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Hundeforum Der Hund
Bullymama2011

Atemnot beim Bully - Brachyzephale Syndrom

Empfohlene Beiträge

Ich hab ja jetzt schon viele Meinungen im Internet zum Thema Atemnot bei Französischen Bullys gelesen.

Heute möchte ich euch meine Erfahrungen mit einem Züchter vom VZR e.v. DHS mitteilen.

Leider gibt es ja unzählige Zuchtvereine .Man weiß wirklich nicht, bei welchem Züchter kaufe ich meinen Bully.

Alle Züchter preisen ihre Tiere an: „Unsere Zuchttiere sind freiatmend. auf Keilwirbel geröntgt, Patella Luxation, Zustand Herz untersucht und sind uneingeschränkt zuchttauglich.“

Wenn man sich ihre Homepage anschaut, verfällt man gleich dem Bullywahn. Alles sieht toll aus und die Welpen sind so süß.

Aber kein Züchter wird dir erzählen, dass es vorkommen kann, dass die Bullys plötzlich

Aussetzer beim Atmen haben, kollabieren, dicken zähen Schleim auswerfen, daran fast ersticken, mit jeden Atemzug um ihr Leben kämpfen, nach dem Fressen erbrechen, sitzend schlafen und das ihr ganzes Hundeleben lang ertragen müssen oder das sie einfach mal umkippen und Tod sind .Letztendlich nur noch eine OP in Frage kommt.

Ich zitiere:

„Zeitschrift der Bundestierärztekammer Januar 2013 Deutsches Tierärzteblatt.

Das Brachyzephale Syndrom Tierschutz Qualzuchten

Eine Umfrage unter Besitzern von Hunden mit extremer Brachyzephalie ergab ein schockierendes Bild.

56 Prozent der befragten Hundebesitzer geben an, dass ihr Tier Atemprobleme beim

schlafen hat

24 Prozent der Tiere versuchen im Sitzen zu schlafen, weil sie im liegen keine Luft

bekommen

11 Prozent haben Erstickungsanfälle im Schlaf

77 Prozent haben Probleme beim Fressen

46 Prozent erbrechen oder regurgitieren mehr als einmal am Tag

36 Prozent der Tiere sind schon einmal aufgrund von Atemnot umgefallen, über die Hälfte von ihnen hat dabei das Bewusstsein verloren.

Leider ist es durch falsche Zuchtauslese bei brachyzephalen Rassen zu weiteren angeborenen

Fehlentwicklungen gekommen. u.s.w. u.s.w.“

Es nimmt kein Ende und das ist alles von unseren Züchtern gezüchtet.

Noch ein Tipp: Man kann die Züchter verklagen.

Was die wenigsten wissen, darunter zählte ich auch, ich spreche aus Erfahrung

Meinen Bully konnte nur noch eine Operation helfen (Brachyzephales Syndrom )

Ansonsten wäre er vielleicht schon Tod.

Dabei habe ich meinen Bully beim Züchter (Frau B. aus Müncheberg) mit Papiere für 1600€ gekauft und dachte ich bekomme ein gesundes Tier.

Als der Tierarzt mir sagte man müsse den Hund operieren stürzte ich mich sofort auf meinen Kaufvertrag um den Züchter davon in Kenntnis zu setzen, was für einen kranken Hund er mir verkauft hat.

Ich las mir den Vertrag noch mal durch und stellte fest was ich da überhaupt unterschrieben habe.

( Der Käufer erkennt mit seiner Unterschrift alle Bedingungen an und erklärt darüber hinaus auf Haftungs -,bzw. Gewährleistungsansprüche zu verzichten ,falls die Entwicklung des erworbenen Welpen den erwarteten oder gewünschten Zweck teilweise oder ganz ausschließt ).

Unfassbar was ich da unterschrieben habe, ich vertraute den Züchter , schließlich stand auf seiner Seite im Internet freiatmend und und und.

Da ich ja nun alles unterschrieben hatte, selber Schuld, musste ich durch und

konfrontierte den Züchter nicht damit. Auch waren ja schon 1 1/4 Jahr

vergangen und zu diesem Zeitpunkt wusste ich es nicht besser.

Nach etwas Wartezeit bekam ich endlich einen Termin für die Operation an der Universität Leipzig, die mir mein Tierarzt empfahl. Das sind die Besten und ich wollte auch das Beste für meinen Hund. 3600 € Kosten. Nach der gelungenen Operation sagte man mir ich sollte den Züchter verklagen. Er muss 2 Jahre für sein Tier haften. Gut, ich überlegte lange, ob ich das mache. Schließlich entschloss ich mich und schrieb die Züchterin per Einschreiben an .Keine Reaktion, nach 3 Wochen ging ich zum Anwalt, auch auf deren Schreiben kein Wort .Wir gingen den nächsten Schritt, Anklage.

Der Anwalt sagte mir das der Züchter auf jeden Fall haftet, aber ich ihn nicht die Nacherfüllung einräumte, da kann es passieren, dass meine Klage abgewiesen wird.

Aber das kann von Richter zu Richter unterschiedlich sein. Es ist ein Risiko.

Ich wollte es probieren.

Nun, da sie die Anklage per Gericht bekam, meldete sie sich und stritt alles ab. Bei Übergabe des Tieres war es gesund .Und auch die Arztrechnung sei viel zu teuer. Sie kann belegen, dass auch bei ihren Tieren schon Operationen an den Atemwegen gemacht wurden und dass es bei weiten nicht so teuer war .Arztrechnungen beigelegt.

Schock, was war das denn?? Auf ihrer Internetseite schreibt sie: Alle Tiere sind uneingeschränkt gesund und zuchttauglich. Beim Verkaufsgespräch kein Wort darüber das ihre Zuchttiere wegen Atemnot operiert werden mussten. Hätte sie mir das gesagt, hätte ich bei ihr kein Tier gekauft.

Jedenfalls wurde vor Gericht die Klage abgewiesen, weil ich dem Züchter keine Gelegenheit zur Nacherfüllung gab.

Außer es ist ein Notfall und das Tier muss sofort operiert werden um sein Leben zu retten.

Verweigert der Züchter die anstehenden Maßnahmen einzuleiten oder verleumdet er sich, dann sofort einen Anwalt konsultieren, der weiß welche Schritte einzuleiten sind.

Mein Fazit ob es ein Züchter ist vom VZR e.V. oder vom DKFB e.V. oder, oder ,!!!!Alle haben diese Rasse so krank gezüchtet und alle stellen an erster Stelle das Aussehen in Vordergrund, viele denken nur an ihren Gewinn ohne auch einmal an die Tiere zu denken und nehmen in Kauf, dass die Tiere ein Leben lang Qualen ertragen müssen, die man noch nicht mal seinen ärgsten Feind wünscht.

Warum züchtet man den Bully nicht endlich mit langer Nase, damit er wieder richtig Hund sein kann. Er wäre dann genauso liebenswert.

Wie zum Beispiel der Mops, der seit über 30 Jahren in den USA als Mops-Beagle-Kreuzung gezüchtet wird. Er heißt dann Puggle. Und hat nun keine Atemprobleme mehr.

Seit der OP geht es meinem Bully wieder gut, aber das hätte doch alles nicht sein müssen!!!

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(bearbeitet)

Ich bin mal so frei und wage zu behaupten, dass nicht alle Puggle völlig frei atmend sind.

Auch da gibt es noch welche die mit der kurzen Schnauze zu kämpfen haben.

Außerdem ist der Beagle ein Jagdhund, der mit der Nase arbeitet, viel läuft und agil ist.

Ob das die perfekte Kreuzung ist, naja, ich sehe das anders.

Edit: Vorab informieren hilft

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Vorab informieren hilft. Das bestimmte Rassen unter Qualzucht fallen und diverse Geundheitsprobleme haben, weiß man doch, wenn man sich vorab informiert.

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Originalbeitrag

Warum züchtet man den Bully nicht endlich mit langer Nase, damit er wieder richtig Hund sein kann. Er wäre dann genauso liebenswert.

Wie zum Beispiel der Mops, der seit über 30 Jahren in den USA als Mops-Beagle-Kreuzung gezüchtet wird. Er heißt dann Puggle. Und hat nun keine Atemprobleme mehr.

Seit der OP geht es meinem Bully wieder gut, aber das hätte doch alles nicht sein müssen!!!

Weil es bei den Züchtern und den Rassehunden genauso ist wie überall auf dem freien Markt: man verkauft das, was der Markt verlangt. Und wie man ja gerade deutlich an dem hohen Aufkommen der kurznasigen Rassen sieht, liegen diese sehr im Trend und verkaufen sich gut. Somit hat der Käufer ja auch die Wahl, ob er Qualzuchten unterstützen möchte oder nicht und ob er ein Geschäft mit ankurbeln möchte oder eben nicht.

Zuchtstandards und Zuchtziele zu verändern, dauert sehr lange und der Bedarf müsste erst mal da sein.

Selbst wenn ein Züchter wie Deiner sich anscheinend sehr viel Mühe gemacht hat, möglichst gesunde Tiere zu züchten, sieht man ja, dass selbst das kein Garant dafür ist, auch einen gesunden Hund zu bekommen.

Hunde wieder zum Ursprung rückzuzüchten ist sehr schwer, wenn man jahrelang auf markante und extreme Merkmale selektiert hat. Ob es Sinn macht, wieder neue Rassen einzukreuzen, damit man wieder gesündere Tiere bekommt, darüber kann man sicher streiten.

Ich persönlich halte von einer Kreation wie dem Puggle gar nichts. Zum einen, weil es sich um zwei verschiedenartige Hundetypen handelt (Jagdhund x Begleithund), die Probleme sind da vorprogrammiert, denn nicht nur Gesundheit sollte im Vordergrund stehen, sondern auch Verhalten.

Wenn Menschen schon in Extreme verfallen und "Gott spielen", um Hunde nach ihrem Gutdünken zu züchten, sollte man vielleicht auch irgendwann mal einsehen, dass eine Rasse kaputt ist. Dafür kommen dann auch wieder andere, neue Rassen auf den Markt.

Ich selbst bin unter anderem ein großer Dackelfan. Ich mag das Verhalten, den Charakter dieser Rasse, würde mir aber schon keinen Dackel kaufen, weil selbst der mir schon zu qualgezüchtet ist. Aus dem Grund suche ich mir meine Dackel immer im Tierschutz. Ist ja auch eine Lösung, wenn man eine bestimmte Optik haben möchte, eine Zucht aber nicht unbedingt unterstützenswert findet.

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Ich frage mich immer, warum die so beliebt sind

Ein röchelndes, schnaufendes, schnarchendes, sabberndes Tier möchte ich hier nicht haben

Die meisten Möpse finde ich z.B. optisch auch nicht ansprechend, aber ich kenne einen, der etwas langbeiniger ist und ziemlich fit wirkt, den ich trotzdem ganz niedlich finde ^^

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Originalbeitrag

Als der Tierarzt mir sagte man müsse den Hund operieren stürzte ich mich sofort auf meinen Kaufvertrag um den Züchter davon in Kenntnis zu setzen, was für einen kranken Hund er mir verkauft hat.

Ich las mir den Vertrag noch mal durch und stellte fest was ich da überhaupt unterschrieben habe.

( Der Käufer erkennt mit seiner Unterschrift alle Bedingungen an und erklärt darüber hinaus auf Haftungs -,bzw. Gewährleistungsansprüche zu verzichten ,falls die Entwicklung des erworbenen Welpen den erwarteten oder gewünschten Zweck teilweise oder ganz ausschließt ).

Unfassbar was ich da unterschrieben habe, ich vertraute den Züchter , schließlich stand auf seiner Seite im Internet freiatmend und und und.

Da ich ja nun alles unterschrieben hatte, selber Schuld, musste ich durch und

konfrontierte den Züchter nicht damit. Auch waren ja schon 1 1/4 Jahr

vergangen und zu diesem Zeitpunkt wusste ich es nicht besser.

...

Das meines Erachtens größte Problem ist doch, dass viele Menschen denken, was man durch Unterschriften unter Verträge vereinbart hat, sei immer "richtig" und "rechtswirksam".

Verträge oder Vertragsklauseln sind aber kein Wunschkonzert, mit denen man anders lautende gesetzliche Regelungen oder Rechtsprechungen aushebeln kann.

Auch das Denken von "das bringt sowieso nix - das habe ich ja durch Unterschrift akzeptiert" oder "das macht den Hund auch nicht gesund (wieder lebendig)" ist es doch, dass die meisten Vermehrer (Züchter nenne ich solche Leute nicht, die billigend oder vorsätzlich Krankheit/Qual in Kauf nehmen!) in ihr Verhalten einkalkulieren - oder sie schrecken ihre Käufer ab mit "dann bring mir den Hund zurück - ich tausche ihn um" (was verständlicherweise niemand will, ist ja kein Pullover, den man mal eben umtauscht). Man MUSS keinen Hund zurück geben und umtauschen - das ist der Unterschied zwischen Hund (Tier) und Sachen !

Solange also Käufer sich scheuen, wenigstens mal für wenig Geld eine Beratung bei einem Anwalt oder (sogar kostenlos) einen der vielen Info-Artikel diverser Anwälte zu dem Thema im Internet nachzulesen, haben gewisse Vermehrer weiterhin kaum Risiko und werden ihre "Zucht" auch nicht ändern, solange es die "dummen Käufer" akzeptieren.

LG

Marita

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