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Hundeforum Der Hund
Andrea2011

"Hundeplatz-Modus" aufheben? Wie?

Empfohlene Beiträge

Hi Andrea,

hm - dann lass' du doch mal Fünfe gerade sein und akzeptiere, dass HuPla und Draußen für deinen Hund 2 Paar verschiedene Schuhe sind ;)

- auf dem HuPla hast du einen "sicheren" Bereich mit kontrollierten Situationen

- auf dem HuPla werden "einstudierte" Verhaltensmuster -zwar vom Ablauf her leicht abgewandelt, aber vom Inhalt her gleich - "abgerufen". Hierbei hat dein Hund Sicherheit, weil du deine Erwartungshaltung ganz klar definierst, und Paula sie deshalb ganz klar lesen kann.

- "Draußen" fehlt DIR die Sicherheit des HuPla, weil Draußen eben noch ganz andere Komponenten/Umwelteinflüsse dazukommen, die auf dem HuPla fehlen. Das allein verändert schon deine innere Haltung ;)

- auf dem HuPla ist ganz klar definiert: Volle Konzentration - sowohl vom Hund als auch vom Halter; mal ganz ehrlich: Bist du "Draußen" auch so voll konzentriert während des gesamten Spaziergangs? Oder hat der Spaziergang für dich nicht auch eine ganz andere Intention ;)

- last not least: Auch die anderen Ha-Hu-Gespanne auf dem Hundeplatz "arbeiten" konzentriert zusammen; die Interaktion zwischen den Hunden ist somit eine andere als "Draußen"... ;)

Mal ganz ehrlich - HuPla ist "Arbeit", aber der Spaziergang soll doch dem HUND Gelegenheit geben, zu entspannen und seinen Bedürfnissen nachgehen zu können.

Ich vermute, dass Paula "Arbeit" ganz klar definiert, weil DU auf dem HuPla auch ganz klar bist, während du beim Spaziergangs schwankst zwischen "Der Hund darf" und "der Hund soll" ;)

Wenn du "Draußen" die Lektionen vom HuPla üben willst, dann übe sie bitte zunächst OHNE Ablenkung. Immer mal wieder eine kurze Übungseinheit von wenigen Minuten, locker eingebaut in den Spaziergang, wenn mal nichts Anderes los ist.

Leinengezerre, weil sie zu einem anderen Hund will, ist eine Situation die du Schritt für Schritt erarbeiten solltest.

Oberste Priorität: Kontakt ist nur ohne Leine erlaubt. DEINE Freigabe von Paula ist die Erlaubnis zum Kontakt. Meine Hunde bekommen dazu das Kommando "(dann...oder ok, "Geh").

Bei der Annäherung an der Leine bestimmst DU das Tempo.

Tempo aus Paula nimmst du raus, indem du

- ein Kommando nutzt, z. B. "Sitz"

- die Richtung wechselst und dich vom anderen Hund weg bewegst

Wichtig ist, dass Paula die Verknüpfung herstellt: Sie hat bei dir zu bleiben und DEIN Tempo anzunehmen, und es ist DEINE Entscheidung, ob sie zu dem anderen Hund darf oder nicht.

Wenn du das einüben willst achte darauf, dass auch der andere HuHa die Zeit mitbringt, die DU für diese Lektion brauchst - viele HuHa bleiben selber stehen und halten ihren Hund bei sich, wenn sie merken dass der andere Hund Probleme macht (und sei es auch nur Leinengezerre).

Paula wird NUR aus der Ruhe zum anderen Hund gelassen (und natürlich nachdem du mit dem Halter geklärt hast, ob ein Kontakt erlaubt ist ;) ), d. h.: sie MUSS zumindest einige Schritte ohne Zerren bei der Annäherung neben dir gelaufen sein, sie MUSS ganz ruhig stehen bleiben oder sitzen, wenn du sie ableinst und sie MUSS auf deine Erlaubnis warten, zum anderen Hund gehen zu dürfen.

Du wirst viel Geduld brauchen, um das alte Verhaltensmuster von Paula durch ein Neues zu ersetzen, vor Allem aber viel Konsequenz - sonst fällt Paula immer wieder in ihr Leinengezerre zurück.

Ich bin aber davon überzeugt, dass du schon nach wenigen Tagen konsequenten Handelns erste Erfolge bei Paula feststellen wirst ;)

Einen Fehler solltest du aber nicht machen: ist Paula dir doch mal irgendwie weggefluscht...rufe nicht irgendwelche Kommandos hinterher...geh lieber ganz in Ruhe hin, hole sie ab, entferne dich ein Stück ... und nähere dich langsam und geordnet (du glaubst gar nicht, wie viele andere HuHa den Willen dazu aufbringen, dich diese Korrektur machen zu lassen ;) ).

Ein Tipp noch zum Abschluss: bei einem zerrenden Hund empfehle ich den Einsatz eines Geschirrs - einfach weil du durch das Halten am Mittelsteg oder Griff eine bessere Kontrolle (auch bei Richtungsänderungen, die der Hund mal nicht mitmachen will) hast; außerdem kann dir der Hund nicht so vor den Füßen rumzappeln wie mit Leine und Halsband UND du hast nicht jedesmal den Ruck im Genick des Hundes...

Ich wünsche dir viel Spass und Erfolg beim Üben :winken:

Edit: Au weia... :wall: - hab' mal wieder so lange geschrieben, dass ich die anderen Beiträge erst jetzt gelesen habe... :whistle

Chrystal: Impulskontrolle wäre hier angesagt... und ich habe meine Hunde IMMER im Blick - ich erwarte ja auch von meinen Hunden, dass sie MICH immer im Blick haben, und DAS ganz entspannt... ;)

Lennart: Stimmt, im "Training" sind meine Hunde immer :D - Training ist eben nicht nur auf die Arbeit auf dem HuPla beschränkt... sondern auf die Verhaltensregeln im Leben mit mir... und DIE sind überall gleich :D

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Ich kann dir nur empfehlen.

Such dir einen Trainer, der Gruppenstunde draußen macht.

Eine Mobile Hundeschule wenn du so willst^^

(Da hast du zum einen einige andere Hunde, man ist an der unterschiedlichsten Orten, du wirst "kontrolliert" also man schaut auf dich und deine Haltung - wie du dich draußen mit deinem Hund gibst und du hast die Sicherheit die du auch aufm Hundeplatz hast - es ist ja ein Trainer da^^)

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Kenne einige Hunde die diesen Platzgehorsam haben und deshalb habe ich damals auch nach einer HS gesucht die auch die normalen Alltagssituationen übt also runter vom Platz

ich würde an deiner Stelle auch zu jeder Gelegenheit beim normalen Spaziergang Übungseinheiten machen

Lg Birgit

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Hunde lernen zunächst situations- und ortsgebunden. Das Verhalten auf dem Hundeplatz ist somit also nicht ungewöhnlich. Jetzt liegt es an Dir, Gelerntes auch nach draußen und vor allem in den Alltag zu transportieren.

Ein Hundeplatz bzw. der Besuch einer Hundeschule sollte eher dazu dienen, den Menschen zu vermitteln, wie man mit dem Hund trainiert. Machen muss man das dann selbst, erst Zuhause, dann im Garten und dann auch außerhalb mit steigender Ablenkung.

Das Üben in der Hundeschule sollte nur ein sehr geringer Bruchteil von dem sein, was man erziehungsmäßig tatsächlich zu leisten hat.

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Chrystal, da hast Du absolut Recht.

Edit: vreni76, Du auch.

Auch draußen können definierte Trainingseinheiten, die für den Hund erkennbar sind dafür sorgen, dass er DANN besonders gut arbeitet, sonst aber nur so lala.

Moni hat die innere Einstellung und damit verbundene Singale angesprochen, die dem Hund sagen, wann Trainingsmodus angesagt ist und wann "normales Leben".

Daher finde ich es sinnvoll einem Hund die einmal gelernten Kommandos immer mal in unregelmäßigen Abständen unter unterschiedlichen Bedingungen abzuverlangen - immer unter Einbeziehung seines gerade in dieser Situation vorherrschenden "Leistungsstandes".

So kann sich kein Trainingsmodus manifestieren.

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Originalbeitrag

Chrystal: Impulskontrolle wäre hier angesagt... und ich habe meine Hunde IMMER im Blick - ich erwarte ja auch von meinen Hunden, dass sie MICH immer im Blick haben, und DAS ganz entspannt... ;)

Danke. Die funktioniert bei mir schon nicht, wie soll ich sie dann von meinem Hund verlangen.

zurück zum Thema: Mit der Impulskontrolle ist das aber wieder so wie im Training. Da kann sie es. Da lässt sie sich von geworfenen Leckerchen abrufen, macht Sitz, Platz, Purzelbaum, was immer ich von ihr verlange BEVOR sie sich an das Leckerchen vor ihr macht, kehrt im vollen Lauf auf mein kleinstes Signal hin um, usw. Im Training klappts, im echten Leben, nun ja.

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Danke. Die funktioniert bei mir schon nicht' wie soll ich sie dann von meinem Hund verlangen.

hast du da nicht ein smiley hinter vergessen, dieses: :Oo

Nimm's mal locker, nobody's perfect ;) (da sprech ich aus EIGENerfahrung... :Oo )

Zur Impulskontrolle wie du sie übst fällt mir DAS spontan ein:

Lass sie NICHT das Leckerchen nehmen, dass du ihr als Objekt der Begierde hinlegst, sondern nehme das weg und gib ihr zur Belohnung ein anderes.

Zum Beutetrieb: Machst du mit ihr ein Jagdtraining, also ist Beute für deinen Hund klar definiert?

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Hi nochmal,

hier mal ein Video von einem Spaziergang im Zeitraffer - so ungefähr meine ich das.

Halt immer mal wieder Sachen abfordern - einfach so, oder wenn man meint, der Hund ist gerade mit dem Kopf zu weit weg...

...habe lange überlegt, ob ich das Video einstellen soll, denn das sieht da so aus, als ob ich den armen ständig rumkommandiere...ist aber nicht so. Normalerweise sind die Freien Zeiten viel länger - ist nur für das Video so kurz hintereinander.

Minos ist auch nicht immer so ein Streber - war halt wenig Ablenkung im Spiel.

....wie schrecklich, wenn man seine eigene Stimme hört - klingt ja wie Kermit der Frosch...grausig... :zunge::zunge:

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....zum Ständigen Hochziehen muss ich zu meiner Verteidigung anmerken, dass ich einen kleinen Anflug von Männergrippe hatte - bekanntlich schlimmer, als einen Arm zu verlieren.. :D:D:D

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@ Luftkraft

Was ist Männergrippe?

Zum Thema mobile Hundeschule. Ich hab hier leider nur eine - und die ist Mist. Ich hab die Teams und die Trainerin (die ich kenne, weil ich dort damals mit Nero war und dort weg bin, weil sie mir zu grob zu den Hunden war) hier in der Stadt "üben" gesehen. Sie hat einer Halterin den Wuff abgenommen und ruckte ihn über den Parkplatz. Leinenruck par exellence. Schritt zu weit vor - Ruck - Gucken - Ruck und so weiter. Das sah echt übel aus! Das waren keine kleinen Ruppels, um den Hund daran zu erinnern, dass da noch wer die Leine in der Hand hat, das war hochrucken mit Verlust des Bodenkontaktes...

Damals mit Nero wars ähnlich. Ruck hier, Ruck da. Und ich Depp habs anfangs mitgemacht... Eskaliert war es dann, als Nero keinen Bock auf eine Übung hatte und sich feixend auf dem Boden gerollt hat. Sie riss mir quasi die Leine aus der Hand und riss den armen Hund am HB hoch! Er schmiss sich sofort wieder hin, dieses Mal nicht feixend, sondern mit eingeklemmter Rute... Und wieder riss sie ihn hoch und bugsierte ihn auf die Läufe. Und Riss ihn durch den Parcours (Slalom zwischen den anderen Teams durch). Nero ging keinen Schritt, sie hat ihn auf dem Allerwertesten hinterher gerissen. Ich hab im Schreck erst doof da gestanden und bin dann abgegangen wie eine Rakete. :wall: Naja, von da an trennten uns die Wege. Da geh ich nicht freiwillig wieder hin. :wall:

Falls einer eine mobile Hundeschule im Großraum Neustadt am Rübenberge / Schwarmstedt kennt, die nicht 30 € / Stunde haben möchte, immer her damit.

Ok, genug Gequatsche :D

Wenn wir so unterwegs sind, fordere ich immer etwas ein. Rückruf, Such, Nimms mit etc. Mache ich das nicht, sucht sie sich ihre Beschäftigung selbst, und das kann dann schon mal eine lustige Reh-Hatz quer über die Felder sein :wall: Ohne mich. Dann lieber den Hund mit kleinen Komandos gängeln :D

Hier auf dem Dorf wird noch die Ansicht vertreten, dass die Hunde mal Schnüffeln müssen... Ist ja nett gedacht, aber eine 7 Kilo Hupe (Sorry! Ich find die meisten ja auch niedlich!) ist im Zweifel immer schnell an der Flexi zurück geangelt, bei fast 30 Kilo ist das net lustig. Und hier munter rufen, Paula hätte Zwingerhusten, Flöhe, Milben oder wäre bissig... Naja, die lebt der Buschfunk noch und das könnte zu interessanten Gerüchten führen... Als ich noch "Stadtkind" war, hab ich das ganz dreist gemacht. Zwingerhusten (und gleich dahinter: ist ein resistenter Virenstamm! Die Behandlung hat mich schon richtig Geld gekostet!) hält sowohl Hund als auch Halter fern. :D

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