Jump to content

Schön, dass Du unsere große Hunde Community gefunden hast !

Erstelle in 30 Sekunden ein Benutzerkonto oder logge Dich einfach mit Deinem Facebook oder Google account ein.

➡️  Hier geht's ruck zuck weiter

Hundeforum Der Hund
Kleine Jägerin

Verbellen von Passanten (Unsicherheit)

Empfohlene Beiträge

Hallo ihr lieben,

klein Ruby (nun etwas über 1 Jahr alt) macht mir in letzter Zeit einiges Kopfzerbrechen.

Ruby war schon immer ein unsicherer Hund, insbesondere Fremden gegenüber recht scheu (vor allem wenn diese den Blickkontakt zu ihr suchten und sie streicheln wollten wich sie zurück, blieb aber ruhig und mied einfach deren Nähe).

I.d.R. habe ich es niemandem Gestattet, sie anzufassen, wenn ich merkte, dass sie unsicher ist und den Menschen als gruselig einstufte.

Wenn ein Passant mitten auf der Straße aber stehenbleibt und uns schon von weitem beobachtet und den Hund beglotzt - kann ich diesen ja nicht anmeckern er solle bitte woanders hingucken...

Von der Pubertät habe ich noch nicht all zuviel bemerkt - ich denke da geraten wir aber gerade hinein :-)

Wie gesagt, bisher war sie scheu, aber eine sehr ruhige Maus in meiner Gegenwart. Lediglich in der Hundekita hat sie mit dem Rudel mitgekläfft, wenn ein Hund gebracht oder abgeholt wurde (aber auch nicht immer) - und wenn, dann ließ sie sich ablenken.

Nun scheint das Luder ein wenig Selbstvertrauen bekommen zu haben und meint, Kraft ihrer Wassersuppe, fremde Passanten (bisher immer nur einzelne Personen), verbellen zu müssen. Dass das Bellen nur vor Unsicherheit strotzt und der Hund sich im Leben nicht auf 2m an die Leute herantraut, wissen die ja nicht. Die sehen nur einen Hund der von weitem (20m) auf sie zugeschossen kommt und sie anbellt.

Für mich ist es ein unmögliches Verhalten, was sie schnellstmöglich wieder zu lassen hat, damit sie den Quatsch nicht verinnerlicht.

Wenn ich sie anzische, dass sie das Verhalten zu unterlassen hat, wird sie deutlich unsicherer und wird noch misstrauischer und hellhöriger ihrer Umwelt gegenüber.

Wenn ich sie freundlich anrede von wegen "alles ok" beruhigt sie sich sehr schnell und lässt sich auch wieder ablenken. Aber die Tendenz, den nächsten Waldbesucher der einsam dort umherstreift, wieder verbellen zu wollen ist definitiv da.

Sie hängt nun auch nicht wie eine gestörte in der Leine - es reicht auch ein Wort und der Hund hört auf mit dem Gezeter aber ich will gar nicht, dass sie damit erst anfängt.

Passanten "schönfüttern" hatten wir schon mal gemacht - mit dem Ziel, dass sie bei jedem "Keks" den sie bekam sich nach den "bösen" Passanten umschaute und irgendwann gar nichts mehr draußen annahm (sie ist nicht sehr verfressen).

Was mach ich denn nun mit ihr? Ist das nur ne pubertäre Phase? Oder bahnt sich hier was "größeres" an? Fremde Passanten ins Training einbinden geht nicht wirklich - sie würde keine Leckerlies von denen nehmen... zudem sie ja auch nicht jeden anbellt. Ein Schema konnte ich noch nicht entdecken.

War die Zeit noch schön, wo sie die Leute nur beobachtet hat und nicht hin lief (dafür hab ich sie immer gern gelobt und auch nen Keks gegeben)...

Liebe Grüße

die kleine Jägerin

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

hallo

Du sagst dass sie sich aus der Situation rausnehmen lässt und deine Ansage akzeptiert.

Beobachte sie mal genau und unterbinde das "Gezeter" gleich im Ansatz, bevor sie mit dem Bellen beginnt.

Sie wird schon vorher Signale aussenden welche dir zeigen dass das Gebell gleich anfängt, genau dort musst du ansetzen und es unterbinden.

So lernt sie nicht "nur" aufhören zu bellen, sondern gar nicht erst damit anzufangen.

Edit: Wenn sie ruhig an den Passanten vorbei gegangen ist, natürlich loben und sich zusammen freuen... ;)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich und mein Hund haben das gleiche Problem.

Wäre auch sehr dankbar über ein paar Tips!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

du willst, dass dein Hund diese fremden Menschen ignoriert?

Dann zeige ihr wie das geht...sei unhöflich und ignoriere!

Nimm sie beim Passieren an die Leine und "bei Fuß" und gehe mit genügend Abstand, wenn möglich im Bogen, an diesen Menschen vorbei - OHNE zu Grüßen.

Nimm gar keine Notiz von ihnen - Ignoranz hat für Hunde eine andere Bedeutung als für uns Menschen.

Achte bitte darauf, dass sie in der nächsten Zeit keine Möglichkeit hat, unkontrolliert zu anderen Menschen zu laufen und dieses Verhalten zu zeigen.

Viel Erfolg :winken:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hi,

ok, Dein Hund erzählt Dir was. Schon seit er bei Dir ist erzählt er Dir, dass er unsicher ist und fremde Menschen nicht so gerne mag.

Ich denke Du solltest ihr zuhören und versuchen, die in ihre Lage zu versetzen:

Ruby war schon immer ein unsicherer Hund, insbesondere Fremden gegenüber recht scheu (vor allem wenn diese den Blickkontakt zu ihr suchten und sie streicheln wollten wich sie zurück, blieb aber ruhig und mied einfach deren Nähe).

I.d.R. habe ich es niemandem Gestattet, sie anzufassen, wenn ich merkte, dass sie unsicher ist und den Menschen als gruselig einstufte.

Du läufst schon seit Du denken kannst neben Deinem Frauchen her und bist eh etwas ängstlich und unsicher. Aber immer, wenn diese komischen fremden Zweibeiner in Deine Nähe kommen, bekommst Du RICHTIG Schiss....weil Du als kleiner Hund schon Schiss vor denen hattest - aber nie hat Dir jemand gezeigt, dass die eigentlich nicht böse sind, sondern total nett, mit Futter um sich werfen, gut riechen, Dich massieren, Dir was tolles erzählen usw. Zuerst war es nur eine kleine Abneigung, aber Mittlerweile ....machst Du Dir die Hosen voll vor diesen Gangstern.

Nun bist Du in der Zwickmühle. Dein über alles geliebtes Frauchen erkennt den Ernst Deiner Lage nicht. Du hast sie immer schon auf diese miesen bösen Zweibeiner hingewiesen und vor ihnen gewarnt. Zuerst nur ganz subtil, bist auf Abstand geblieben, hast Dich nicht rangetraut und leicht verängstigt stehen geblieben .....

War die Zeit noch schön, wo sie die Leute nur beobachtet hat und nicht hin lief (dafür hab ich sie immer gern gelobt und auch nen Keks gegeben)...

- dafür bist Du belohnt worden, also müssen die ja wirklich schlimm sein...

Nun scheint das Luder ein wenig Selbstvertrauen bekommen zu haben und meint, Kraft ihrer Wassersuppe, fremde Passanten (bisher immer nur einzelne Personen), verbellen zu müssen. Dass das Bellen nur vor Unsicherheit strotzt und der Hund sich im Leben nicht auf 2m an die Leute herantraut, wissen die ja nicht. Die sehen nur einen Hund der von weitem (20m) auf sie zugeschossen kommt und sie anbellt

...aber was Du auch tutst um Dein Frauchen auf die Gefahr, die offensichtlich zumindest von manchen dieser Zweibeiner ausgehthinzuweisen - sie scheint es nicht zu wissen. Dabei hat sie es doch selber gesagt....

...Du musst also deutlicher werden in Deinen Signalen. Mittlerweile warnst Du sie schon von Weitem vor ihnen, wirst immer deutlicher, aber sie scheint die Gefählichkeit dieser Verbrecher immer noch nicht zu sehen...Du weißt selber noch nicht, wie weit Du noch gehen musst, bis sie Dich endlich ernst nimmt und die Gefahr AUCH sieht..

Wenn ich sie anzische, dass sie das Verhalten zu unterlassen hat, wird sie deutlich unsicherer und wird noch misstrauischer und hellhöriger ihrer Umwelt gegenüber.

Wenn ich sie freundlich anrede von wegen "alles ok" beruhigt sie sich sehr schnell und lässt sich auch wieder ablenken. Aber die Tendenz, den nächsten Waldbesucher der einsam dort umherstreift, wieder verbellen zu wollen ist definitiv da.

...sie ist aber auch nicht richtig einzuschätzen - verhält sich mal so, mal so...

manchmal bekommst Du dafür, dass Du Dein geliebtes Frauchen vor der schlimmen Gefahr warnst auch noch einen auf den Deckel - HÄ? Das kannst Du überhaupt nicht verstehen...wieso bestraft sie Dich für diese wertvolle Warnung?

Manchmal bleibt sie auch ganz ruhig und scheint annähernd verstanden zu haben, was Du ihr sagen möchtest. Dann sagst Du ihr bescheid, sie zeigt Dir, dass sie den Bösewicht gesehen hat und auf der Hut ist - somit kannst Du sicher sein, dass sie aufpasst und hast nicht mehr so große Angst.

Trotzdem kommt der nächste Schlimmling bestimmt - lieber hälst Du schonmal Ausschau nach ihm, damit Du ihn früh genug ankündigen kannst - Frauchen sieht die NIE als Erste..

....Hineinversetzmodus aus.... :D

Es wird wahrscheinlich nur dann nachhaltig besser, wenn Du Ruby begreiflich machen kannst, dass Fremde nicht böse sind. Leider sind die Lebensphasen, in denen sich das für immer unwiderruflich prägt vorbei, es geht also nur noch über Gewöhnung - aber auch das ist möglich.

Lass Deiner Phantasie freien Lauf... ;)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Das hast du toll geschrieben. :respekt:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Schönfüttern finde ich nicht so schlecht. Der Hund verbindet dann fremde Personen mit etwas Positivem.

Auf jeden Fall, würde ich -falls möglich- einen Bogen um Personen laufen, wenn ich merke, dass er unsicher wird. Bei Fuß und nah vorbei würde ich nicht machen. Meistens ist man selber auch unsicher, weil man nicht weiß, wie der Hund wieder reagiert und dies überträgt sich natürlich auf ihn.

Es ist sicherlich keine Sache, die man in 3 Wochen beheben kann. Ich habe 1,5 Jahre gebraucht um Schutztrieb und ein wenig Unsicherheit in die richtigen Bahnen zu lenken.

Vorausschauend spaziehren gehen, werde ich allerdings immer müssen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

Oh, danke Cathrin. :)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Süß geschrieben, wirklich :-)

Angezischt hab ich sie beim verbellen nur einmal - sehe ja, dass diese Taktik für noch mehr Unsicherheit sorgte und stellte dies freilich sofort ein.

Passanten auf der Straße sind weitestgehend uninteressant, wenn wir an der Leine dran vorbeispazieren.

Wenn sie im Wald jemanden entdeckt hat (und glaub mir, ich seh‘ die zu 99% vor ihr - sie hat ihre Nase ja meist am Boden und ich hab schlicht den besseren Überblick) blieb sie stehen und guckte einfach - hätte ich das nicht bestätigen sollen? So hatte ich mir ihr Verhalten ja eh gewünscht - warum also nicht bestätigen?

So konnte ich sie in Ruhe einholen, völlig unspektakulär anleinen und mit durchhängender Leine oder in der freifolge locker flockig am Spaziergänger vorbeiführen. So hätte sie es gerne beibehalten dürfen :-)

"Fremde" waren für sie immer komisch - in der Prägezeit einmal böse von Kiddies in der Straße erschreckt (unbeabsichtigt) und so sprang sie von einer Spooky-Phase in eine andere. So kopflos und "panisch" wie in ihrer Jugend, reagiert sie schon längere Zeit nicht mehr.

Ich hab allmählich das Gefühl, dass es ihr "Spaß" macht. Das Bellen klingt nach wie vor wie das eines verunsicherten Hundes - aber nach dem Abrufen stolziert sie fast schon stolz zurück.

Irgendwie ist es ja auch ganz drollig, zu sehen wie der Hund aufblüht. Die defekte Niere wurde entfernt und 2 Wochen später findet sie ihre Stimme und fängt das Verbellen an. Sie ist auch frecher im Spiel mit anderen Hunden und ich glaube sie wird bald zum 2.x läufig.

Ich glaube viele wären schon happy ihren Hund innerhalb von 2 Sprüngen wieder zurück in die Welt zurückzuholen.

Und natürlich war ich bemüht, dass sie fremde Leute toll findet - und auch das von Anfang an. Hab denen Leckerlies in die Hand gedrückt und gezeigt wie sie für die Lütte weniger Bedrohlich wirken und was sie bitte unterlassen sollen (von oben auf sie drauftatschen, lieber vom Brustbereich kraulen). Nur wenn der Welpe einmal Scheu wird, potenzieren sich nun mal gerne Ängste. Dann bringt auch Käse nichts mehr ;-)

Ich habe viel mit ihr in der Prägezeit gemacht (soweit das im tiefsten Winter eben möglich war), hab sie überall mit hingeschleppt - und mache das immer noch. Selbst in etliche Altenpflegeheime zum Streicheltag sind wir öfters... da freut sie sich über die alten Herrschaften und nimmt gerne die Leckerlies.

Vielleicht ist es wirklich nur eine übermütige Jugend-Phase...

Liebe Grüße

die kleine Jägerin

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

Hi,

das war ja nur so ein Scenario, das gepasst hätte - aber was Du nun schreibst, klingt -GsD -lang nicht so dramatisch wie am Anfang des threats

=)

Ich wollte auch nur sagen - bei solchen Problemchen hilft es , sich in den Hund zu versetzen und zu versuchen, die Welt mit seinen Sinnen und Möglichkeiten zu sehen.

Dann liegt die Lösung oft ganz nah.

Ich wünsche Euch weiterhin ganz viel Spass zusammen.

:winken:

Ach so, was das Bestätigen angeht.... würde ich nur dann machen, wenn Du genau weißt, was in ihrem Kopf vor geht.

Wenn sie stehen bleibt und Menschen beobachtet, weißt Du ja nicht, ob sie skeptisch ist, oder nicht. Du belohnst immer das, was sie gerade fühlt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.