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Hundeforum Der Hund
MaramitJule

Nach einem Angriff hat sie Angst vor Hunden, was nun?

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Es geht um Jule, sie wurde vor ca. 3 Wochen von einem 6 Monate alten kurdischen Kangal angegriffen.

Sie war ja sonst immer sehr offen anderen Hunden gegenüber, freute sich über jeden Kontakt, spielte, einfach ein sehr freundlicher Hund.

Vor ca. 3 Wochen waren wir auf dem öffentlichen Hundeplatz, wo sie auch gerne ist und bisher nie schlechte Erfahrungen gemacht hat.

Sie spielte mit 2 anderen Hündinnen (ja es war SPiel) die sie gut kennt und die 3 sind zusammen ein tolles Team.

Auf einmal kam der Junghund angerannt, und attackierte Jule.

Zum Glück kannte die Halterin der beiden anderen Hunde den schon und war vorbereitet, was jetzt kommt.

Jule ist von den 3en die unterste in der Rangordnung, und die Jüngste.

Ob es daran lag weiß ich natürlich nicht, aber der Kangal ging auf sie los.

Es wurde richtig ernst und nur durch direktes Eingreifen von der anderen Halterin und mir wurde schlimmeres vermieden.

Als ich Jule zur Seite genommen hatte, um sie aus der Schusslinie zu haben, ging der Kangal noch einmal auf sie los, beinahe hätte er mich erwischt.

Ich hatte sie am Halsband, was vermutlich ein Fehler war.

Seit dem, und das ist jetzt ein wirkliches Problem hat Jule Angst vor anderen Hunden.

Wenn sie frei läuft, kommt sie zu mir, versucht mir auf den Schoß zu springen.

An der Leine und vor allem, wenn ich die Leine kurz halte, ist sie regelrecht panisch.

Dann geht sie aus Angst auch schon mal vor, und verbellt den anderen Hund.

Nur, was soll ich jetzt machen?

Heute ist sie vor einem anderen Hund regelrecht geflüchtet, nachdem ich ihr das auf den Schoß springen verweigert hatte.

Soll ich sie auf den Schoß lassen, weil sie sich dort sicher fühlt?

Das hatte sie sich selber als Alternative ausgesucht, vor allem ganz am Anfang.

Meine Überlegung ist, sie so lange drauf zu lassen, wie sie nett ist.

Wenn sie dann aber den anderen Hund anmotzt, fliegt sie runter.

Oder hat jemand eine bessere Idee, ich bin dankbar für jede Idee.

Aber ich möchte nicht, dass sie aus Bammel zm Leinenpöbler wird.

Genausowenig, dass sie ständig flüchtet.

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Au weia :(

Ich vermute, dass Erlebnis sitzt sehr tief bei Jule - und auch bei dir? :kuss:

Angebracht wäre jetzt tatsächlich, dass du in der nächsten Zeit ausschließlich Hundekontakte zu Hunden hast, die Jule kennt, mag - und wo sie dieses Verhalten nicht zeigt.

Also z. B. zu den beiden Hündinnen, mit denen sie so gut klarkommt.

Wenn das klappt, kann dies langsam ausgeweitet werden auf andere Kontakte; hierbei können dann ihre "Freundinnen" als Orientierung/Anlehnung für Jule helfen.

Wie tief sitzt die Angst jetzt bei dir? Das bezieht sich nicht nur auf die Angst, nochmal eine solche Situation zu erleben, sondern ist auch bezogen auf deine Sorge um Jule und eine mögliche dauerhafte Verhaltensänderung bei ihr.

Es könnte sich als sinnvoll erweisen, wenn auch du einen menschlichen Helfer an der Seite hast, der dir etwas Sorge nimmt und dich unterstützt, dir in deinem Handeln Sicherheit gibt.

Ich habe schon häufig erlebt, dass Halter, deren Hunde bei einem Beißvorfall verletzt wurden, sehr sehr große Unsicherheit bei allen danach folgenden Hundebegegnungen hatten; diese "innere Haltung" verstärkt noch die Unsicherheit des eigenen Hundes - ein Teufelskreis... :(

Wenn du in eine Situation kommst, wo Jule auf den Schoß soll/darf - mach das!

Begebe dich dann aber unverzüglich aus dieser Situation mit ihr heraus, nimm Abstand - damit du verhinderst, dass Jule dann diese Position ausnutzt, um selber zu "motzen".

Sie darf Schutz bei dir suchen - aber diesen nicht dazu nutzen, ihrerseits zu provozieren.

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Auf einmal kam der Junghund angerannt, und attackierte Jule.

Zum Glück kannte die Halterin der beiden anderen Hunde den schon und war vorbereitet, was jetzt kommt.

Wie haben sich die beiden anderen Halter bzw deren Hunde denn verhalten? Haben die ihre Hunde bereits vorher aus der Schussbahn genommen und Julchen stand allein da?

Jule ist von den 3en die unterste in der Rangordnung, und die Jüngste.

Ob es daran lag weiß ich natürlich nicht, aber der Kangal ging auf sie los.

Vermute eher es lag daran, dass sie für ihn neu war und somit musste der direkt mal den fetten Heinz markieren, reine Vermutung wie gesagt.

Es wurde richtig ernst und nur durch direktes Eingreifen von der anderen Halterin und mir wurde schlimmeres vermieden.

Hat Jule Verletzungen davon getragen? Wie ging der andere auf sie los? Wohin wollte er z.B. beißen?

Als ich Jule zur Seite genommen hatte, um sie aus der Schusslinie zu haben, ging der Kangal noch einmal auf sie los, beinahe hätte er mich erwischt.

Ich hatte sie am Halsband, was vermutlich ein Fehler war.

Nunja das war nunmal deine Reflexreaktion, deinen Hund festzuhalten. Ob das jetzt so falsch war kann ich nicht beurteilen, da ich es nicht gesehen habe. Aber scheinbar scheint die andere Halterin (des Rüden) ja ihren nicht gepackt gekriegt zu haben oder wie kam es das er nochmal auf sie konnte?

Seit dem, und das ist jetzt ein wirkliches Problem hat Jule Angst vor anderen Hunden.

Wenn sie frei läuft, kommt sie zu mir, versucht mir auf den Schoß zu springen.

Vor gänzlich allen Hunden? Oder nur vor Hudnen die ihr fremd sind? Was ist z.B: bei Kontakt mit bekannten Hunden?

An der Leine und vor allem, wenn ich die Leine kurz halte, ist sie regelrecht panisch.

Dann geht sie aus Angst auch schon mal vor, und verbellt den anderen Hund.

Wenn du die Leine kurz nimmst sobald sie wieder panisch wird signalisierst du ihr doch das irgendwas nicht stimmt.

Wenn ich mich recht entsinne bist sitzt du im Rollstuhl richtig? Vllt bekommst du deinen Hund irgendwie hinter dich, bevor sie vorstürzen kann um zu verbellen? Im Grunde msust du einfach nur schneller sein als der Hund und sie schon beim fixieren auf andere hunde da rausholen. Ich würde wie gesagt wahrscheinlich ein KOmmando antrainiren (wenn ihr allein seit und du keine Angst haben musst das eine solche Situation jetzt kommt) bei dem sie hinter den Rolli muss und dort warten bis du die Situation "untersucht hast". Hoffe du verstehst was ich meine.

Nur, was soll ich jetzt machen?

Heute ist sie vor einem anderen Hund regelrecht geflüchtet, nachdem ich ihr das auf den Schoß springen verweigert hatte.

Ich denke da warst du vllt einfach etwas zu langsam. Zu warten bis der Hund bereits pansich ist macht die Situation schwerer händelbar. Einfacher ist es den hund genau zu beobachten und beim kleinsten Anzeichen schon den hund rauszunehmen. z.B. mit Rücken zum anderen hund drehen, den Hund absitzen lassen. Fixieren etc und auch gezitter und ähnliches würde ich komplett ignorieren ich würde eben nur ein kalres Sitz fordern. Anfangs ist es etwas stressig, dem Hund muss erstmal wieder klar werden "da passiert nix" das kann dauern. Aber es fruchtet, hat es bei uns auch.

Soll ich sie auf den Schoß lassen, weil sie sich dort sicher fühlt?

Das hatte sie sich selber als Alternative ausgesucht, vor allem ganz am Anfang.

Lass sie keinesfalls auf deinen Schoss, genauso könntest du ihr ein Leckerchen geben wenn sie panisch wird. Ist für mich selbstbestätigend und wäre contraproduktiv. Ich abe es so gehandhabt, dass der hudn gerne den Schutz bei mir suchen darf und auch meine Nähe. Aber auf den Schoss finde ich dann eben doch die falsche Richtung.

Meine Überlegung ist, sie so lange drauf zu lassen, wie sie nett ist.

Wenn sie dann aber den anderen Hund anmotzt, fliegt sie runter.

Weiß nicht ob der Hund das dann auch wirklich so versteht. Ich bezweifel es ehrlich gesagt etwas.

Oder hat jemand eine bessere Idee, ich bin dankbar für jede Idee.

siehe oben ^^

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Natürlich hatte ich einen gewaltigen Schrecken, aber der ist mittlerweile verdaut ;)

Ist aber lieb von Dir, dass Du Dir Gedanken machst.

Durch jahrelange Arbeit im Tierschutz, Arbeit im Tierheim und mit Pfleglingen, kann mich nichts so leicht aus der Bahn werfen.

Leider treffe ich die andere Halterin immer nur durch Zufall, also auf der Hundewiese.

Dort ist aber nach ihrer Aussage auch immer öfter der Kangal, daher möchte ich dort gerade nicht so wirklich hin.

Nur möchte ich auch nicht, dass sich die Angst bei Jule verfestigt, bisher war sie ja sehr offen anderen Hunden gegenüber.

Auf meinen Schoß zu retten hat sie schon vom ersten Tag an gemacht, dort ist für sie die Rettung.

Nur kann ich nicht weiterrollern, das mag sie überhaupt nicht.

Generell werde ich jetzt erst einmal sehr genau schauen, wer mir begegnet und dann eher mal einen Bogen machen.

Bei Hunden die sie mag gibt es ja keine Probleme, im Gegenteil dann ist sie ganz die Alte.

Der Kangal tut mir schon fast leid, denn die andere Halterin hat wirklich Ahnung und hatte nach einem vorherigen VOrfall mal mit dem Halter des Junghundes geredet. Allem Anschein nach ist der völlig überfordert, die Optik war wichtiger als die Rassebedingten Eigenschaften.

Wenn der mit 6! Monaten schon so ist, wird der nicht lange in der Familie bleiben, leider, denn Hilfe wollen die nicht annehmen.

Obwohl sie kleine Kinder haben.

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Hmmmm.... sehr, sehr "unschöne" Situation, sowohl für Jule, als auch für Dich.

Ich bin ja gerne ein Mensch, der auf sein Bauchgefühl hört.

Ich würde auf alle Fälle versuchen Hundebegegnungen von Deiner Seite aus, so normal wie möglich zu gestalten, gar kein großes Aufsehen drum machen.

Sollte Jule bei Dir Sicherheit suchen, auch auf Deinem Schoß, würde ich das zulassen, aber nicht weiter darauf eingehen.

Sollte ein fremder Hund dann zu Dir kommen, würde ich den anderen Hund "verscheuchen", denn Jule signalisiert ja "ich möchte jetzt keinen Kontakt."

Sollte es so kommen, dass Jule auf Deinen Schoß hüpft und dann sofort Theater macht, würde ich es unterbinden- Schutz suchen und bekommen ist in Ordnung und auch angebracht, sich den Rücken stärken und dann stressen geht nicht und sollte tabu sein.

Ansonsten würde ich Jule nicht bewusst Hundebegegnungen zumuten- so nach dem Motto "Oh, da sind jetzt Hunde, da gehen wir mal hin."

Vertrauen zu anderen Hunden würde ich durch bestehende, positive und verlässliche Hundebekanntschaften stärken.

Wenn möglich vielleicht bei jemandem im Garten oder so, also, wo, wo Du recht sicher sein kannst, dass nicht einfach so ein fremder Hund dazu stürmt.

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(bearbeitet)

Hallo,

Ich wohne auch in Hamburg.

Meine Abby ist zwei Jahre alt und hat 27cm Stockmars . Sie ist eher schüchtern und geht Streit aus dem Weg. Wenn sie zu sehr bedrängt wird kann es schon sein das sie mal die kurz die Zähne entblößt, aber sobald sie in ruhe gelassen wird ist sofort wieder Frieden.

Wenn du gezielt Hundebegegnungen mit einem Fremden Hund möchtest würde ich uns d.h. Abby und mich anbieten.

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Ich hatte vor einiger Zeit eine ähnliche Situation mit meiner Kleinen auf einer Hundewiese....

Und es war nicht lustig...Sie hatte danach auch dasselbe Verhalten wie Jule ;)

Nur, sie springt mir nicht auf den Schoss, suchte aber immerwieder Schutz hinter mir, wenn fremde Hunde kamen.

Ich hab mich eine zeitlang nur mit freundlichen Hunden getroffen, die sie kannte und ihr gut getan haben und die besagte Hundwiese gemieden.

Als ich gemerkt habe, dass ihr Selbstbewusstsein wieder besser wurde habe ich wieder Kontakte zu fremden Hunden zugelassen, aber nur an der Leine. Damit sie positive Erlebnisse hat und ich im Notfall hätte eingreifen können.

Jetzt gehe ich wieder überall mit ihr hin und sie nimmt auch wieder gerne Kontakt mit fremden Hunden auf.

Wenn ihr allerdings einer nicht geheuer ist, stellt sie sich hinter mich und ich vermeide den Kontakt für sie indem ich weitergehe oder stehenbleibe, bis der andere wieder aus der Reichweite ist.

Sie soll den Schutz auch suchen und mir ruhig die Regelung der Situation überlassen. Dafür bin ich ja auch da. Allerdings neigt sie auch überhaupt nicht zum Provozieren oder so, sondern hält sich aus unangenehmen Situationen lieber raus.

Darf denn der Kangal bei euch frei laufen :???

Bei uns ist das verboten für die Rasse, auch auf Freilaufwiesen... :kaffee: Dafür würde der Besitzer von mir so einen auf den Deckel kriegen...Vor allem, wenn er es dann häufig macht :motz:

Bloss weil der seinen Hund nicht unter Kontrolle hat, hast du jetzt den Ärger...

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Da hast Du recht - laut Verordnung hat ein Kangal grundsätzlich an der Leine geführt zu werden http://www.hamburg.de/hunde/

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Soll ich sie auf den Schoß lassen, weil sie sich dort sicher fühlt?

Das hatte sie sich selber als Alternative ausgesucht, vor allem ganz am Anfang.

Lass sie keinesfalls auf deinen Schoss, genauso könntest du ihr ein Leckerchen geben wenn sie panisch wird. Ist für mich selbstbestätigend und wäre contraproduktiv. Ich abe es so gehandhabt, dass der hudn gerne den Schutz bei mir suchen darf und auch meine Nähe. Aber auf den Schoss finde ich dann eben doch die falsche Richtung.

Was soll den selbstbestätigend sein, wenn der Hund von sich auch aus bei seinem Halter auf die Art Schutz sucht?

Wenn Jule sich dort sicher fühlt und so besser mit der Situation umgehen kann ohne im Verhalten massiver zu werden, ist das sogar gut.

Jule hat wohl ein mäßiges Trauma davon getragen und ihr dieses Alternativ-verhalten zu untersagen halte ich für kontraproduktiv.

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Nicht nur eins rausziehen und dann schimpfen. Es ist einfach meine Meinung. ich hab ja schließlich auch ne Alternative genannt oder nicht?

Wenn das hier viele ok finden, sie kennen Mara ja auch vllt länger als ich, dann ist das ok. Ich für meinen Teil würde es nicht so handhaben.

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