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Hundeforum Der Hund
matthias

war es richtig?

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Hallo.

Ich habe am Montag das wichtigste in meinem Leben verloren ... mein ein und alles ... durch die Spitze. Ich sage mir, es war die richtige Entscheidung, aber ich weiß nicht, ob ich mir glauben soll oder nicht.

Karry war fast seit Beginn seines Lebens bei mir. Als wir ihn zu uns holten, war er schon nicht ganz gesund, aber das war mir/uns egal. Wir haben zusammen viel durchgemacht ... viele tolle Sachen erlebt ... knapp 14 Jahre hat er mir beigestanden, war immer für mich da, hat geweint, wenn ich nicht da war ... oder eine Tür uns trennte. Ich frage mich ... wie konnte ich ihm das jetzt nur antuhen? Ihm sein Leben nehmen? Ich weiß, ich habe es aus Liebe getan, damit er sich nicht mehr quälen muss, aber war es richtig?

Zuerst kamen die Anfälle ... wie epileptisch. Sie kamen ohne Vorzeichen und er war dabei wie weg und streckte alle Beine von sich. Durch Tabletten konnten wir dies in den Griff bekommen. Eine ganze Weile ging es ihm, bis auf seltene Anfälle (die auch immer seltener wurden), wieder super. Dann kam die Schilddrüsenunterfunktion und er verlor viel, viel Fell. Danach kam das Herz ... und der Husten. Bei der kleinsten Aufregung oder Anstrengen musste er schwer Husten ... es hörte sich immer an, als würde er ersticken. Noch mehr Tabletten, die der kleine Schlucken musste. Er bekam mit der Zeit immer mehr schwarze

Flecken auf der Haut. Er wurde immer "fauler", schlief sehr viel, wollte und konnte (wegen des Herzens) nicht mehr spielen, ließ sich nicht mehr so gern streicheln, wollte am Ende gar nicht mehr Gassi gehen und wenn wir draußen waren, ging er nur sehr schwerfällig. Er zuckte und "schreckte" auch immer zurück, wenn es windig oder sonnig war.

Als er dann auf der Treppe weggerutscht war und darauf hin humpelte, sind wir mit ihm zum Arzt ... es war ein Vertretungsarzt ... er schaute sich nicht unr das Bein an und meinte am Ende, der kleine hätte Wasser in den Lungen ... er meinte, er könnte jetzt nachsehen, was mit dem Bein ist, was jedoch mehr Aufregung für den kleinen bedeuten würde ... und fragte, ob wir ihm dies nicht ersparen wollen.

Wir hatten lange darüber nachgedacht und uns dagegen entschieden. Schließlich frisst und trinkt er noch gut ... er begrüßt mich wenn ich nach Hause komm ... er kommt kuscheln ... er sucht meine Nähe ... wie könnte ich dies tun? Wir bekamen neue Tabletten ... mittlerweile waren es 8, die er jeden Tag nehmen musste und sie schlugen auch an.

2 Wochen später war die Wirkung jedoch wieder verflogen ... es ging ihm von Tag zu Tag schlechter. Auch das Wasser konnte er nicht mehr halten ... er pullerte ein, egal wohin. Er war ständig nass. Er hatte schon vorher Probleme mit der Blase, aber jetzt war es so schlimm. Gassi gehen war eine Qual, vorallem wegen seinem Bein. Er konnte kaum noch laufen ... mussten ihn am Ende tragen.

Wir gingen wieder zum Arzt ... diesmal war unser "Hausarzt" da ... und er meinte auch, dass es vielleicht besser für ihn wäre. Das wir alles Mögliche für ihn getan hatten. Das er sich nur noch quält.

Und er schaute mich immer mit so traurigen Augen an.

Am Sonntag saßen wir zusammen und habe eine Entschediung getroffen. Am Montag früh sind wir zum Arzt. Mein Vater konnte es nicht, aber ich bin mit meiner Mutter hinein ... meinen Liebsten im Arm. Wir warteten ... wurden aufgerufen ... sind rein.

Ich habe ihn an mich gedrückt und mit ihm geredet, als er langsam einschlief. Ich ließ ihn nicht los, als die zweite Spritze verabreicht wurde. Ich nahm ihn in den Arm und wir fuhren so zum Friedhof, wo ich ihn in sein Grab legte. Und jetzt bringt mich die Trauer um ...

War es die richtige Entscheidung?

Hätte es noch irgend eine Möglichkeit gegeben, ihm noch eins, zwei Jahre ein beschwerdefreies Leben zu schenken? Ich weiß, dass es jetzt egal ist, aber ich muss es einfach wissen.

:heul:

Ich wäre so froh, hätte ich ihn selbst fragen können, was er will ... ob es das ist, was er will ...

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(bearbeitet)

Hallo,

das tut mir sehr leid. Ich denke jeder weiss für sich selber

am besten, ob die Entscheidung richtig war. Ohne Deinen Hund zu kennen

können wir oder besser ich, aus der Ferne nicht viel dazu sagen.

Ich bin der Auffassung das es besser ist, einen geliebten Hund gehen zu lassen,

wenn es ihm schlecht geht und er schmerzen hat, kurzum wenn er nicht

mehr wie ein Hund leben kann. Er soll sich nicht quälen. Er hat Dich 14 Jahre lang begleitet, das ist eine lange Zeit. Mache Dir Bitte keine Vorwürfe, ich bin sicher, Du hattest es Dir

gut überlegt. Und er ist ja nicht ganz fort, denke in Freude an ihn und die

schönen Jahre die Ihr verbracht habt. Vielleicht noch nicht heute, aber Bald.

Traurige Grüße

Jasmin

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Dem schließ ich mich an. Ich denke, es war Zeit. Du schriebst, er hat Dich mit traurigen Augen angeguckt. Ich denke, er wollte, das Du es tust, damit er nicht mehr leiden muß.

Alles Gute für Dich.

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Mein Beileid!

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Hallo,

ich verstehe deinen Schmerz. Einen geliebten Freund zu verlieren ist für einen immer eine Qual. Mir ging es auch nach jedem Tier, das über die Regenbogenbrücke gegangen ist, immer schlecht.

Aber im nachhinein habe ich mich dann gefragt, was besser ist: Ein weiteres Leben voller Qualen und Schmerzen oder "der Himmel auf Erden". Und als ich den letzten Schritt mit unserem Pferd gehen musste habe ich mir gesagt: Ein Mensch muss sich quälen bis er nicht mehr atmet - ein Tier kann man reich beschenken, indem man ihm die Qualen nimmt.

Du hast ihn mit deiner Entscheidung reich beschenkt und er wird für immer in deinem Herzen weiterleben.

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(bearbeitet)

Hallo Matthias!

Erstmal muss ich sagen, dass es mir sehr leid tut, dass du diese Entscheidung treffen musstest. Die meisten von uns hier haben auch schon Hunde einschläfern lassen müssen und wissen, was du jetzt durchmachst.

Ich glaube, als Hundebesitzer hadert man hinterher immer mit der Entscheidung und fragt sich, ob es nicht der falsche Zeitpunkt war. Unsere alte Hündin war nur recht kurz schwer krank, bevor wir sie haben erlösen lassen. Wir haben uns auch gefragt, ob es eine andere Möglichkeit gegeben hätte und ob wir zu schnell aufgegeben haben, aber heute, 3 Jahre später, bin ich überzeugt davon, dass die Entscheidung richtig war. Und auch wenn ich dich und deinen Hund nicht kenne, hört es sich für mich so an, als ob eure Entscheidung richtig war. Ihr habt es euch ja mit Sicherheit nicht leicht gemacht, aber so hart es jetzt klingt, ich finde es schlimmer, ein Tier zu spät zu erlösen als zu früh. Klar weiß man nie, ob der Hund nicht noch einige schmerzfreie Tage/Wochen hätte haben können, aber wenigstens muss man sich nicht vorwerfen, dass man ihn hat leiden lassen.

Ich wünsche dir, dass die Traurigkeit bald vergeht und die glücklichen Erinnerungen an Karry wieder überwiegen!

Viele Grüße, Iris

P.S.: @ Marlies: sehr schön gesagt! Wenn ich manchmal so sehe, wie Menschen zum Weiterleben gezwungen werden, beneide ich die Tiere!

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Ich kann dein Zweifel ganz ganz gut verstehen wirklich... Ich habe einmal geträumt (zum glück wars auch nur ein traum) das ich sunny auch einschläfern lassen müsste wegen etlicher beschwerden... Als ich wach wurde konnte ich nichts anderes mehr denken, als daran..

Habe dann auch überlegt

WAS macht man??

Ein leben ohne Sunny??? eigentlich sinnlos, leer, traurig, langweilig... sie ist mein ein und alles war immer für einen da

Genau sie war immer für mich da... würde sogar mit mir auf de4r strasse leben wenn es sein müsste, sie würde auf allen luxus verzichten nur um bei mir sein zu können...

Also müssen wir auch verzichten, jetzt musst du deinem Besten freund, auch der beste freund sein...

Weißt du ich habe mein eigen glauben und ich glaube das es die regenbogen brücke gibt wo die Hunde im Himmel rüber gehen werden und dann wieder gesund und munter sind...

Also war es das beste was du machen konntest... stell dir doch mal vor du wärst an seiner stelle.. hättest du so leben woll?? Ich denke niemand möchte so leben nur ein Hund kann nicht für sich sprechen...

Du musstest für in sprechen...

Auch wenn es schwer ist über leben und tot zu entscheiden bin ich der auffassung das dies das beste für deinen Hund war...

Und wenn du jetzt einsamm bist und weißt jetzt wie leer es in dir ist dann denk doch mal wie viele Hunde überall im tierheim sitzen... Ganz alleine... langweilig, leer und ohne Freund..

Natürlich war dein Hund einzigartig und ich versicher dir niegendwo wirst du den selben finden, aber vielleicht überlegst du es dir mal eine Arme seele aus dem tierheim zu retten..Dann könnt ihr euch gegenseitig aus der Leere holen und vielleicht auch so ein langes Leben zusammen verbringen...

Ich weine mit dir den es ist schlimm einen Freun zu verlieren... egal ob 2 oder 4 beine... es tut weh....

Schau mal hier im Forum unter der Rubrik :regenbogenbrücke... dort gibt es viele schöne geschichten, und auch menschen die ihren freund verloren haben, die könnten dir sagen wie man damit fertig wird..

Ich hoffe es geht dir bald besser.... dein Hund wird an der regenbogenbrücke auf dich warten...dort sind 100 jahre wie ein tag also mach dir keine sorgen dem gehts dort besser als hier...Man muss nur dran glauben

Herzlichstes Beleid von mir und Sunny

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Hallo,

es tut mir sehr leid das du deinen kleinen Freund verlohren hast!

Ich kannte deinen Hund nicht und daher kann ich auch nicht beurteilen ob es richtig oder falsch war ihn einzuschläfern, aber nach deinen Schilderungen war es bestimmt das Beste so und er hätte es bestimmt auch so gewollt.

Lieben heißt eben manchmal auch los lassen!

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Hallo Matthias

Erstmal Herzlich Willkommen auch wenn dein Anlass ein trauriger ist.

Glaub mir alle Teilnehmer hier in diesem Forum können verstehen was dich bewegt.

Viele von uns haben schon vor dieser Entscheidung gestanden und sich hinterher die gleichen Fragen gestellt.

Denn es bleibt immer das Schuldgefühl dem Liebsten das Leben genommen zu haben.

Als du deinen Hund zu dir genommen hast ,hast du die Verantwortung für sein Leben übernommen.

Verantwortung heisst auch die schlimmste aller Entscheidungen treffen zu können.

Du hast ihn bis zum Schluss nie alein gelassen.

Er war behütet und beschützt

Er hatte ein schönes Leben bei dir

Er wollte dich immer glücklich machen ,das war sein ganzes Bestreben ein Leben lang.

Glaub mir ,wenn er es dir sagen könnte,würde er sagen ,weine nicht,denn wenn du traurig bist bin ich es auch.

Du warst bei mir ,das gab mir Kraft .

Und nun lebe weiter und wenn du eines Tages einem anderen Hund ein Zuhause gibst dann sei dir sicher ,es macht mich glücklich dich lachen zu sehen.

L.G.

Wotan

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Och Menno, mir kommen auch schon wieder die Tränen, das hast Du schön geschrieben Wotan.

Matthias, Dir wünsche ich Kraft und Liebe das alles zu verarbeiten, es ist nicht immer leicht einen Freund gehen zulassen. Vielleicht war es das beste, vielleicht hat er dir mit den traurigen Augen gesagt, das er nun gehen möchte. Der richtige Zeitpunkt wird nie dasein, nochmals alles liebe und gute für dich.

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