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Hundeforum Der Hund
Fiona01

Liebeskranke Rüden

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Hallo ihr Lieben,

ich wollte erst in die Überschrift setzen "läufige Rüden", habe es mir aber geklemmt. :D

Minos, unser Rüde, ist nun gut 3,5 Jahre alt und war bisher in seiner Entwicklung immer sehr spät.

Das zeigte sich sowohl in seinem Verhalten allgemein, als auch was sein Erwachsen werden angeht.

Er ist - bis auf einige Ausnahmen - ein eher defensiver Hund und wird von den hier wohnenden Hündinnen geliebt, weil er nie aufdringlich ist.

Seit letztem Herbst hat er dann auch schon mal verstanden, dass Hündinnen auch läufig werden können und IHM dann nachlaufen. Wortwörtlich, denn das ist uns 2 Mal mindestens passiert.

Er riecht die Damen, er schnattert, wenn er den Urin aufnimmt und ist dann auch "leicht kirre" in der Zeit, wo die Hündinnen läufig sind.

So, neuerdings ist nun Lulu, eine Neufundländerhündin ca. 5 Gärten und in Metern ungefähr 600 m Luftlinie läufig. Lulu ist 4 Jahre und wohnt da auch nicht erst seit gestern. Das schreibe ich dazu, weil wie gesagt, Minos sich bisher nicht ganz so viel für dieses Läufigkeitsgedöns interessiert hat.

Jetzt sitzt der Bub stramm vor der Terassentür und guckt. Er knüttert und nölt den halben Tag rum. Lasse ich ihn in den Garten, geht die Nase in den Wind und er knüttert weiter. Er sucht auch und ist insgesamt deutlich unruhiger.

Wenn wir spazieren sind umgehe ich die Gebiete, von denen ich weiß, dass Lulu dort Gassi geht, aber Minos natürlich auch nicht blöde, hat sie trotzdem in der Nase.

Ich kann ihn zwar ableinen, er darf aber im Augenblick nicht vorne laufen, weil er dort zu schnell wird. Hinter mir laufen geht, weil wir das genug geübt haben und er weiß, dass er an mir nicht vorbei darf. Dort fährt er dann auch im Tempo runter und beruhigt sich etwas.

Abends nach der letzten Gassirunde ist Minos dann völlig ko. Nicht vom Gassi gehen, sondern von der ganzen Nölerei und er ist auch im Haus unruhiger.

Er kommt dann zu mir und will einfach nur gestreichelt werden, wenn möglich, legt er sich dann auch auf die Couch zu mir und sucht Körperkontakt.

Hier schläft er dann nach einiger Zeit auch ein.

So, genug getextet.

Wie verhalten sich eure unkastrierten Rüden?

Merkt man ihnen den Stress dann auch an und wie macht sich das bemerkbar?

Wir haben hier dann übrigens auch noch besonders viele unkastrierte Hündinnen im Umkreis, die natürlich auch nicht alle brav gleichzeitig läufig werden. ;)

Mal sehen, wie sich das weiter entwickelt. :)

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Mein erster Hund (Gonzo) kam auch nie zur Ruhe, weil immer irgendeine Hündin läufig war in unserem Dorf. Der hat viel gejunkt und gefiept, Treppe rauf, Treppe runter usw. - das ging sogar meiner Mutter auf den Nerv. (Damals wohnte ich bei ihr im Haus.)

Der ist dann auch oft genug stritzen gegangen bei meiner Mutter im Garten oder beim Spaziergang, so daß ich mich dann entschlossen habe, den Hund zu kastrieren.

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Huhu Hilde,

im Augenblick merke ich, dass Minos Kopfarbeit unterwegs gut tut, sprich, wenn ich ihn mehr auslaste, dann ist er müde, wenn wir wieder kommen und schläft.

Man kann allerdings auch im Schlaf noch "knüttern", also diese Läufigkeitsgeschichte bewegt ihn echt. ;)

Kastrieren wolte ich ihn eigentlich nicht, jedenfalls bisher nicht. :)

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Heute würde ich mir das evtl. auch nochmal überlegen, aber Ende der 80iger war für mich die Entscheidung klar. Meine Mutter mußte ja tagsüber auf den Hund aufpassen (ich war ja arbeiten). Und ich wurde recht oft angerufen, daß Gonzo wieder mal abgehauen sei... :D

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So viele unkastrierte Hündinnen gab es bisher bei uns nicht, so dass Joey zu Hause nicht gelitten hat! Klar, unterwegs, wenn da eine Spur war, lief auch das volle Programm mit schnattern, unruhigem getrippel usw., aber zu Hause alles gut!

Seit letztem Jahr wohnt nun bei uns im Haus eine unkastrierte Jackihündin! Als die letztens das erste Mal läufig war, sah die Sache ganz anders aus!

Unruhe, Gefiepse, immer wieder zur Eingangstür rennen und am Türspalt schnuffeln! :Oo Wenn wir raus aus der Wohnungstür sind, hat er sich förmlich am Flurboden festgesaugt und ist so die Treppe runter (dass es da kein "Schlock" gab, wenn er an den Stufen imemr absetzen musste, war alles) und hinterher genauso wieder rauf! Draußen lief sofort der Scanner, ob Maya irgendwo zu sehen war!

Ca. 2 Wochen lang hat er gewinselt, geheult (Wolf) und gejault, wenn ich nicht da war! :Oo Meine Nachbarn waren sehr irritiert, weil er das bis dahin noch nie gemacht hatte!

Wirklich zur Ruhe gekommen ist er tagsüber nicht, nachts ging es, da hab ich ihn mit ins Schlafzimmer genommen, wo er nach drei Versuchen begriffen hatte, dass das Bett tabu ist!

Mal sehen, wie sich das entwickelt, wenn die im Sommer wieder läufig ist (Kastration wird nicht in Frage kommen, dazu ist er mir zu alt - da müssen wir dann durch)!

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Klar, Hilde, wenn man auf wen angewiesen ist und der Hund dann abhaut, ist das noch was anderes.

Ohje, Ute, dann ist der Casanova genauso drauf. Das ist dann aber schon besonderes fies, wenn sich die Dame der Begierde auch noch im eigenen Haus befindet. ;)

Minos klebt dann übrigens auch am Boden, so wie du das mit Joey beschreibst.

Wir, also nicht wir, sondern die Lulu müsste jetzt in den Stehtagen sein, ich kenne ja die Besitzerin recht gut und sie hat mich schon mal vorgewarnt. :D

Wenn Minos hier wirklich "dauerleiden" würde, dann würde ich mich mal mit diesem Agnus Castus auseinandersetzen (Mönchspfeffer). Das wäre vielleicht noch eine Alternative.

Ach so, hatte ich eben noch vergessen, gefressen wird in dieser Läufigkeitszeit übrigens auch sehr schlecht.

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Wenn Minos hier wirklich "dauerleiden" würde, dann würde ich mich mal mit diesem Agnus Castus auseinandersetzen (Mönchspfeffer). Das wäre vielleicht noch eine Alternative.

das hilft bei den wenigsten rüden. es gibt da viel bessere alternativen.

ich finds toll, das du den bub nicht kastrieren willst.

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Meine alten Rüden hatten bis zur Kastra (mit ca. 7/ 8 J. med. Indik.) kaum interesse für Hündinnen, mein Rüde ist einmal einer Hündin hinterher (ausgebüxt). Der Schock allein weg zu sein sass tief hat er nie mehr gemacht. Denen mußten die läufigen Damen ihren Po aber auch ins Gesicht halten damit die wirklich Interesse äußerten. Nie gefiepe, nie Freßprobleme, nie Stress.

Mein jetziger Rüde hingegen fippt(e) total aus wenn er überhaupt ´nen Hund sah und er nicht direkt in den "Gehorsam" (Fuß , Sitz o. Platz) genommen wurde. Hündinnen wurden umgarnt usw., Rüden wurden angbrummt. Jedes! Hündinnen Pipi wurde aufgelutscht. Der Hund stand (habe ihn jetzt chippen lassen) bei Hundebegegnungen permenent unter Stress, obwohl er trotzdem auf "Anweisungen" reagierte. Zu Hause hat er aber nie gefiept oder so.

Allerdings wohnen bei mir sehr viele Hunde, so dass er draussen immer wieder komplett durch war, wenn gerade auch die aneren unterwegs waren oder wir im Hundeauslauf waren.

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Stimmt, das Fressen.....hmmm, ich glaube morgens (Trockenfutter) musste ich etwas aufpeppen mit Joghurt, damit er das genommen hat oder halt in die Tasche gesteckt und dann unterwegs verteilt! Abends das Fleisch ging problemlos rein - man muss sich ja für die kommenden Aufgaben (träum weiter) stärken! :D

Genau, an Mönschspfeffer habe ich da auch gedacht, aber dann war der Spuk schon fast vorbei, wäre aber für das nächste mal auf jeden Fall einen Versuch wert! Danke, fürs erinnern! :knutsch (Streut man das über den kleinen "Joey"? :D :D )

Ha, oder dann Muck fragen! ;)

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Das ist interessant, Pfiflo! :)

Ich hatte vor Minos auch schon 2 unkastrierte Rüden. Beide waren auch relativ unauffällig.

Bei meinem Lucky war es sogar so, dass wir bei der Begegnung mit einer läufigen Hündin anleinen mussten, dann aber, wenn wir etwa 100 m auseinander waren, auch wieder ableinen konnten.

Er war allerdings auch schon 7 Jahre alt, als er zu uns kam und vielleicht nicht mehr so ganz in seiner Sturm- und Drangzeit.

Huhu Muck,

gerade weil ich mit Minos beiden Vorgängern auch unkastriert so gute Erfahrungen gemacht habe, wollte ich nicht, dass Minos kastriert wird. Außerdem wollte ich ihn "heile" behalten. :D

Dazu kam dann eben noch seine Entwicklungsverzögerung. Er soll und sollte komplett erwachsen werden, auch im Kopf und mit dem Rest versucht man (wir) dann so gut wie möglich zu leben. :)

Wenn du dann evtl. noch Rat hast, falls es hier zu viel Leidensdruck wird, dann würde ich gerne wissen, was man homöopathisch geben kann, wenn der Mönchspfeffer meistens nicht hilft. :)

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