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Hundeforum Der Hund
K9-Sam

Welpe macht auf seine Decke

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So, ich wollte mal was fragen. Durch Google hab ich nun schon herausgefunden, dass das gar nicht so selten ist, wie ich dachte, aber es wundert mich trotzdem.

Und zwar macht Finn ab und zu auf seine Decke, auf der er am liebsten liegt. Ich dachte eigentlich, dass Hunde nicht in ihr "Nest" machen, daher überrascht mich das sehr.

Er ist nun 11 Wochen alt, seit etwas über zwei Wochen bei uns und eigentlich schon relativ nah am stubenrein sein. Nachts hält er problemlos bis zu 8 Stunden aus und tagsüber macht er nur dann in die Wohnung, wenn ich wirklich mal die zwei bis 3 Stunden überschreite und nicht schnell genug mit ihm draußen bin. Allerdings grundsätzlich nur Pipi. In die Wohnung gekackt hat er erst zweimal und das war beide Male direkt nach einem (kurzen) Gang, da bin ich dann also nicht lange genug mit ihm draußen gewesen.

Und wenn er was macht, dann immer direkt vor die Tür, daher glaube ich, dass er begriffen hat, worum es geht. Er zeigt auch an, fängt dann an unruhig zu werden (wenn er groß muss) und da geht dann nur was daneben, wenn ich nicht schnell genug reagiere.

Er schläft nachts bei uns mit im Bett, da hat er noch nie reingemacht. Für tagsüber hat er eigentlich ein schickes Körbchen im Wohnzimmer, aber da liegt er nur selten. Er hat sich von Anfang an von alleine den Flur auserkoren und wollte immer da liegen. Relativ nah an der Wohnungstür. Also hab ich ihm da eine Decke hingelegt und tagsüber schläft er nun immer dort und bringt auch sein Kauzeug dahin.

Wenn er aber in der Wohnung mal pischen muss, dann macht er zu 90% immer auf diese Decke (vielleicht einmal am Tag). Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass sie nunmal nah an der Tür ist, oder ob er bewusst auf seine Decke geht? Danach sieht es mir nämlich eigentlich aus.

Ist jetzt nicht schlimm, die Decke wird gewaschen und es kommt solange ne neue hin und gut ist. Es wundert mich nur, weil ich dachte, "sein" Platz wäre tabu für sowas.

Kennt ihr das von euren Hunden auch?

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Bei Lady lag zu ihrer Welpenzeit ihre damalige Decke zwar nicht vor der Tür, aber im Wohnzimmer, wo sie sich meist aufhielt = zum Schlafen und spielen. Auch sie pinkelte auf diese Decke, wenn ich nicht schnell genug reagierte und zwar hatte ich auch den Eindruck, dass sie die Decke benutzt und nicht etwa den Teppich direkt daneben! Mich hat das ebenfalls erstaunt, weil es doch immer heisst, ein Hund würde sein Nest nicht beschmutzen. Allerdings schlief Lady auch bei uns im Bett nachts und da machte sie nie rein! Evt. empfand sie das als ihr Nest?

Kurzum, Lady brauchte im Gegensatz zu unserem ersten Welpen relativ lange um ganz zuverlässig stubenrein zu werden. Sie kam mit 8 Wochen zu uns und war mit ca. 16 Wochen einwandfrei stubenrein. Angezeigt, wenn sie muss hat sie zwar schon viel früher, aber es ging doch immer wieder mal ein Pipi eben meist auf ihre Decke. Nachdem Lady dann tadellos stubenrein war, haben wir die Decke entsorgt und es passierten nie mehr "Unfälle".

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Ah, ok, das klingt wirklich sehr nach Finn. Dass er das Bett als Nest ansieht, weil er nachts darin schläft, habe ich auch schon gedacht..

Trotzdem ist es komisch, aber ehrlich gesagt macht es das Aufwischen auch leichter, einfach Decke waschen und gut ist ;) Naja, Spaß bei Seite.. Vielleicht liegt es auch einfach daran, wenn ich mich mal nicht an die zwei Stunden Regel halte und zu spät mit ihm rausgehe. Es passiert ja zum Glück nicht oft.

Ab wann können Welpen eigentlich länger einhalten? Ich nehme an, das wird einfach stetig länger? Ab wieviel Monaten müssen sie gewöhnlich nur noch "normal" oft raus (also so 3-4 mal am Tag)? Gibt es da Durchschnittswerte?

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Ich denke, dass das von Welpe zu Welpe unterschiedlich ist.

Ob es da ein "Durchschnittsalter" gibt, ab wann etwa ein Welpe länger einhalten kann weiß ich nicht ^^

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Ja, ist wahrscheinlich so.

Werde kommende Woche mal mit dem 'länger' Alleinelassen anfangen, da bin ich schon auf einige Pfützchen vorbereitet ;) Aber wir machen es in kleinen Schritten, also mal sehen!

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Das ist wirklich von Hund zu Hund verschieden. Skipper von Welpe an gleich im 2 Std Rhythmus problemlos einhalten, mit Lady musste ich den ersten Monat sogar jede Std raus und manchmal reichte das nicht mal... Skipper war nach 2 Wochen bei uns stubenrein ( = 12 Wochen alt) und zeigte zuverlässig an, Lady war 16 Wochen bis wirklich nie mehr was ins Haus ging. Bei Skipper konnten wir dann relativ rasch auf 3 Stunden hochgehen, bei Lady brauchte es noch länger, bis wir über 2 Stunden hinaus gehen konnten.

Ich persönlich würde das Alleinseintraining so gestalten, dass der Welpe/Junghund es nicht nötig hat sich in der Wohnung zu lösen! Erstens, um keinen Rückschlag punkto Sauberkeitstraining zu erleiden - finde ich persönlich kontraproduktiv - und zweitens, weil das für den Hund bestimmt unangenehm ist, wenn er sich lösen muss und versucht einzuhalten und erst noch mit der neuen, ungewohnten Stresssituation konfrontiert ist, dass er allein sein muss.

Darum: das Alleinsein wirklich mit ganz kurzen Sequenzen aufbauen, der Hund soll frisch versäubert sein und vor der erwarteten Zeit des erneuten Versäuberns unbedingt wieder zu Hause sein.

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Ja, ich wollte ihn auch langsam an's Alleinesein gewöhnen. Richtig lange wird er eh nie alleine bleiben müssen, da ich hauptsächlich von zu Hause aus arbeite. Aber ein paar Mal die Woche so drei Stunden am Stück müssen es dann schon sein.

Ich habe es jetzt gerade so gemacht, dass ich die Tür zum Wohnzimmer zu gemacht habe und er im Flur bleiben muss. Da wimmert er schon ganz kläglich, bellt im Moment aber zum Glück noch nicht. Morgen wollte ich dann mal anfangen, dass ich richtig rausgehe und im Treppenhaus horche, ob er was sagt.

Es wäre einfach schlecht, wenn er längere Zeit verzweifelt bellen würde, da wir in einem Mietshaus wohnen..

Wenn er was sagt, soll ich das dann besser ignorieren (mache ich bis jetzt, klappt relativ gut), oder Tür auf und schimpfen und dann wieder gehen?

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(bearbeitet)

Hi,

erst mal: mir gefällt der Humor, mit dem du das nimmst :D

Bett = Nest ist nachvollziehbar, trotzdem finde ich es schon ungewöhnlich, dass Sam SEINE Decke zum Lösen nutzt - evtl. war der Lösebereich bei der Züchterin mit einer ähnlichen Unterlage ausgestattet, die Decke erinnert ihn daran.

Welpen pinkeln nicht nach der Uhr, sondern nach Reizzustand.

Alles was einen Welpen "aufregt" (sowohl positiv als auch negativ), schlägt bei ihm auf die Blase. Da Welpen erst die Kontrolle der Blase erlernen müssen, würde ich also nicht nach der Uhr rausgehen, sondern tatsächlich darauf achten, nach jeder AKTION die Möglichkeit des Lösens anzubieten (Nach dem Schlafen, Fressen, Spielen, interessante Begebenheiten des alltäglichen Lebens wie z. B. Besuch...).

Was den einzelnen Welpen neben den gängigen Auslösern noch zum Pinkeln anregt, ist von Welpe zu Welpe unterschiedlich; i.d.R. läßt sich aber schon nach wenigen Tagen anhand der Reaktion des Welpen (Unruhe, Schnüffeln am Boden) erkennen, wann es wieder mal so weit ist.

Mit fortschreitendem Alter kann der Welpe dann die Blasenfunktion immer besser kontrollieren - tatsächlich kann es jedoch bis zu 1 Jahr dauern, bevor man wirklich von Stubenreinheit sprechen kann ;)

"Rückfälle" sind dann keine Rückfälle, sondern "außergewöhnliche Begebenheiten" (aus der Sicht des Hundes) gepaart mit der nachlassenden Aufmerksamkeit des Menschen ;)

Ich finde, bei deinem Sam ist alles im grünen Bereich, die Decke würde ich auch in einigen Wochen entfernen...

Zum Alleine-Sein: Aus dem WZ gehen und dabei mal die Tür zu machen, nach 1-2 min zurück kommen (möglichst wenn der Hund sich in dem Moment NICHT rührt), beim Zurück kommen gar keinen Bahei machen, weder wenn der Welpe ruhig war noch wenn er gefiept/gebellt hat - das Alleinesein sollte als "völlig normal" belegt werden, da sind auch Begrüßungsorgien nicht angesagt.

Mit Schimpfen wegen des Bellens erreichst du nichts - wenn irgendwie möglich, betrete die Wohnung während einer Bellpause und tu so, als wäre ALLES normal, mach erst mal dein Ding zu Ende (also z. B. den Mülleimer in die Küche bringen, die Jacke aufhängen, Schuhe wegstellen...) BEVOR du dich deinem Hund zuwendest (was nach 2 Minuten Abwesenheit nicht wirklich erforderlich ist... :Oo ).

Ignorieren brauchst du deinen Hund nicht, aber überschwängliches Begrüßen von seiner Seite aus solltest du unterbinden (indem du dich mit anderen Dingen beschäftigst, wie z. B. Jacke aufhängen).

Das Zurückkommen sollte die gleiche Normalität haben, wie der Gang vom WZ in die Küche, oder der Gang auf's Klo... ;)

Für's Training finde ich die Decke im Flur übrigens nicht gut platziert...neben der Tatsache, dass so ein Flurplatz DER ideale Überwachungsort für sämtliches Geschehen innerhalb der Wohnung und mögliche Überraschungen von Außen ist...sind die Geräusche im Haus selber vom Flur aus deutlich lauter zu hören, als z. B. im WZ.

Vielleicht übst du erst mal das Alleine-Bleiben im WZ, bevor du dich nach Draußen begibst...

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Danke für deine lange Antwort, Moni :) Nur eines noch: Sam ist mein verstorbener Hund :( hier geht es um Finn ;)

Als kleines Update kann ich aber sagen, dass er nicht mehr auf seine Decke gemacht hat, seitdem sie weiter von der Tür weg ist :D Heute ging dafür drei (!!) Mal im Wohnzimmer was daneben, aber ich glaube, das lag auch an mir, weil wir nach dem Spielen nicht gleich raus sind ;)

Gestern ist er zum ersten Mal 20 Minuten problemslos alleine geblieben und das wird morgen weiter ausgebaut. Also mal sehen :D

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:wall::wall::wall:

Finn! Finn! Finn!

... :Oo ...

Sorry, ich bin einfach von deinem Nick ausgegangen...

Soso, ins WZ gepinkelt... :Oo ; soviel zu nachlassender Aufmerksamkeit ;):D

Mein Amigo ist ja ein Februarhund, als er bei uns ankam waren die Witterungsbedingungen so, dass wir die Terassentür viel auflassen konnten - er hatte nach 2 Tagen raus, dass es zum Pinkeln nach Draußen geht =)

Dafür hat es etwas länger gedauert, bis er verknüpft hat: Terassentür zu ungleich Erlaubnis, Drinnen zu pinkeln... :Oo

Haben wir aber auch überlebt :D

Toll, dass er die 20 min geschafft hat =)

Willst du jetzt wirklich JEDEN TAG steigern?

Hm - hat für mich was von: Mal sehen, wie lange er schafft, bis er "meckert".

Ist jetzt natürlich eine menschliche Empfindung :) , ob ein Hund das auch so sieht... keine Ahnung.

Wenn du nicht zeitlich unter Druck stehst - also ICH würde jetzt nicht jeden Tag steigern, sondern die Zeiten immer ein wenig variieren, auch immer mal wieder 1 oder 2 Tage Pause machen, in der ersten Übungswoche mal 15 min, dafür beim nächsten Mal 25-30 min weg bleiben.

Eine deutliche Steigerung - also von 1/2 Stunde auf 1 Stunde ausdehnen - kannst du, wenn du anhand von Finns Reaktion feststellst, dass er ein gleichbleibend ruhiges Verhalten bei den unterschiedlichen Zeiten des Alleineseins zeigt.

Bei einer stetigen Steigerung sehe ich die Gefahr, dass der Hund irgendwann feststellt: Boah - jedesmal wenn die geht, bleibt die länger weg, da hab ich keinen Bock drauf.

Schön wäre, wenn du jetzt schon die Verknüpfung aufbaust: Frauchen geht mit mir raus, wenn sie mich soooo lange allein gelassen hat.

Nach 15 min Abwesenheit ist das wohl noch nicht nötig (obwohl für einen Welpen die ersten Male des Alleine-Seins sicher auch sehr aufregend sein können...und Aufregung schlägt auf die Blase...beobachte da deinen Finn einfach mal ;) )

Aber Abwesenheiten von einer halben Stunde (und mehr) finde ich für einen Welpen schon ganz schön gut - wenn du dann noch nach dem Ankommensritual (erst mal DEIN Ding ganz in Ruhe erledigen) die Leine in die Hand nimmst und mit ihm raus gehst, lernt dein Hund ganz schnell: Supi - sobald Frauchen zu Hause ist, dauerts nicht mehr lang ... und ich kann endlich PINKELN =)

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