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polar-chat.de  Der Hund
Junikind

Notruf / Notpfiff "abhanden" gekommen - wiederbelebbar?

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Hallo,

habe mir da selber ein Problem bereitet....

Als Zlavia kam hatte ich versucht als Notabrufsignal einfach "hier" zu benutzen. Das hatte bei Skrollan gut geklappt. Wir hatten das dann auch einigermaßen drin, bis sie so eine Phase hatte, in der sie sich weiter entfernt hat, als mir lieb war. Da wir uns damals noch nicht ganz so gut kannten, bin ich dann relativ schnell in "Panik" verfallen und habe manchmal alles gerufen. Kurz um - ich hab's versaut :redface

Nicht das das falsch verstanden wird, sie hört inzwischen "eigentlich" super aber es gibt eben diese gewisse Situationen, in denen es einfach beim ersten "Ton/Pfiff" sitzen sollte.

Dann habe ich gemerkt, daß sie auf mein Pfeifen super reagiert. Also diese zwei Finger Methode. Hab' ich wieder versaut. Böse Inkonsequenz - ich weiß!! Das hat beim lernen funktioniert, weil es dann immer ganz extra tolle Leckerlis gab.

Dann wollte ich eine zeitlang die Leckerli Zufuhr einwenig minimieren. Wenn es blöd lief, waren dann im entscheidenen Moment keine mehr vorhanden und der Pfiff wurde so langsam aber sicher auch in diesen gewissen Situationen ignoriert.

Eben dann, wenn sie völlig abgelenkt war und es aber wichtig war, daß sie JETZT SOFORT hört.

ABER uns fehlt eben dieses eine SIGNAL.... Das merke ich gerade die letzen Tage.....

Sie liebt Schnee über alles und scheinbar riechen die Spuren da besonder toll. Und wenn sie eine Spur verfolgt vergisst sie manchmal alles um sich herum. Das ist dann nicht dieses "ich höre dich aber ich will dieses verdammte Loch buddeln und die Maus fangen", also Blick kurz zu mir und einfach nicht wollen,

sie ist wirklich komplett auf diese Spur fixiert und nimmt nichts mehr war.

Wir brauchen also dringend wieder einen NOTABRUF.

Kann man alte Signale wieder aktivieren? Würde sie gerne wieder auf den Pfiff konditionieren?? Meint ihr das funktioniert??

Und damit ich es nicht wieder vermassel, wie bringe ich ihr beim üben die Ernsthaftigkeit rüber. Denn um sie darauf wieder anspringen zu lassen muß ich das Signal ja anwenden, wenn es nicht wirklich ernst ist :???

Roman geschrieben, ich hoffe ihr wisst was ich meine!!

Und schenkt euch bitte die Vorwürfe, ich weiß das ich das selbst vermasselt habe!!! ;)

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Und damit ich es nicht wieder vermassel, wie bringe ich ihr beim üben die Ernsthaftigkeit rüber. Denn um sie darauf wieder anspringen zu lassen muß ich das Signal ja anwenden, wenn es nicht wirklich ernst ist :???

Wie soll man das verstehen?

Für den Hund ist ein Signal immer gleich ernsthaft (ernst zu nehmen) oder eben, wenn man es vermasselt (was passieren kann), nicht ernst zu nehmen.

Kauf dir einen Pfeife, neuer Rückruf ist ein schneller Doppel-Pfiff.

Wenn du dein Verhalten nicht änderst, nutzt aber kein Signal etwas. Du musst aufhören so viele Fehler zu machen.

Wenn du denkst, der Hund wird eh nicht kommen, weil er lieber buddelt, ruf eben nicht, sondern hol den Hund ab.

Sei gründlich und konsequent. Minimiere deine Schusseligkeit.

Nutze zwei Signale im Aufbau.

Zum Beispiel erst "Hier" und wenn der Hund kommt, gibst du das zweite Hörzeichen hinzu (Pfiff).

Arbeite erst im Haus. Dann im Garten mit wenig Ablenkung. Dann im Garten inkl. Ablenkung.

Erst wenn es da 100% passt, ins Gelände mit wenig Ablenkung usw.

Zum Schluss (ganz zum SCHLUSS! also wenn das Kommando sitzt) kann man einen Hund gezielt einen Fehler machen lassen, um diesen zu korrigieren.

(zB Schleppleine an den Hund, Hund mittels konditioniertem neuen Signal abrufen, auf dem Weg zu dir vorher ein Leckerchen, Spielzeug etc platzieren; wird der Hund im Rücklaufen langsamer an der Stelle oder hält sogar an, gib dem Hund einen Impuls mit der Leine und zeige ihm, was du willst. Danach packst du die Schleppleine weg und machst sie nicht mehr an den Hund. Der soll nicht "leinenschlau" werden; es sei denn er ist es schon).

Schaff dir selber ein paar Regeln, damit du diesmal klar kommst.

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Wie wäre es denn damit statt Rückruf einen Notstopp einzubauen?

Also als Notfallmaßnahme ein sofortiges "Platz" aufzubauen. Nur mal so als Idee ;)

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@ Junimond: Bei "Platz" meinst du auch wenn sie sich weiter entfernt hat einfach erstmal versuchen sie an Ort und Stelle auf das "Platz" zu bringen um damit auch wieder die Aufmerksamkeit zu erlangen? Da hätte ich nur die Befürchtung oder Angst, daß sie wenn ich die Aufmerksamkeit erreiche zwar Platz macht aber dann weiter läuft....?! Das Problem im Moment ist ja, das sie sich für mich zu weit entfernt... Müsste ich probieren!

Man hat ja seinen Radius in dem das O.K. ist, da klappt das mit dem schnelleingreifen auch meist sehr gut, je weiter sie sich jedoch entfernt umso schwierig wird es nach meinem Gefühl.

Eigentlich jagt sie (bisher) auch nie. Aber diese Spuren im Schnee scheinen extrem spannend zu sein - man sieht auch irgendwelche Abdrücke.

Heute morgen ist sie bis auf die Mitte von einem großen Feld gelaufen, zum Glück hat sie irgendwann kurz mal geschaut auf's rufen. Habe dann die Frisbee geschwenkt und gewedelt, die hat sie zum Glück gesehen und ist dann gleich gekommen....

@Schrödinger: Es geht hier nicht um ein prinzipielles Problem, das mein Hund nicht hört. Die Schleppleine brauchen wir seit einem 3/4 Jahr nicht mehr.... Sie läuft abseits von Strassen eigentlich immer frei.

Und sie ist im Spiel mit anderen, selbst wenn andere Hunde von weitem gesichtet werden zu denen sie nicht soll immer gut abrufbar....... Und wenn der Hund nicht hört weil er buddelt, dann hole ich ihn vom Loch weg und dann ist vorbei mit Freilauf. Wir haben im Moment dieses bisher NEUE Problem, erst seit so viel Schnee liegt.

Über die Pfeife habe ich auch schon nachgedacht, da sie besonders schnell geschaut hat, wenn mein Pfiff für mich selber nicht zu "schön" war, schwer zu erklären, also andere Frequenz?!

Mit dem Zitierten meine ich, sie soll auf das neue Signal hören also muß ich das üben... Zwischendrin benutze ich auch immer das Signal, wenn sie einfach nur kommen soll. Wie lernt der Hund später zu unterscheiden? Doch wieder die extra super Leckerlis NUR FÜR das Notsignal?

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Heute morgen ist sie bis auf die Mitte von einem großen Feld gelaufen, zum Glück hat sie irgendwann kurz mal geschaut auf's rufen. Habe dann die Frisbee geschwenkt und gewedelt, die hat sie zum Glück gesehen und ist dann gleich gekommen....

@Schrödinger: Es geht hier nicht um ein prinzipielles Problem, das mein Hund nicht hört. Die Schleppleine brauchen wir seit einem 3/4 Jahr nicht mehr.... Sie läuft abseits von Strassen eigentlich immer frei.

....... Wir haben im Moment dieses bisher NEUE Problem, erst seit so viel Schnee liegt.

Du hast da ein sehr prinzipielles Problem und kein neues.

Man sollte auch nicht auf Glück angwiesen sein.

Unter anderem verwechselst du Belohnung mit Bestechung.

Der Hund kommt, wenn du mit einem entsprechenden Anreiz wedelst und nicht weil er gelernt hat, dass er (eventuell) belohnt wird, wenn er auf Signal reagiert.

Das ist insgesamt ein sehr unsauberes Arbeiten und deshalb sehr unklar für den Hund. Passiert.

Man kann lernen das besser zu machen. Aber dafür muss man die Notwendigkeit erkennen.

An deiner Stelle würde ich mal ein lerntheoretisches Seminar besuchen oder mir in der Hundeschule zeigen lassen, wie man möglichst sauber konditioniert. Das hilft dann auch deine weiteren Fragen zum Aufbau zu beantworten. Die klären sich dann von selbst.

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Originalbeitrag

@ Junimond: Bei "Platz" meinst du auch wenn sie sich weiter entfernt hat einfach erstmal versuchen sie an Ort und Stelle auf das "Platz" zu bringen um damit auch wieder die Aufmerksamkeit zu erlangen? Da hätte ich nur die Befürchtung oder Angst, daß sie wenn ich die Aufmerksamkeit erreiche zwar Platz macht aber dann weiter läuft....?! Das Problem im Moment ist ja, das sie sich für mich zu weit entfernt... Müsste ich probieren!

Nö, ich meinte einen neuen Befehl als Notbremse.

Also für Situationen wo der Hund durchstarten will. In solchen Situationen ist es für viele Hunde zu viel verlangt, dass sie sich umwenden und zurückkommen. Aber auf konditioniertes Kommando hinlegen und an diesem Ort abwarten, fällt leichter. Dabei muß ja auch nicht der Blick abgewandt werden, sondern kann weiterhin beim Objekt der Begierde (Wild z.B) bleiben.

Der Hund wird auch nicht abgerufen, sondern dort abgeholt.

Dies muß natürlich sauber aufgebaut werden und dauert länger.

Es ist auf keinen Fall damit getan jetzt "platz" zu sagen, sondern muß komplett neu aufgebaut werden und dann muß auch klar sein, dass dieses neue Kommando, Never Ever vom Hund selber aufgelöst werden darf. Der Hund wird IMMER nur dort abgeholt.

Wenn sich dein Hund allerdings nur zu weit entfernt und du dies in den Griff bekommen willst, dann arbeite lieber mit der Schleppleine

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(bearbeitet)

Die Idee von Junimond finde ich klasse.

Zum Rückruf: ja, den kann man aufmöbeln, zumindest meiner Erfahrung nach.

Wenn ich merke, der Pfiff löst nicht mehr das SOFORTIGE Losspurten aus, es gibt diesen Moment des Zögerns, hol ich morgens beim Bäcker bissel Leberkäs an der Wursttheke. Den gibt es dann überraschenderweise für einen stinknormalen Rückpfiff. 3 oder 4 mal an diesem und am nächsten Tag, und schon sitzt das wieder.

Vielleicht ist auch der doppelte Rückruf etwas für euch.

Der besteht aus 2 Signalen. Signal 1 ist ein reines Aufmerksamkeitssignal, Signal 2 heißt dann: lauf zu mir.

Ich hab einen Link zu einer schönen Anleitung irgendwo gespeichert, ich geh mal stöbern.

LG Antonia

Edit

gefunden: der doppelte Rückruf

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@Junimond und Juline: Danke für eure Tips.... Für den reinen Rückruf habe ich mir nun eine Pfeife bestellt. Einfach aus dem Grund, weil es gleichbleibender ist, als wenn ich durch die Finger pfeife. Das mit dem doppelten Rückruf klingt interessant.

Dein Tip Junimond ist mir jetzt verständlicher. Das macht def. Sinn, braucht aber ganz bestimmt (wie du ja auch schon geschrieben hast) mehr Zeit. Deshalb werden wir nun erstmal den Rückruf üben und die andere Übung im Köpfchen behalten.

Aber fordergründig steht einfach erstmal die Abrufbarkeit in der genannten Spurensituation.....

Ich werde meine Konsequenz diesmal beibehalten :so Das wird mir diesmal auch leichter fallen, da wir uns ja nun auch besser kennen ;) Und sie auch schon deutlich mehr (also allgemein gesehen) auf mich fixiert ist, als eben das erste viertel Jahr nach dem TH. Da war einfach der Bewegungs- und Freiheitsdrang extrem groß und ich einfach auch noch zu unsicher in manchen Situationen. Die Schleppleine haben wir aber immer noch parat ;)

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Wiederbeleben des "alten Notrufsignals"...

Mein absoluter Notruf ist ein Thriller mit der Pfeife, verbundem mit meinem WEGRENNEN.

Zunächst in ablenkungsfreien Situationen geübt, sind meine Hunde darauf konditioniert, mit diesem einen Signal mein schnelles Entfernen in die Gegenrichtung zu verbinden - da sie mich nicht "verlieren" wollen, funzt das bisher super, auch auf große Entfernungen.

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