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Hundeforum Der Hund

Empfohlene Beiträge

habe eine interessante beobachtung gemacht. mein balou scharrt immer nach verrichtung seiner geschäfte. jetzt hatte ich 2 wochen einen großen herdenschutzhund in pflege (die rasse weiss ich leider nicht) und bei unserem gemeinsamen spaziergang hat balou kein einziges mal gescharrt.

sollte ich das nicht generell unterbinden?

scheinbar respektiert er mich ja nicht - oder sehe ich das verkehrt?

lg

friedrich

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Genau so ist es. Scharren ist ein eindeutig rangzeigendes Verhalten. Hätte er z.B. in Gegenwart des anderen Hundes gescharrt, wäre es völlig ok gewesen, wenn er dafür auch (heftig) zurechtgewiesen werden würde.

Es zu unterbinden macht Sinn, wenn er z.B. nicht sehr gut auf das Kommando "Komm" reagiert.

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Bei uns scharren fast alle Hunde, wie ist das dann? Es ist keiner dabei, den es stört wenn der andere scharrt.

Viele Grüße

Carmen

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Boomer scharrt auch manchmal nach dem Geschäft.

Hab ich das jetzt richtig verstanden, dass er mich nicht respektiert?:???

Mir ist dieses Scharren eigentlich bisher immer so interpretiert worden, dass meist dann gescharrt wird, wenn ein anderer Rüde vorher da war, und mit dem Scharren halt demonstriert werden soll: Hallo, das hier ist mein Revier!

Bin jetzt doch bisschen erstaunt und erschrocken, hab nämlich bisher immer angenommen, dass Boomer mich respektiert, da er eigentlich prima hört und die von mir gestellten Kommandos auch sofort umsetzt!

Mark, kannst du das noch mal bitte genauer erklären?:o

LG Renate mit Shelly und Boomer

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Charly scharrt auch manch mal.

Ich bin jetzt doch etwas iritiert.

Ich denke, dass Charly mich respektiert.

Karin und Charly

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Ein scharren unterbinde ich nur wenn meine an der Leine sind!

Ute

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Ich bin nun auch ein wenig ratlos,seit ein paar Tagen macht Kenay daselbige nämlich auch!!!

Aber nicht immer,höchstens 2 mal am Tag..

Hören tut er eigentlich super....

Bin auf einen ausführlichen Bericht gespannt!!!

LG

Birgit:???

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Wenn das Lesen einer Duftnachricht dem Lesen einer Zeitung entspricht, dann ist der Urin das Äquivalent der Druckerschwärze. Urin enthält zahlreiche Pheromonmoleküle, d.h. der Urin eines Hundes bietet vielfaltige Informationen. Schnuppert ein Hund auf seinem Spaziergang entlang einem belebten Hundeweg an einem Pfosten oder einem Baum, informiert er sich über das Geschehen.

Ein Baum ist wie ein Schwarzes Brett, auf dem die neuesten Informationen über die Hundewelt zu finden sind. Sicherlich findet man dort keine klassische Hundeliteratur, aber immerhin den letzten Klatsch und Tratsch und persönliche Botschaften. Wenn Hunde an ihrem Lieblingsbaum oder an einer Häuserecke schnuppern, wo auch andere Hunde hinkommen, dann stelle ich mir manchmal vor, wie es wäre, wenn sie laut vorläsen; vielleicht so: "Gigi, ein junger, weiblicher Pudel, ist hier in der Nachbarschaft aufgetaucht und sucht nach einem Gefährten - kastrierte Rüden nicht erwünscht", oder: "Rosco, ein kräftiger, mittelalter Deutscher Schäferhund, gibt hiermit bekannt, dass er der Stärkste im Revier ist und das Gebiet für sich beansprucht. Wer es wagt, ihm den Rang streitig zu machen, sollte sich schon mal um medizinischen Beistand bemühen."

Der wichtigste Unterschied zwischen menschlichen und Hunde"Zeitungen" ist die Tatsache, dass wir den ganzen Artikel, Hunde nur die Überschriften lesen dürfen; dann werden sie mit der leine weiter gezerrt. Viele Hundebesitzer glauben, das Schnuppern am Urin anderer Hunde sei schmutzig und eklig. Es gibt sogar völlig unwissende Hundebesitzer, die ihre Hunde bestrafen, wenn sie versuchen, sich über die Nachbarschaft zu informieren.

Bäume und Pfosten sind als Träger der Urinnachrichten beliebt, weil Rüden bevorzugt vertikale Oberflächen markieren. Duftstoffe, die über dem Erdboden platziert werden, werden durch den Wind weiter verbreitet. Der vielleicht wichtigste Grund, eine senkrechte Oberfläche zu markieren ist jedoch, dass andere Hunde etwas über die Größe des markierenden Hundes erfahren. Denken sie daran, wie wichtig die Körpergröße bei der Bestimmung der Rangordnung ist. Da das Dominanzverhalten bei Rüden einen hohen Stellenwert besitzt, heben sie das Hinterbein, um höher urinieren zu können. Je höher die Botschaft angebracht wird, desto schwerer haben es andere Hunde, sie durch den eigenen Urin abzudecken. Manche Hunde versuchen so heftig, ihre Urinmarkierungen in der Höhe zu platzieren, dass sie dabei fast umfallen.

Wölfe und Hunde markieren ihr Revier und dessen wichtige Stellen aber nicht nur mit Urin, sondern auch mit Kot. Die Analdrüsen der Hundeartigen verleiht dem Kot einen spezifischen Geruch. Damit wird nicht nur das Individuum gekennzeichnet, das den Kot absetzt, sondern auch die Stelle, wo dies geschieht. Hunde sind sehr heikel mit diesen markierten Stellen. Dies erklärt vielleicht das - für viele Menschen - scheinbar sinnlose und komplexe Ritual, das Hunde veranstalten, bevor sie koten. Die meisten Hunde schnuppern zunächst die Umgebung sorgfältig ab; vielleicht suchen sie nach Grenzlinien zwischen ihrem und den Revieren anderer Hunde. Oftmals nutzen sie kleine Erhebungen, einen Felsen, einen abgefallenen Ast oder die unteren Zweige eines Strauches, um dort ihren Kot abzugeben. Auch hier dient die erhöhte Position dazu, den Duft über eine größere Umgebung zu verbreiten.

Die Urin- und Kotmarken werden als Kennzeichnungen des Reviers so wichtig genommen, dass Hunde und Wölfe oft sogar zusätzliche Duft- oder sichtbare Markierungen hinterlassen, damit Fremde sie besser finden. Die meisten männlichen und viele weibliche Hunde kratzen und scharren die Erde mit den Hinterpfoten auf, nachdem sie sich erleichtert haben. Da sie dabei die Erde hinter sich werfen und einige Brocken durchaus auf den Kothaufen fallen können, wurde vermutet, sie könnten versuchen, den Kot und dessen Geruch abzudecken. Aus diesem Grund verscharren zwar Katzen ihren Kot, Hunde jedoch nicht.

Eine andere Hypothese geht davon aus, dass Hunde ihren Kot möglichst weit verteilen wollen. Wenn das stimmte, hätten Generationen von Hunden nicht zielen gelernt, denn ihr Scharren verbreitet den Kot nur selten.

Inzwischen wissen wir, dass Hunde den Boden auf scharren, um ein sichtbares Zeichen zu hinterlassen, das auf ihre Duftmarke hinweist. Andere Hunde werden dieses enthusiastisch eingekratzte Zeichen lesen und wissen, dass hier ein Hund seine Markierung hinterlassen hat. Sie kommen herbei und schnuppern ausgiebig. Nun sind sie wieder über die letzten Neuigkeiten und die Verhältnisse im Revier informiert.

Ein wichtiger Faktor der Duftmarken ist deren Frische. Da Zeit und Wetter den Duft ausdünnen, müssen sie regelmäßig erneuert werden. An der Frische erkennen fremde Tiere daher auch, wie häufig die Revierbesitzer hier vorbeikommen. In Grenzgebieten oder Bereichen, die von mehreren Tieren zu unterschiedlichen Zeiten genutzt werden, können regelrechte "Duftschlachten" ausgefochten werden: Jeder fremde Duft wird von den anderen konsequent überdeckt.

gesehen:http://www.malume.de/uebermich/linksundtipps/diesprachederduefte/

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Sehr interessant,vielen Dank Sabine!!!

Das mit dem "Zeitunglesen"habe ich mir schon gedacht,aber jetzt wissen wir ja auch was das mit dem Scharren auf sich hat.

Danke

Birgit:D

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Puh, Sabine, dein Bericht beruhigt mich jetzt aber!

Mein Hund will also nur den anderen Männern sagen, dass er schon da war!

Boomer akzeptiert mich also wohl noch!

LG Renate mit Shelly und Boomer

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