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Hundeforum Der Hund
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Der berühmte Leinenruck

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Mal wieder ein allgemeines Thema von mir. Der Leinenruck.

Im Prinzip heute völlig verpönt (früher eher üblich), maximal "mit zwei Fingern zuppeln" wird als zulässig betrachtet.

Tja, ich sehe (und lese hier) täglich Hunde, die zerren den Halter hinter sich her, die pfiffigeren starten sprungartig aus loser Leine, erreichen damit in der Regel ihr Zielobjekt, gelegentlich reißen sie den Halter von den Füssen, auch von gebrochenen Fingern oder ausgerenkten Schultern hoert und liest man. Bevorzugt tragen diese Hunde Geschirr, weil man ja nicht am so empfindlichen Hals ziehen mag. Fiffi ist das nur recht, er würde auch am Halsband ziehen wie ein Irrer, aber am Geschirr geht's ja noch besser. (Bemerkenswerterweise tragen die nicht zerrenden Hunde meist nur ein Halsband, aber egal, soll keine Diskussion Halsband- Geschirr sein).

Ehrlich gesagt, ich verstehe es nicht ... die Hunde springen mit voller Wucht in's Halsband (und man sieht gerne mal jemanden stürzen, der das dreifache seines Hundes wiegt ... (zwei Beine sind irgendwie blöde gegen vier). Aber um Himmels willen, NICHT rucken. Niemals. Fiffi bricht sich das Genick (übertrieben gesagt).

... ehrlich, wenn mein Hund meinte, mir im Sprung die Schulter ausrenken zu muessen, weil auf der anderen Straßenseite eine nette Blondine mit dem Popo wackelt, dann zeige ich ihm, das ich das auch kann, sogar besser als er. Und ehe ich einen Spaziergang als Faehnchen an der Leine meines Hundes verbrächte, bekäme er mal ein deutliches Signal, wie lang die Leine ist und dass ich das Tempo bestimme.

Logisch, Fiffi sollte lernen, nicht zu ziehen, auf positive Weise etc., das ist nicht das Thema ... aber ich verstehe diese Angst vor einem deutlichen Ruck nicht

(Und ich rede jetzt nicht von aufhängen, mit voller Wucht, mit zwei Händen und Anlauf, sondern von einem spürbaren Ruck, der deutlich mehr als "mit zwei Fingern zuppeln" ist.

Ich hätte sowas von keinen Bock auf so ein Verhalten, ständiges Verletzungsrisiko ( für mich!!!) ...

(Naja, ich habe auch keinen Zerrer und Springer und Fingerbrecher)

Was meint ihr? Ruckt ihr alle wirklich niemals an der Leine???? Lasst aber euren Hund rucken (wenn ihr denn eines dieser Exemplare habt). Und wie gesagt, natürlich gibt es bessere Methoden, das laufen an lockerer Leine beizubringen, aber darum geht es mir jetzt nicht, es geht darum, was, wenn das eben nicht geklappt hat und jeder Spaziergang ein Kraftakt ist (ich stelle mit das so nervig vor).

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Also ich gestehe: ich rucke auch an der Leine!

Wir sind mit der Leinenführigkeit schon weit gekommen, aber ich muss Lou immer wiedermal darauf aufmerksam machen, dass er nun an der Leine ist. Morgens, auf dem Weg zum Wald, interessiert ihn das gaaaar nicht.

Nach dem Toben, durchs Wohngebiet, läuft er sehr oft brav mit durchhängender Leine - aber eben nicht immer. Dann ist da manchmal nur ein Vogel, zu dem er will... und dann rucke ich! Lou trägt ein Norwegergeschirr, aber er merkt schon, dass das dann ernst ist. Den Rest des Weges schafft er dann wieder locker.

Gerade an der Straße (wenn sie auch nicht viel befahren ist) gehen seine "oh-ich-will-jetzt-unbedingt-da-hin" -Anwandlungen gar nicht.

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Also ich hatte bisher zwei Hunde welche ich mit einer Methode das Zerren an der Leine in recht kurzer Zeit abgewöhnt habe.....sobald Zug auf die Leine kam habe ich sofort und bestimmt die entgegengesetzte Richtung eingeschlagen......beide Hunde sind nach kurzer Zeit vorbildlich an der Leine gegangen.....

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Ich arbeite mit Stehenbleiben, wenn Timon zu sehr zieht (naja, eigentlich eher zog, das Thema ist seit längerer Zeit durch ;) ), insofern mit einem indirekten Leinenruck.

Und ja, wenn er an der Leine meint, irgendwohin ganz dringend zu müssen und mich dafür zu ignorieren, dann werde ich auch schon mal etwas aktiver, um zu verhindern, dass er mir eben die Schulter rausreißt. So oder so gebe ich aber auch verbale Rückmeldungen, wenn mir was nicht in den Kram passt...

(Btw: Timon läuft auch am Geschirr, hat aber eher andere, rein praktische Gründe ;) )

Trotzdem ist das noch Welten von dem entfernt, was in unserer örtlichen Hundeschule unter Leinenruck verstanden wird. Dort fliegen die leichteren Hunde schonmal zurück ans Bein des HH und die Brocken werden mit Anlauf und voller Kraft zurückgerissen. Das sollte in meinen Augen letztendlich auch nicht Sinn und Zweck des Ganzen sein und schießt etwas übers Ziel hinaus.

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Ah, da bin ich ja froh, dass es ähnlich gesehen wird ... und Mäusebier, genau diese Vorstellung von "Leinenruck", die Du da von der Hundeschule beschreibst, meinte ich natürlich nicht. Traurig, das sowas immer noch praktiziert wird und die Leute es nicht besser wissen.

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(bearbeitet)
Originalbeitrag

Logisch, Fiffi sollte lernen, nicht zu ziehen, auf positive Weise etc., das ist nicht das Thema ... aber ich verstehe diese Angst vor einem deutlichen Ruck nicht

Ganz einfach, ich möchte nicht, dass mein Hund mit einem Halswirbelsäulentrauma* herumläuft, dass ihm deswegen vielleicht oft schwindlig und schlecht ist und ich davon vielleicht gar nichts merke.

Und damit ich nicht in die Situation komme, einen nervigen In-die-Leine-Springer zu haben, nehme ich nur ältere, mittelgroße Hunde auf. :D

Ich kann mir vorstellen, dass es hinsichtlich der Verletzungsgefahr einen Unterschied darstellt, ob der Hund aus eigenem Antrieb geradeaus in die Leine springt oder ob er unvermittelt weg- /zurückgerissen wird.

*Ich bin kein Mediziner, kann sein, dass das auch anderes heißt

edit: Wenn du nicht das meintest, was im Allgemeinen unter Leinenruck als Trainingsmethode verstanden wird, verstehe ich deinen Thread ehrlich gesagt nicht.

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Und es ist ja nicht nur die Halswirbelsäule, die geschädigt werden kann, auch Kehlkopf und Luftröhre überstehen nicht jeden Leinenruck unbeschadet!

An der lockeren Leine zu gehen habe, ich bis jetzt noch jedem Hund beibringen können, ohne an der Leine zu rucken und auch mit Geschirr.

Die Hunden, bei denen es etwas länger gedauert hat, hätten mit Halsband nicht weniger gezogen, sich aber so womöglich auch noch gesundheitlich geschadet.

Irgendwie widerstrebt es mir total, meine Hunde am Hals zu führen, selbst ohne Ruckelei.

Und die Angst vor einem deutlichen Ruck am Halsband finde ich sehr verständlich.

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Irgendwie widerstrebt es mir total, meine Hunde am Hals zu führen, selbst ohne Ruckelei.

Mir geht es auch so. Nur Alma hatte nur ein Halsband, weil sie eh immer ohne Leine lief.

Und Ylvi wird auch eins bekommen, weil sie das Geschirr wirklich zu stören scheint. Aber die läuft an der Leine wie eine Feder, man muss regelmäßig gucken, ob sie überhaupt noch dran ist.

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Ja, hier gab es auch schon Hunde ( genau 2 :D ), die entweder "ganz nackig" mit uns unterwegs waren oder mit Halsband, weil die eben wirklich nie gezogen haben, da war das HB wirklich nur eine Absicherung.

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Originalbeitrag

Also ich hatte bisher zwei Hunde welche ich mit einer Methode das Zerren an der Leine in recht kurzer Zeit abgewöhnt habe.....sobald Zug auf die Leine kam habe ich sofort und bestimmt die entgegengesetzte Richtung eingeschlagen......beide Hunde sind nach kurzer Zeit vorbildlich an der Leine gegangen.....

Das ist sehr erfreulich für Dich. Aber es gibt eben auch andere Hunde.

Im Übrigen, wenn ich bei meinem Sturkopf eine andre Richtung einschlage, kann es sein, dass Lou stehen bleibt. Oder in Ruhe pinkeln, schnüffeln oder sonst was will. Vielleicht geht er auch weiter in seine Richtung. Was also mache ich? Ich zeige ihm deutlich: hey, hier geht es lang. Ob das jetzt ein Rucker wie aus der Hundeschule ist, weiß ich nicht. Lou ist 36 kg schwer und 65 cm hoch, und er hat Huskygene in sich - er ist stur!!! Und um einen solchen Hund zu erziehen, gibt es nur eins: Ich muss sturer sein als er! :D

Aber im Ernst: natürlich ruckelte da mal was. Aber ich werde ihm, obwohl er mit sehr viel positiver Bestätigung erzogen wird, keine Fleischwurstspur legen, nur um in die Richtung zu gehen, in die ich will. Ich habe mit ihm gearbeitet und geübt. Er kennt und versteht das Prinzip.

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