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Hundeforum Der Hund
Joss the Dog

Der einfache Hund

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Ganz aktuell, weil ich es eben in einem anderen Thread gelesen habe, in dem der Malinois als nicht einfacher Hund beschrieben wurde und zur Königsdisziplin gehört:

Gibt es denn den einfachen Hund überhaupt? Ich weiß, das ist bei jedem von uns sicherlich auch erfahrungsgemäß "vorbelastet" - aber mal im Großen und Ganzen:

Jeder Hund bedarf doch einer Erziehung und Auslastung, die eine Rasse mehr in die eine Richtung, die andere Rasse wieder in eine andere Richtung, der eine Hund mehr, der andere Hund weniger - irgendwie gibt es für mich persönlich eben keine Anfängerhunde oder Fortgeschrittenen - Hunde, sondern nur Menschen, die sich darauf einlassen oder nicht ;)

Klar, es gibt rassebedingte, Merkmale, man sollte abwägen, ob zur eigenen Lebenssituation eine gewisse anhand dessen passt - oder ob man es passend machen kann ;)

Wie denkt Ihr darüber? Oder gibt es da schon einen Thread? :think:

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Ich denke das kommt nicht 'nur' auf die Rasse, sondern vor allem auf den Charakter vom Hund an. Meinen zweiten Hund 'Napoleon' war zbs. Ein Golden Retriever, den hab ich zu meinem 10 Geburtstag bekommen (war ein Welpe von meiner damaligen Hündin). Der war wirklich eine 'Schlaftablette' - schon als Welpe. Des konnte nix aus der ruhe bringen, der hat des gemacht was man wollte und konnte doch auch zbs. Beim agility richtig gas geben, ein sehr ruhiger und ausgeglichener Hund. Das wär in meinen Augen der absolut perfekte Anfängerhund (vor allem wegen dem Charakter) weil er einfach auch 'Fehler' oder unkonsiquents verziehen hat.

Ein dominanter Charakter ist da schon etwas schwieriger (rasseunabhängig) ;)

Allgemein würd ich aber sagen das sich jeder Hund richtig erziehen lässt und zu nem alltagstauglichen und ausgeglichenen Tier werden kann - vorausgesetzt man tut sich die Arbeit an und holt sich ggf. Einen Hundetrainer hinzu ;)

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Ich denke das Hundeerziehung das einfachste in der Welt ist wenn ich in der Lage bin mich auf den Hund einzulassen.

Und das bedeutet nicht ein Schema F zu finden wie ich mit dem Hund umgehe. Das ist so wie ich meine das es es richtig ist. Ich mache etwas und der Hund antwortet mit einem bestimmten Verhalten.

Auf jede meiner Aktionen erfolgt eine Reaktion des Hundes welche mir erlaubt die gesamte Situation dann so zu gestalten das es für den Hund und mich in Ordnung geht.

Es steht und fällt mit dem Einlassen auf den Hund. Seinen persönlichen Weg zum Hund und mit dem Hund zu finden. Weg von pauschalen Erziehungsmethoden.

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Kommt wohl auf die Person an ^^

Welche, die sich vorher gar nicht mit Erziehung beschäftigt haben, sollten vllt eher was Erziehungsresistentes nehmen, was auch nicht so schnell negatives lernt

Der Aussie wird z.B. immer als leicht erziehbar betitelt, macht aber ja auch keinen Sinn, wenn der viel negatives Quatsch lernt. Mit dem kommt man als Anfänger sicher auch super klar, wenn man sich vorher beschäftigt hat, wie und was man etwa machen sollte

Iat also mMm auch viel abhängig von der Vorbereitung.

Wie genau es bei Malis ist, weiß ich nicht. Aber was ich bisher gehört habe, sind sie ja eher sensibel und haben ggf. viel Trieb - da wäre jemand, der schon mehr Erfahrung hat, wohl besser.

Wenn du bei einem Mali viel falsch machst, ist es wahrscheinlich schlimmer als bei 90% der Labbis ^^

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Ich denke schon, dass es Rassen gibt, denen Mensch "einfacher" gerecht werden kann, die in der Erziehung an sich "einfacher" sind und auch die Fehler eher verzeihen, als andere.

Natürlich kommt es auf den Menschen an, wie weit er, gerade als Anfänger, bereit ist sich auf den jeweiligen Hund einzulassen.

Dass jeder Hund noch mal einen eigenen Charakter mitbringt ist selbstverständlich, dennoch macht die Rasse schon einiges aus, so dass man in aller Regel zumindest die Richtung weiß, in die man sich einlässt.

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moin ,

Originalbeitrag

Es steht und fällt mit dem Einlassen auf den Hund. Seinen persönlichen Weg zum Hund und mit dem Hund zu finden. Weg von pauschalen Erziehungsmethoden.

DANKE ! :klatsch:

in einem anderen Thread gelesen habe, in dem der Malinois als nicht einfacher Hund beschrieben wurde und zur Königsdisziplin gehört: Gibt es denn den einfachen Hund überhaupt? zitieren

Bei der erwähnten und anderen trieblastigen Rassen ,ist es leider noch oft der Fall ,

das Mensch sich alles andere als einen "einfachen Hund " wünscht.

Die Eigenbeweihräucherung beim Handling eines Lebewesens , welches man gar nicht

verstehen will , ist jedoch auch nur Mißbrauch am Hund.

LG jörg

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Ich glaube schon, dass es Hunde gibt, die es ihren Menschen einfacher machen, mit ihnen harmonisch zu leben und umzugehen.

Bessis Vorgängernin Dunja, eine Schäferhündin, gehörte z.B. dazu. Sie war auf eine sehr angenehme, zurückhaltende Weise souverän und (vermenschlichend gesehen) wirkte sie, als ob sie einfach dankbar gewesen wäre ein neues. liebevolle Zuhause gefunden zu haben.

Allerdings kann die Bezeichnung "einfacher Hund" auch trügerisch sein, denn nicht nur jeder Hund, auch jeder Mensch stellt andere Ansprüche. Einfach ist letztendlich, was passt. ;)

Und gerade wenn ganze Rassen als einfach oder als schwierig beschrieben werden, kann das trügerische Erwartungen wecken, die u.U. böse enttäuscht werden und die dann meistens das Tier ausbaden muss.

LG

Renate

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Da fällt mir doch spontan der Labbi ein. :D

Viele hier mögen Labbis nicht, denn die sind ja wahlweise distanzlos, aggressiv, unerzogen und oder fett. Warum? Sie sind Opfer ihres Rufs als einfache Anfängerhunde. Darum werden sie unerfahrenen Menschen empfohlen, die dann maßlos überfordert sind, sich an die falsche Hundeschule wenden und dann kommt genau sowas dabei raus. :motz:

Als ich noch jung und unbedarft war, habe ich dem Jagdterrier meines damaligen Freundes einen sauberen Grundgehorsam beigebracht - ich wußte einfach nicht, dass das ach so schwierige Hunde sind. Dem Schäfer-Dobi-Mix meines Bruders konnte ich auch problemlos alles beibringen was Hund als Grunderziehung braucht. Und als meine mit ein paar Macken behaftete Leila ins Haus kam, hatte ich noch keine Ahnung davon, dass Schweißhunde nur in Profihände gehören (die Vorbesitzer erst recht nicht) und habe dieses wunderbare Persönchen trotzdem in den Griff bekommen. ;)

Und nun habe ich - ausgerechnet in Person eines Labbis - eine echte Herausforderung im Haus. Garry ist nämlich genauso ein Opfer-Labbi wie oben beschrieben. :Oo

In der Nachbarschaft haben wir z.B. einen Border Collie, der wahrlich nicht in diese Hände gehört hätte. Da stimmen sämtliche Vorurteile: es ist schlankweg ein komplett verkorkster Hund. Ob es mit einem Labbi besser geklappt hätte, bleibt dabei reine Spekulation. :???

Es steht und fällt mit dem Einlassen auf den Hund. Seinen persönlichen Weg zum Hund und mit dem Hund zu finden. Weg von pauschalen Erziehungsmethoden.

Das unterschreibe ich absolut. :yes:

Und je mehr ich über Hunde, ihre Erziehung und Rassemerkmale lerne, je mehr habe ich den Eindruck, dieses Wissen ist Segen und Fluch zugleich. Ich bin einfach voreingenommener als früher. :think:

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Originalbeitrag

Es steht und fällt mit dem Einlassen auf den Hund. Seinen persönlichen Weg zum Hund und mit dem Hund zu finden. Weg von pauschalen Erziehungsmethoden.

Geeeeenau!!!! :klatsch::klatsch:

Wie wurde mir immer gesagt ... ich vergesse diese Worte niemals, die mir ein Ex-Trainer mal mit auf den Weg gab - wohlgemerkt ein "Trainer" :so

"Terrier, die kriegste sowieso nie hin. Die sind stur, eigensinnig, frech, machen was sie wollen. Wenn du sie ansatzweise hinkriegen willst, musste sie hart anpacken!" :respekt:

Darüber lach ich heute noch!

Ich denke auch, es gibt nicht "die" einfache Rasse. Sicherlich ist es in einigen Rassen verankert, dass sie leichtführiger sind, einen menschlichen Fehler übersehen oder schneller verzeihen als andere.

Natürlich wurde mir auch immer gesagt, du musst das so und so machen ... also entweder SO oder SO ... es gab niemals die Aussage "Mensch, vertrau deinen Instinkten und erziehe deine Hunde danach!"

Ich bin meinen ganz eigenen Weg gegangen, hab die 3 Terrier in mein Herz und meinen Kopf gelassen ... das fluppt einfach.

Ich habe auch schon sooo oft gehört, ein Labbi oder Goldi, die sind super-super-einfach. Einen Border kannste dir nie ins Haus holen. Dagegen ist ein Aussie Gold wert.

Ich denke, jeder hat auch so seine eigenen Erfahrungen mit den Rassen und gibt diese an Menschen weiter, die sich die Rasse evt. für sich ausgesucht haben.

Auch ich bin nicht ohne Vorurteile ... wenn mich z.B. eine Mutter von 4 Kindern (damit schon irgendwie überfordert scheint) anspricht, sie wollte auch schon immer einen Parson-Russell haben ... ja also dann rate ich ihr auch davon ab. Aber ich würde ihr wohl auch von anderen Rassen abraten, das sagt mir mein Gefühl in dem Moment einfach.

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Ich finde nicht das man "den einfachen Hund" an einer Rasse festmachen kann.

Es gilt immer das Team,ich hatte Hunde verschiedener Rassen bzw Mischungen und keiner hat es mir allzu schwer gemacht,was vlt aber auch dran lag das ich immer versucht habe mich in meine Hunde reinzufühlen.

Ein Hund kann nur so sein und werden wie man es ihm vorlebt und wie seine Genetische Position es zulässt.

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