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polar-chat.de  Der Hund
lyka

Festen Platz zuweisen

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Moinsen,

ich hab hier einen Junghund, 19 Wochen alt (weisser Schäfi-Rüde). Er ist für sein junges Alter schon ganz gut aufgebaut.

Nun ist es so, dass er seine Vorlieben hat wo er liegen möchte - im Haus und auch im Lokalen hat er den Wunsch, sich seinen Platz zu suchen. Im Lokal unterbinde ich das natürlich und weise ihm einen Platz zu, den er nicht verlassen darf. Zu Hause sind es mittlerweile 5 Stellen, die er turnusmässig aufsucht. 2 davon sind durch uns zugewiesen, die anderen drei sind zugige Ecken, wo er sich offenbar wohler fühlt. Ein Körbchen ist in einem Zimmer, im Wohnzimmer steht eine Gitterbox, an die er gewöhnt ist.

Wenn wir abends fernsehn, hält er sich lieber an den zugigen Stellen auf und fühlt sich unwohl im Wohnzimmer an sich (also es ist nicht an die Box bezogen), also er mag sich auch nicht gerne zu uns legen. Weder aufs Sofa, noch unten am Sofa bei uns. Das finden wir schade, weil er gehört doch zu uns.

Nun könnte man ja sagen - lass ihn doch - aber meine Überlegungen sind die:

- Zum einen eventuelle Gesundheitsgefährdung (er hat schon bei der Züchterin lieber auf kaltem Boden gelgen, als auf kuscheligen, vorhandenen Decken. Genauso wie seine Wurfgeschwister)

- Zum anderen weiss ich nicht, ob das erzieherisch nicht besser wäre, ihn auf einen festen Platz pro Zimmer zu gewöhnen. Das würde auch den Besuch von Örtlichkeiten ausserhalb erleichtern.

Was sagt ihr dazu?

Gruß

lyka

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Huhu,

meine Hunde dürfen sich ihre Plätze frei wählen, so lange sie keine wichtigen Verkehrsknotenpunkte besetzen. Auch sie liegen teilweise lieber auf den kühlen Fliesen als auf dem kuscheligen Bettchen.

Schmusen wollte mein Großer nie wirklich gerne, der Kleine hingegen schon. Längere Aufenthalte auf dem Sofa mag er aber auch nicht.

Also was ich sagen will: Ein Hund kann aus meiner Sicht, wenn es keine Be- und Erziehungsprobleme gibt, liegen wo er möchte. Aber wenn ich WILL, dass er auf seinen Platz geht, z.B. wenn es klingelt, wenn die Pfoten schmutzig sind, wenn er mir grad im Weg ist, oder einfach nur so, dann erwarte ich, dass er das auch tut und auch dort verbleibt, egal, was im Haus dann gerade passiert.

LG Anja

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Ja das klingt ähnlich dem, was wir grad haben. Ich kann ihn ohne Weiteres auf seinen Platz schicken und bleiben lassen.

Ich hab es z.B. direkt eingeführt, dass er auf seinen Platz geht und mich anschaut, bevor er sein Fressen haben kann (also damit ich in Ruhe den Napf hinstellen kann *g*)

und wenn es an der Tür klingelt. Wir entwickeln das Klingeln als einen Signalton, auf den Platz zu gehen.

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Holly hat bei uns in der Wohnung auch 6 Plätze, wovon wir ihr auch nur 2 "fest" zugewiesen haben.

Das sind natürlich in unseren Augen auch die "bequemeren", also mit Decken und Kissen....und werden weniger benutzt als die unbequemen.... :kaffee:

Sie liegt gerne kühl, auch dort wos mal zieht und wechselt an diesen Plätzen regelmässig hin und her während des Tages.

Ich lass sie einfach, ich mag ihr nix aufdrängen. So wie ichs mir bequem mache, soll sie es sich hier auch nach ihren Vorstellungen bequem machen, solange sie nicht daraus irgendwelche Ansprüche festlegt.

Wenn sie kuscheln möchte, legt sie sich auf meine Füsse, wenn sie nah sein möchte legt sie sich auf ihr Kissen bei uns. Wenn der Tv an ist verkrümelt sie sich grundsätzlich in dunkle Räume :D

Ich glaube, sie kann selber gut einschätzen was sie braucht und ihr gut tut, auch wenn es in unseren Augen zu kalt, zu zugig, zu einsam ist.

Gesundheitliche Bedenken hatte ich bis jetzt keine.Ich vertrau da auf ihr Gefühl.

In öffentlichen Räumlichkeiten kriegt sie grundsätzlich einen festen Platz zugewiesen und hält sich auch dran, weil sie den Unterschied sehr wohl merkt, dass es an so Orten nach meinen Vorsellungen abläuft.

Lieblingsort in Liebingsstellung :so

MCR_05922.jpg

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Oh ja, diese "bequemen" Liegepositionen, über die sich jede Wandverkleidung "freut" kenne ich hier auch... Schönen Dank auch, Herr Hund, denn DU musst ja nicht renovieren ;) .

LG Anja

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:D

Die Wände haben schon ordentlich gelitten in den letzten 4 Monaten :D

Das hab ich nun davon, wenn ich meinen Hund lasse.... :kaffee:

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Generell lasse ich meine auch da liegen, wo sie möchte.

Wir haben allerdings auch keine Probleme, in der Richtung Dominanz.

Alles in der Wohnung gehört mir und wenn ich es haben möchte, muss sie gehen.

Weil ich nett bin, teile ich mit ihr.

Das hört sich hart an, aber hilft, da sie erst mit 12 Monaten her kam.

Im besten Rüpelalter...

Wenn notwendig, schicke ich sie auf einem Platz, da bleibt sie dann auch.

Unterwegs habe ich immer eine Decke dabei, auf die ich sie ablege.

Hilft im Lokal, im Zug eigentlich überall.

Zum einem hat sie dadurch etwas gewohntes, egal wo wir sind.

Zum anderen hat sie eine Begrenzung, an die sich halten kann.

Und die Leute achten mehr auf die Decke, als auf kleine Hundepfoten.

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Hm, an die Decke als Hilfmittel hab ich auch schon gedacht. Das gibt ja auch dem Hund eine genauere Orientierung, was jetzt sein Spielraum ist und was nicht.

Danke für eure Meinungen :)

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Also was ich sagen will: Ein Hund kann aus meiner Sicht, wenn es keine Be- und Erziehungsprobleme gibt, liegen wo er möchte. Aber wenn ich WILL, dass er auf seinen Platz geht, z.B. wenn es klingelt, wenn die Pfoten schmutzig sind, wenn er mir grad im Weg ist, oder einfach nur so, dann erwarte ich, dass er das auch tut und auch dort verbleibt, egal, was im Haus dann gerade passiert.

LG Anja

Sehe ich auch so.

Ich weiss nicht, warum viele Menschen eine Art "ständigen Kontrollzwang" haben

und den dann (zumindest in Bezug auf ihre Hunde) sogar noch zuhause ausleben -

als würde die ständige Kontrolle draußen und unterwegs (z.B. durch Leinenzwang)

nicht mehr als genug ausreichen, Hunde unselbständig zu halten (und damit auch

Unsicherheiten zu fördern).

Wichtig ist doch nur, dass ein Hund - wenn sein Mensch das mal wünscht bzw. etwas situativ

entscheidet - der Hund diesen Wünschen folgt.

LG

Marita

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Hatte heute einen hierzu sehr interessanten Fall. Eine junge Frau mit einem einjährigen Cocker Spaniel kam zu mir ins Einzeltraining auf den Hundeplatz. Ich kannte das Team noch nicht. Bereits am Auto sah ich einen Hund, der einen Stresslevel fuhr, der kaum zu toppen war. Er kreiselte, quietschte, raste in die Leine in 5 Richtungen gleichzeitig und zerrte, zerrte, zerrte.

An einen Pflock angebunten, damit man sich erst mal kurz unterhalten konnte, wurde weiter gewuselt, auf 2 Beinen gestanden, gewinselt... gruselig. KRANK!

Als die Hündin etwas runter kam und uns dann mal überhaupt wahr nahm, habe ich mich ihr genähert. Frauchen warten mich, sie würde springen. Jaja... tat sie auch. Genau 3x. Ich habe sie mit dem Körper bedrängt, als sie mich bedrängte, in etwa in ihrer Intensität, und hups, saß das Girlie auf dem Hintern und sprang nicht mehr. Dafür bekam sich dann ruhige Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten.

Danach führte ich sie einige Meter an der Leine, kam mit Richtungswechseln nicht wirklich weiter, weil sie einfach zu schnell war. Aber mit Ausbremsen durch den Körper kam ich weiter. Plötzlich konnte man neben mir gehen und da auch bleiben. Anhalten, wenn ich anhielt, aber der Stresslevel war noch immer enorm hoch. Auch als Frauchen dann die Übungen selbst wiederholte.

Ich ließ sie eine Decke aus dem Auto holen und zeigte ihr in einer Ecke das Deckentraining. Die Hunde müssen bei mir dabei nicht sitzen oder liegen, sie sollen nur mit allen Vieren auf der Decke SEIN. Sehr interessant war, in welcher Geschwindigkeit sich dieser Hund entspannte. Erst saß sie nach den ersten Korrekturen (mit dem Körper wieder zurück drängen nach einem NEIN und an der Leine zurück führen, wenn man nicht schnell genug war), und dann, als Frauchen selbst versuchte, legte sie sich sogar nach wenigen Minuten von sich aus hin.

Hinlegen kann sich dieser Hund laut Aussage des Frauchens zuhause nur sehr selten. Ab heute, so bin ich mir sicher, wird sie das lernen. Und sie zeigte mir mit jeder Haarspitze, dass sie genau DARAUF gewartet hat.

Das Team ging mit minimalen Korrekturen, sauber ausgeführt mit dem Körper (einfach ausbremsen) vom Platz, der Energielevel war, wenn er beim Erstkontakt auf 200 war, vielleicht noch bei 60. Tolle Sache.

Bin mir sicher, dass am meisten das Fixieren auf einem festen Platz gebracht hat. Eigentlich immer meine erste Arbeit, wenn ich irgendwo Hausbesuche mache. Seit heute ist mir wieder noch klarer, warum.

LG Anja

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