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Hundeforum Der Hund
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Nachteile vom Mantrailing

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Da ich mich immer noch mit der richtigen Beschäftigung für meine Amy (Malinois) beschäftige kamen mir halt auch Sachen wie "Mantrailing" in den Kopf. Ich denke, dass meine Amy daran Spaß haben würde.

Allerdings habe ich Sorge (die Sorge habe ich aber bei fast allen Beschäftigungsmöglichkeiten), dass sich wieder negatives Verhalten entwickeln könnte.

Also meine Frage: Habt ihr Nachteile/ unerwünschtes Verhalten bei euren Hunden verstellen können?

Eine Sorge ist beispielsweise, dass sie danach bei normalen Spaziergängen wieder nur an der Leine zieht. Wir haben ein Jahr gebraucht bis sie kapiert/ akzeptiert hat, dass sie Fuß laufen und nicht vor mir laufen darf.

Eine weitere Sorge ist, dass Amy dann bei dem normalen Spaziergängen oder beim Freilauf nur noch mit der Nase auf dem Boden hängt. (Das Verhalten hat sie zwar noch nie gezeigt aber die Sorge habe ich trotzdem)

(Amy ist ein Sichtjäger (eigentlich gut händelbar weil man sie gut lesen kann) und ein sehr temperamentvoller Hund. Unausgelastet ist sie ziemlich unkonzentriert und nervös, Gehorsam ist dann auch nicht so einfach. Sie ist ein ziemlich aufgedrehter Hund. Zu erwachsenen Menschen ist sie immer freundlich aber halt sehr wild.)

Ich habe keine schwerwiegenden Probleme mit ihr (nur ein paar Kleinigkeiten über die ich mich gerne aufrege weil sie halt nicht perfekt ist ;) ) aber ich habe einfach etwas Angst, dass bei ihr durch eine 'falsche' Beschäftigung irgendein negatives Verhalten hervorgerufen wird. (bei Agility hätte ich z.B die Sorge, dass sie davon noch nervöser und aufgedrehter werden würde .. bei Schutzhundesport, dass ich sie irgendwann nicht mehr richtig kontrollieren kann dadurch, dass ihre eh schon so starken Triebe noch stärker werden.. und so weiter)

Könnte es also so negativen Verhalten kommen?

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Hi!

die Befürchtung mit dem an der Leine ziehen hatte ich damals auch, allerdings verstehen die Hunde sehr schnell, das nur am Geschirr gearbeitet wird.

Der einzige Nachteil, den ich sehe ist der, das der Hund wenn es ihm Spaß macht regelrecht süchtig wird :D

Das ist zumindest bei uns der Fall :D

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Das Leine-Ziehen hat sich bei uns bei keinem der beiden Trail-Hunde irgendwie verschlechtert. Higgins geht immer recht artig, Lemmy geht wie immer... gelegentlich artig :D

Wichtig ist, dass du wirklich das Trailgeschirr NUR zum Trailen nimmst. Nicht auch zum Spazieren gehen - andernfalls ist es für den Hund schwer, zu unterscheiden wann er "arbeitet" und wann nicht.

Ich will nicht sagen es gibt keine negativen Sachen, aber ich zumindest hab noch keine feststellen können.

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Originalbeitrag

Hi!

die Befürchtung mit dem an der Leine ziehen hatte ich damals auch, allerdings verstehen die Hunde sehr schnell, das nur am Geschirr gearbeitet wird.

Der einzige Nachteil, den ich sehe ist der, das der Hund wenn es ihm Spaß macht regelrecht süchtig wird :D

Das ist zumindest bei uns der Fall :D

Diesen "Nachteil" kann ich auch bestätigen ;) Rayu ist beim trailen, also in den Pausen, wo er warten muß, total aufgedreht. Aber wenn es dann soweit ist, arbeitet er ruhig und konzentriert.

Dabei ist die Nase nicht immer am Boden sondern auch in die Luft gestreckt. Mantrailer suchen ja nicht nach Spuren, also Bodenverletzungen, sondern nach Geruchspartikeln, Hautschüppchen, die sich je nach Wetterlage/ Wind überall verteilen können.

in unserer Gruppe ist übrigens auch ein Malinos mit dabei.

Leider haben wir momentan "Winterpause", aber ich kann es auch kaum erwarten wieder loszulegen.

Sobald ich nur den Rucksack zum trailen packe, ist Rayu schon "aus dem Häuschen" und nach dem trailen sowas von müde, selten das ich ihn sonst so ausgelastet erlebe.

Ich kann's dir und deinem Hund nur empfehlen.

Du mußt halt zum trailen ein Geschirr benutzen, das er nur dann trägt, sie lernen sehr schnell das es nur dann heißt:"sie bestimmen die Richtung".

Wenn du nur ein Geschirr besitzt, kannst du auch ein anderes "Signal" zum trailen benutzen,in dem du ihm dann z.B. ein Schälchen/Tuch, Warnweste, oder ein anderes Halsband zusätzlich umlegst.

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Das Ritualisieren ist wichtig: bestimmtes Geschirr/Kenndecke/..., festgelegter Ablauf - damit Hund weiß, wann er arbeitet und wann nicht.

Mir haben im Vorfeld auch Leute gesagt, ich solle doch bloß nicht meinem Sichtjäger auch noch beibringen, die Nase zu benutzen. Daraufhin habe ich mit meinem Trainer gesprochen, der mich hinwies auf die Wichtigkeit des Rituals und allerdings bestätigte, daß es keine 100% Sicherheit gibt daß keine Probleme auftreten. Kann es ja auch nicht, aber seiner Erfahrung nach passiert das bei Hunden, die sonst nicht ausgelastet sind.

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Magic tut sich mit der Leinenführigkeit ja etwas schwer (oder ich mich damit, mit ihrem Tempo mitzuhalten ;) ) Da hat aber das Trailen nichts verbessert und nichts verschlechtert :)

Ich sehe den Nachteil lediglich in dem Suchtfaktor (nicht nur für die Hunde ;) )

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Da das Mantrailing eine relativ ruhige Beschäftigung ist, wird Sie danach in der Regel nicht hochfahren, eher müde sein. Denn Nasenarbeit strengt sehr an. Ich mache erst seit kurzem mit Angel Mantrailing aber es macht Ihr und mir sehr viel Spaß und Angel ist auch eine echte Powermaus. Und das leichte ziehen verknüpft der Hund ja auch mehr mit dem Wort "Such" also kann der Hund normale Spaziergänge vom Mantrailing sehr wohl unterscheiden. Kann Dir nur zum Mantrailing raten, gerade auch für echte Powerhunde um etwas runter zu kommen. Schöne Sache!!

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Meine Tochter und ich sind seit fast 1 Jahr jede Woche mit allen 3 Hunden zum Mantrailing!

Bisher konnten wir keinerlei negative Auswirkungen feststellen.

Wie alle anderen auch schon schrieben, erkennt der Hund sehr schnell, wann ist "Arbeit" und wann ist "Freizeit" ... wichtig hierbei, dass das Geschirr sowie die Schleppleine NUR zum Trailen genutzt wird, nicht irgendwo in den Alltag integriert wird.

Ansonsten konnten wir nur positive Aspekte in unseren Hunden erkennen.

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Vielen Dank für die vielen Antworten!

Ich bin ja echt froh keine negativen Sachen zu lesen, besonders, dass sich bei euren Hunden die Leinenführigkeit nicht verschlechtert hat. Das ist nämlich meine größte Sorge da wir echt ewig gebraucht haben bis Amy vernünftig lief.

Das mit dem Geschirr und dem Ritual weiß ich.

Sie trägt auch so kein Geschirr. Außer früher als ich sie nur mit Schleppleine laufenlassen konnte. Bei normalen Spaziergängen wird sie am Halsband und ab und zu noch am Halti geführt.

Ihr konntet mir keine Angst schon ein wenig nehmen. Danke.

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Hallo, nach fast 5 Jahren RH-Arbeit gibt es natürlich Nachteile, diese lassen sich allerdings kompensieren oder man lebt halt damit. Ich verallgemeinere mit Absicht, da eins bei allen Sparten gleich ist: Förderung von Selbstständigkeit und Förderung von Entscheidungen über den HF hinweg.

Aber die Vorteile überwiegen auf jeden Fall.

Hast du schon mal über Obedience nachgedacht?

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