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polar-chat.de  Der Hund
andreas_b

Samstag kommt unser neuer Hund: Frage zu Verhalten, dringend

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Hallo und guten Morgen,

habe mich gerade beim Forum angemeldet und freue mich mitmachen zu können. Ich heiße Andreas, bin 50, mit Frau und zwei erwachsenen Kindern, die wohnen noch zu Hause (Ausbildung), kommen wir am Wochende auf den Hund.

Hiezu habe ich eine wichtige Frage zum Verhalten des Hundes, aber kurz die Vorgeschichte: Wir hatten bereits einmal einen großen Hütehund. Als der starb, und wir unseren Hund unersetzlich fanden, machten wir eine Pause von 15 Jahren. Jetzt, wo die Kinder erwachsen sind, wollten wir uns noch einmal einen gönnen. Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht und suchten geraume Zeit, weil wir in jedem Fall einen Hund-in-Not aufnehmen wollten, aber eben auch ein junges Tier. Nun haben wir überraschend unseren Traumhund gefunden ein großer Hütehund-Mix, ein Rüde, der ist jetzt knapp 2 Jahre, gesund und voll Leben, gechipt, geimpft ect. - Somit alles soweit i.O.

Der Hund verhält sich soweit normal. Bei unserem ersten Treffen, war er meiner Frau und mir zuerst zurückhaltend gegenüber, wurde dann aber schnell zutraulich und ging brav mit uns spazieren. Während er in der Wohnung komplett ruhig war, dreht er an frischer Luft munter auf, klasse. Sprich der Hund hat sich unseres Erachtens komplett normal verhalten. Wir haben dann noch einen ganzen Tag mit ihm verbracht, und der positive Eindruck hat sich mehr als bestätigt.

Der Rüde hat allerdings eine, ich nenne esmal so, mittel-traurige Geschichte hinter sich. Er wurde als Welpe von einem älteren Ehepaar gekauft (aber Hund des Mannes), dass in jeder Hinsicht zeitlich sehr engagiert war, und ich bin mir nicht sicher, wieviel Zeit mit ihm tatsächlich verbracht werden konnte, vor allem Zeit, wo seine Interessen im Mittelpunkt standen. Ein halbes Jahr nach Anschaffung starb dann zuerst der Mann, und jetzt gibt in die Besitzerin ab, weil sie selbst schwer erkrankt ist.

Jetzt das Problem: Am ersten Tag "freundete" sich der Hund mit uns, Mann, Frau und Kind 1 nach einer Weile an. Bei dem jüngeren Sohn allerdings verhielt sich der Hund (aus unserer Sicht völlig unbegründet) ängstlich und wollte sich nicht von ihm berühren lassen. Das verwundert mich vor allem deshalb, weil unser Jüngerer ständig Umgang mit einem großen Hund hat, nämlich den seiner Freundin, und definitiv der erklärteste Hundefreund ist, den man sich denken kann. (Er war dementsprechend auch ein wenig enttäuscht.)

Nun kommt unser Hund am Samstag endgültig zu uns. Wie soll sich meine Jüngerer am besten verhalten, um eine positive Beziehung und ein freundschaftliches Verhältnis aufzubauen. Was dürfen wir auf keinen Fall tun? Wie müssen wir reagieren, wenn im schlimmsten Fall, die stille, defensive Änstlichkeit in Aggressivität umschlagen sollte (gerade auch durch die neue Situation in der der Hund jetzt ist)?

LG Andreas

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Hallo :)

Ich würde den Hund definitiv ganz in Ruhe ankommen lassen, nicht mit Eindrücken überfordern, nicht gezwungenermaßen streicheln oder ständig rufen :)

Einfach nach Hause kommen, dann den Wassernapf aufstellen, vielleicht eine Kleinigkeit zum Futtern dazu - das könnte ja eventuell Euer Jüngster machen - den Napf hinstellen, aber alles mit Ruhe und ohne Zwang.

Lasst ihn die Wohnung erkunden, gebt ihm nicht nur am Tag des Einzugs Zeit, sondern auch überhaupt die ersten Wochen :)

Vielleicht sucht Ihr Euch schon jetzt eine gute Hundeschule oder einen guten Trainer, der Euch nach der ersten Eingewöhnungswoche direkt mit Rat und Tat beiseite stehen kann, was Euren Jüngsten eben betrifft, solltet Ihr innerhalb dieser Woche merken, dass er Ängste hat. :think:

Da die Vorbesitzerin ja bekannt ist - fragt doch einfach bei ihr an, was mit dem Hund gemacht wurde, was er bereits "kann" usw.

Gerade in einem solchen Fall ist es doch toll, ein Gespräch mit dem Vorbesitzer führen zu können - und sicherlich hilfreich, was die Hintergrundinformationen angeht! :)

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Hallo Andreas,

erst mal herzlich Willkommen, hier im Forum!

Du hast ja recht ausführlich beschrieben, wie der Ist-Zustand ist. Bin übrigens auch ne 62igerin, 50 Jahre alt.

Wir selbst haben 4 Rüden und das schon viele Jahre lang immer wieder.

Nun zu Deiner Frage:

Ich kann verstehen, das Dein Sohn, als Hundefreund, erst mal enttäuscht ist. Bin aber sicher das sich das legen wird.

Gebt dem Hund zeit. Er lernt 4 neue Menschen kennen, ein neues Zuhause, das sind so viele neue Eindrücke.

Bei meinen Neuzugängen hab ich das folgendermaßen gemacht. Ich hab den Hund erst mal ein paar Tage nur beobachtet und ihn ganz in Ruhe gelassen.

Futter und Wasser gegeben und den Hund kommen lassen. Bedrängen ist das denkbar schlechteste, gerade bei einen ängstlichen bzw. vorsichtigen Hund.

Gebt ihm Zeit sich an alles zu gewöhnen. Gerüche, Geräusche, alles ist Neu!

Stell dir einfach vor, man würde Dich so einfach aus Deinem Leben reissen und Dich zu anderen Menschen stecken. Was wäre dir in der Situation am liebsten?

Das dich alle bedrängen? Oder, das Du in Ruhe schauen kannst, wie läuft das denn hier so?

Gerade wenn Dein Sohn ein Hundefreund ist, wird er es doch verstehen. Er ist ja auch kein Kind mehr und evtl. ist der Hund auch nur deshalb etwas vorsichtiger bei ihm, weil er den anderen Hund riecht.

Ich bin sicher, wenn ihr dem Hund genügend Zeit gebt, wird er von ganz alleine kommen und seine Streicheleinheiten einfordern.

Wir haben jetzt seit 4 Wochen einen Hund aus Spanien, einen Jagdhund. Unsere anderen Hunde sind sehr viel kleiner.

Die ersten Tage mussten wir uns auch erst mal an das temperamentvolle Bündel gewöhnen und meine anderen Hunde waren auch erst mal "not amused", dass hier so ein Kalb rumrennt.

Es war die ersten Tage nicht ganz leicht, weil wir genau beobachten mussten.

Heute ist er voll integriert und hat unseren Mini-Yorki ins Herz geschlossen und den kleinen Lhasa als Boss akzeptiert. Ist schon witzig anzusehen, wie ein so großer Hund vor unserem Kleinen kuscht.

Kannst dir ja mal Beiträge von mir anschauen wenn Du magst!

Amadeo heisst unser Neuer.

http://www.polar-chat.de/topic_95539.html

Ich wünsche euch viel Erfolg mit eurem neuen Familienmitglied. :)

Gebt ihm und euch einfach genug Zeit. Das wird schon! Mit Geduld!

Liebe Grüße

Freya

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Huhu :winken:

Herzlich willkommen hier :D

Ihr scheint euch ja gegenseitig schonmal symphatisch zu finden, das finde ich sehr sehr wichtig bei so einer Übernahme von einem "Gebrauchten".

Ich würde eurem jüngeren, jetzt etwas enttäuschtem Sohn sagen, dass der Hund noch etwas Angst hat, alles ist ja neu und unbekannt.

Dass der Hund sich erstmal an den "älteren" Familienmitgliedern interessiert und orientiert, weil er sich dort verstanden und gut aufgehoben fühlt und vielleicht noch gar keinen oder wenig Kontakt zu jüngeren Kindern hatte und das erst lernen muss.

Euer jüngerer Sohn sollte sich dem Hund nicht aufdrängen, sondern im Hintergrund bleiben. Sich einfach mal irgendwo still auf den Boden setzen, den Hund ignorieren und einfach mal abwarten, was passiert. ;)

Der wird eh irgendwann mal bei ihm vorbeischauen, wenn er denn so neugierig und offen ist und dann kann dein Sohn leise mit ihm sprechen, ein Leckerchen reichen, ruhig sitzenbleiben und einfach warten.

Sich beschnuppern lassen.

Einfach dem Hund nichts aufzwingen, nicht hinterherrennen, zum streicheln und kuscheln drängeln, sondern sich ruhig im Hintergrund verhalten und immer den Hund zuerst kommen lassen ;)

Und er wird kommen, wenn er sich traut und nicht bedrängt wird... :kaffee:

Das wird nur Geduld von euch und deinem Jüngsten brauchen...

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Ha, hab grad erst nochmal gesehen, dass dein Jüngster ja schon grösser ist :wall:

Dann macht es das leichter für ihn zu verstehen, dass er im Hintergrund bleiben soll :klatsch:

Das Nicht-Aufdrängen ist dann das Geheimrezept ;)

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Herzlichen Dank für eure schnellen Antworten. - So sehe ich das auch.

Ich möchte nur vermeiden, Fehler zu machen, die sich hinterher nicht umkehren lassen. - Wir hätten uns nicht für diesen Hund entschieden, wenn wir uns nicht sicher wären, dass wir die nötige Geduld und Führungsstärke haben.

Es kommt natürlich auch heute - wo der Übergabetermin näherrückt - die Sorge, in diesem Punkt mit der Ängstlichkeit gegenüber Sohn 2 vielleicht etwas wichtiges nicht genügend berücksichtigt zu haben.

Gruß Andreas

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Och ich würde mir da nicht so viel Sorgen machen!

Du hast gemeinsam mit Deiner Frau 2 Jungs heranwachsen lassen und auch schon einen Hund gehabt. Mach Dich nicht verrückt.

In der Ruhe liegt die Kraft! :)

Das klappt schon! :winken:

....und wenn er da ist, dann zeig uns doch mal ein Foto von dem Neuzugang!

Hier im Forum findest du auch immer offene Ohren, falls Du Dich hier und da noch mal absichern willst!

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Jupp, sehe das genauso wie Freya.

Warum sollte der Neuzugang auch deinen Sohn auffressen wollen.... :kaffee:

Ihr seit alle erwachsen und hundeerfahren, das wird schon werden, wenn ihr euch ihm nicht aufdrängt ;)

Fotos sind hier übrigens gern gesehen... :kaffee::D

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Hallo Andreas,

willkommen hier und herzlichen Glückwunsch zu eurem neuen Familienmitglied.

Du schreibst

...., ich nenne esmal so, mittel-traurige Geschichte hinter sich. ....

am besten vergesst ihr das ganz schnell. Hunde leben sehr viel einfacher im hier und jetzt als Menschen. Wenn ihr euch 'ganz normal' verhaltet, gebt ihr ihm die Möglichkeit sich auch normal zu verhalten. Mit 'normal' meine ich liebevolle, konsequente Führung. Besonders Hunde mit einer 'traurigen' Vergangenheit haben mehr an Klarheit und Konsequenz als an Mitleid.

Nun kommt unser Hund am Samstag endgültig zu uns.

Die Vorschreiber haben ja schon Tipps gegeben.

Zufügen möchte ich noch folgendes: wenn ihr den Hund abgeholt habt, macht, bevor ihr in eure Wohnung geht einen ausführlichen Spaziergang mit ihm. Dabei kann dein Sohn ihn an der Leine führen. Von Freilauf würde ich erstmals abraten. Macht gleich beim ersten mal spazieren klar: die Leine soll lose hängen. Geht zügig und selbstbewusst. Gebt dem Hund an einer Stelle die euch genehm ist, die Möglichkeit sich zu lösen.

Wenn ihr nach Hause kommt macht alles so wie ihr es auch in Zukunft machen wollt. Evt. Pfoten reinigen, geht dann mit Hund an der Leine eine Runde durch den Teil der Wohnung die ihm zugänglich sein soll, er darf schnüffeln, endet an seinem Platz und legt ihn dort erst mal ab. Bleibt er dort, belohnen.

Ich halte nicht so viel von 'erst mal ankommen lassen'. Macht eurem Hund von Anfang an eure Regeln klar. Ruhig, souverän und konsequent. Begrenzt auch ruhig seinen Raum. Nicht jedes Zimmer muss für den Hund (sofort) zugänglich sein. Es ist für einen Hund viel schwerer zu verstehen, wenn er am Anfang Dinge darf, die dann nach einer Weile nicht mehr ok sind.

Viel Erfolg.

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Stimme allem zu, was schon geschrieben worden ist. Etwas gebe ich noch zu bedenken: der Sohn 2 scheint ja ständig mit einem anderen Hund Umgang zu haben... Evt. ist es der Geruch des fremden Hundes am Sohn, der euren Neuzugang abschreckt?

Ich würde dem jüngeren Sohn empfehlen sich erst zu duschen, wenn er nach Hause kommt, falls er mit einem anderen Hund Umgang hatte! Und auch die Kleidung zu wechseln, so dass er sicher nicht mehr nach fremden Hund riecht... Sich aber trotzdem zurück hält und euer neues Familienmitglied selber wählen lässt, wann es Kontakt zu ihm aufnimmt. Aber wenn er nach Mensch und nicht mehr nach fremden Hund riecht, könnte das viel schneller passieren ;)

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