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Hundeforum Der Hund
K9-Sam

Canon EOS 600D - Welche Einstellungen für Bewegtbilder?

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Der Titel sagt eigentlich schon alles :)

Ich bin stolzer neuer Besitzer einer EOS 600D und habe null Ahnung, das muss sich natürlich ändern ;)

Mein Hauptgrund für die Kamera war, dass ich tolle Bilder von Finn haben wollte - eben auch draußen.

Könnt ihr mir Tipps geben, was Bewegtbilder angeht? Ich habe bis jetzt immer nur in den automatischen Modi gearbeitet, z.B. im Sportmodus. Denke aber, dass man die besten Bilder sicher im TV Modus schießt? Welche Blende, shutter speed etc soll ich dafür am besten einstellen?

Und generell funktioniert das Ganze doch wahrscheinlich eh nur bei sehr guten Lichtverhältnissen, oder?

Ich benutze im Moment nur das Kitobjektiv (18-55mm).

Tausend Dank :D Ich werde euch mit Übungsbildern überschwemmen ;)

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(bearbeitet)

Also mal ganz grundsätzlich würd ich dir empfehlen, dich mal in die drei Faktoren Blende, Belichtungszeit und ISO-Wert einzulesen -- muss gar nicht furchtbar physikalisch vonstatten gehen ;)

Grundsätzlich ist die Belichtungszeit die Zeit in der der Sensor (früher Film) belichtet wird - je kürzer die ist, desto schärfer, aber auch dunkler, das Bild und umgekehrt.

Dann die Blende, die dir sagt wie groß die Öffnung ist, durch die das Licht fällt - je offener die Blende (Achtung! offene Blende = kleine Zahl aufm Display) desto mehr Licht fällt hinein, und desto kürzer kannst du die Belichtungszeit wählen. Dadurch wird aber auch die Tiefenschärfe verkleinert (also der Bereich, der scharf ist wird kleiner - bei Bewegung schwierig, weil das Tier sich damit leichter aus dem Schärfebereich rausbewegt, aber bei Porträts etc oft künstlerisch schön, weil man damit besser den Bildbereich betont)

Dann der ISO-Wert, was technisch etwas komplizierter zu erkären ist - in der Praxis heißt es, je größer die ISO-Zahl, desto heller (aber auch verrauschter!) das Bild.

Dann gibt's noch den Weißabgleich, den ich auch für *sehr* hilfreich halte, wenn man damit ein bisschen umgehen kann.

Der geht im Prinzip davon aus, wie "Weiß" in verschiedenen Lichtverhältnissen aussieht. Die Kamera nimmt dann dieses Weiß als gegebenen Ursprung und passt die anderen Farben daraufhin an. Den kannst du übrigens manuell gestalten (Farbkarte mitnehmen oder einfach weißes Blatt Papier) oder aus den Möglichkeiten wählen - oft isses auch schöner, zB bei hellem Licht den Schatten-Weißabgleich zu nehmen, weil dann die Farben generell wärmer wirken.

Klar sind die Automatik-Einstellungen bei heutigen DSLRs schon sehr gut - aber wenn man schon die Möglichkeit hat, finde ich es schade, sie nicht zu nutzen.

Es gibt auch keine Einstellung, die immer für Bewegtbilder funktioniert weil es einfach immer auf die Lichtverhältnisse, Umgebung und auch zB auf die Farbe des Hundes ankommt (je dunkler das Tier, desto schwieriger isses, Details beizubehalten)

Im Prinzip kann man natürlich sagen: Je weniger Belichtungszeit desto schärfer werden die Bilder, klar.

Du kannst anfangs ein paar Automatikbilder machen und dir dann die sogenannten EXIF-Daten ansehen (die sagen dir welche Werte, die Kamera gewählt hat)... das ein bisschen studieren und dann vl in den Halbautomatikmodus übergehen - da kann man jeweils einen Wert (Blende oder Belichtungszeit) manuell einstellen, die Kamera passt den anderen an die Messwerte an - und dich auf manuellen Modus vorarbeiten.

Oder, du machst es wie ich früher und probierst einfach herum und schaust was sich am Bild verändert wenn du bei den verschiedenen Rädchen in die eine oder andere Richtung drehst ;) Is aber ein langwieriger Prozess, also ein bisschen Theorie kann nicht schaden

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Wow, das ist aber schonmal eine sehr ausführliche Antwort. Und das so früh am Morgen - vielen Dank :D Ich nehm mir das alles auf jeden Fall schonmal zu Herzen und versuche, mich ein bisschen einzulesen. Wild drauf los probieren werde ich wahrscheinlich zusätzlich auch noch ;)

Falls jemand bei seiner EOS eine bestimmte "Standardeinstellung" oder so verwendet, um bei "normalem" Tageslicht gute Bewegtbilder zu machen, wäre ich dafür auch dankbar!

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Bei mir isses noch "spät in der Nacht" ;) Da schreibt sich so ein Aufsatz recht schnell....

Ich würd jetzt mal sagen bei normalem Sonnenschein geh auf "Av" (Blendenpriorität) - dann stell die Blende auf ~5.6 und dann hast du etwas Spielraum auch wenns kurz mal dunkler wird, weil die Kamera die Beleuchtungszeit selbst wählt.

Wenn dann die Bilder noch verwackelt sind (weils bewölkt ist, zB - das kann schon mal schnell was ausmachen um diese Jahreszeit) dann kannst du entweder die Blendenzahl runterschrauben oder die ISO-Zahl rauf.

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Super, werde ich versuche, danke!

Muss zu meiner Schande sagen, dass es bei mir auch noch spät in der Nacht ist... Sollte wohl mal ins Bett, hab aber eigentlich noch was zu tun und mal wieder die ganze Nacht verplempert...

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Also ich hatte heute nicht den Nerv, mich in die Einstellungen reinzufummeln, weil das Wetter auch sehr schlecht war und so...

Habe es daher einfach erstmal im Sportmodus versucht, das ist dabei rausgekommen ;)

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Die sind nun natürlich alles andere als 1A scharf, aber ich muss sagen, dass ich sie wesentlich schlechter erwartet hatte, dafür, dass ich null Einstellungen vorgenommen hatte und das Licht mies war. Bin daher guter Dinge, dass ich tolle Bilder hinbekomme, wenn ich mich erstmal eingelesen habe, denn alleine diese hier konnte meine Kompakte schon nicht.. Es wird also weiter geübt :D

Oh, und einen größeren Zoom brauche ich - das steht fest. Aber da muss erstmal wieder Geld her ;)

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Ich habe von einem Bekannten eben diesen Link geschickt bekommen, der wohl ziemlich genial alles in der Theorie erklärt

http://www.fotolehrgang.de/

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Süüüüüüüß =)

Ich habe die gleiche Kamera und bin auch noch nicht so der Profi damit. Aber die Beschreibung, die du bekommen hast, ist erste Sahne!!

(Danke übrigens, das mit dem Weißabgleich bei starkem Licht wusste ich noch nicht :) )

Ich mache es, wenn schnell gehen muss, so (bei Bewegtbildern):

Ich stelle auf TV und drehe am Rädchen. So, dass die Belichtungszeit immer kürzer wird (Also die Zahl rechts von der 1 immer größer). ISO und Blende belasse ich in der Automatik.

Dann drücke ich den Auslöser halb durch und schaue mir die entstehenden Werte bei Blende und ISO an.

Dann steht da zum Beispiel 1/1250, F5,6 und ISO 400. Wenn der Wert für die Blende blinkt, hast du zu weit gedreht. Das Bild würde dann unterbelichtet, weil die Blende schon vollständig geöffnet ist und über den ISO-Wert auch nichts mehr zu holen ist.

Dann schaue ich, ob ich die Werte okay finde und so nutzen möchte, oder ob ich doch noch manuell etwas einstelle.

Die Blende, das wurde ja schon gesagt, bestimmt unter anderem die Tiefenschärfe. Dadurch hast du es schwieriger, einen Moment scharf abzulichten, aber der Effekt ist auch schöner, wenn der Hintergrund verschwimmt.

Und den ISO-Wert halte ich möglichst unter 800, sonst rauschts mir zu sehr.

Geht der ISO-Wert also, wenn ich die Belichtungszeit eingestellt habe, stark in die Höhe, verringere ich die Belichtungszeit wieder.

Versteht man das jetzt?

Ich weiß nicht, ob das sehr schlau ist, wie ich es mache. Aber es klappt, wenns schnell gehen muss :)

Und was mir noch einfällt: Wenn der Hund auf dich zuläuft, kannst du den AF auf AI Servo einstellen. Dann fokussiert die Kamera während der Bewegung weiter. Und das Messfeld kannst du mittig wählen, damit du den Schärfepunkt wirklich auf deinen Hund legst und nicht etwa auf den Baum hinten rechts im Bild o.ä.

Übrigens kann ich dir den "großen Humboldt Fotolehrgang" empfehlen. Da verstehe sogar ich die Beschreibungen...

Ich wünsch dir ganz viel Spaß mit der Kamera!

Ach und ich habe mir das Standard-Tele 55-250 dazugekauft.. Nicht sehr lichtstark, aber bei gutem Wetter geht es. Der Autofokus ist nicht so flott wie bei dem kleinen, aber für den Preis finde ich es okay.

LG Sarah :)

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und wie heißt die Option für den Weißabgleisch? Weil so steht es ja nicht in den Parametern :( ( Also wenn man auf Q drückt)

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Ebby, meinst du, wo du den Weißabgleich manuell einstellst bei exakt dieser Kamera?

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