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polar-chat.de  Der Hund
SarahLoe

Therapiehunde - welche Rassen sind geeignet?

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Hallö :)

Mich würde mal interessieren, ob hier der eine oder andere seinen Hund zum "Therapiehund" ausgebildet hat. Und was ihr meint, welche Rassen überhaupt dazu geeignet sind.

Ich studiere ja Sonderpädagogik. Erstmal mit dem Ziel "Lehramt".

Im Sommer werden wir uns - wahrscheinlich - einen altdeutschen Schäferhund (möglichst aus DDR-Linie) zulegen. (Ob es die Bezeichnung "Altdeutscher Schäferhund" nun wirklich gibt oder nicht, ist erstmal egal)

Nun habe ich zeitweise einmal herumgesponnen:

Ich weiß nicht, ob ich immer als Lehrerin tätig sein möchte. Ich könnte mir auch vorstellen, den Hund so auszubilden, dass er mich bei der Arbeit begleiten kann. Und dass ich dann eben nicht nur als Lehrerin, sondern einfach "nur" in der Therapie mit geistig und körperlich Behinderten arbeiten könnte.

Das würde bedeuten, dass der Hund sehr wesensfest sein müsste. Er müsste damit umgehen können, wenn Menschen unkoordinierte Bewegungen machen und einfach nach ihm greifen etc. Er müsste darauf vollkommen ruhig reagieren und in etwaigen Therapiestunden extrem augeglichen sein.

Meint ihr, falls jemand Erfahrung in diesem Bereich hat, dass auch ein Schäferhund hier Chancen hat und dass man ihn dementsprechend ausbilden kann? Oder glaubt ihr, dass diese Rasse zu unruhig ist oder einfach zu viel.. ich nenne es mal "Aggressionspotential" mit sich bringt? Dann würde ich davon vielleicht absehen und eher über einen späteren Zweithund nachdenken, der vom Wesen her anders ist.

Einfach mal doof gefragt :)

LG Sarah

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Hey Du :) !

Therapierhunde,da streiten sich die Geister.Da du vorhast,dir nen Schäferhund zuzulegen - kann ich dir die Kampfhunderassen empfehlen.Nein ehrlich,die sind soo toll und haben eine ganz hohe Reizschwelle.Meine beiden Tanten arbeiten zusammen mit 4 SoKas - einem American Staffordshire Terrier,einem American Pit Bull Terrier Mischling und zwei Standard Bullterriern.Sie setzt die Hunde bei Therapien mit Kindern und Behinderten ein.Das Gute ist,das Behinderte und Kinder so gut wie Vorurteilsfrei sind.

Ob das mit den Hunden klappt,steht bei dir,wie DU den Hund erziehst.

Einen Herdenschutzhund zum Therapiehund auszubilden,ist natürlich zwecklos :) Border Collie oder Dobermann sind zu aufgedreht,meiner Meinung nach.Die kriegt man nur mit viel Auslastung ruhig.

Die Hunde,die in der Regel als Therapiehunde gehalten werden sind ja meist Labradore und Goldies.Wenn man diese Hunde als Therapiehunde einsetzen kann,kann man auch SoKas einsetzen,kein Unterschied ;)

Aber villeicht willst du nicht so einen großen Hund?Kleine Hunde sind auch tolle Therapiehunde.Malteser eignen sich gut :)

Alle Pudelrassen,von groß bis klein,sind auch seeehr gut geeignet.Kann man auch bei Allergikern einsetzen (den Malteser übrigends auch). :)

Die letztendliche Wahl hast du :)

Aber warum soll es ein Altdtsch.Schäferhund aus DDR Linie werden? Nur mal so aus Neugier?

Dtsch Schäferhunde sind Hunde,die echt viel Arbeit brauchen.Ich weiß nicht,ob ein Schäferhund den Ansprüchen der Therapie entspricht.Schließlich muss der Hund da seeehr ruhig sein.Aber so viel Ahnung habe ich von Schäferhunden nicht,daher ist das jetzt auch nicht so wichtig :)

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Huhu :)

Also das, was hierzulande unter "Kampfhunde" läuft, gefällt mir leider rein optisch nicht so gut...

Schäferhunde hatten wir in unserer Familie von Anfang an und ich kam mit ihnen rein erziehungstechnisch immer gut zurecht. Wobei ich sagen muss, dass wir immer Mischlinge hatten.

Und da war bis jetzt alles dabei. Völlig überdreht, ruhig und ausgeglichen, aufgedreht aber gehorsam.... Einfach eine komplette Mischung.

Unser Hund kommt aus einer DDR-Linie, weil diese Hunde angeblich anders sind, als die aus "normaler" Zucht... Ich habe mit einer Züchterin telefoniert und ihr meine Kriterien genannt:

Der Hund darf ruhig dickköpfig sein, aber auch wesensfest und ruhig. Ich möchte keinen "spinnerten" Hund, der mir den ganzen Tag um die Beine springt und fragt, was er als nächstes für mich tun darf.

Er darf und soll viel arbeiten, seiner Neigung entsprechend. Aber ich will nicht dazu gezwungen sein, dreimal die Woche zum Hundeplatz fahren zu müssen, um Schutzdienst o.ä. machen zu "müssen".

.. Naja das sind nur so allgemeine Gedanken.

Idealerweise soll mein Schäfi wesensfest, ruhig und augeglichen sein.

Immer unter der Prämisse, dass eine Auslastung auf andere Weise erfolgt. :)

Aber dies wird der erste "reinrassige" und ich werde erstmalig konkrete Planungen anstellen, was der Hund an Ausbildung erfahren soll :)

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Achso,dann hast du dich schon weitestgehend auf den Schäfi fixiert?Find ich vollkommen in Ordnung,weil du ja schon Erfahrung hast ;) Ich aber nicht :D Von daher kann ich dir da nicht weiterhelfen.Aber du bekommst hier bestimmt noch ein paar Antworten :D

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Zu dem Thema möchte ich dir von meinem vertorbenen Rüden erzählen.

Ich habe bis vor einem halben Jahr nur demenz erkrankte Menschen betreut.

Mein DSH war oft mit dabei.

Auch Jule war schon oft bei uns im Altenheim .

Ich denke schon das Du und dein DSH eine Chanse habt.

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Ich kenne mich auch nicht mit Therapiehunden aus, außer daß ich oft dachte, meiner wäre dafür geeignet ;-)

Belg. Schäfermix - Kleinkinder erprobt und durch nichts zu erschüttern.

Sie animiert Behinderte, ihr aus dem Rollstuhl den Ball zu werfen, bringt ihn immer wieder zurück und legt ihn notfalls auf den Schoß :D

Ich glaube ja nicht unbedingt, daß man sowas an der rasse festmachen kann, sondern eher am individuellen Wesen des Hundes, bzw. den Erfahrungswerten derselben.

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Mein Hund ist "nur" ein Besuchshund und die klassische Rasse dafür, ein Golden Retriever. Ich kenne mehrere ausgebildete Therapiehunde, viele Goldies, Labbies und kleinere Mischlinge, aber auch einen Doggen- Staff Mix. Alleine an der Rasse kann man also keinen Therapiehund festmachen.

Was ich allerdings schon öfter beobachtet habe, dass Bewohner (im Altenheim), Menschen allgemein, aber auch Kinder teils vor grösseren dunklen Rassen Angst/Respekt haben. Bei Kindern sehe ich es ein, ist doch oft der Hund mit ihnen auf Augenhöhe, bei Erwachsenen kann ich auch nicht sagen, woran es liegt.

Meine Freundin hat einen schwarzen Labbi und ich einen sehr hellen Goldie, auf Krümel reagiert eigentlich jeder positiv, aber bei dem Labbi gibts immer wieder mal Probleme.

Mit einem Schäferhund und Sokas wird man es in der Therapiehundrichtung sicher nicht so einfach haben, wie mit einem Goldie, denn leider sind beide Rassen durch die Medien rel. schlecht dargestellt, aber es ist nicht unmöglich.

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Ich glaube ja nicht unbedingt, daß man sowas an der rasse festmachen kann, sondern eher am individuellen Wesen des Hundes, bzw. den Erfahrungswerten derselben.

Ich denke genau das selbe, mein Kaukase ist trotzt seiner Rasse ein sehr ausgeglichener Hund und ich kann ihn überall mit hinnehmen.

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Man kann das nicht an einer Rasse festmachen, sondern man muss individuell schauen. Und das kann man auch erst, wenn der Hund erwachsen ist. Er muss ein ruhiges, sehr standfestes Wesen haben. Er muss gut mit Stress umgehen können. Mein River hat nun seine Ausbildung zur hundegstützten Pädagogik. Er ist ein grosser schwarzer Mix. Warum nicht mit einem Schäferhund? Aber die Chancen stehen kleiner als zum Beispiel Labrador oder Golden. Die sieht man häufiger in der Ausbildung.

Bedenke aber dass ältere Menschen durch die Kriegszeit oft Angst vor Schäferhunden und Dobermänner haben. Kinder haben meistens keine Vorurteile aber die Eltern können einem manchmal schon Steine in den Weg legen, wenn man zum Beispiel eine SOKA mitbringt. Bei den meisten sind Labradore und co beliebter um in der Therapie zu arbeiten. Da heisst es dann, sehr gut vorausplanen, ein Konzept haben und die Leute rechtzeitig gut informieren, damit sie ihren Kopf in Ruhe legen können und sehen dass das nicht einfach mal so passiert. Such dir ne gute Ausbildung die du dann nachher mit deinem 1jährigen Hund machen kannst. Wenn dein Hund dafür geeignet ist, wünsch ich dir viel Spass (und Geduld, denn es ist eine Menge Arbeit, wenn man es denn ordentlich macht)

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Huhu,

schön, dass du in die Richtung Therapiehund denkst (die tiergestützte Therapie gibt es meiner Meinung nach viel zu wenig). Ich habe genau wie du Sonderpädagogik auf Lehramt studiert und wir bekommen im April einen Labrador-Welpen, mit dem ich gerne, wenn es charakterlich passt, eine Ausbildung zum Therapiehund/Schulhund machen möchte, um ihn in der Sonderschularbeit und Therapie einzusetzen. Du kannst also auch als Lehrerin arbeiten und trotzdem den Hund im Unterricht und auch in deinen Therapiestunden einsetzen. Alles möglich :)

Dass es nicht von der Hunderasse abhängt, haben ja alle Vorgänger bereits geschrieben, ich denke schon, dass es Rassen gibt, die eher dazu neigen (menschenbezogen, freundlich etc.), aber ganz pauschalisieren kann man das nicht.

Ich habe aber schon viele DSH in der Therapiearbeit gesehen (so wie Goldies, Labbis, Mixe und auch vermeintliche "Kampfhunde"), ich denke mit der richtigen Erziehung, Prägung und Ausbildung kann ein DSH ein wunderbarer Therapiehund sein. Es ist immer das, was du draus machst. Natürlich kann es einem immer passieren, dass das Tier einfach charakterlich nicht gut zu der Arbeit passt - es sind eben trotz Rasse Individuen, aber das wird sich dann erst in der Praxis zeigen.

In welchem Bundesland studierst du denn bzw. möchtest die Therapiehundeausbildung machen? :)

Möchtest du einen Welpen oder einen ausgewachsenen Hund?

Liebe Grüße,

Anja

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