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Hundeforum Der Hund
Balou

Scharren

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Er schreibt sinngemäß, daß sich der Ranghöhere, der sich seiner Postition sicher ist, nicht krampfhaft darum bemühen muß, daß zu jeder Zeit diese festgeschriebenen Regeln eingehalten werden. Das heißt, wenn ich eine gute Führung und Bindung habe, dann kann ich auch mal großzügig darüber hinwegsehen, wenn mein Hund etwas tut, was man "landläufig" als Dominanzgeste empfinden würde.

Habe ich ein generelles Führungsproblem, dann würde ich es auch verbieten, bis meine Position im Team entsprechend verfestigt ist. Mein unkastrierter Rüde läßt sich übrigens wunderbar stören, abrufen und unterbrechen, wenn er scharrt und er tut es fast ausschließlich nachts auf unserem letzten Gang.

Kann ich nur unterstreichen ... genau so ist es! Da es allerdings innerhalb der als Dominanz ausgelegten Ausdrucksarten und Verhaltensweisen auch Abstufungen gibt, lässt sich das "Scharren" als eine mittelstarke Ausdrucksform einordnen. Daher bin ich von Anfang an dazu übergegangen, es zu nicht zu tolerieren.

Jeder kann sich ja mal selbst überprüfen inwieweit sein, vorsichtig ausgedrückt, Führungsanspruch akzeptiert wird. Wie? Ganz einfach: Wenn der eigene Hund häufig scharrt, dann verbietet man ihm an den folgenden zwei Tagen jegliches "Scharren". Wenn er ab dem Zeitpunkt von allein nicht mehr scharrt (über einen längeren Zeitraum), dann ist alles ok.

Wetten, dass das jedoch bei den wenigsten funktioniert? Warum? Auch relativ einfach zu beantworten: Weil man eben noch andere Dinge toleriert oder sich der Manipulation durch den eigenen Hund gar nicht bewusst ist und somit nicht nur über eine Dominanzgeste hinwegsieht, sondern täglich wahrscheinlich über relativ viele andere auch.

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Jeder kann sich ja mal selbst überprüfen inwieweit sein, vorsichtig ausgedrückt, Führungsanspruch akzeptiert wird. Wie? Ganz einfach: Wenn der eigene Hund häufig scharrt, dann verbietet man ihm an den folgenden zwei Tagen jegliches "Scharren". Wenn er ab dem Zeitpunkt von allein nicht mehr scharrt (über einen längeren Zeitraum), dann ist alles ok.

Wetten, dass das jedoch bei den wenigsten funktioniert? Warum? Auch relativ einfach zu beantworten: Weil man eben noch andere Dinge toleriert oder sich der Manipulation durch den eigenen Hund gar nicht bewusst ist und somit nicht nur über eine Dominanzgeste hinwegsieht, sondern täglich wahrscheinlich über relativ viele andere auch.

Mark, du hast mal wieder Recht!

Seit das Thema hier aktuell ist, hab ich unserem Boomer das Scharren untersagt.

Er macht es zwar weniger und hört sofort damit auf, wenn ein "nein" von mir kommt, aber so ab und zu macht er es eben doch noch!

Ich denke auch, dass wir täglich ne Menge Dominanzgesten ganz einfach übersehen!

Aber wenn das Zusammenleben im Grossen und Ganzen ohne Komplikationen klappt, können wir, glaube ich, getrost über einige Gesten hinwegsehen bzw. sie nicht bemerken, oder?:D

LG Renate mit Shelly und Boomer

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Sicherlich, da gebe ich dir Recht Renate. Aber leider ist das Verständnis unter Hundebseitzern nicht immer optimal; vielfach aufgrund eines Informationsdefizits.

Ein nettes Beispiel durfte ich heute wieder beobachten:

Es treffen sich ein Rhodesian Ridgeback Besitzer (Rüde, unkastriert) und ein Dobermann Besitzer (ebenfalls Rüde, unkastriert) auf einer großen Wiese. Der Ridgkeback fixiert den Dobermann, richtet seine Rute auf und beginnt zu scharren. Der Dobermann nähert sich dem Ridgeback mit gesenktem Kopf, einem langsamen und hölzernd wirkenden Gang. Als der Ridgeback nunmehr flieht, greift der Dobermann an und ordnet den Ridgebeck massiv unter.

Resultat: Der Ridgeback-Besitzer schreit lauthals was für eine aggressives "Miststück" doch der Dobermann sei und warum der Besitzer nicht eingreift. Dabei war dem Ridge-Besitzer überhaupt nicht klar, dass sein Hund mit der Aggressionsspirale begonnen hat und völlig zu Recht massiv attakiert wurde. Zudem konnte man erkennen, dass das Verhalten des Ridge aufgrund des Fluchtmanövers, nicht von Selbstsicherheit geprägt war. Letztlich war völlig klar, dass eine Flucht nicht akzeptiert wird (nur regungsloses Stehenbleiben mit abgewendetem Kopf wäre erfolgversprechend gewesen).

Fazit: Der Ridge-Besitzer war vollkommen auf dem Holzweg und hat sich völlig zu Unrecht aufgeregt. Hinzu kommt bei Rhodesian Ridgebacks noch, dass sie aufgrund des Kamms, quasi eine "Dauerbürste" haben und permanent eine Imponierhaltung einnehmen.

Es war zudem alles innerhalb weniger Sekunden erledigt und ich habe als Beobachter dem Ridgeback Besitzer geraten doch mal, wenn es auch nur wenige Minuten am Tag sind, einen Blick in ein vernünftiges Hundebuch zu werfen um sich zu bilden und nicht sich nicht so unglaublich lächerlich mit seinen Aussagen zu machen.

Einen Hund zu besitzen verpflichtet normalerweise zur Information.

Aber leider Gottes laufen viele Hundebegegnungen insbesondere zwischen unkastrirten Rüden genau so ab.

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@Mark, zu deinem Beispiel habe ich nun eine Frage:

Mein Boomer meint auch manchmal, im Beisein eines anderen Rüden, mal grad eben mit dem Scharren anfangen zu müssen.

Ich unterbinde dies sofort, aber nehm ich dadurch die Spannung aus der Situation raus und kann ne Rauferei verhindern, die ja dann eindeutig meine "Stinksocke" angezettelt hat?

Ich muss dazu sagen, dass Boomer, wenn sein Gegenüber auf ihn zukommt, nicht davon läuft, er stellt sich der Situation.

Es kommt auch nicht immer zu einer Rauferei, in der letzten Zeit eigentlich so gut wie nie, aber trotzdem regt mich sein Imponiergehabe schon auf!

Wäre schön, wenn du mir dazu etwas sagen könntetst, oder wie ich mich verhalten soll.

LG Renate mit Shelly und Boomer

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Wenn Boomer im Beisein eines anderen Rüden mit dem "Scharren" beginnt, dann solltest du dies NICHT unterbinden. Das kommt einem "Gesichtsverlust" deines Hundes gleich.

Besser ist es in Situationen, bei denen er scharrt ohne das jemand zugegen ist, dies zu unterbinden. Dann jedoch konsequent und IMMER. So z.B. wenn er markiert, Kot ablässt oder eine Ressource in Besitz hat und durch "Scharren" seinen Anspruch hierauf der Außenwelt mitteilt.

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Mark

Besser ist es in Situationen' bei denen er scharrt ohne das jemand zugegen ist, dies zu unterbinden. Dann jedoch konsequent und IMMER. So z.B. wenn er markiert, Kot ablässt oder eine Ressource in Besitz hat und durch "Scharren" seinen Anspruch hierauf der Außenwelt mitteilt.

Das mache ich ja schon ein paar Tage lang, funktioniert auch ganz gut.

Aber Kot ablassen muss er doch! Er macht bei jeder Runde auch nur einmal "grosses Geschäft", das kann ich doch nicht unterbinden?:???

LG Renate mit Shelly und Boomer

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@Renate: nicht das Markieren und Kot ablassen selbst unterbinden, sondern das "Scharren" danach! (sofern er es machen sollte)

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Achso, tschuldigung, hab ich falsch verstanden! Bin halt blond!:so

Aber trotzdem Danke!:klatsch:

Du hast mir auf jeden Fall weitergeholfen!

LG Renate mit Shelly und Boomer

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Nabend,

es wird viel über die Rüden geschrieben, aber auch mein kleines " zickenkind " ( W und kast. ) hat dieses Verhalten nach ihrem großen Geschäft. Meist allerdings nur im Wald. Warum? Keine Ahnung aber ich denke mal nur weil der Boden dort weicher ist. Dies geschieht meist aber auch nur mit Blick in die Fremde und nicht direckt in meine Richtung. Da sie sowieso ein kleines Sensibelchen ist werde ich das auch nicht unterbinden. Weil ich denke das wir 2 doch schon eine gute Bindung untereinander haben, denn würde ich dies mit einem " nein " unterbinden kommt ein tiefergelegter Hund zurück zu mir und weiß wiedereinmal nicht was sie FALSCH gemacht hat.

Ich denke mal das auch der Charakter vom Hund ne große Rolle dabei Spielt. In disem Sinne....

73 an alle......

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Sie wüsste schon was sie falsch gemacht hat. Auch bei Sensibelchen ist Scharren eine Imponiergeste (genauso wie starrer Blick usw.). Man nimmt es nur gerne nicht in der Weise wahr.

Aber bei einer kastrierten Hündin, kannst du auch locker darüber hinwegsehen, wenn sie gut und zuverlässig hört und nicht allzu "rüde" mit anderen Hündinnen umspringt.

Es ist ja nur eine der vielen Ausdrucksweisen mit Imponiergehalt. Unkastrierten Rüdenbesitzern kann ich allerdings nur dringend empfehlen, das Scharren nicht zuzulassen.

Letztlich muss es jeder selbst wissen, nur eines darf man nie vergessen: Wenn der eigene Westie oder Yorkie scharrt und dann von einem Boxer, Dobermann oder anderen großen Hund "platt" gemacht wird, dann hat der kleine scharrende Hund die erste Aggression gesetzt. Dann darf man auch nicht "heulen", wenn er dafür "verprügelt" wird.

Insbesondere bei kleinen Hunden, sollte man schon aus Gründen der Sicherheit dafür sorgen, dass man Ihnen nicht zu viele Freiheiten lässt. Aber genau das ist das Problem, gerade bei kleinen, niedlichen Hunden sieht man sehr gern darüber hinweg oder macht sich erst gar keine Gedanken und sieht nur den bösen großen Hund, der meinen ach so niedlichen Kleinen in die Mangel nimmt.

PS.: Wusstet Ihr schon, dass lt. einer langjährigen Sudie Westies als extrem aggressive Hunde eingestuft wurden?

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