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polar-chat.de  Der Hund
Amira67

Laberfred Mantrailer

Empfohlene Beiträge

@raudi:

Lemmy pieselt auch, besonders an Schwierigkeiten :) Gerne markiert er die Stellen, die er ausgeschlossen hat :D

Muss ich immer ein wenig im Blick haben, denn manchmal beschäftigt er sich da ein wenig zu ausgiebig mit der Ecke :Oo

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Friederike du bist echt ein Schatz :kuss:

Das mit der Rute wusste ich gar nicht und war mir bis dato gar nicht bewusst!

Das ist mir echt eine grosse Hilfe! DANKE

Amira wär von dem her eben schon sehr toll, weil Nase immer am Boden, auch auf den Spaziergängen sucht sie immer Fährten, wenn sie nichts zu tun hat... :Oo

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Und bei uns war das letzte Mal alles kontaminiert... :Oo

Das hat mich innerlich auch so genervt.

Ich habe ja schon mal im Schnee am Abend vorher für ein paar Leute Trails gelegt und

die Hunde waren echt super. :)

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Schnee scheint gutes Arbeitsmaterial zu sein - die Hunde am Dienstag waren echt 1a drauf :)

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Ich habe den Eindruck, dass das "Spiel" noch überhaupt nicht verstanden worden ist. Wenn die Verknüpfung fest sitzt, wird auch zielstrebig gesucht und viel weniger Nebengeschäfte betrieben. Hier wirkte es auf mich, wie ein entspannter Spaziergang über eine grüne Wiese......

Im Einzelnen:

- Startsequenz

Wir finden ein Startritual, dass identisch abläuft sehr hilfreich. Zunächst die Vorbereitungen und erst wenn ich soweit fertig bin, wird gestartet. Ggf. Geschirr anlegen, umschnallen, Tüte und los dauert dann nur wenige Sekunden und die Spannung bleibt erhalten

- Ausrüstung

Geschirr sitzt für mich nicht optimal (aber ok für den Beginn) und ich hatte den Eindruck, dass die Tasche Dich in Deinen Bewegungen behindert.

- Kommandos auf dem Trail

Wir geben nur einmal das Trail-Kommando (meine sind "Lauf, Forrest, Lauf" oder für Shania "Hol sie/ihn Dir" und das mit Energie. Wenn ich den Hund auf dem Trail stoppen muss (Straßenüberquerung oder sonstwas) gibt es ein Kommando zum Anhalten und eines zum Weitersuchen.

An einer Stelle habe ich auch das typische "Flächensuchkommando" (ausgestreckter Arm nach vorn) gesehen

- Stellung zum Hund

hatte Friederike auch schon genannt - konsequent hinter dem Hund bleiben

Leinenspannung bleibt erhalten, wenn die Hunde triebig suchen

- Nebengeschäfte

zeigt mir in diesem Fall, dass das Spiel nicht verstanden wurde und Mäuse suchen viel interessanter war

- Ablenkung durch Wild

nein, Suchen in der Stadt ist nicht einfacher. Selbst mitten in Hamburg wimmelt es von Wild - Mäuse, Ratten, Kaninchen, Füchse, Waschbären. In den Vororten kommen jede Menge Katzen und andere Hunde, Geflügel und Rotwild dazu)

- Art der Suche

Nase auf der Erde bedeutet nicht zwangsweise, dass der Hund intensiv trailt. Ich kenne viele Hunde, die fantastisch halbhoch oder sogar hoch suchen. Hier scheint mir eher, dass wir diese Art der Suche gerne sehen möchten

- Auffinden der VP

War für mich eher, dass die VP aktiv auf Amira zugeht. Was zu diesem Zeitpunkt für mich richtig ist. Es zeigt aber, dass (siehe oben) die Verknüpfung Geruch-Spur-Mensch-SUPER noch nicht gefestigt ist

Meine Überlegungen, wenn Ihr beim Trailen bleiben möchtet:

Den "Jackpot" herausfinden

Spannung aufbauen

Von vorne anfagen - kurze Trails

Wechselnde Gebiete (gerne auch ruhigere Wohngebiete)

nur eine Größe beim Trail legen änderen (wenn Länge, dann einfacher / wenn schwierige Suchsituation (Riesenkreuzung, Wetterbedingung, Versteck der VP), dann kürzer

Wie ich zum Trailen gekommen bin? Was kann man mit einem Beagle schon anderes machen..... Ernsthaft. Für Emma und mich habe ich etwas gesucht, was uns beiden Spaß macht. Emma kam mit 2 1/2 zu uns, ehemaliger Laborbeagle. Dies ist natürlich auch eine Rasse, die für genau diese Art der Arbeit gezüchtet wird. Dann haben wir da noch Bluthunde und tun uns daher im Trailen relativ leicht. Und wir trainieren mit ganz viel Spaß für unsere Einsätze. Fotos auch vom Training sind unter "Hounds von der Ostsee" eingestellt.

Viele Grüße

Ute

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Danke Ute für dein ausführliches Posting.

Sehr interessant und lehrreich. :)

Hm... ich glaube auch wir sollten von ganz vorne anfangen, frag mich gerade ob ich

zu den Einsteigern gehen soll, wenn ich eine neue Gruppe anschreibe?

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Schnee ist wie Wasser (Regen und Flüsse usw.) sie ziehen die Gerüche an und verstärken Sie.

Wir hatten letztes Jahr ein tolles Trailer Seminar zu diesem Thema.

Was aber beim Schnee zu beachten ist: Der Schneeräumer.

Man weiß nie in welche Richtung er die Gerüche geschoben hat. Es sei denn der Trail ist frisch.

Wenn die Hunde noch Schwierigkeiten haben von schwach zu starken Gerüchen (oder äter und frischer) zu unterscheiden, sollte man dringend darauf achten, den Hund nicht zu weit in die Falsche Richtung gehen zu lassen... Der Helfer muss daher wissen, wo das Opfer lang gegangen ist, um eine zu lange Suche in die falsch gelegte Fährte durch den Schneeräumer, zu vermeiden...

Ich bin zwar Flächensucher, aber in unserer Trailerstaffel Helfer bei vielen Hunden :-) u.a. bei unserer Ausbilderin :-)

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Was mir noch aufgefallen ist, ich weiß nicht, obs schon jemand gesagt hat, wenn ja haut mich .-)

1. Die Leine ist zu lang, 5-7 m reichen völlig.

2. Die Leinenspannung. Die Leine sollte immer unter Spannung stehen und nie nie nie nie durchhängen...

3. Versuche immer hinter deinem Hund zu sein... Sonst kanns dir passieren dass sie in deine Richtung läuft, und auch nicht wenden will...

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Originalbeitrag

Hm... ich glaube auch wir sollten von ganz vorne anfangen, frag mich gerade ob ich

zu den Einsteigern gehen soll, wenn ich eine neue Gruppe anschreibe?

Hm, das weiß ich natürlich für dich nicht. Du sagtest ja, inzwischen arbeitet ihr anders/besser.

Wir hatten im Team eine HF mit einem älteren Schäfermix. Benji - seit einem Jahr im Regebogenland.

Der hatte wohl vorher, bevor er in unsere Gruppe kam anders gearbeitet und meine Trainerin meinte, er sei nicht sehr deutlich in der Körpersprache, außerdem wohl auch die HF nicht. Ich selber fand den Hund super zu lesen -schön langsam für mich Anfänger :D - aber er wurde nachher noch viel deutlicher.

Es muss also nicht zwingend alles neu aufgebaut werden, und ich kann mir vorstellen dass, wenn du die neue Trainerin/den neuen Trainer informierst wie es gelaufen ist, dann wird er sowieso erstmal einen "Anfängertrail" mit euch machen, um zu sehen wo ihr steht.

Von da an kann er/sie ja auch besser einschätzen, wo ihr am besten weiter macht. :)

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Ich würde einfach fragen, wie die Vorgehensweise in der Gruppe ist.......Wir trainieren die Anfänger- und die erfahrenen Hunde gemeinsam. Die "jungen" Hunde kriegen kürzere Trails ohne größere Schwierigkeiten.

Beispiel:

Letzes Wochenende haben im Fischereihafen in Travemünde trainiert. Knapp unter 0 Grad, Wind aus Ostnordost, 2 zunehmend 3. Relativ offenes Gelände mit Kaianlagen für Fischkutter und Sportboote, Fischrestaurants, Zollhäuschen und zum Kurgebiet hin offener Platz wegen Priwallfähre. Also ganz anders als auf Deinem Video.

Shania hatte einen Trail an der Trave und den Kuttern und Restaurants längs über den Bereich "Fähranleger" hinaus und einen zweiten Trail durch das alte Travemünde. Für die Beginnerhunde gab es Trail im Windschatten hinter den Gebäuden der Werft und der Feuerwehr. Hier waren Kieswege und Trampelpfade und eben auch Windschatten.

Wir lassen uns im Training auch immer schildern, was der HF hört, sieht und fühlt. Fühlen geht über die Leinenspannung; beim Sehen achten wir auf alles, was sich beim Hund tut wie Ohrenhaltung, Kopfhaltung, Beugung des Kopfes, Bewegungen der Rute, wie schnell ist die Bewegung und wie deutlich ist die Bewegung. Deshalb halte ich auch den Einsatz von Video ganz wichtig - wenn auch nicht immer schön. Hören können wir die Atmung der Hunde und die Geräusche bei der Geruchsaufnahme. Wird bei uns unter dem Begriff "Lesen des Hundes" subsumiert.

Wenn ich den Trailverlauf kenne, benötige ich die Körperbeherrschung einer Balletttänzerin, damit sich der Hund nicht angewöhnt, mich zu lesen. Passiert bei Beagle und Bloodhound recht selten :D , aber manche Hunde haben hier ein echtes Talent. Gerade Exemplare, die auf enge Zusammenarbeit mit dem Menschen selektiert worden sind.

Dann muss ich die Gradwanderung hinbekommen, dass der Hund dem Geruch folgen darf. Hier sind auch topografische Punkte wichtig. Wenn ich an einem Gewässer arbeite, wie hoch ist die Fließgeschwindigkeit. Wenn ich zwischen Gebäuden arbeite, welche Verwirbelungen entwickelt der Wind hier. Wenn ich an einer Straße arbeite, wieviele Autos fahren wie schnell. Dann ist es eher schwierig zu sagen, wann überläuft der Hund zu lange. In der Regel zeigen erfahrene Hunde eher "flowing negatives" und die Anfängerhunde überlaufen eher länger. Hier ist es auch meine Aufgabe, genau auf die Spannung der Leine zu achten. Leicht kann es passieren, dass ich durch mein Tempo den Hund in eine Richtung schiebe. Der Hund braucht auch freien Raum zum Drehen, den muss ich ihm öffnen und anbieten.

Noch ein Beispiel:

Unterscheidung zwischen alten und neuen Spuren. Hier soll der HF mir genau sagen können, wo der Hund die ältere Spur ausgeschlossen hat.

Bei uns läuft auch die gesamte Gruppe jeden Trail mit. Am Ende gibt es dann die Rückmeldung. Das erste Wort hat der Hundeführer. Er schildert seine Wahrnehmung und sagt ggf. auch, was er das nächste Mal anders machen würde oder wo er ein Lernfeld sieht. Dann schildern die Anderen ihre Beobachtungen und lernen natürlich auch andere Hunde zu lesen. Ich führe auch ein Tagebuch oder die Trails und halte hier ganz viel fest. Neben den Umweltbedingungen und dem Trail an sich auch Besonderheiten oder Hypothesen, die ich verifizieren möchte.

Dies ist die Vorgehensweise, die ich bzw. wir praktizieren. Es gibt unterschiedliche Arten zu trailen. Für unseren Bereich halte ich diese für zielführend. So habe ich für mich entschieden, dass eine lange Leine nicht praktikabel ist, wenn ich nachts in einer Stadt wie Hamburg unterwegs bin. Hier die Sicherheit von Hund und Hundeführer wichtig. Unsere Hunde lernen eher an kurzer Leine zu arbeiten. Wenn sie das können, arbeiten sie auch an langer Leine.

Es wird deutlich, denke ich jedenfalls, dass ich zu den absolut "Infizierten" gehöre. Meine Beziehung zu den Hunden hat sich durch die gemeinsame Arbeit gefestigt und mit einem Beagle oder Bloodhound in ihrem ureigensten Aufgabenbereich arbeiten zu dürfen, ist ein Geschenk der Götter.

Viele Grüße

Ute

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