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Hundeforum Der Hund
susaa

Hund aus dem Ausland?

Empfohlene Beiträge

Hallo!

Ich hoffe, hier jemanden zu finden, der mir bei meinen Fragen weiterhelfen kann.

Ich war eigentlich auf der Suche nach einem Junghund aus dem Tierheim. Dabei bin ich auf folgende Seite gestoßen:

http://unser-pfoetchenhof.de/

Ich hab mich total in einen der Hunde "verliebt", bin aber doch etwas unsicher. Hat jemand Erfahrung mit der Organisation? Oder insgesamt mit der Aufnahme eines Hundes aus dem Ausland? Es gibt ja insbesondere viele fiesen Tropenkrankheiten, Leishmaniose etc. Kann man sich denn darauf verlassen, dass die Hunde durchgecheckt und gesund sind, wenn die Vermittler das sagen? Oder kann man darauf bestehen, den Hund vorher beim Tierarzt selbst durchchecken zu lassen? Geht das überhaupt, also kann man die ganzen Krankheiten durch Blutuntersuchung etc feststellen? Oder brechen sie irgendwann aus?

Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand etwas dazu zu berichten hat.

Liebe Grüße,

Susa

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Ich selbst habe auch mehrere Hunde aus dem Auslandstierschutz und bin Pflegestelle für einen Verein, der mehr als ordentlich arbeitet.

Die Orga, die Du eingestellt hast, kenne ich nicht und kann daher nichts dazu sagen. Wenn Du dort gut beraten wirst, alle Hilfe bekommst, die Du brauchst, die eine ordentliche Vorkontrolle und ggf. auch Nachkontrolle machen und auch nach Übernahme des Hunde für Dich als Ansprechpartner noch erreichbar sind, sollte das soweit erst mal in Ordnung sein.

Bezüglich der Mittelmeerkrankheiten solltest Du auch vom Verein beraten und informiert werden. Bei dem Verein, für den ich arbeite, bekommt man die Blutergebnisse bei Übernahme eines Hundes zur Verfügung gestellt und es wird angeraten, diese nach einiger Zeit noch mal nachzutesten.

Mit den Mittelmeerkrankeiten ist es so, dass die Hunde vor Ausreise getestet werden, das aber keine Garantie gibt, dass ein Hund nicht doch eine der Mittelmeerkrankheiten in sich trägt, da die Inkubationszeit sehr lang ist. Es ist immer gut, wenn man ein halbes Jahr nach Aufnahme eines Hundes aus dem Ausland noch mal nachtesten lässt.

Bei allen möglichen Krankheitssymptomen sollte man immer im Kopf haben, dass der Hund aus dem Ausland ist. Auch bei der Gabe einer Wurmkur spielt das eine Rolle. Im besten Fall hat man einen Tierarzt, der sich speziell auch mit diesen Krankheiten auskennt. Bei vielen Tierärzten erntet man allerdings wenig Verständnis dafür, einen Hund aus dem Ausland geholt zu haben, auch wenn es die Mittelmeerkrankheiten inzwischen sogar bis ins südliche Deutschland geschafft haben.

Den Titer der einzelnen Krankheiten wie Leishmaniose, Erlichiose usw. kann man über einen Bluttest speziell auf diese Krankheiten bestimmen. Die Krankheit kann, muss aber nicht ausbrechen.

Bevor ich einen Hund aus dem Ausland zu mir nehme, wäre es mir wichtig, dass dieser Hund schon hier in Deutschland ist und auf einer Pflegestelle sitzt. Dort kann man weitere Infos über den Hund geben, die für Dich wichtig sind. Ebenso solltest Du vom Verein genau unter die Lupe genommen werden, dass dieser Hund, für den Du Dich interessierst, auch zu Dir passt, bei einer Vorkontrolle wird Dein Umfeld angesehen, Fragen gestellt und es gibt einiges an Papierkram auszufüllen.

Je nachdem, woher der Hund kommt oder welche Vergangenheit bekannt ist, sollte man mit Anfangschwierigkeiten rechnen. Oftmals "ticken" Auslandshunde ganz anders. Sie sind anders umwelt- und nahrungsgeprägt, kennen Menschen oftmals nicht als verlässlichen Sozialpartner, bei einer Jagdhundrasse ist fast immer mit derben Jagdtrieb zu rechnen.

Man sollte ich einen Hund dann schon nach Verhalten und Grundcharakter aussuchen, nicht nur nach Optik, und genau überlegen, ob ich dem Hund das bieten kann, was er benötigt.

Aber insgesamt sind Hunde aus dem Ausland auch nur Hunde, oft viel ursprünglicher im Verhalten als unsere "verwöhnten", gut aufgezogenen Zuchthunde, denen es nie an irgendetwas gefehlt hat.

Für mich sind Hunde aus dem Ausland eine besondere Erfahrung und Herausforderung. Aber auch eine schöne Art, einem Tier zu helfen.

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Vielen lieben Dank für deine ausführliche Antwort! Du hast mir schon sehr weitergeholfen.

Mal ganz blöde gefragt: Die diversen Mittelmeerkrankheiten- sind die von Hund auf Mensch übertragbar?

Der Hund um den es konkret geht ist schon in Deutschland... gechipt, geimpft, entwurmt... wg Mittelmeerkrankheiten habe ich heute nachgefragt, aber noch keine Antwort erhalten.

Toll wäre es natürlich, wenn sich noch jemand finden ließe, der die genannte Organisation kennt.

Ansonsten bin ich für alle Tipps dankbar!

Liebe Grüße

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Wunderbar zusammengefasst! :)

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Die Mittelmeerkrankheiten werden - je nachdem, welche - durch Sandmücken oder Zecken übertragen, eine direkte Übertragung von Hund zu Hund oder Mensch wurde noch nie nachgewiesen.

Man kann sich mit diesen Krankheiten selbst infizieren, wenn man sich in Südeuropa aufhält und selbst von einer infizierten Sandmücke gestochen wird oder sich eine infizierte Zecke festsaugt.

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Eine ehemalige Kollegin von mir hatte vor knapp drei Jahren einen Hund aus Spanien genommen. Das Tier wurde über eine Tierschutzorganisation vermitteln und kam direkt aus Spanien. War ein zu dem Zeitpunkt damals 6 Monate alter Golden Retriver-Mischling. Sie hatte damals so ein paar Dinge berichtet: nach ausführlichen Gesprächen, etc. wurde dann ein Vertrag aufgesetzt. Sie bekamen dann einen Termin und Ort genannt, wo die Übergabe aller eingeführten Tiere statt findet. Es kamen wohl insgesamt 10 Hunde mit dem Transport. Vor Ort wurde dann der Papierkram erledigt, bezahlt, etc.

Der Hund saß wohl sein ganzes Leben im Tierheim, kannte also nichts; nicht mal Rasen. An einige Dinge hatte man ihn in Spanien bereits gewöhnt. Anfangs war der Hund wohl sehr unsicher und ängstlich, als er Vertrauen gefaßt hatte, taute er auf. Mittlerweile merkt man ihm all das nicht mehr an - er ist ein aufgeweckter und selbstsicherer, aber trotzdem stets freundlicher Rüde geworden. Meine Ex-Kollegin ist nach wie vor überglücklich mit ihm.

Wenn Du Vertrauen zu der Organisation hast (ggf. mal ein wenig im Netz umhören und Erfahrungsberichte einholen), spricht nichts dagegen, einem Hund aus dem Ausland ein neues Zuhause zu geben.

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Ich habe selber einen Hund aus dem Ausland, der von einer der sog. Mittelmeerkrankheiten betroffen ist.

Babisiose, allerdings ist die über Zecken übertragbar und ich habe mich irreführen lassen von dem Wort Mittelmeerkrankheit. Er kommt aus Russland.

Ich selber bin für einen Verein tätig der Hunde aus Bulgarien vermittelt.

Wir führen Gespräche mit den zukünftigen Endstellen, klären auf wie die Hunde sein können.

Oder vermitteln über Pflegestellen, die die Hunde für uns nehmen. Ich selber mache das auch immer wieder.

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Eine Babesiose ist aber gut behandelbar, solange man rechtzeitig handelt.

Meine kommt auch aus dem Ausland, hatte wohl als Welpe Babesiose und ist ein Traumhund.

Wegen der Babesiose, sie hat keine Babesien mehr, nur einen hohen Antititer.

Ansosnten habe ich einen sehr tollen Hund, allerdings habe ich im Vorfeld lange mit der Orga gesprochen.

Woher der Hund genau kommt, wie er dort lebt und so.

Wie sie nach D kommt, und was im Notfall wäre, wenn sie nicht mit mir zurecht kommt.

Ich könnte zum Beispiel Jule solange zurück geben, wie sie lebt.

Wegen den Reisekrankheiten, gibt es Bluttests.

Die geben zwar keine absolte Garantie, aber eine relative Sicherheit.

Ein Restrisiko bleibt.

Aber das hast Du auch bei einem Hund vom Züchter, die können auch HD, ED, Epilepsie und alles entwickeln.

Es sind eben Lebewesen, da gibt es keine absolute Garantie

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Gut behandelbar ja, das weiss ich jetzt auch.

Wir haben bei Yuri jetzt aktuell ein Blutbild machen lassen um zu sehen wo wir stehen. Es war nicht ganz ok und das Blut ist noch mal an einen Experten geschickt worden.

Kein Babesien mehr da. Gott sei dank.

Ich hätte nur gerne gewusst das er krank ist. Gott sei dank ist die Klinik schnell darauf gekommen einen Bluttest zu machen.

Ich hatte Mittelmeerkrankheiten immer Richtung Spanien geschoben, bevor wir betroffen waren.

Bin jetzt schlauer und weiss das es die auch teilweise bei uns in Deutschland gibt und in den anderen Ländern auch.

Bei einem russischen Hund ging bei den Symthomen mein Gedankengang nicht Richtung Mittelmeerkrankheit letztes Jahr.

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