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Hundeforum Der Hund
Åsgårdsrei

5 Monate alte Junghündin will Rudelführung

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Hast du dich nicht vorher mit diesem Thema beschäftigt? Ich finde es etwas unüberlegt, sich vier Hunde dieser Rasse anzuschaffen und dann bei Dominanz Themen überrascht zu sein. Ich glaube du solltest dir kompetente Hilfe holen und nicht in einem Forum nachfragen.

Falls du auf Dauer die natürliche Hirarchie im Rudel nicht erkennst/anerkennst kann es zu großen Problemen kommen.

Vielleicht hilft dir ja ein Seminar in dieser Art

http://www.hundeteamschule.de/teamschule/hundeteamschule.nsf/0/3ce2c7b82277b7ddc125745c006ba067!OpenDocument&Click=

Selbstverständlich habe ich mich mit diesem Thema beschäftigt und ich bin in keiner Weise überrascht bezüglich des Themas Dominanz. Das sind auch nicht meine ersten Huskys. Ich frage hier auch nicht im Forum nach was ich tun soll sondern erbitte Meinungen bzw. rege eine Diskussion an.

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Folglich wäre' wenn du zwei gleichrangige Hunde hast es am Besten, einen davon abzugeben, damit sich eine saubere, klare, entspannte Struktur entwickeln kann.

Das finde ich überhaupt nicht, denn dann würden sehr viele bunt zusammen gewürfelte Hundegruppen bei Mehrhundehaltern gar nicht so funktionieren, wie sie es in der Praxis tun...

Auch gleichrangige Hunde können - bei einer guten Führung durch den Menschen - ohne jegliche Rangordnungsstreitigkeiten auskommen, wenn sie entsprechend ihrer Veranlagung klar eingeordnet sind in das Gefüge "ihres Rudels".

@Lennart: Wieder mal ganz vortrefflich auf den Punkt gebracht - Danke :kuss:

@Asgardsrei: Ich habe auch den Eindruck, dass es dir hier um Meinungen und Denkanstöße geht, und würde deshalb genau wie du, auch einen interessanten Austausch begrüßen!

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Selbstverständlich liegt die Verantwortung für das Rudel bei mir. Ich benötige jedoch, insbesondere wenn ich mit dem Schlitten unterwegs bin, eine klare Hierarchie. Ich muss entscheiden wer vorne läuft und meine Kommandos umsetzt. Ich denke nicht, dass bei allen Hunderassen eine derart intensive Hierarchie notwendig oder gar manchmal gar nicht möglich ist.

Klar, du brauchst ein "Sprachrohr", ein Hund, der den Schlitten führt/ vorne läuft. Solte mWn aber der zuverlässigste Hund sein, nicht zwingend der, der im Rudel abseits vom Schlitten das meiste zu sagen hat.

Das können die durchaus unterscheiden.

Eien Bekannte von mir hatte auch jahrelang ein Schlittenhunderudel mit dem sie auch gefahren sind.

Der Chef war aber nicht der der vorne am Besten lief.....sondern der der am lernwilligsten war und eher bereit mit dem Menschen zusammenzuarbeiten ;)

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Soweit ich z. Zt. weiß, wird bei einem Schlitten tatsächlich das Leittier eines Rudels Vorne eingespannt - aber ich weiß zu wenig über Schlittenhunde, um das jetzt als allgemeingültig darzustellen...

Was mir spontan dazu einfällt: Gibt es nicht die Möglichkeit, für diese Schlittenfahrten einen souveränen "Leithund" auszuleihen, sodaß der mögliche Nachfolger deines alten Rüden (das kann auch durchaus eine deiner Hündinnen sein) die Möglichkeit bekommt, langsam in diese Rolle hineinzuwachsen?

Ich finde die Gruppenkonstellation bei deinem "Rudel" wirklich noch sehr jung, da wird sich noch sehr viel entwickeln.

:think:

Nur mal als Anregung...

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Wichtig fände ich auch noch:

Dominanz (interpretiert als der Wille, zu dominieren) ist ja nicht alles, was so ein Leittier braucht.

Dass die kleine Hündin Dominanz zeigt, heißt ja noch nicht, dass sie auch die weiteren Vorzüge entwickeln wird, die ein Leittier zwingend braucht, damit die anderen sich ihm willig unterordnen.

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Dominanz ist in einer solchen Gruppe eher situativ zu sehen und nicht formal.

Aus einzelnen Dominanzbeziehungen, wovon es ja in der Gruppe viele gibt ( jedes Tier mit jedem ) eine Rangordnung abzuleiten ist sehr schwierig.

Auch Motivationen spielen eine große Rolle dabei.

Der Dominante läuft nicht zwangsläufig vorne.

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stellen sich die Probleme überhaupt beim Schlitten ziehen? Ab wann ziehen denn Schlittenhunde? Weil bei normalen Hunden wartet man doch bis sie richtig ausgewachsen sind. Sind einjährige Hunde am Schlitten normal und dann noch ein 5 Monate alter?

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Folglich wäre' wenn du zwei gleichrangige Hunde hast es am Besten, einen davon abzugeben, damit sich eine saubere, klare, entspannte Struktur entwickeln kann.

Das finde ich überhaupt nicht, denn dann würden sehr viele bunt zusammen gewürfelte Hundegruppen bei Mehrhundehaltern gar nicht so funktionieren, wie sie es in der Praxis tun...

Auch gleichrangige Hunde können - bei einer guten Führung durch den Menschen - ohne jegliche Rangordnungsstreitigkeiten auskommen, wenn sie entsprechend ihrer Veranlagung klar eingeordnet sind in das Gefüge "ihres Rudels".

Sehe ich anders. Vielleicht haben wir eine unterschiedliche Auffassung von "gleichrangig", und sicherlich gibt es Ausnahmen, wenn zB einer der Hunde noch jung und der andere schon "pensionsreif" ist, oder wenn der eine den anderen sozusagen als Azubi bei sich eingliedert.

Ich rate auch nicht grundsätzlich zur Abgabe wenn es mal Knarz gibt, es geht mehr um eine dauerhafte, langfristig spannungsgeladene Situation. Warum sollte ich eine solch stressige Zusammenstellung aufrechterhalten? (achtung: theoretisch. Wie es in Asgardais Rudel aussieht, weiß ich ja nicht)

Sicher kann man das managen - im Forum schrieb mal jemand von drei Doggen, von denen zwei sich nicht ausstehen konnten, aber die alte nicht mehr abzugeben wäre (krank?) und die jüngere eine feste Bindung zur dritten aufgebaut hatte.

Das sind so Sondersituationen, aber die Userin musste die Hunde räumlich trennen, sonst gab es ernsten (!) Zoff.

Will ich da dann "rumdoktorn", in der Hoffnung dass sich alles wieder einrenkt, auch wenn ich mal nicht im Raum bin? Ich würde das nicht wollen.

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Dein Teenieteam würde ich eher eine zusammengewürfelte soziale Mittelfeldgruppe bezeichnen, in der dominanztechnisch noch viel Klärungsbedarf herrscht. Wahrscheinlich muss man die erstmal etwas erwachsener werden lassen, um von gefestigten Strukturen ausgehen zu können.

So sehe ich das auch.

Ich würde erst mal die erste und weiteren Läufigkeiten abwarten und sehen, ob sich zwischen den Hündinnen Spannungen aufbauen. Unter den Hündinnen würde ich am ehesten "Rangstreitigkeiten" erwarten.

Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass man bei lose zusammengewürfelten Hundegruppen höchstenfalls Tendenzen erkennen kann und das eigentlich auch nur in der Summe der Entscheidungen, die ein Tier zu seinem Vorteil treffen kann.

Jeder Hund hat andere Neigungen und Talente und in einer Gruppe hat jeder seine Aufgabe. Da gibt es dann einen, dem seine Ressourcen wichtig sind und der in solchen Situationen äußerst dominant auftritt, ein anderer legt vielleicht mehr Wert auf Territoriumsbewachung und lässt sich in dem Bereich nicht die Butter vom Brot nehmen.

Zudem müsste man wissen, wie die Gruppe zusammengestellt wurde: A- und B-Typen, Kopfhund, Seelchen, soziales Mittelfeld. Ob man immer alles am Liegen auf erhöhten Liegeplätzen oder Kontaktliegen mit dem Menschen fest machen kann, wage ich zu bezweifeln, ehrlich gesagt.

Wie und mit welchen Gedanken hast Du Dir die Gruppe zusammengestellt? Wie hast Du die Hunde ausgesucht, worauf hast Du bei der Auswahl geachtet?

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