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Hundeforum Der Hund
gast

Der macht mich noch mal wahnsinnig, Hund dreht auf und ich mache mir Sorgen um die Auslastung ...

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(bearbeitet)

Hallo,

Ist das normal, zwei Schritte vorwärts und einen zurück?!?

nach der Episode mit dem Entengrützenteich war ich auf der Hut, habe aber die schleppleine weiter schleppen lassen, wohl ein ganz doofer Fehler... Gestern ist er mir trotz Pfiff (!) abgehauen, hat sich umgedreht und über 100m im gestreckten Galopp zurückgelegt, weil er dringend zu einem Hund (Westie-Grösse) wollte.Die Leute waren leicht erschrocken, hielten mein tobendes Ungeheuer an der Schlepp auf Abstand, und insgesamt aber sehr verständnisvoll, als ich dann leicht außer Atem angerannt kam.

Habe dann beschlossen, Schlepp wieder in der Hand zu behalten, Hund deshalb heute im Wald total frustriert, biss in die Leine, sprang an mir hoch, schnappte um sich, das volle Programm...

ich kriege ihn inzwischen ja schneller wieder runter, lass ihn ewig sitzen oder im Platz liegen, trotzdem war's heute echt unerfreulich (mit Kratzer auf der Hand). Und war er erst einmal so aufgedreht auf einem Spaziergang, reicht ein kleiner Impuls, und er dreht nochmal ab... Wir sind dann mit ganz kurzer Leine und bei Fuß nach Hause, auf einer Verkehrisinsel zwischen fahrenden Autos mit Scheinwerfer an bekam er dann noch mal nen Ausraster...

Bis jetzt hab ich die Schleppleine schleifen passen, er hat immer erstmal wie wild Runden um mich gedreht, wurde dann irgendwann ruhiger und blieb immer bei mir. Wenn jemand in der Nähe war, hab ich ihn rechtzeitig angeleint ( zweite kurze Leine ), manchmal dann ohne leine spielen lassen, manchmal nicht, im Fuss Kommando an Passanten und Hunden vorbei etc - aber wenn er dann wieder abdüst?

ich habe nun mit seiner Züchterin gesprochen, ihr gesagt, dass ich nach wie vor nichts vom Auf-die-Seite-legen halte, sie hat sich gefreut, dass ich mich wieder melde, und wir gehen morgen mal zusammen los. Auch überlege ich, nun doch bei ihr in der Schule weiterzumachen, ich schaffe es einfach nicht allein. sie machen dort viel in Richtung Apportieren und Dummy, und auch wenn ich von Lind-Art nicht so ganz überzeugt bin, dann muss ich halt da durch... Hauptsache der Kerl kriegt ne Aufgabe...

Bin mir echt unschlüssig, wie ich ihm genug Bewegung geben kann an einer 10m Leine, wenn ich das Ende immer festhalte, er hat das dringende Bedürfnis einfach zu rennen.

Weiss manchmal echt nicht, ob ich stark genug bin, der ist nur am austesten, eigentlich seit ich ihn habe. Immer wieder von vorne :(

LG

Geeesche

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Wie alt ist er denn? Was für eine Rasse ist es?

Du könntest mit ihm auch das Fährten langsam (!) anfangen. Oder natürlich die Dummy Arbeit.

Dein Hund muss erstmal Ruhe lernen.

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Golden Retriever, 8 Monate.

Ruhe lernen wir, seit er mit 9 Wochen bei uns einzog...

Klappt im Haus inzwischen gut, draußen aber wie beschrieben.

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Ich habe bei Dir länger nicht mitgelesen, weiß also nicht was sonst so war, aber:

Wir sind dann mit ganz kurzer Leine und bei Fuß nach Hause, auf einer Verkehrisinsel zwischen fahrenden Autos mit Scheinwerfer an bekam er dann noch mal nen Ausraster...

Dass ein Hund da ausrastet, erst recht in dem jungen Alter, finde ich normal.

Ansonsten, wenn es WIRKLICH ums Rennen, also um die Bewegung und um eine Aufgabe geht, wäre vielleicht Longieren etwas für Euch? *denk*

Alles Gute!

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Huhu Du :)

Das Problem kenne ich auch zur Genüge - Rein "Gehorsamstechnisch" müsste meine dauernd an der Schlepp laufen....

Leider ist sie dann aber nicht ausgelastet und quittiert mir das genauso wie Dein Hund das bei Dir tut....

Ich mache mich inzwischen über den Zughundesport schlau und bin echt im Begriff dort eine Lösung zu finden....

Lach mich jetzt nicht aus aber irgendwer hat hier mal geschrieben, dass sein Hund Autoreifen schleifen und ziehen würde und er ihn damit ausgepowert bekommt....

Das werde ich demnächst auch mal testen - auf das Gelächter bin ich schon gespannt aber Erziehung muss sein und die kann nur an der Schlepp erfolgen aber der Hund muss ja auch irgendwie seine Energie los werden...

3 Stunden dumm durch die Gegend latschen ("alleine" wohlgemerkt) lastet meine Emily nicht aus und ich kann mich leider auch nicht jeden Tag mit Silvi und Joss zum Gassi gehen treffen :(

Im Platz liegen lassen würde bei meiner gar nicht funktionieren - No Way :)

Naja mir geht es nicht allein so - ihre Geschwister sind wohl genauso drauf und die dazugehörigen Besitzer sind allesamt nahezu dran zu verzweifeln.... DEN Trost hab ich wenigstens :)

Auf-die-Seite legen halte ich auch nicht für den guten Weg... Unsere Hunde wollen arbeiten und rennen - Es ist an uns zu schauen, wie sie das täglich "gesichert" tun können...

Eventuell können wir uns ja gegenseitig ein wenig unter die Arme greifen und schauen, was wir machen können um beides zu gewährleisten - Erziehung + Auslastung!

Du bist nicht allein :) Fühl Dich gedrückt! Ich kann Deine Verzweiflung echt verstehen weil ich das Gleiche durchmache - Jeden und jeden und jeden Tag auf's Neue :)

LG,

Openmind

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Vielleicht ist einfach keine klare Linie zu erkennen (fuer den Hund). Du scheinst selbst unentschlossen zu sein, bist scheinbar auch überzeugt, er MUSS rumrennen dürfen. Mir scheint, Du haderst mit Dir selbst und das nutzt Dein Hund, um seinen Quatsch durchzuziehen.

Überleg mal, wieso es zu Hause klappt (tut es das auch bei Ablenkung, Besuch z.B.), aber draußen nicht. Bist du zu Hause entschiedener? entspannter? Klarer? Konsequenter? Irgendwas ist anders in deinem Verhalten.

8 Monate ist jetzt nicht gerade so jung, dass rumspinnen an der Leine noch tolerabel ist, finde ich. Abhauen ... naja, wenn der Rückruf nicht klappt, sollte halt eine Leine ran.

Ich glaube, dein Hund braucht sehr viel dringender geistige Auslastung bei einem Gassi-Gang, als rennen. So ein Spaziergang kann sehr anstrengend für den Hund sein, wenn er dauernd aufpassen muss.

Und ich wuerde nicht zu einem Kurs gehen, dessen Konzept dir nicht liegt. Das sorgt nur für noch mehr Verwirrung und Unglaubwürdigkeit.

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Ich würde so ein freches Verhalten, das Marley in dem Alter übrigens ebenfalls zeigte und bis heute manchmal noch gern zeigen würde, damit quittieren, dass Gassi vorbei ist, weil mir das zu blöd wäre.

Ich mache mich nicht (mehr) zum Clown, lass das kleine Monster in die Schleppleine springen, Bahnen um mich ziehen, aufpassen, dass ich nicht falle, anbellen, ... das war nervig und Passanten dachten vermutlich, der Hund würde mich fressen wollen. :D Wenn sowas vorkam, kam sie danach an die kurze Leine und es ging wortlos nach Hause. Bevor ich mich auch aufrege und das Gassi eh blöd wird...

Marley ist je nach Gegend auch noch manchmal an der Schleppleine und wenn ich z.B. einen anderen Hund oder einen Hasen sehe, dann habe ich die auch sofort in der Hand. Das geht trotz 5 Meter Leine gut. Man muss das Objekt der Begierde nur am besten vor dem Hund sehen, sonst ist es möglicherweise zu spät.

Ich bin der Meinung, dass ein Hund auch glücklich und ausgelastet sein kann, wenn er relativ durchgehend an der Schleppleine ist. Marley war mehrere Monate fast nur an der Schleppleine und schien mir deshalb nicht unglücklich. Klar rennt sie unangeleint mehr und anders, aber rennen ist doch nicht alles. Außerdem ist Freiheit etwas, das der Hund sich verdienen muss und wer so frech abhaut, der darf halt nicht frei laufen.

Gerade für einen Golden würde ich auch das Dummytraining empfehlen. Nach so einer Stunde liegt Marley erstmal für viele Stunden auf ihrem Platz und ist wirklich müde. So müde ist sie nach 1,5 Stunden rennen im Hundewald nicht.

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@Cartolina

Das ist an sich eine super Idee, aber was macht man, wenn der Hund diese "geistige Auslastung" nicht annimmt?

Wenn sich der Hund für Fährte oder sonstige Sachen eben nicht begeistern lässt?

PS @Svenja: Ein Retriever sollte allerdings das Apportier-Gen haben :) Da hast Du recht....Damit kann man ihn bestimmt (ein)fangen....

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@Cartolina

Das ist an sich eine super Idee, aber was macht man, wenn der Hund diese "geistige Auslastung" nicht annimmt?

Wenn sich der Hund für Fährte oder sonstige Sachen eben nicht begeistern lässt?

PS @Svenja: Ein Retriever sollte allerdings das Apportier-Gen haben :) Da hast Du recht....Damit kann man ihn bestimmt (ein)fangen....

Ein Hund, der sich für gar nichts begeistern lässt? :??? Ich glaube, sowas gibt es (hoffentlich) nicht.

Dummytraining, Longieren, ZOS, Alltagstraining, Agility, Rettungshundesport, ...

Es gibt doch sooo viel. Da muss für jeden Hund das richtige zu finden sein.

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Ja aber auch die Zeit weißt Du....

Ich bin da auch in der totalen Zwickmühle - Meine steht auf garnix außer darauf mit anderen Hunden zu rennen. Das kann ich ihr aber nicht täglich bieten...

"Geistig" is da garnix zu machen... Was hab ich nicht schon alles veranstaltet.... Heidinei....

Das sie bei mir wahrscheinlich nicht so gut aufgehoben ist gebe sogar ich inzwischen zu - aber finde mal jemanden für meine "Ömölö", der ihr das bieten kann was sie definitiv verdient:

-Großes Grundstück

-Viel Geduld

-Viel Zeit

-Zwei am besten noch drei andere Hunde dazu

-Verständnis für ihre Zerstörungswut und ihren Dickkopf

-HSH-Kenntnisse und Wissen, dass ein HSH nicht so tickt wie ein -normaler Hund

-Keine Kinder unter 10 Jahren

Würde ich diesen JEMAND kennen lernen würde ich sie sofort dorthin vermitteln...

Aber nun hab ich das Problem eben selbst und muss wie die TE schauen, dass mein Hund trotz "nicht optimierter Haltung" ausgelastet ist....

Das is echt eine Aufgabe - kann ich Dir nur sagen....

Großes Problem dabei ist: Sie würde das alles gern machen aber eben nicht auf Dauer... Sie verliert spätestens nach dem 5. Mal Apportieren die Lust, beim Such-Spiel dauert es vielleicht 3 Versuche, Reizangel? HA - Sie kapiert das System und bleibt dann am Mann weil sie dort eben eher drankommt. etc.ect.ect... Ich hab noch nix gefunden was sie auf Dauer reizt... Leckerlies interessieren sie draußen eh nicht... Über die Futter-Schien brauch ich also gar nicht kommen... Oder wenn dann nur die ersten 3x - dann isses uninteressant....

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