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Hundeforum Der Hund
Zatopek

Epilepsie: Mensch - Hund

Empfohlene Beiträge

Hallo,

Zz. beschäftige ich mich etwas mehr damit und konnte nicht wirklich was darüber in Google finden, einige Hunde haben ja Epi also dachte ich, ich frag mal hier.

Meine Schwester hat Epi, nimmt morgen+ abends Medis, trotzdem ist ein Anfall (bei ihr eher Grand Mal) nie auszuschließen.

Früher war sie in den ganz großen Kliniken, brachte aber null komma garnichts, haben wir dann also beendet und sie geht zum Heilpraktiker vor Ort.

Ich habe immer Angst ihr fällt mal eine Tablette runter und der Hund frisst sie, deshalb sitzt auch immer jemand neben ihr und beaufsichtigt sie. Aber... wenns dochmal passieren sollte, womit muss ich rechnen, sofort ab zum TA?

Was nehmen eure Hunde so, dass sind ja wohl kaum die gleichen, oder? Meine Schwester hat z.B eines das heißt Topamax, Orfirl...

Und etwas was mich sooo ärgert, die Tabletten werden ja gezahlt und mit dem Heilpraktiker geht es ihr zeitweise echt gut. Und dann kommen die Hersteller auf die tolle Idee die Wirkstoffzusammensetzung zu ändern, und zackbum ein Anfall nach dem anderen. :motz:

Das letzemal ging es ihr echt dreckig wegen dem und mit hängen und würgen haben wir durchgebracht das sie wieder das alte kriegt (was nat. teuerer war) und nun ists wieder ein neues und ratet mal es geht ihr wieder blöd. Habt ihr damit keine Probs? Müssen eure Hunde noch Medikamente nehmen?

Ich habe iwie auch immer den blöden Eindruck, bei hunden kann besser eingestellt werden, (???)

denn ich kenne 3 Menschen mit Epi die allesamt noch Probs haben aber hier gibts viele hunde da ist dann ruhe, oder kann man das nicht vergleichen?

Uh, soviel wollt ich nicht schreiben, danke wenn ihr es liest und mir einige Fragen beantworten könnt,

ganz liebe Grüße,

Anna

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Leider kenn ich mich mit der Behandlung von Epilepsie beim Menschen ziemlich gut aus.

Mein Sohn leidet seit Jahren darunter, ist aber mit Orfiril sehr gut eingestellt ( d.h. ca. 1 Anfall im Jahr)

Mir ist noch nicht aufgefallen,dass sich die Zusammensetzung der Medis ändert :???

Kann ich mir auch gar nicht bei so lebensnotwendigen Medis vorstellen!

Ob es für Hunde gefährlich ist, mal 1 Tabl zu fressen? - Glaube ich eher nicht,da die Medis ja erst mal ein paar Wochen eingenommen werden müssen um zu wirken( Spiegel aufbauen)

Aber ich bin keine Medizinerin...

Ich wünsche deiner Schwester,dass sie diese üble Krankheit in der Griff bekommt!

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Hallo Zatopek,

dass deine Schwester an Epilepsie leidet tut mir Leid, das ist sicher für deine Schwester und auch euch als Familie nicht einfach.

Epilepsie ist eine komplizierte Krankheit. Die 'Anfälle' können unterschiedliche Ursachen haben. Es gibt angeborene Epilepsien, aber auch erworbene, z.B. nach einem Unfall. Da die 'Herde', also die Ausgangspunkte im Gehirn unterschiedlich sein können, ebenso wie die Auslöser, ist die Behandlung sehr schwierig.

Nun zu deinen Fragen.

Früher war sie in den ganz großen Kliniken, brachte aber null komma garnichts, ...

das glaube ich nicht, schließlich wurde deine Schwester ja auf Tabletten eingestellt. Ein Heilpraktiker darf solche Medikamente nicht verschreiben. Da ein Gehirn ein sehr kompliziertes Organ ist kann es leider nicht so einfach 'repariert' werden wie z.B. ein Beinbruch. Neurologen wollen sicher auch bei Epilepsie gerne helfen. Nur müssen auch sie bei solchen Krankheiten oft den Mittelweg suchen - wie weit sind Nebenwirkungen der Behandlung noch vertretbar? Nutzen sie dem Patienten mehr als sie schaden? usw. Da gibt es leider keine 08/15 Lösungen.

haben wir dann also beendet und sie geht zum Heilpraktiker vor Ort.

wenn deiner Schwester das hilft und ihr das Geld habt... dann kann das unterstützend zu einer richtigen Behandlung ok sein. Aber bei einer Epilepsie nur zu einem Heilpraktiker zu gehen würde ich fahrlässig nennen.

Ich habe immer Angst ihr fällt mal eine Tablette runter und der Hund frisst sie,

So toll ist das sicher nicht wenn ein Hund eine solche Tablette fressen würde, aber ich denke nicht, dass es Anlass zur Panik ist. Besonders nicht, wenn es um eine Tablette geht. Topiramat wirkt u.a. auf die Na/Ca Kanäle von Nervenzellen und verhindert die Generierung von schnell aufeinander folgenden Aktionspotentialen. Es wird auch zur Bekämpfung einer bestimmten Art von Kopfschmerzen verwendet. Da es über die Nieren ausgeschieden wird sollte man dann den Hund viel trinken lassen und ihn beobachten. Nach 20-30 Stunden ist das meiste wieder aus dem Körper draußen.

... die Tabletten werden ja gezahlt ... Und dann kommen die Hersteller auf die tolle Idee die Wirkstoffzusammensetzung zu ändern,

Nein, so ist das nicht. Wenn die Wirkstoffzusammensetzung eines Medikaments geändert wird geben Pharmafirmen das bekannt. Was sein kann, ist dass die Krankenkasse beschließt, dass nur noch ein preisgünstigeres Medikament bezahlt wird. Dann kann es sein, dass dieses zwar den selben Wirkstoff, aber z.B. ein anderes Trägermedium hat, dass sich bei der Aufnahme ins Blut anders verhält als das, welches beim Originalmedikament benutzt wird.

Wenn bei deiner Schwester bekannt ist, dass solche Komplikationen auftreten können ist der Ansprechpartner für euch die Krankenkasse, am besten mit Unterstützung des Facharztes

...Eindruck, bei hunden kann besser eingestellt werden,

das ist leider nicht immer so. Manche Epilepsien lassen sich auch bei Hunden nur ganz schlecht oder sogar gar nicht einstellen. Mein Hund ist z.B. an einer Epilepsie gestorben.

oder kann man das nicht vergleichen?

Doch, im Prinzip kann man das schon vergleichen. Aber wie gesagt. Auch bei Hunden ist das nicht so einfach. So dauert es z.B. oft lange bis das richtig Medikament gefunden wird, denn es kann schon etliche Wochen dauern, bevor sich eine Wirkung einstellt. Und auch bei den Medikamenten die Hunde bekommen - im Prinzip ähnliche wie Menschen - können schwere Nebenwirkungen auftreten.

Epilepsie ist eine schwere Krankheit die viel Zeit und Fingerspitzengefühl erfordert die richtige Behandlungsmethode für den jeweiligen Menschen (oder Hund) zu finden. Ich denke es kann auch für deine Schwester gut sein, immer wieder mal bei richtigen Spezialisten vorbei zu schauen, denn auch auf dem Gebiet wird geforscht und ergeben sich ab und an neue Erkenntnisse.

Dir, deiner Familie und besonders deiner Schwester viel Glück und Kraft um einen guten Weg zu finden.

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Hallo,

Meine Schwester hat Epi, nimmt morgen+ abends Medis, trotzdem ist ein Anfall (bei ihr eher Grand Mal) nie auszuschließen.

Ich war mit einem Epileptiker verheiratet. Er hat leider eine Form der Epilepsie, bei der man operativ nichts machen kann. Der genaue Herd kann anhand seines Verhaltens nach einem Anfall auch nur ungefähr bestimmt werden. Mein Ex-Mann hat wenn dann ausschließlich Grand Mal Anfälle ohne vorherige Anzeichen für ihn oder andere, so dass er sich noch "in Sicherheit" bringen könnte. Ich kann also sehr gut verstehen, wie belastend das für Euch und auch für Deine Schwester ist. Anfälle kann man leider nie ganz ausschließen. Fakt ist aber, dass die meisten Epileptiker sehr gut medikamentös eingestellt werden können.Bei uns hat es über drei Jahre gedauert, bis wir eine Klinik mit einer Spezialistin gefunden hatten, die uns wirklich geholfen hat. Seither hat er "nur noch" alle 1 - 2 Jahre Anfalls-Serien. Abgesehen davon ist er nahezu anfallsfrei.

Früher war sie in den ganz großen Kliniken, brachte aber null komma garnichts, haben wir dann also beendet und sie geht zum Heilpraktiker vor Ort.

In welchen großen Kliniken war sie da denn, wenn ich fragen darf? Dieses Wort "beenden" ist für mich etwas befremdlich. Ich erkläre Dir auch warum: Hätte ich bei meinem Ex-Mann damals aufgegeben, wäre er heute schon lange nicht mehr am Leben. Die Intensität der Anfälle und auch die Häufigkeit gepaart mit den Situationen, bei denen er Anfälle in der Vergangenheit gehabt hat wären früher oder später sicher tödlich gewesen. Er geht ganz normal einem Job nach. Ohne die Bahndlung die er nun bekommt, weil wir weiter gesucht haben hätte er diesen mit Sicherheit auch nicht mehr. Bei meiner Tochter ist es ähnlich verlaufen. Sie hat eine sehr seltene chronische Erkrankung, die auch kein Arzt diagnostiziert hat, bis ich nach einer Arzt-Odysee nach 1,5 Jahren endlich an den richtigen kam und der sie sofort an die Spezialisten überwiesen hat. Hätte ich da vorher aufgegeben, wäre meine Tochter heute nicht mehr am Leben. Sie ist nun 9 Jahre krank und wir haben auch alle Unikliniken und Krankenhäuser im Umkreis durch. Vor ca. 3 Jahren haben wir dann endlich die Uniklinik gefunden, bei der sie mit dieser seltenen Krankheit am besten aufgehoben ist. Du siehst: Selbst WENN man dann eine Behandlung gefunden hat oder einen Arzt/Klinik kann sich das auch immer noch mal ändern, bis man auch da an der richtigen Adresse ist. Aufgeben ist immer der schlechteste Weg...

Ich habe immer Angst ihr fällt mal eine Tablette runter und der Hund frisst sie, deshalb sitzt auch immer jemand neben ihr und beaufsichtigt sie. Aber... wenns dochmal passieren sollte, womit muss ich rechnen, sofort ab zum TA?

Das würde ich schon sagen... Epilepsie-Medis sind in der Regel Medikamente, die man langsam hochdosiert und auch langsam wieder runter. Die Inhaltsstoffe mancher Tabletten würden uns, wenn wir sie nun "mal eben" einnehmen würden regelrecht umhauen. Ein Hund wiegt zudem noch viel weniger als ein Mensch. Also ist davon auszugehen, dass je nachdem wie stark die Medikamente Deine Schwester sind, diese für Deinen Hund nicht gut sind und je nach Wirkstoff und Dosierung auch gefährlich werden können.

Und etwas was mich sooo ärgert, die Tabletten werden ja gezahlt und mit dem Heilpraktiker geht es ihr zeitweise echt gut. Und dann kommen die Hersteller auf die tolle Idee die Wirkstoffzusammensetzung zu ändern, und zackbum ein Anfall nach dem anderen. Das letzemal ging es ihr echt dreckig wegen dem und mit hängen und würgen haben wir durchgebracht das sie wieder das alte kriegt (was nat. teuerer war) und nun ists wieder ein neues und ratet mal es geht ihr wieder blöd.

Das Problem kenne ich auch nur zu gut. Allerdings mit meiner Tochter, bevor wir die richtige Klinik und den richtigen Arzt vor Ort gefunden hatten. Fakt ist: Da müsst ihr Euch durchsetzen oder eben den Arzt wechseln. Das berühmte "Kreuzchen" darf ein Arzt durchaus noch setzen, bei Fällen, bei denen es nahezu fahrlässig wäre das billigere Präparat zu verschreiben. So wie bei meiner Tochter. Sie bekommt ihr Kreuz, weil jegliche Veränderung der Zusammensetzung des Medikamentes oder aber auch der Nebenstoffe ihre komplette Therapie gefährden könnten. Dies muss allerdings ein Arzt ggf. nachweisen. Dazu braucht es einen guten und engagierten Arzt, der sich auskennt und der Konfrontation mit der Krankenkasse nicht aus dem Weg gehen will.

Zu den anderen Fragen hinsichtlich Epilepsie bei Hunden kann ich leider nichts sagen. Der Hund meiner Tante hat Epilepsie und seit er eingestellt ist hat er auch keine Anfälle mehr.

Zu Deiner Schwester möchte ich Dir/Euch allerdings noch eines ans Herz legen: Sucht weiter nach einer geeigneten Klinik und einem kompetenten Arzt! Nicht aufgeben!

Epilepsie mit Homöopathie begegnen zu wollen halte ich fast für fahrlässig. Das funktioniert nicht. Ich halte sehr viel von der Homöopathie und auch bei meiner Tochter machen wir einiges auf diesem Weg. Aber die Homöopathie kann nur als unterstützende Schiene gesehen werden. Es gibt eben Krankheiten, die man ohne die Schulmedizin nicht ausmerzen oder lindern kann...

Das es Deiner Schwester nun gerade besser geht mag ein Zufall sein - ich persönlich würde das jedoch nicht komplett der Homöopathie zuschreiben. Es gibt viele Dinge, die Epilepsie positiv beeinflussen können . Angefangen von richtigen Einstellung auf Medikamente , der Ernährung bis hin zu Homöopathie und dem Lebenswandel/-rhythmus, der hier auch eine sehr sehr große Rolle spielt.

Falls Du da in die Tiefe gehen magst kann ich Dir eventuell auch ein bisschen weiter helfen. Gern kann ich Dir auch die Adresse der Ärztin geben, die uns damals helfen konnte...

Bis dahin alles Liebe,

Openmind

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Ich versuche mal zu gut wie ich kann auf eure Fragen einzugehen.

Uhhh... z.B Heidelberg

Wir machen nat. nicht Heilpraktiker allein wie ihr schon sagtet, darf der sowas garnicht verschreiben.

Das Problem mit den Kliniken? Sie gaben seeehr viele & hochdosierte Medis, da schlief sie dann seehr viel und war wenn sie mal wach war 'Schlaftablette. Daraufhin wollten wir gerne mit dem Arzt sprechen, haben 5std. Gewartet bis mal einer ankam (trotz Anmeldung) pamte uns dann an

„Wir machen jetzt das so oder sind sie der Arzt?!“. Außerdem wiedersprachen sich die Kliniken in sich, sagten völlig unterschiedliches etc. und wir waren sehr verunsichert und verwirrt.

Wir haben dann abgebrochen und haben eine Klinik ein paar std von uns entfernt. Sie braucht keine Langzeitaufenthalte mehr zu machen und der Arzt ist nett. Da wird dann immer EKG usw. gemacht, und gekuckt evt. neu eingestellt, geredet.

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Du darfst auch nicht vergessen, dass es sehr lange dauern kann, bis die richtigen Medis gefunden wurden.

Die Erfahrung mit pampigen Ärzten kenne ich auch nur zu gut.So wie Du es schilderst, seid ihr ja nun in hoffentlich guten Händen.... Wie sieht es denn mit den Anfällen zur Zeit aus? Ist dieser Arzt ein Facharzt für Epilepsie? Ist Darmstadt für Euch eine zu erreichende Adresse?

PS: Langzeitaufenthalte sind unabdingbar bis man richtig eingestellt ist.... Das gehört leider dazu wenn man Epilepsie hart und es ist auch wichtig, dass der Arzt den Epileptiker 24 Std. unter Kontrolle hat.... Ein EEG ist leider nur bedingt aussagekräftig....

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(bearbeitet)

Ich kann mir nur annähernd vorstellen, wie belastend das für eure Familie ist, Anna. Die wenigen Anfälle von Jacki waren ja Kinderkram dagegen.

In unserem Fall konnte Jacki sehr gut mit Luminal eingestellt werden, mit der allerersten Gabe gab es keine Anfälle mehr. Die Ursache könnte ein "Unfall" gewesen sein, weil ja zeitgleich das Humpeln anfing. Aber die Ursachen herauszufinden ist echt schwierig.

Aufgrund dieses "Sonderfalles" werden wir in ein paar Monaten versuchen, das Luminal auszuschleichen, da Jacki körperlich so gut wie wiederhergestellt ist.

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Ich bin seit meinem 16.Lj Epileptiker seit ich eine Sorte der Pille genommen habe.Dazu kam das ich früh um 4 im Stall sein mußte...geteilte Schicht nannte man das.

Nach 3 Anfällen bekam ich Medikamente.Dieses Medikament habe ich sehr lange genommen.Leider reichte das dann nicht mehr aus,weil auch mein EEG schlecht ausfiel.Und so bekam ich ein neues Medikament.Das war dann so das ich ohne das 1. nicht hin kam.Jetzt nehme ich seit Jahre Liskantin und Ergonyl Crono...und toi toi toi alles gut.

Ich muß dazu sagen das ich darauf achte mindestens 7-8h Schlaf zu bekommen.Mein Arbeitgeber nimmt darauf auch Rücksicht und ich brauche keine Frühschichten zu machen.

Vor Jahren habe ich mir mal eine Befreiung geben lasen für Nacht-und Frühschicht.

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Anna, wenn es gute Gründe gibt, dass Deine Schwester das Original Präparat bekommt, dann sprecht das bei Eurem Arzt an.

denn aus eigener Erfahrung, wenn auch mit Schmerzmitteln, weiß ich, dass der Arzt das mit einem einzigen Kreuz verordnen kann.

Dafür reicht das Kreuz bei dem Kästchen aut idem.

Dann muss das Originalpräparat ausgegeben werden.

Bei mir ist es ein Morphin, dass ich als Generikum nicht vertrage.

Sprecht mit ihrem Arzt.

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Mit der Behandlung von Epilepsie beim Menschen kenne ich mich ueberhaupt nicht aus! ich weiss nur, dass sie sich sehr von der von Hunden unterscheidet!

die meisten Antiepileptika, die derzeit auf dem Markt sind, funktionieren bei Hunden gar nicht. Deswegen wird immer wieder auf den Wirkstoff Phenobarbital (bekanntester Markenname: Luminal) zurueckgegriffen. Diese Mittel verhindern allerdings nicht die Anfaelle selber, sondern nur ein Krampfen, da die Koerperspannung so weit gedimmt wird, dass der Koerpfer schlicht nicht in der Lage dazu ist.

Phenobarbital wurde frueher beim Menschen als Schlafmittel eingesetzt, kam aber baldmoeglichst wieder vom Markt, da die Nebenwirkungen enorm sind! Abgesehen davon dass Leber und Niere von dem Mittel angegriffen werden, sich die Schilddruesenwerte veraendern, es zu Koordinationsstoerungen der Hinterextremitaeten kommen kann etc. wird sogar offiziell im Beipackzettel darauf hingewiesen, dass, sollte man nach Einnahme von Luminal das Beduerfniss verspueren sein Leben beenden zu wollen, man sich doch bitte an den Hausarzt wenden solle, da dies von Phenobarbital ausgeloest werden kann.

Mein Hund muss zusaetzlich zum Phenobarbital noch ein weiteres Medikament bekommen, welches auch ganz klar Wesensveraenerungen hervorruft.

Eine andere Moeglichkeit haben wir nicht... von daher nehmen wir das alles irgendwie in Kauf...

Hunde, die eine geringere Dosis Medikamente oder eben nur das Erstgenannte brauchen, leben normalerweise relativ unauffaellig damit. Denn Phenobarbital ist auch deswegen kein gutes Schlafmittel gewesen, weil auf Dauer die Dosis stetig weiter erhoeht werden muss um noch muede zu werden, es tritt ein so genannter Gewoehnungseffekt ein. Gut fuer die Hunde, schlecht fuer die Schlaflosen ;)

Trotzem kann es immer wieder vorkommen, dass die Dosis im Laufe der Jahre angepasst werden muss oder man sogar gar nicht mehr ueber Medikamente ausrichten kann...

Generell ist Epilepsie eine sehr schwierige Diagnose eben weil es so viele unterschiedliche Ursachen und Formen gibt!

Der Hund von Martinas (kuhhund) Tochter bekommt seit ueber einem Jahr nur Globuli und lebt damit wunderbar... bei meiner Huendin waere das definitiv das Todesurteil... es kommt eben immer auf den Fall im Einzelnen an!

Falls du noch Fragen zur Therapie beim Hund hast, immer her damit :) Zu deiner Schwester kann ich leider nichts konstruktives Beitragen, da ich da einfach keinerlei Erfahrungen mit habe... Aber ich wuensche euch alle Kraft der Welt mit der Krankheit zu leben und umzugehen!

Helena

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      in Hundekrankheiten

    • Epilepsie macht uns fertig :( Benötigen dringend Hilfe!

      Guten Abend,  ich bin neu hier und finde es toll, dass es diese Seite gibt! Mein Name ist Michaela und wir haben 2 Aussis, eine kastrierte Hündin und einen nicht kastrierten Rüden. Unser Rüde leidet seit fast 1 Jahr an Epilepsie und bekommt Luminal, das er leider überhaupt nicht verträgt. Ständig offene Hautstellen und Juckreiz quälen ihn. Was jedoch viel schlimmer ist, ist die Tatsache dass Jack trotz des Medikamentes weiterhin im Abstand von etwa 5 Wochen Anfälle hat. Und davon nicht nur 1 sondern inzwischen 4 bis 7 innerhalb von 2 Tagen. Das aktuelle Blutbild hat gezeigt dass der Spiegel im grünen Bereich liegt, trotzdem waren von Sonntag bis Montag 5 Anfälle, von denen er sich meiner Meinung nach nicht erholt hat. Jack ist unruhig, miefert nur noch, kann kaum noch Kommandos befolgen und an Stubenreinheit ist scheinbar auch nicht mehr zu denken. Es scheint als ob er überhaupt nicht mehr weiß was wir von ihm erwarten. Und er macht grundsätzlich das Gegenteil von dem was er tun soll. Bei "Sitz" kuckt er nur verwirrt, bei "Platz" geht er in seinen Korb, bei "Korb" geht er in den Flur. Er legt sich kaum noch ab und wenn, dann ist er nach ein paar Minuten wieder auf den Beinen und wackelt unruhig durch die Wohnung. Heute Morgen kamen wir vom Spaziergang zurück und er pieselte kaum zur Tür rein im Flur auf den Teppich. Wenn er in den Garten geht steht er da und weiß nicht was er tun soll. Er frisst wie bescheuert und seit neuestem klaut er aus dem Müll, reißt die gelben Säcke auf und schlabbert alles auf was ihm vor die Nase kommt. Er ist seit gestern nur noch neben sich, kann sich kaum auf den Beinen halten und läuft seit Wochen von morgens bis nachts unruhig durch's Haus. Seine Pupillen sind weit und er ist unglaublich schreckhaft geworden. Aber er kann sehen, das haben wir getestet. Die Art der Anfälle hat sich drastisch verschlimmert. Beim 4. Anfall am Sonntag ist er schreiend in einem Affenzahn davongelaufen bevor er krampfte, das war noch nie zuvor der Fall. Man hat es ihm angemerkt wenn er kurz vor einem Anfall stand da der Blick sich veränderte aber dieses in die Luft starren, Schreien und weglaufen war ein neues Symptom. Mir zerreißt es bei jedem Anfall erneut das Herz und meine Hilflosigkeit nimmt immer weiter zu. Wir versuchen alle möglichen Stressfaktoren auszumerzen, bekommen kaum noch Besuch, unternehmen nur ganz selten was und lassen die Hunde so gut wie nie alleine. Da ich im Januar wieder arbeiten muss (ich war fast ein halbes Jahr krank zuhause) muss ich aber etwas tun.  Kennt das jemand von euch und was habt ihr unternommen damit eure Hunde wieder "fast die alten" wurden? Von Jack ist leider nicht mehr viel übrig, was definitiv an den weiterhin auftretenden Anfällen und nicht am Luminal liegt.  Ich hoffe ihr könnt mir helfen denn so kann es nicht weitergehen. Ich möchte Jack ein schönes Leben bieten und ihn nicht aus Egoismus weil ich nicht loslassen will, unnötig quälen... Allein bei diesen Worten bin ich völlig aufgelöst :(( Ich danke euch im Voraus für eure Hilfe!! 

      in Hundekrankheiten


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