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Hundeforum Der Hund
Balou

Scharren

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Hallo meine Lola scharrt auch immer ihr Geschäft zu. Sie will doch nur ihr Geschäft damit verdecken. lg Andrea und Lola

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Also, die gelehrten Köpfe sind sich nicht wirklich darüber einig, ob es reine Dominanz ist oder ein Informationsaustausch unter Hunden (ähnlich dem Schnuppern am Hintern)...

Wenn man dies als reine Dominanz auslegt, dann muß natürlich auch jegliches Markieren untersagt werden, denn dies gehört ja in die gleiche Kategorie....

Ich glaube aber zu wissen (*grübelgrübel*), daß Mark es als Dominanz-Gehabe auslegt, er wird sich sicher hierzu noch äußern.:party:

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Dominanzgehabe anderen Hunden oder uns als Mensch gegenüber?

LG Renate mit Shelly und Boomer

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sowohl als auch renate, denn nach der dominanz-theorie hat dein hund dich als chef anzuerkennen und dann steht es ihm einfach nicht zu dominanz zu zeigen, denn das müßtest du an seiner stelle tuen auch anderen hunden gegenüber.

das geht soweit, daß manche leute mit einer sprühpistole über die pfützen ihrer hunde sprühen, um ein drüber-markieren zu imitieren.

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Also sollt ich ihn weiterziehen, wenn er anfängt zu scharren?

Mit ner Sprühflasche mag ich nämlich nicht unbedingt spazieren gehen!:(

Dann kann ich ihn auch daran hindern, irgend wo zu markieren, ist das richtig so?

Ist nämlich schon lästig, wenn er jeden Laternenpfahl und Grasbüschel anpieselt und wir nur mühsam vorwärts kommen!

LG Renate mit Shelly und Boomer

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Das Therma "Scharren" scheint für einige Verwirrung gesorgt zu haben. Ich versuche mal ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen:

  1. Rüden scharren im Durchschnitt deutlich mehr als Hündinnen.
  2. An den Pfoten befinden sich "Drüsen", die sich teilweise entleeren beim Scharren.
  3. Häufiges Scharren (noch schlimmer - verbunden mit leichtem Knurren) ist eindeutiges Imponiergehabe.
  4. Scharrt ein unkastrierter Rüde in Gegenwart eines selbtsicheren anderen Rüden, ist ein Angriff oder eine deutliche Zurechtweisung des anderen Rüden zu beobachten.
  5. Sehr häufiges Scharren führt auf Dauer dazu, dass der eigene Hund schlechter hört.

Es ist sehr deutlich zu beobachten, dass diejenigen Besitzer kaum in der Lage sind Ihren Hund zuverlässig (unter Ablenkung eines drohenden anderen Hundes !!!) abzurufen, die dem Scharren gleichgültig gegenüberstehen.

Selbstverständlich wird durch das Scharren die Hierachie innerhalb des menschlichen Rudels nicht grundsätzlich infrage gestellt, aber der eigene Hund wertet seine eigene Postion im Verhältnis zur Umwelt und damit auch zum Menschen auf.

Im Übrigen scharren nur dominante Rüden. Bei Hündinen ist Scharren sowieso weit weniger interessant, da es im Verhältnis zu Rüden bei weitem nicht so häufig auftritt.

Um es mal kurz zu machen: Ich verbiete meinen Hunden generell das Scharren. Wer das nicht tut, darf sich auch nicht beschweren, wenn sein eigener Hund von einem anderen selbtsicheren Hund, wenn er in dessen Gegenwart scharrt, mal so richtig verhauen wird.

Zudem trägt das Unterbinden des Scharren auch maßgeblich dazu bei, die eigene Führung zu festigen und führt somit zwangsläufig dazu, dass die Hunde Kommandos (...unter Ablenkung!!) schneller umsetzen. Denn für die meisten ist ja das Befolgen der Kommandos unter Ablenkung (anderer Hund, Wild, Hasen ...) extrem schwierig. Meine Beobachtung tendiert dahin, dass gar über 99% aller Hundebesitzer Ihren Hund in derartigen Situationen nicht abrufen können. Und dann dem Hund das Scharren zuzugestehen macht natürlich gar keinen Sinn.

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Danke Sabine und Mark das ihr das Thema so gut aufgeklärt habt:respekt:

Wie ich schon mal erwähnt habe,scharrt Kenay ganz selten.

Ich habe ihn aber dann auch immer sofort abgerufen(erst ein lautes Aus),und er kommt auch sofort.

Dominant ist er schon ein wenig,aber er hält sich bei stärkeren oder älteren Rüden auch zurück.Aber auch bei kleineren Hunden hat er eigentlich kei großes Dominanzgehabe,würde ich auch nicht zulassen.

Aber jetzt werde ich mal verstärkt auf seine Reaktionen schauen wenn wir andere Hunde treffen.....

Gruß

Birgit

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Auch von mir ein Dankeschön!

War sehr aufschlussreich und lehrreich die Ausführungen von euch, Mark und Sabine!

Hab wieder einiges dazugelernt und werde es in Zukunft auch umsetzen!

Bei diesem Thema ist mir aufgefallen, dass unser Pflegeschäferhund, der n i e Probleme mit anderen Hunden, Rüde oder Weibchen hat, noch nie gescharrt hat!

LG Renate mit Shelly und Boomer

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Ich schließe mich im Prinzip den ausführlichen und sehr tollen Erklärungen von Mark und Sabine an, habe aber bei Bloch etwas dazu gelesen, was ich Euch nicht vorenthalten möchte. Er schreibt sinngemäß, daß sich der Ranghöhere, der sich seiner Postition sicher ist, nicht krampfhaft darum bemühen muß, daß zu jeder Zeit diese festgeschriebenen Regeln eingehalten werden. Das heißt, wenn ich eine gute Führung und Bindung habe, dann kann ich auch mal großzügig darüber hinwegsehen, wenn mein Hund etwas tut, was man "landläufig" als Dominanzgeste empfinden würde.

Habe ich ein generelles Führungsproblem, dann würde ich es auch verbieten, bis meine Position im Team entsprechend verfestigt ist. Mein unkastrierter Rüde läßt sich übrigens wunderbar stören, abrufen und unterbrechen, wenn er scharrt und er tut es fast ausschließlich nachts auf unserem letzten Gang.

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[sMILIE]Bloch....mein Held !!![/sMILIE]

Der ist wirklich klasse, einmalig, wo er Recht hat, hat er Recht.

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