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polar-chat.de  Der Hund
entli

Große Aufregung in fremder Umgebung

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Hallo erst mal!

Vl hat ja hier jemand ein paar tolle Tipps auf Lager, wir haben folgendes (für mich grosses) Problem: Mein Hund (grundsätzlich halbwegs leinenführig, je nach Ablenkung) ist in fremder Umgebung superextrem aufgeregt. Ich fahre irgendwo hin, mache den Kofferraum auf, sie schaut und dann geht das gefiepe (das hat sie leider in solchen Situationen und wenn ihr langweilig ist, aber da ist jetzt nicht das Hauptthema) schon los.

Gut, wenn sie ruhig ist dann raus aus dem Auto, sie fetzt volle Kanne in die Leine, wenn dann noch gleich Leute in unserer näheren Umgebung sind, wird gleich mal gebellt, das volle Programm :( Leinenführigkeit wird auch nach paar Minuten nicht wirklich gut, der enorme Stress (also fiepen und bellen) hört dann gleich mal auf, meistens. Gehen wir irgendwo hinein, muss sie sowieso an der Leine ziehen, setz ich mich dann (Kaffeehaus zB), kommt sie schon zur Ruhe und kann stundenlang brav sein. Jetzt nicht so, dass sie so entspannt, dass sie einschläft, aber Kopf hinlegen und rasten ist kein Problem. Natürlich muss alles aufmerksam beobachtet werden, wenn Leute kommen und gehen, aber gelegentliche Erinnerungen daran, dass es hier zum lieben bleiben ist und gut is. Wenn wir dann wieder raus gehen, kann sie auch ordentlich an der Leine gehen.

Unser Problem ist ein grundsätzlicher Stress die ersten paar Minuten. Natürlich ist es nicht förderlich, wenn einen dann alle Leute anschauen, weil Hund entsprechend laut und Frauli auch noch nervös wird ... ich bemühe mich echt. Mal ist es wieder paar Ausflüge besser, dann wieder (so wie gestern) extrem schlimm und rückschrittlich.

So, wie übe ich nun, damit das irgendwann vl doch endlich mal besser wird – mein Hund ist ja zwischenzeitlich schon zweieinhalb und nicht mehr die Jüngste.

Gestern hab ich mir gedacht vl so:

Aussteigen, Bellen ev mit Wasser kontern, einmal Rund ums Auto laufen und jeden guten Schritt sowie Aufmerksamkeit C&B und danach wieder einsteigen, auf zur nächsten Station und wieder von vorne üben in ganz kleinen Schritten? Sofern Hund in die Leine stürmt ‚schade‘ und sofort wieder zurück ins Auto? Richtige Ansätze dabei?

Bitte immer her mit Euren Vorschlägen und Ideen!!

Danke, Monika

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Hallo

Die Ansätze sind nicht schlecht, ich würde jedoch schon früher beginnen.

mach den Kofferraum auf, wenn sie fiept, Deckel wieder zu. Ist sie ruhig, wieder auf.

Bleibt sie trotz offenem Deckel ruhig, anleinen und wenn vorhanden Hundebox öffnen. Beginnt sie wieder mit fiepen, Hundebox zu.

Beleg den "Rückschrit"/Fehler mit einen Abbruchwort wie nein oder schade, was sie halt kennt.

Und erst wenn sie jeweils nicht mehr fiept geht es einen kleinen Schritt weiter.

Springt sie von sich aus und mit Karacho aus dem Auto, setz sie wieder rein.

Ist eine langwierige sache, im Moment, aber sie wird schnell begreifen was du willst und es nur weiter geht wenn sie sich ruhig benimmt.

Wichtig ist dass sie mit ihrem Verhalten keinen Schritt weiter kommt.

Beginne Anfangs in reizarmer Umgebung, so dass sie nicht gleich 10 Menschen und 5/6 Hunde ums Auto herum hat.

Ihre Belohnung für das richtige Verhalten ist jeweils dass es ein Stück weiter geht. Ich würde da nicht mit zuviel Leckerchen arbeiten.

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(bearbeitet)

Hi,

wie kommt ihr denn zum Auto / aus dem Haus?

Du musst da beginnen, wo die Nervosiität einsetzt bzw. kurz vorher.

... und das Wasser würde ich unbedingt weglassen.

Du hast alles, was Du brauchst an Dir - selbst, wenn Du nackt wärst...

;)

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Danke!

Und aber was mach ich 'zwischendurch'?

Ich meine, wenn ich zum Üben unterwegs bin (und ich habe da gleich mal viel Zeit am Wochenende eingeplant!!), kann ich in so kleinen Schritten arbeiten, kein Problem.

Aber was ist, wenn wir angenommen nach ein paar Tagen schon kleine Fortschritte machen und zB beim nächsten Mal wo sie mit ins Büro muss oder mit zum Agility darf, dann wieder Erfolg hat mit nervös sein?

Ich kann zB wenn ich sie ins Büro mitnehme nicht 40 min vor dem Haus immer paar Schritte gehen und wenns nicht klappt zum Auto zurück. Erstens bellt sie dann die halbe Firma zusammen weil sie immer laut ist, wenn sie ihren Dickschädel durchsetzen will und vermutlich brauchen wir 2 Stunden, bis wir im oben in meinem Büro sind ... geht also nicht.

Kann man das auch trennen mit Leine am Halsband = wir üben, Leine am Geschirr = Management für alle Situationen zwischendurch? Kann mein Hund auch in solchen Situationen lernen, das zu unterscheiden?

Das Problem, dass sie am Tag bei den Schwiegers ist, möchte ich mal ganz aussen vor lassen. Ist zwar für die Erziehung nicht wirklich förderlich, aber sie kann zwischenzeitlich sehr gut unterschieden, welche Regeln wo gelten ;)

LG Monika

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Es gibt bei solchen Problemchen leider kein "üben" oder "nicht üben".

Ihr übt immer, ob Du das willst oder nicht...

... Dein Hund beobachtet Dich ständig und reagiert auf Dein Verhalten... immer.

Kommandos usw kann man "üben" - Beziehungsbildung eher nicht, die findet immer statt- und darum handelt es sich hier.

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Originalbeitrag

Hi,

wie kommt ihr denn zum Auto / aus dem Haus?

Du musst da beginnen, wo die Nervosiität einsetzt bzw. kurz vorher.

... und das Wasser würde ich unbedingt weglassen.

Du hast alles, was Du brauchst an Dir - selbst, wenn Du nackt wärst...

;)

OK, also keine Leckerli (auch kein Clicker?) und kein Wasser - verstanden, danke!

Aus dem Haus ist kein Problem (wenn nicht grad zufällig in dem Moment vl ein Hund vorbeikommt), weder wenn wir spazieren gehen, noch wenn wir uns Richtung Auto auf den Weg machen. In der Regel bringe ich sie täglich zu den Schwiegers, das ist gewohnte Umgebung, das ist null Problem. Auch Plätze wo wir öfter sind, sind kein Problem (ausser sie verbindet diese mit Aufregung, Hundeplatz vorm Agility zb, aber da ist die Aufregung das Bellen der anderen Hunde und weil sie auch nicht ruhig zuschauen kann, wie viele Agiltiyhunde, die ich kenne ... das ist eine andere Aufregung, würde ich mal behaupten)

Es ist die Situation, dass wir irgendwo sind und in fremder Umgebung aussteigen. Und wenn sie nur raus kommt, wenn sie überhaupt gar nicht fiept, das wird kaum bis nicht möglich sein. Diese kurzen Momente sind selbst zum Clickern fast zu kurz. Das mit dem Fiepen hab ich schon fast abgehakt :( Ich will einen Hund, der in so einer Situation halbwegs leinenführig ist und nicht alles anbellt, mit fiepen kann ich leben, das ist (auch lt. Hundetrainer) Stressabbau und wie ein Ventil...

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Es gibt bei solchen Problemchen leider kein "üben" oder "nicht üben".

Ihr übt immer, ob Du das willst oder nicht...

... Dein Hund beobachtet Dich ständig und reagiert auf Dein Verhalten... immer.

Kommandos usw kann man "üben" - Beziehungsbildung eher nicht, die findet immer statt- und darum handelt es sich hier.

Aber es gibt trotzdem Situationen wo das nun mal nicht geht ... vor der Firma zb (oder ich habe meinen Hund an dem Tag zum letzten Mal mit)

Leinenführigkeit haben wir ja auch so gelernt. Halsband muss passen, es gibt keine Ausnahme, kommt uns zB ein anderer Hund entgegen, ist sie (noch) nicht auf mich konzentriert, auch wenn es schon viel besser ist und drum gehts am Geschirr dran vorbei. Danach üben wir ordentlich weiter.

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Unkontrollierbare Situationen sind fast immer Führungs / Beziehungsprobleme.

Das hängt nicht nur am Hundehalter, auch der Charakter des Hundes spielt da eine große Rolle.

Führung findet nun mal immer statt. Du kannst nicht mal führen und mal nicht.

Auch wenn Du sagst, das Verlassen des Hauses wäre kein Problem... oft sieht man die Anfänge gar nicht.

Kannst Du mit ihm ohne Leine das Haus verlassen und ihn in Deiner unmittelbaren Nähe halten ( Verbal / körpersprachlich ), ruhig zum Auto gehen, die Tür aufmachen und ihn reinschicken, wann Du es möchtest?

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Ach ja, auch einen Clicker würde ich nicht verwenden.

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Unkontrollierbare Situationen sind fast immer Führungs / Beziehungsprobleme.

Das hängt nicht nur am Hundehalter, auch der Charakter des Hundes spielt da eine große Rolle.

OK, dann haben wir wohl auch ein Führungs- und Beziehungsproblem ... wie arbeite ich daran?

Ich habe auch einen sehr sturen Hund (diese Meinung teilen auch Leute, die Ahnung von Hunden haben ... nicht nur ich als Halter) - noch dazu unser erster Hund, grade am Anfang haben wir wohl ziemlich viel falsch gemacht

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