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polar-chat.de  Der Hund
Anja mit Meute

Unerklärliches Verhalten bei Goldie-Hündin

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Hallo und einen schönen Abend zusammen!

Ich hab mich hier schon lang nicht mehr zu Wort gemeldet, wende mich aber in einem absoluten Notfall an Euch, weil ich wirklich dringend ein paar Rückmeldungen von erfahrenen Hundeleuten gebrauchen könnte. Danke vorab an alle, die sich die Mühe machen das zu lesen und zu antworten.

Es geht um eine Golden Retriever Hündin in meinem Bekanntenkreis. Die Hündin ist inzwischen ein Jahr alt und stammt aus einer Zucht, die ich nicht als seriös bezeichnen würde, näheres ist aber nicht bekannt. Im gleichen Haushalt wie die Hündin leben zwei weitere kleine Hundedamen, eine mit 5 und eine mit 9 Jahren.

Mit 10 Monaten war die Goldi-Hündin das erste Mal läufig, in dieser Zeit ging sie das erste Mal auf die 9-jährige Hündin los, und zwar gleich beim ersten mal so massiv, dass die Kleine operiert werden musste, weil die Bauchdecke ziemlich weit geöffnet war. Die Halter haben die Kleine dann für einige Tage bei Verwandten unter gebracht, weil die Goldie-Hündin jeweils beim Anblick der Kleinen sofort wieder drauf los wollte. Ein Trainer, von dem ich persönlich sehr viel halte, wurde hinzu gezogen. Die kleine Hündin konnte sehr schnell wieder in den Haushalt integriert werden, es wurden Hausstandsregeln für die Hunde eingeführt, die Besitzer haben sehr konsequent und fleißig trainiert und waren eigentlich sehr stolz drauf, dass alles wieder so gut lief. Die beiden Hündinnen haben sich zusehends entspannt, lagen sogar wieder gemeinsam in einem Körbchen. Zwei Monate lang kein Funke Aggression.

Vor zwei Tagen saß die Familie zusammen und die Hunde lagen, jeweils auf ihren eigenen Plätzen mit im Raum und dösten vor sich hin. Die Goldie-Hündin lag sogar mit dem Rücken zu den anderen, die 9-jährige lag ebenfalls abgewandt von der Großen, die Sit. schien völlig entspannt. Plötzlich stand die Goldi-Hündin auf, ging zur Kleinen, packte sie im Nacken und schüttelte sofort los. Die Besitzer wollten sofort dazwischen, sie hat aber eine ganze Weile nicht abgelassen. Die Kleine war so schwer verletzt dass sie beim Tierarzt erlöst werden musste.

Neben aller Verzweiflung sind die Besitzer nun natürlich damit beschäftigt, nach Ursachen zu forschen. Wie würdet ihr das Verhalten der Hündin einschätzen? Kennt ihr Fälle, in denen sich Hunde dieser Rasse ähnlich verhalten haben? Kann das krankheitsbedingt sein? Zuchtbedingt?

Ich habe in diesem Zusammenhang schon von Retriever-Madness oder auch Rage-Syndrom gelesen, scheint was ähnliches zu sein wie die berühmte Cockerwut, vielleicht weiß jemand etwas dazu?

Das Problem der Leute ist natürlich, dass das Verhalten der Hündin derart unberechenbar ist, dass sie sich nicht behalten können (es ist noch eine kleine Hündin im Haus, außerdem Kinder), sie aber auch nicht guten Gewissens weiter vermitteln können, ohne dass klar ist, wo die Ursache liegt...

Bin für jeden Rat dankbar, LG Anja

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Wurde sie denn schon mal gesundheitlich untersucht?

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Sie wurde vor kurzem kastriert, da wurde gleich ein Blutbild mit gemacht, war aber unauffällig. Heute war sie nochmal beim TA, dort wurde Blut abgenommen und ins Labor geschickt, um die Schilddrüsenwerte zu überpfüfen..

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Hallo!

Das ist ja wirklich schrecklich.

Ich kann da nicht wirklich viel zu sagen, außer, dass ich davon in letzter Zeit desöfteren von gehört habe bei dieser Rasse.

lg :winken:

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(bearbeitet)

Normal klingt das nicht und ich finde das klingt irgendwie schon danach als wäre dieser Hund nicht gesund.

Ich würde der Familie raten, sodenn sie dann auf sich nehmen wollen, die Hündin wirklich genaustens untersuchen zu lassen. Auch und vor allem fällt mir da der Kopf ein, es kann natürlöich auch wo ganz anders liegen aber hier müsste definitiv alles abgecheckt werden was keni Ergebnis bringt.

Ich habe im Forum auch schon etwas von Bulliwut gelesen wo jemand von einem solchen HUnd berichtet hat das klang auch ziemlich ähnlich. Der ging auch aus dem nichts plötzlich vor und biss. Schmerzbedingt wie man später rausstellte wenn ich mich recht entsinne...

Edit: http://www.polar-chat.de/topic_78993.html

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Ich würde mal schauen ob da nicht eventuell ein Tumor im Gehirn ist.

Wie verhält sich die Hündin nach so einem Angriff?

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Ja, ich finds wirklich auch schrecklich, wie es den Besitzern geht kann man sich wohl vorstellen, die sind psychisch ziemlich am Ende...

Wenn man dazu googelt findet man viele Berichte zu dieser Rasse und zu Hunden, die ähnliche Aussetzer zeigen. Allerdings wenige konkretes. Gemeinsam haben die Berichte meistens, dass es sich um sehr junge Hunde handelt.

Das ist es auch was mich eigentlich so stutzig macht, ich mein, ein Hund der mit 10 Monaten das erste mal in Tötungsabsicht auf einen anderen los geht? Kann das noch an falscher Erziehung liegen?

Achja, die Hündin ist ansonsten zwar etwas respektlos, aber eigentlich sehr sehr menschenbezogen und freundlich und auch ansonsten unauffällig...

Naja, nach dem ersten Angriff war es wie gesagt so, dass sie sofort wenn sie die andere gesehen hat wieder drauf wollte. Wie es nach dem zweiten war kann ich nicht sagen, sie hat die andere Hündin danach auch nie mehr gesehen, die wurde dann zum Tierarzt gebracht und kurz drauf eingeschläfert.

Die Besitzer überlegen natürlich momentan, was sie alles an Untersuchungen machen, ein Gehirntumor liegt nahe, aber wenn denn so wäre, wird sowas bei Hunden überhaupt operiert?

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Boah, das ist heftig.

Ich kann nur sagen, wir hatten mal einen Hund fuer zwei Wochen zur Pflege, der definitiv unglaublich aggressiv und unberechenbar war, aus dem Grund war er auch bei uns - ich habe mich ihm nicht auf 5m genähert. Nachdem er zu seinem neuen Besitzer kam, stellte sich raus, dass er einen Hirntumor hatte, obwohl er noch keine zwei Jahre alt war. Er wurde dann eingeschläfert.

Allerdings war der dauerhaft aggressiv (was ja auch kein Wunder ist).

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Welche Rasse war denn das wenn ich fragen darf? War der Tumor operabel oder musste der Hund eingeschläfert werden?

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(bearbeitet)

In den allermeisten Fällen sind Hirntumore bei Hunden nicht operabel.

Wir mussten unseren Rottweiler mit 11 Jahren deshalb einschläfern lassen, der hatte allerdings nicht die geringsten Ansätze zur Aggressivität, sondern ganz andere Symptome.

Kommt halt immer darauf an, wo das Ding sitzt.

Was für eine schreckliche Geschichte für alle Beteiligten! :(

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