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Hundeforum Der Hund

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Hallo Hundefreunde,

ich weiß nicht ob ich hier mit meiner Frage richtig bin, da das Thema nicht nur mit dem Hundesport, sondern auch seinem Verhalten zu tun hat.

Falls es falsch ist, könnt ihr es ja verschieben :)

Also nun zu meinem Hund. Wie vielleicht einige schon wissen, da ich in letzter Zeit ja eifrig meine Probleme gepostet habe, ist er jetzt knapp 9 Monate alt und im Prinzip ein liebenswerter, aber doch ängstlicher Kerl gegenüber fremden Menschen. Er liebt alle Hunde und hat auch keine Angst vor anderen Dingen, wie etwa dem Straßenverkehr oder sonstiges. Nur fremde Menschen, die sich seine Zuneigung nicht durch mehrere Begegnungen gewonnen und Leckerlis gekauft haben, tritt er sehr vorsichtig gegenüber. Den Grund für sein Verhalten haben wir nie erfahren, aber er ist schon so, seit wir ihn bekommen hatten.

Es geht mir darum ihn auch körperlich auszulasten und da kommt für ihn das Apportieren ganz gut in Frage, da er es liebt dem Ball oder sonstigem Spielzeug hinter her zu rennen. Nur das mit dem zurückbringen klappt noch nicht so. Manchmal tut ers, manchmal nicht, gerade wies ihm so gefällt.

Ich möchte das aber jetzt professionell mit ihm üben, da ihm das Grundprinzip einfach unglaublich viel Spaß macht, das merkt man ihm richtig an. Das wird bei uns, wie wohl in jeder oder vielen anderen Hundeschulen auch, angeboten, nur denke ich, wird dort ein Grundgehorsam verlangt, da es ja sonst irgendwie nicht hinhaut. Er kann soweit alle Grundbegriffe wie "Sitz" "Platz", das spielerische "Gib Pfötchen", nur das mit "Bleib" klappt nicht immer und das "bei Fuß" sind wir noch am trainieren, aber bei den Spaziergängen, bei denen wir ihn auch öfter mal frei laufen lassen, klappt das einigermaßen. Nur sein großes Problem ist eben, dass er sich noch sehr stark von den Dingen in der Umgebung ablenken lässt und nicht immer hört.

Jetzt meine Frage: Was wird beim apportieren eigentlich genau trainiert? Nur das Bringen und Warten oder auch, dass er sich nicht so stark von Gerüchen und anderen Einflüssen ablenken lässt?

Und wie lange hat es bei euren Hunden gedauert, bis sie es richtig gut drauf hatten?

Danke für eure Antworten.

LG Kenai85

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Hallo,

also ich übe zuerst das Halten,also der Hund soll möglichst ruhig und ohne kauen sein Apportel im Maul haben.

Wenn das Halten gut klappt geh ich Schrittweise zurück und lass den Hund mit dem App. vorsitzen.

Irgenwann leg ich den Hund ab lege das Apportel vor ihn lass es ihn aufnehmen und Vorsitz.

So lernt der Hund erstmal Stress und Fehlerfrei das bringen.

Das Holen vom geworfenen Apportel bau ich erst ein wenn die anderen Schritte sitzen.

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Ach herr je das ist ne Frage. :D

Was wird trainiert:

- Grundgehorsam auch Dinge wie Fuß, Sitz, Platz, Bleib, Warten

- gehorchen auf Pfeife unter anderem für Sitz auf Entfernung

- zum Apportieren selbst gehören

- Warten, markieren (aufpassen wos fällt), hinlaufen, zurückbringen, ausgeben teilweise im sitzen oder auch im stehen

- einweisen, das heißt du vermittelst ihm wo er suchen soll

- Suchen

- ignorieren von Verleitungen (Dingen die ablenken)

Was davon die in den angebotenen Kursen voraussetzen, kann ich dir nicht sagen, da müsstest du Fragen. Bei einem Anfängerkurs kann das soviel aber nicht sein.

Dann hast du einen jungen Hund der wohl gerade pubertiert, da ist es normal das er sich ablenken lässt. Wenn er nicht zurück bringt, dann dürfte er bei mir entweder nur an der langen Leine apportieren oder nur dort wo garnichts ist was ablenkt. Das gibt sich demnächst, du musst nur dran bleiben.

Da ich mit meinem angefangen habe als ich ihn geholt habe (16 Wochen) konnte er mit 9 Monaten schon richtig gut apportieren. Er blieb auch sitzen wenn fremde Hunde vorbei liefen. Musste nur zu der Zeit an der Leine bringen weil er mit dem Dummy Runden drehte und dachte er könnte ein Spiel drauß machen. :D

Was ich empfehlen kann sind die Bücher von Zvolsky Kosmos Retriever Schule und Trainingsbuch für Retriever.

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Originalbeitrag

Und wie lange hat es bei euren Hunden gedauert, bis sie es richtig gut drauf hatten?

wir trainieren das erst ganz kurz, seit etwa 1-2 Wochen.

Hatten es halbherzig mal letztes Jahr versucht, aber schnell aufgegeben, weil Jasper

einfach nicht gern was ins Maul nehmen wollte. :Oo

Nun suchte ich eine neue Beschäftigung für die Zeit, in der morgens keiner mit ihm

laufen kann (gehe zur Zeit an Krücken) und habe mich nun intensiver und ausdauernder

damit beschäftigt.

Vielleicht hilft es Euch, das Apportieren erstmal im Haus zu üben, da ist weniger Ablenkung.

Das hat bei uns gut funktioniert, Jasper hat das "System" verstanden und bringt den

Futterdummy im Haus nun zuverlässig (seit ein paar Tagen).

Jasper ist auch einer, der sich sehr schnell ablenken lässt.....

Ich denke, wenn es im Haus zuverlässig klappt, dann kann man das Training auch

draussen ausweiten, vielleicht nicht gleich auf Spaziergängen, sondern erstmal im

Garten?

Würde ihn auch erstmal an der Schlepp lassen, dann kannst Du ihn zu Dir holen, wenn

er mit dem Dummy abhauen will. Irgendwann wird er begreifen, dass er ihn IMMER

zurückbringen soll.

Das mit dem Warten (vorm Losschicken) hat bei uns ohne Übung funktioniert, da kann ich

leider keine Tips geben.

Anfangs hat Jasper mir den Dummy zwar gebracht, ihn mir aber vor die Füsse gespuckt.

Das habe ich nicht belohnt, sondern ihm dann nochmals den Befehl gegeben, ihn zu bringen.

Danach geklickt und belohnt (das Klickern erleichtert das Bestätigen sehr, find ich).

Jetzt sitzt er bereits vor mir ab und hebt den Kopf mit Beute im Maul, bis ich sie ihm ab-

nehme.

Da Jasper an Bällen oder ähnlichen kein Interesse zeigt, arbeiten wir ausschliesslich mit

einem Futterdummy....irgendwann würd ich aber gern auf so ein Gummi-Dummi-Ding

umsteigen, mal sehen ob das klappt.

edit: Nachtrag: wir haben uns nicht darum gekümmert, wie man das Ganze "richtig"

aufbaut, sondern haben das mehr als Spiel gesehen, in Kursen wird es sicher ganz

anders und mit mehr Regeln ablaufen.

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Ok, danke für die Antworten!

Also habe so eine Feldleine von 5 Metern. Mit der habe ich das Apportieren noch nicht ausprobiert, aber lasse ihm auch gerne seinen Freiraum. Das apportieren habe ich bisher auch nur im Garten geübt, da er draußen - wie du schon sagtest - immer ein Spiel daraus macht. Er läuft immer weg und man selbst muss ihm ja dann hinter her rennen. Er lacht sich einen weg und pfeift einen drauf, zurückzukommen. Ist wohl noch die spielerische Jugend? :???

Im Garten klappt es wie gesagt bedingt.

Es geht mir nur halt darum, dass ich das Apportiertrainig direkt anfangen kann, ohne noch in den normalen Unterricht zu gehen. Ob man das direkt verbinden kann oder man erst da rein muss, bevor man dort hinein kann. Wenn nämlich echt alles gelernt wird, was du aufgezählt hast, dann würde es ja auch ohne den anderen Unterricht passen.

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Also ich muss sagen, dass ich keinen Futterdummy verwende, da er auch ohne Futter so begeistert vom Werfen ist. Die Augen müsstet ihr mal sehen ;)

Ich mag Hundeschulen nicht immer, weil die dort wirklich alles sehr sehr ernst nehmen. Sicher gibts auch Außnahmen, das ist klar, aber dort muss wirklich alles geregelt ablaufen.

Teilweise muss es ja auch so sein, sonst lernt der Hund und der Halter es nie, aber bei manchen Dingen könnte man ja ein Auge zudrücken :D

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Hey,

also ich hab Jackson das Apportieren mit Futterdummy und Schleppleine beigebracht. Dummy geworfen, sobald er ihn ins Maul genommen hat den Befehl "Bring" gesagt. Wenn er ihn sofort gebracht hat, Lob ohne Ende und Futter. Wenn nicht, habe ich ihn an der Leine zurück geholt, sobald er da war no chmal "bring" gesagt und mir den Dummy dann geben lassen (Jackson gibt alle Sachen sofort her, ohne dass ich "aus" sagen muss, sobald ich sie anfasse) und dann mit Futter und Lob belohnt.

Wir haben ca. eine Woche an der Schlepp trainiert, dann ohne. Wenn er zwischendurch wieder Phasen hatte, wo er den Dummy nicht sofort gebracht hat, bin ich in die andere Richtung gelaufen und er kam von sich aus hinterher.

Futterdummy finde ich am Anfang sinnvoll, damit der Hund verknüpft "Nur dann, wenn ich ihr den Dummy bringe, gibt es Futter"

Danach kann man auf andere Dinge umsteigen, Jackson bringt mittlerweile alles, was ich ihm sage, sogar wenn mir irgendetwas runterfällt wie z.B. Socken auf dem Weg zur Waschmaschine ;)

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Wow, sowas ist ja echt praktisch :)

Ich werde es mal an der Leine probieren. Habe jetzt wie gesagt nur eine Feldleine von nur 5 Meter, die allerdings sehr unhandlich ist und auch schmerzt, wenn die an der Hand reibt. Hatte sogar mal eine Brandblase davon :motz:

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Dagegen helfen einfache Handschuhe.und fünf meter schleppi reichen doch erstmal :-)

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Genau, meine war auch nur 5m ;)

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