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Ärgernis Salzstreuung – was kann man tun?

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Hallo zusammen!

Da es heute bei uns in Wien wieder mal ordentlich geschneit hat,

und die Gehwege gestreut wurden,

möchte ich einiges dazu schreiben.

Grundsätzlich geht es um Wien.

Wie es in anderen Ländern (Deutschland, Schweiz) und Bundesländern aussieht,

darüber hab ich mich nicht informiert.

Hausbesorgerfirmen streuen das Trockensalz in viel zu großen Mengen auf den Gehsteigen.

Auch bei geringen Schneemengen – schließlich ist das Streusalz (= Natriumchlorid, = Steinsalz)

viel billiger als MitarbeiterInnen für das Schneeschaufeln einzusetzen

oder das umweltfreundlichere Auftaumittel Kaliumkarbonat zu verwenden.

Doch der hemmungslose Einsatz von Steinsalz ist nicht in allen Fällen erlaubt.

Obwohl die Winterdienst-Verordnung 2003 ziemlich zahnlos ist,

verbietet sie zumindest die Steinsalzstreuung in der Nähe von Grünflächen (10 Meter Abstand).

Außerdem gibt es auch eine Liste von Straßenzügen für ganz Wien, in denen die Streuung von Steinsalz verboten ist.

So macht Ihr eine Anzeige

Diesen Verstoß gegen §4 der Winterdienst-VO 2003 könnt Ihr bei der MA42 – Abt. Pflanzenschutz zur Anzeige bringen (pflanzenschutz@ma42.gv.at, Tel.: 4000-8042).

Die MA42 schickt dann Kontrollorgane aus, welche Proben ziehen und überprüft,

ob es sich dabei tatsächlich um einen Verstoß gegen die Verordnung handelt.

Wenn dies der Fall ist, erstattet die MA42 beim jeweiligen örtlich zuständigen Magistratischen Bezirksamt Anzeige.

Die Strafen liegen bei bis zu 700 Euro.

Folgen der Salzstreuung

Streusalz (Natriumchlorid, Steinsalz) ruft massive ökologische Schäden hervor

und ist in den meisten Fällen schlicht nicht notwendig. Salz schädigt Böden, Pflanzen, Gewässer und Tierpfoten und führt zu Korrosion bei Beton, Stahl, Karosserien sowie bei Fahrrädern und Kinderwägen.

Gesundheitsgefährdung der Haustiere: Auftaumittel greifen die empfindlichen Pfotenballen von Haustieren an und der Splitt klemmt sich zwischen den Ballen fest und schmerzt. Wenn die Tiere das Salz aus Pfoten und Fell lecken, können Probleme auftreten. Und wenn dann auch noch Splitt mit in den Verdauungstrakt gelangt, kann unter Umständen eine ernsthafte Erkrankung die Folge sein. Reizungen bis zu Entzündungen der Schleimhäute (Nase, Augen) sind möglich.

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(bearbeitet)

Nicht nur in Wien wird unnötig viel Streusalz bei den ersten weißen Flocken gestreut. Bei uns ist es aber nicht die Stadt, die spart sich das Streuen der Nebenstraßen, nein, es sind die Privatleute, die zu faul sind Schnee zu schippen und sofort Salz streuen. Ich bin selbst Hauseigentümerin und habe noch nie Streusalz gekauft, ich schippe, kehre ab, bei Eis streue ich Splitt.

Im Winter laufe ich mit meinem Hund auf der ungeräumten Straße, Gehwege sind für Hundepfoten nicht begehbar.

Einfach traurig, dass sich so wenige Gedanken machen.

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