Jump to content

Klasse, dass Du unsere große Hunde Community gefunden hast! 

Erstelle in wenigen Sekunden ein Benutzerkonto oder logge Dich noch einfacher mit Deinem Facebook oder Google account ein. 

➡️  Konto erstellen | Login

Hundeforum Der Hund
Vara

Mein geliebter Hund ist gegangen

Empfohlene Beiträge

Hallo zusammen,

hier bin ich noch ganz neu, ich hoffe, ich darf trotzdem schreiben, von meinem kleinen Hund.

An Silvester ist meine 14,5- jährige Dackelmischlingshündin gestorben.

Sie hatte ein Leben lang ein vergrößertes Herz, aber bis auf immer wieder mal eine Entwässerungskur kam sie damit prima klar. Im letzten dreiviertel Jahr hatte ich besonders viel Zeit für sie und konnte hier mit ihr jeden Tag über die Felder und im Wald spazieren gehen.

Sie liebte den Wald so und als Dackel war früher kein Drandenken, sie freizulassen, aber in den letzten Monaten konnte ich ihr diese Freiheit schenken. Und sobald sie mich nicht mehr sah, kam sie angerannt, ganz munter wie eine Junge. Es ging ihr so gut und sie war so lebensfroh.

Um Weihnachten herum hatte sie aus unerfindlichen Gründen fast jedes Jahr irgendeine Krankheit, mal Magen- Darm, mal Blasenentzündung. Dieses Jahr eine Blasenentzündung, die aber schon nach einem Tag wieder gut war. Sie lief zwar ein bisschen langsamer, aber das darf man ja in dem Alter auch.

Und dann ging es so plötzlich, sie war am Donnerstag unruhig, im Garten bellte sie einen vorbei gehenden Hund an, fiel zur Seite und krampfte. Danach lag sie einfach so am Boden und ich dachte, sie wäre tot. Als ich sie hochhob, atmete sie aber und nac ein paar Sekunden war sie wieder bei Bewusstsein. Da es schon späterer Abend war und eine Tierärztin, die wir anriefen und die eigentlic Hausbesuche macht, nicht kommen wollte, wollte ich meine Maus am nächsten Morgen zum Arzt bringen. Aber sie atmete immer schwerer und als sie auf meinem Bauch lag und hechelte, konnte ich ihr Lunge brodeln hören.

So fuhren wir mitten in der Nacht in die glücklicherweise nahe Tierklinik. Dort im Röntgen sah man ein massiv vergrößertes Herz und ein Lungenödem. Der Arzt gab ihr eine Entwässerungsspritze, machte uns aber nicht viel Hoffnung. Mit drei verschiedenen medis gings wieder nachhause.

Das Befinden meiner Kleinen wurde zunehmend wieder besser und wir konnten schon wieder vorsichtige Spaziergänge unternehmen. Auch der Arzt war bei der Kontrolle ganz zufrieden.

Am 31.12. hatte sie prima gefuttert, mir gekochte Nudeln fast aus der Hand gerissen und mittags waren wir im Wald spazieren. Ich musste sie fast bremsen, so munter lief sie und schnuffelte.

Zuhause merkte ich am Nachmittag wie sie unruhig wurde und obwohl sie keine Symptome zeigte- sie hechelte nicht, hatte keine Atemnot und soweit erkennbar auch keine Schmerzen, wurde ich mit einem Mal so traurig, mir wurde klar, dass wir nicht mehr lange miteinander haben würden. Der Gedanke ans Einschläfern fiel mir so unendlich schwer, diese Entscheidung zu treffen, das konnte ich mir nicht vorstellen.

Wir saßen dann im Wohnzimmer zusammen, die Maus schlief ganz friedlich im Körbchen. Zwischendurch war ich mit ihr draußen- glücklicherweise ist es hier an Silvester sehr ruhig.

Sie konnte noch Wasserlassen, ihre Nieren waren also noch fit. Das machte mir Hoffnung gegen meine Trauer.

Dann aber drinnen setzte sie sich mitten in den Raum. Ich setzte mich zu ihr und streichelte sie vorsichtig. Sie sah mich lieb an und schien das in Ordnung zu finden.

Vielleicht so innerhalb von 20 Minuten wich das Leben aus ihr. Die Kraft zu hecheln fehlte, sie lag halb auf der Seite und ich sah schon kein Leben mehr in ihren Augen. Sie zuckte aber noch einige Male.

Ich habe sie die ganze Zeit sanft gestreichelt, während ich neben ihr auf dem Boden lag und ihr erzählte, dass jetzt alles gut werden würde. Wie schön es dort wäre, wo sie nun hingeht.

Es wirkte friedlich, soweit ich es von außen beurteilen kann und irgendwie so, als hätte sie selbst entschieden, dass es jetzt so weit sei.

Sie war so ein wunderbarer Hund, hat mich mehr als mein halbes Leben begleitet und war einfach immer da. Am Anfang ganz wuselig und unruhig, später immer gesetzter und liebevoller.

Immer hat sie mich verteidigt, wenn sie es für nötig hielt und ich bin mir sicher, sie wäre für mich durchs Feuer gegangen.

Sie war alles für mich, mein Baby, meine beste Freundin, mein Kumpel fürs Leben.

Jetzt ist wie ein Schleier über mir, nach ihrem Tod konnte ich weinen, aber jetzt ist es einfach nur noch leer. Sie fehlt mir an jeder Ecke.

Heute habe ich ihr einen Grabstein für ihr Grab im Garten- mit kleinen Nadelbäumchen, wie ihr eigener kleiner Wald- gestaltet. Nun hat sie so ein schönes Grab, aber dadurch ist der Verlust noch konkreter.

Und doch denke ich ganz konkret über einen neuen Hund nach, einen kleinen südeuropäischen Straßenhund, der sich in mein Herz geschlichen hat, aber ich fühle mich gleichzeitig so schuldig.

Als ob ich meine Maus einfach austauschen würde, obwohl ich das ja gar nicht will.

Aber diese Einsamkeit am Abend, diese Sinnlosigkeit beim Aufstehen, weil da kein kleines Wesen ist.

Es ist alles so schwer...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Lass dich unbekannterweise doll drücken.

Ich kann gut nachvollziehen, was du gerade durchmachst.

Deine Fellnase wird bestimmt gut im Regenbogenland angekommen sein und hat bestimmt meinen Wolfi getroffen.

Dir wünsche ich viel Kraft die Trauerzeit zu bewältigen. Irgendwann kommt die Zeit, in der man gerne an die lange gemeinsame Zeit zurückdenkt.:knuddel :knuddel :knuddel

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

Oh je, mein Beileid :(

Egal wie alt, egal wie lange schon krank - wenn es dann soweit ist, ist es immer, immer zu früh für uns Menschen :(

Ich glaube allerdings nicht, dass du dich schuldig fühlen musst, weil du "schon" einen neuen Hund zu dir nehmen willst.

Es fehlt einfach etwas in einem Leben, das man zuvor mit einem Hund geteilt hat, und das ist etwas, was meistens nur ein anderer Hund ansatzweise wiedergeben kann.

Die meisten die ich kenne, haben dieses Gefühl von "da fehlt etwas" gehabt, und die meisten hatten auch schnell wieder einen neuen Hund bei sich.

Wem gegenüber solltest du dich schuldig fühlen?

Deine Hündin wird es dir sicher nicht übel nehmen, und DU weißt dass du sie nicht austauschst - und sie weiß es auch. Wusste 14 Jahre lang, was sie dir bedeutet - warum sollte das nun anders sein?

Warum sollte sie wollen, dass du dich einsam fühlst?

Nochmal mein herzliches Beileid.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Mein Beileid möchte ich hiermit ausdrücken.

Sie hatte einen schönen Tod in deinen Armen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Die Geschichte die du verfasst hast ist gleichzeitig unheimlich traurig und schön - ich hab tränen in den Augen.

Deine Maus hatt es bestimmt gut, da wo sie jetzt ist und sie kann auf ein schönes , mit Liebe befülltes Hundeleben an deiner Seite zurückblicken. Dich möchte ich unbekannterweise einfach drücken :kuss: und dir viel Kraft für diese schwere Zeit wünschen.

Schuldig fühlen brauchst du dich nicht wenn du mit einen anderen Hund zu dir holen möchtest, die kleine Maus wird dir kein anderer Hund ersetzen können, sie wird auch immer einen Platz in deinem Herzen haben.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Dein Hund hatte ein schönes Leben bei Dir und

einen würdevollen Tod, bei dem sie nicht allein sein musste.

Trotzdem tut es weh und das ist auch gut so, denn es gehört dazu.

Ich wünsche Dir, dass bald die schönen Erinnerungen überwiegen und es

dann auch nicht mehr ganz so schmerzt, an sie zu denken.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Mein Beileid :kuss:

Schuldig brauchst du dich nicht fühlen. Du willst ja deinen Hund nicht ersetzen sondern einfach nicht ohne Hund sein.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

Guten Morgen! Nachdem ich das gelesen habe,sitze ich hier und wisch mir die Tränen weg :( ich kann dir nur von ganzem Herzen mein Beileid aus sprechen!

Ihr hattet eine schöne Zeit und das vergisst man nie! Auch wenn du schon mit dem Gedanken spielst,dir einen Auslandhund zu holen(dies habe ich auch "schon" nach 4 Wochen,als meine geliebte Shiva gestorben ist,gemacht)

Ein neuer Hund nimmt dir nicht den Platz im Herzen,den du für deinen verstorbenen darin hast! Aber er bringt(mir zumindest) wieder ein Lachen in unsere Gesichter,und das Gefühl,wieder auf zu leben!

Ich wünsche dir viel Kraft und alles gute

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo

Fühle Dich auch von mir gedrückt und viel Kraft in diesen schweren Stunden.

Grüße Andi

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Du hast das so schön beschrieben, das Leben mit deinem Hund und deinen Abschied von ihr!

Sie fehlen uns, es tut weh ...

Ein neuer Hund wird sie nie ersetzen, das soll er auch nicht, sie bleiben in unseren Herzen!

Aber wir haben große Herzen und da ist Platz, auch für eine andere Hundeseele!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

  • Das könnte Dich auch interessieren

    • Mein Sorgenkind

      Hallo, ich erstelle mal ein neues Thema für den Femo. Wir haben das Ergebnis vom Allergietest und ich war echt geschockt: Futtermilben, Hausstaubmilben, Schimmelpilz, Kräuter, Gräser, Flohspeichel und Rind/Milchprodukte (nur leicht). Zu meinem Erstaunen wurden keine anderen Futtermittelunverträglichkeiten festgestellt. Ich weiß aber auch noch nicht, was alles getestet wurde. Bisher habe ich mit der Ärztin nur telefoniert. In der Praxis heißt das jetzt: Weiterfüttern wie gehabt: Reis mit Dosenfleisch (aktuell haben wir Truthahn, Ente und Wild von Happydog), dazu Karotten, 12g Optimix jeden Abend und einen Schuss Distelöl. Manche Fleischsorten verträgt er mit dem Magen nicht, z.B. Pferd und Lamm. Da müssen wir uns rantasten. Er bekommt morgens eine Tablette Apoquel (wahrscheinlich quasi für immer, da wir weder hyposensibilisieren, noch die Allergene ganz meiden können) und ich kann ihm bei Bedarf eine halbe Tablette abends zusätzlich geben. Das habe ich diese Woche einmal gemacht, als wir tagsüber lange auf der Wiese waren und er abends hochrote Ohren und eine rosa Haut hatte.   Der Kot hat in letzter Zeit stark von der Konsistenz gewechselt. Als ich nur Fleisch und Reis gefüttert habe, war er eine zeitlang zu hart. Da habe ich mehr Wasser hinzugegeben und das öl. Dann ging es. Seit ein paar Tagen war die Konsistenz dann sehr weich, die letzten zwei Tage hatte er Durchfall, allerdings keinen häufigeren Kotabsatz als normal (1-2x am Tag). Gestern Abend hat er das Abendessen nach ner Stunde quasi unverdaut ausgebrochen und heute morgen nur die Fleischstücke rausgepickt. Ich habe beim Arzt angerufen und kann morgen früh eine Kotprobe vorbeibringen. Ich habe Sorge, dass es Giardien sind. Er ist auch ruhiger und langsamer als sonst, hat Blähungen und einmal schien er heute auch Krämpfe im Darm zu haben.   Ich wollte heute Abend mal diese Möhrensuppe kochen, wobei ich die mit Fleisch mischen muss, damit er sie frisst. Bis vor ein paar Tagen hat er noch alles gefressen, was ihm so vor die Nase kam. Er trinkt zum Glück und sein Zustand ist nicht akut kritisch. Aber ich sorge mich natürlich.

      in Hundekrankheiten

    • Mein HUND kratzt an Wänden

      Die machte er noch nie und jetzt auf einmal kratzt er an den wänden rum obwohl man da ist sonst ist er ein ganz lieber HUND. Was kann ich dagegen tun das er nicht mehr an den Wänden kratzen tut

      in Hundeerziehung & Probleme

    • Mein Welpe hält sehr lange ein

      Hallo!  Ich habe seit einer Woche meinen 12 Wochen alten Sheltiewelpen. Er ist wunderbar!  Ich bringe ihm die Stubenreinheit bei indem ich ihn zum spielen, kuscheln, lernen und gassi gehen raushole und sehr gut beobachte.  In den Ruhephasen kommt er in seine Box in der er auch ohne Widerworte einfach pennen geht.  Ich bin die ersten Tage und Nächte alle paar Stunden mit ihm raus. Mittlerweile meldet er sich von alleine falls er rausmuss. Das aber sehr selten.  Denn wenn ich mit ihm einfach so rausgehe würden wir stundenland nur dastehen. Er macht nur, wenn es sehr dringend ist. Wenn ich mit Ihm mit dem Bus fahre und zu meiner Arbeit (ruhiger eigener Laden in dem er Im hinteren Raum einfach pennt solange ich arbeite, es wird jede Stunde nach ihm gesehen, ist er ganz entspannt und macht alles mit. Allerdings muss er höchstens einmal morgens um 7 raus, sein großes Geschäft erledigt er nur ein bis zweimal am Tag. Manchmal pinkelt er bis zu 10 Stunden am Stück garnicht.  Also alles sehr extreme Zeitspannen. Ich mache mir Sorgen dass er das Wetter gerade zu ungemütlich findet, da er schnell wieder rein will, und drinnen darf er ja nicht pinkeln (leider beim Züchter haben die das auf den Fliesenboden im wohnzimmer überall hinmachen dürfen).  Ist das ungesund für den Kleinen so wie er es jetzt handhabt? Er hatte auch extreme Probleme wenn zuviel los war, zu machen. Aber bei uns gibt es kaum ruhige Ecken, es laeuft immer mal Jemand vorbei oder ein Auto fährt vorbei. Das hatte ihn immer gestört dabei. aber wir dachten er muss es lernen auch bei sowas machen zu können. Haben wir ihm damit zuviel Stress zugemutet indem wir verharrt sind und solange gewartet haben bis er gemacht hat?    lg

      in Hundewelpen

    • Hilfe!! Mein hund hat eine riesen wunde

      Hallo erstmal.  Im voraus möchte ich klarstellen, dass ich momentan im Ausland bin undzwar in einem Land, in dem weder Hunde einen Wert haben noch die Tiermedizin.. habe vor einem Monat einen kleinen Welpen "gerettet". Er machte sich eigentlich ganz gut, doch gestern habe ich eine winzige wunde bei ihm entdeckt, etwa so groß wie meine Fingerspitze. Heute morgen war die Wunde so groß, dass ich mich extrem erschrocken habe. Der Allgemeinzustand des Hundes ist normal, also verhält sich wie immer. Aber ich mache mir große Sorgen. Kann mir jemand helfen? Ich weiß nicht mehr weiter 

      in Hundekrankheiten

    • Mein Hund will kein Futter er frist nicht nur leckerli

      Hallo ich mache mir sorgen unser und ist erst 8monate und sie rührt kein Naßfutter an igal was ich brauche einen rat leckerli frisst sie 

      in Hundefutter


×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.