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Hundeforum Der Hund
gast

Der Hund wildert - na und?

Empfohlene Beiträge

das ist jetzt eine ganz ernstgemeinte Frage.

Dass ein Hund sich und andere gefährden kann, wenn er wildert ist unbestritten. Auch dass er nicht wildern soll aus diesem Grund ist gar keine Frage.

Aber was mich schon seit vielen Jahren beschäftigt ist die Frage, warum er es aus Sicht des Wildes nicht sollte. Seit Urzeiten flüchten Beutetiere vor Beutegreifern. Das ist das natürlichste von der Welt. Klar, ein Hund ist nicht mehr pure Natur, aber die Flucht des Wildes ist doch nichts anderes, als das, was es seit Urzeiten tun muss um zu überleben. Ob sie jetzt vor einem Wolf oder einem Hund flüchten ist doch egal.

Das Wild wird beunruhigt. Doch nicht mehr als durch natürliche Beutegreifer. Gesunde, fitte Tiere erwischt ein Hund ohnehin nicht (Windhunde ausgenommen).

Was also ist so schlimm an einem wildernden Hund?

Mir sind durchaus die entsetzlichen Bilder bekannt von Wild, das vom Hund verletzt wurde. Ich kenne aber auch ähnliche Bilder von Wild, welches im Zuge der Jagdausübung verletzt wurde. Ersteres verboten, zweites erlaubt? Warum?

Nur zur Klarstellung: ich akzeptiere, dass ein Hund nicht wildern soll und ich dulde es auch nicht. Aber ich weiß eigentlich nicht genau warum (abgesehen von der Sicherheit).

Was ist soo schlimm am wildernden Hund?

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Als erstes würde ich sagen das mein Hund Zuhause gefüttert wird und aus dem Grunde nicht wildern muß.

Weil es für die gejagten Tieren der pure Stress ist.

Weil ich Angst habe das mein Hund bei so einer Aktion abgeschossen wird.

Lg Birgit

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Nun, ich kann hier nur für mich sprechen und für mich ist das einfach Zivilisationsbedingt.

Wir Menschen haben die wilden Tiere immer weiter zurück gedrängt, es besteht nur noch wenig Natur und Lebensraum.

Unsere Hunde sind domestiziert und degeneriert wie wir. Ich gehe auch nicht mehr mit der Keule in den Wald oder auf meine Nachbarn los, sondern bediene mich Maggi-Fix, meinem Vokabular oder zur Not eines Anwalts.

Aus diesem Grund leben auch unsere Hunde in der Situation, dass jagen nicht mehr nötig ist und für viele gar nicht mehr möglich. Ich möchte den wilden Tieren, die es noch gibt, ihr Unterholz gerne unberührt lassen. Das mag eine naive Ansicht sein, aber das ist mir egal. Mein Hund bekommt die Möglichkeit, seine Triebe anderweitig auszuleben und somit sehe ich einfach keine Notwendigkeit, ihn wildern zu lassen.

Was die "professionelle" Jagd betrifft, so ist es nicht mein Ding. Diejenigen, die sich dazu berufen fühlen, die Jagdhunde führen und ausbilden zu wollen, haben viel Arbeit vor sich, um zeitgemäße Mittel und Wege zu finden, mit Hilfe ihrer Hunde Wild zu pflegen. Von Jagden des jagens willen halte ich persönlich nichts, so wie andere keine Lust auf Agility haben.

Ich versuche, dieses Thema möglichst emotions- und wertfrei anzugehen.

LG Anja

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Hallo,

das Problem ist ja nicht nur der wildernde Hund. In der Natur wo es eben auch Raubtiere gibt, gibt es nur so viele, wie sich ernähren können. Beute und Beutegreifer haben ein relativ ausgewogenes Verhältniss.

Nun kommen wir daher, mit gut genährten Hunden unendlich viele und lassen sie planlos herum wildern. Abgesehen davon, das auch Windhunde nicht alles fangen, was sie verfolgen, wie viele Hunde könnten denn tatsächlich jagen? Ich meine verfolgen, auch einsehen das es nicht lohnt, und am Ende geziehlt stellen und töten?

Wieviele würden wohl just for fun Wild hetzen und es einfach nur verletzen? Und wann sollte das Wild wohl zur Ruhe kommen? Man überlege sich wie viele Hundehalter an einem Tag in so manchen Wald Spazieren gehen. Wenn jeder Hund der dabei ist, wildert dürfte das Wild bald auswandern. Blos wohin?

Ich hab gar nichts dagegen, wenn Hunde jagen, aber dann bitte auch die, die es können und das muß überprüft werden und auch nicht wann sie wollen. Selbst dann hätte man sich an Schonzeiten zu halten und nur eine begrenzte Anzahl von Tieren , die man jagen dürfte.

Man darf es ja, mit Jagdhund und Jagdschein, wenn auch keine Hetzjagden. Auch diese Hunde töten, nur haben sie das auch gelernt und Prüfungen abgelegt. So würde ich auch eine Hetzjagt befürworten. Denn da sehe ich keinen unterschied, es dürfte für das Wild keine Rolle spielen, ob es erst angeschossen und dann vom Hund gehetzt und getötet wird, oder gleich nur vom Hund gejagt. Ausser das es dann sogar entkommen kann.

Aber wildern , wer und wann immer man will? Ganz klar Nein.

Gruß Iris

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Interessante Frage für mich allerdings ganz klar.

1. gehen wir mal von einem Hund aus der nicht nur aus Unterbeschäfigung oder langeweile herraus jagt, sondern wirklich das klare Ziel hat zu töten und zu fressen - solche Hund suchen sich schon recht bewusst ein Tier aus, von dem sie sich eine gewisse Erfolgschance versprechen. Was eben oft auch Jungtiere sind... ich finde das jedes Lebewesen grundsätzlich erst mal erwachsen werden können soll, bevor es stirbt.

2. Viele Hund töten ihre Beute auch nicht direkt selbst, heißt wenn sich die potentielle Beute nicht mehr rührt wird es langweilig... und ich möchte nicht die jenige sein die dem jeweiligen Tier den Gnadentot bringt.

3. Leider sind auch unsere Wildtiere es in den meisten Fällen nicht mehr gewöhnt gejagt zu werden... heißt ganz viele Verletztungen passieren wärend sie fliehen. Oder Rehe müssen wohl auch oft einen Herzinfarkt bekommen, wenn sie gehetzt werden.

Ich habe mal gesehen wie ein Reh von zwei Hunden gehetzt wurde... die jagd schien zu ende als ein riesig hoher Zaun vor dem Reh auftauchte, das ende vom Lied war dann das das Reh versuchte über den Zaun zu springen und sich die Hinterläufe gebrochen hat, weil es hängen geblieben ist. Finde ich nicht so toll und bei Zäunen die einen Wald eingrenzen kann von natürlicher Umgebung auch keine rede sein.

4. kann ich auch prima nen Sack oder ne Dose aufmachen, die Hunde sind einfach in keiner Form darauf angewiesen zu jagen. Und da ich auch von Menschen die aus purem Sport herraus jagen nichts halte, kann ich ein solches Verhalten auch bei meinem Hund nicht befürworten.

Ich hoffe ich bin an meinen Bemühungen sachlich zu bleiben nicht gescheitert...

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stimmt, auch ich sehe keinen Grund für einen Hund zu jagen. Er braucht es nicht und soll es nicht. Doch das sind für das Wild uninteressante Argumente.

Wild ist es seit jeher gewohnt, fliehen zu müssen. Was ist daran schlecht? Es bleibt fit. Klar hat es Stress, aber Stress, welches es durch Flucht wieder abbauen kann. Eigentlich etwas ganz natürliches.

Es ist eine seltene Situation, aber mal angenommen, 50km keine Straße, kein Dorf, ein einsamer Wanderer mit Hund, der Hund geht jagen. Schlimm?

Ist also das Wildern generell schlimm, oder wird es erst schlimm, dadurch dass wir hier dichtgedrängt leben?

Mich wundert die Selbstverständlichkeit, mit der das absolute Jagdverbot akzeptiert wird. Ohne Differenzierung.

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Hallo Rosa,

eigentlich kannst Du Dir die Antworten doch selbst geben. So ganz erschließt mich Deine Motivation der Frage so gar nicht. Du lebst doch nicht in luftleeren Raum, unter einer rosa Traumglocke? 50 km keine Straße? Und nicht nur keine Straße => keine Zäune? Wo bitte soll das sein. Wir leben in Deutschland und nicht in den kanadischen Wäldern. Sorry, Sommerloch okay - aber aus der Diskussion hier, kann man sich nur kopfschüttelnd entfernen.

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es fällt mir schwer auszudrücken, was ich meine. Vielleicht fällt mir noch was ein

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Hallo,

Rosa : Mich wundert die Selbstverständlichkeit, mit der das absolute Jagdverbot akzeptiert wird. Ohne Differenzierung.

Öhm, auch du mußt deinen Hasen an der Theke kaufen und darfst ihn nicht selber fangen. Das hinterfragt doch auch keiner. Auch das ist wildern und verboten und wir haben uns danach zu richten.

Gruß Iris

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(bearbeitet)

Die Tiere, welche heutzutage zum "verzehr" gedacht sind werden aber meiner Meinung nach extra dafür gezüchtet (soweit ich weis, kann natürlich auch anders sein).

Das Tiere erschiessen noch immer ein Sport ist, finde ich persönlich einfach nur abstossend, aber es wird leider gottes getan. Warum mein Hund nicht wildert ist haubtsächlich der Grund das ich nicht will das er erschossen wird, und wie Kugeltroll schon erwähnte, auch ich möchte nicht der jenige sein der dem Tier den Gnadentod gibt, nur weil ein Hund es halb tot hetzte, und dann liegenliess, weil es uninteressant ist, sobald es sich nicht mehr bewegt.

Dazu kommt, das manche besitzer nunmal nicht so ehrlich sind und zum Förster oder ähnliches gehen und sagen das da ein halb totes Tier im Wald liegt welches mein Hund gerade fressen wollte, es sich aber anders überlegte.

Darum kann es manchmal Tage dauern bis das Tier von seinen eventuellen Qualen erlöst werden kann.

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