt und dann hat er schon keine Lust mehr und er! beendet das Spiel indem er sich vor die Haustüre stellt und stur wartet, dass ich ihn endlich wieder rein lasse.

-Zu Menschen ist er sehr lieb, doch vor Kindern hat er Angst. Er läuft sofort weg.Ist jemand etwas lauter oder streiten sich Leute in unserer Nähe zittert er und möchte nicht daran vorbei.

Ich könnte noch so viele Dinge aufzählen, die er nicht mag..

Lg Jin

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Mir kommt es so vor, als sei dein Hund EXTREM unsicher - in so gut wie allen normalen Lebenssituationen, es muss garnichts besonderes sein...

Dass er nicht/schlecht frißt kann mit dem andauernd erhöhten Streßpegel zusammenhängen.

Und ich lese raus, dass du ihn nicht sehr gut lesen kannst, dass du dir im Umgang mit ihm unsicher bist. Das ist eine Annahme aus dem was du geschrieben hast, kein Vorwurf :)

Ihr solltet an der Bindung und am Vertrauen arbeiten.

Und DU musst an deiner Führung arbeiten. DU musst ihm die Sicherheit geben, die er nicht hat, aber dringend braucht.

Nicht ablenken mit Leckerchen oder Spieli - sondern sicher und souverän führen.

Stell dir vor, DU hast Angst und bist unsicher... und jemand hält dir nen Gameboy oder so was vor die Nase... oder ein Eis... da hast du doch dann garkeinen Kopp für... so was ist einem doch völlig egal wenn man Angst hat.

Eine normale Hundeschulele kann helfen, kann aber auch überfordert sein mit eurem Problem. Ein normaler Kurs einmal in der Woche wird eure Alltagssituation nicht treffend und zielgenau behandeln können - auch wenn der/die TrainerIn gut ist.

Ihr müßt - so wie ich deine Schreibe lese - im Alltag ganz viel verändern, und euch sozusagen ganz neu aufstellen.

Der Link von Junimond ist ein guter Ansatz, oder mal ein, zwei Intensivtage bei Anita Balser www.hts.de oder Seminar bei www.mensch-hund-systeme.de

Auf diesen Intensivtagen/Seminaren klärt sich sehr vieles... das haben schon viele erlebt und danach wird einiges anders sein, weil DU weißt, was du wie anders machen kannst.

Wie machst du es denn mit trockenreiben wenn er naß ist? Wie meinst du das "er schreit" dann?

Ich kann mir das nur schwer vorstellen, dass der eigene Hund sich nicht anfassen läßt...

Läßt er sich auch nicht streicheln, kuschelt ihr nicht, kein Kontaktliegen?

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vielen Dank für Eure Mühe.

bitte ;)

-Ich fahre morgens Fahrrad mit ihm, gehe mittags ca. 1 std mit ihm und eben abends nochmal 1,5 bis 2 std mit ihm auf`s Feld.

Das ist viel. Du musst dir klar machen, dass das mit der körperlichen Auslastung auch ein Problem sein kann. Dein Hund wird jeden Tag fitter und braucht ständig mehr Training. Manchmal kann es sinnvoll sein, etwas weniger Zeit aber intensivere Beschäftigung zu investieren. Also etwas finden, was den Hund auch mental beansprucht, wo er lernen und nachdenken muss.

... Gehorsam....Seitdem wir nun täglich trainieren klappt es immer besser. ...

Das ist gut und entspricht der Erfahrung. Hunde lernen sehr stark Orts und Situationsgebunden. Daher muss ein Verhalten 'generalisiert' werden. Daher erst im Wohnzimmer ohne Ablenkung, dann in der Küche, dem Garten, vor der Tür ohne Ablenkung, vor der Tür mit leichter Ablenkung, auf der Wiese ohne Ablenkung, ...usw. Bis es überall und unter allen Umständen klappt

Wenn er zu einem Hund läuft, hat er den Kopf leicht gesenkt, die Route hoch und läuft ziemlich direkt zum anderen Hund.

Hört sich ehre nach "Ich bin hier der Boss" gemischt mit 'wenig souverän'

Er beschnüffelt selbst und lässt sich auch beschnuppern,allerdings merkt man ihm an wie unangenehm ihm das ist.Er versucht sich zu drehen.Manchmal bleibt er dabei aber auch wie versteinert stehen.

dito

_kommt es dazu, dass er vor einem Hund "flüchtet rennt er erstmal ziellos los rum und kommt dann zu mir.Ich bleibe in solch einem Moment ruhig stehen und versuche ihn nicht anzufassen,weil ich denke,dass ich ihn sonst noch darin bestärke???

was heißt 'flüchtet' Solche Situationen sind ohne es gesehen zu haben schwer einzuschätzen. Da wäre ein guter Trainer schon nicht schlecht.

Er ist allgemein sehr unsicher, das heisst, er hat vor so vielen Dingen Angst .Er geht bei lautem Knallen nicht vor die Tür. Donnert es oder ist ein Feuerwerk in der Nähe zittert er so, dass er sich kaum bewegen kann und folgt mir auf Schritt und Tritt duch die Wohnung,versucht sogar manchmal auf meinen Schoß zu klettern.Liegt ein Papier oder ein Kabel auf dem Boden steigt er nicht darüber.

Hier heisst es mit viel Geduld den Hund an so viel wie möglich Dinge heranzuführen und zu zeigen, dass er keine Angst zu haben braucht. Du kannst solche Dinge iniziieren, z.B. Kabel auf den Boden legen und mit dem Hund daneben 'Sitz', 'Platz', 'Komm' üben. Nach einer Weile untersuchst du mit ihm zusammen die Kabel, 'zeigst' ihm, dass alles in Ordnung ist, usw. Das gleiche mit anderen Situationen. Nicht meiden, sondern eher sogar suchen.

Er ist zudem sehr empfindlich und "heult" bei fast allem.Sind wir beim Tierarzt, was ebenfalls ein Akt ist und es wird nur das Stethoskop zum abhören angelegt,schreit er die ganze Praxis zusammen...

Hier gilt das gleiche, so oft wie möglich an unterschiedlichen Orten machen und mit positivem Feedback verbinden. Du darfst ihn nicht bedauern, aber musst mit Geduld darin begleiten etwas 'auszuhalten' Nur so kann er lernen, das das alles nicht so schlimm ist, ja sogar Spaß machen kann.

-Zum Thema Futter....Er frisst nicht wirklich viel.Stelle ich ihm morgens Futter hin.steht es oft abends noch da ohne das er es angerührt hat.

Du schriebst in deinem ersten Beitrag "Da er mit seinen ca 54 Kg zeimliche Kraft hat..." Das ist für einen Rigdeback ziemlich viel, soweit ich weiß. Er ist also nicht am verhungern oder? Futter sollte man übrigens nicht stehen lassen. 10 Minuten die Gelegenheit geben und dann geht's wieder weg, bis zur nächsten Mahlzeit, z.B. abends. Was fütterst du denn? Vielleicht mag er es nicht?

.... gib es leider nichts, womit ich ihn belohnen könnte wenn wir trainieren.

wie steht es mit Spielzeug? Streicheleinheiten? Verbalem Lob?

.. Das heisst ich werfe ihm z.B einen Ball. Den holt er zwei dreimal bringt ihn mir aber nicht direkt und dann hat er schon keine Lust mehr und er! beendet das Spiel

Dann wirfst du den Ball eben nur einmal. Hast du apportieren denn schon geübt? Im Wohnzimmer?

'Weiß' er denn, dass er dem Ball zurück bringen soll?

Hast du denn inzwischen schon mal einen Trainer kontaktiert?

Von allem abgesehen: lass mal die Schilddrüsenwerte von deinem Hund testen. Entzündungen des Auges können auch ein Symptom einer Unterfunktion sein. Das Verhalten würde auch passen - ständig hoher Stresslevel und daher sehr unsicher und schreckhaft, aber oft sehr ruhig zu Hause.

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_kommt es dazu' dass er vor einem Hund "flüchtet rennt er erstmal ziellos los rum und kommt dann zu mir.

Das könnte auch ein etwas planloses Beschwichtigungsverhalten sein.

Du sagst, du kannst ihn schlecht lesen - besorge dir doch mal

"calming signals - die Beschwichtigungssignale des Hundes" von Turid Rugaas.

Ersetzt sicher keinen Trainer, auch wirst du jemand kompetentes brauchen, der an deiner Seite steht und dir bei deinen Beobachtungen hilft und sie dir erklärt - aber wenn du über's Üben selber feststellst, was du siehst und bisher verpasst hast...fällt es dir wie Schuppen von den Augen ;)

Dein Hund ist unsicher, und es hört sich auch nach Unsicherheit in der Kommunikation mit anderen Hunden an.

Krankheitsbedingt hast du Einiges bei ihm verpasst - aber das ist nun Vergangenheit; du hast das Problem erkannt und kannst JETZT daran arbeiten.

Du wendest viel Zeit auf für deinen Hund, das gefällt mir!

Statt diese Zeit aber "nur" mit Spaziergängen zu belegen, könntest du einen KLEINEN Teil dieser Zeit dazu nutzen, ihn mit neuen Dingen bekannt zu machen, in kleinen Dosen und so, dass du ihn noch händeln kannst.

Z. B. mal ein kleines Stück an einer häufiger befahrenen Straße laufen, oder mal ein Freigehege besuchen, mal zu einem Industriegebiet gehen/fahren, wo auch mal ungewohnte Geräusche sind.

Motiviere deinen Hund in diesen Situationen, neugierig zu sein, mache ihn in kleinen Schritten "stark" - das fördert auch die Bindung und stärkt sein Selbstbewußtsein, aber auch sein Vertrauen in dich.

Hm...dieses "Fiepen" hört sich für mich so an, als hätte er dich damit ganz gut im Griff...da scheint sich irgendetwas verselbständigt zu haben...

Soll er eine angelehnte Türe aufschieben? Dann bringe ihm das als Lektion bei, hocke dich selber hinter die Türe, locke ihn mit deiner Hand, schiebe die Türe selber ein kleines Stückchen auf, lobe ihn wenn er sich selber traut mit der Nase/derPfote die Türe zu berühren...

Dieses Berühren lassen - hast du es schon mal mit Massieren versucht? Also sanfte, kreisende Bewegungen, zunächst an den Stellen wo er sich gerne ohne Anzeichen von Unwohlsein berühren lässt, dann nach und nach die Stellen mit einbeziehen, die ihm nicht so angenehm sind.

Diese Dinge kannst du jetzt sofort in Angriff nehmen - aber einen Trainer, der dich vor Ort betreut halte ich auch für unerlässlich!

Ich wünsche dir viel Erfolg!

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