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polar-chat.de  Der Hund
Gabi1980

Hund jagt Reh - und kommt nach 100m freudig zurück - Wirklich loben?

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Seit es meinem Goldi wieder besser geht, denk ich mir immer öfter: Du kleiner Drecksack.. (ganz liebevoll gemeint!).

Situation: Reh springt direkt vor uns im Feld auf. Mali sofort hinterher. Ich brülle ihn zurück. Er bleibt stehen, dreht sich zu mir um, schaut mich an und... rennt weiter. Reh mittlerweile außer Sicht. Er dreht auf dem Absatz rum und rast in nem Affenzahn zu mir zurück. Er hat mich zwischendrin angesehen und hat sich fürs weiterrennen entschieden. Da muss doch dann soviel Verstand vorhanden sein, dass er die Schelte beim zurückkommen richtig zuordnen kann. Oder vermenschliche ich?

Ich habe nicht geschimpft, sondern bin mit ihm dann ganz normal weiter des Weges.

Frage mich aber ernsthaft, ob die Vierbeiner eine Standpauke wirklich nicht mit der gerade gewesenen Situation verbinden könnten.

Gestern wieder so etwas: Er rennt mit seiner Freundin begeistert los. Erst ist es ein spielerisches Wettrennen. Dann plötzlich biegen die beiden wie abgesprochen in ein Wäldchen ab. Ich weiß, dort liegt Hühnermist. Allein kommt der nicht auf die Idee, dahin zu rennen. Aber zu Zweit kommen die auf solchen Unfug. Ich schreie, renne hinterher und erst zwei Meter, bevor ich ihn erreiche (er steht natürlich mitten drinne; hat ja so einen Kohldampf seit er das Cortison bekommt..) düst er zu mir. Toll. Jetzt kann ich schon wieder nicht schimpfen. Er kam ja.

ODER?

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Gute Frage, ich bin mal gespannt....

Tröste Dich, es gibt noch andere, die im Team doppelt so viel Mist machen...

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Also, wenn meiner (Hunde)Scheisse frisst und ich ihn in flagranti erwische, dann gibt's richtig Ärger, und da rettet er sich auch nicht, indem er (kurz bevor ich ankomme) kommt. Mir egal, was die Theorie sagt - erstens bin ich viel zu wütend, um glaubhaft loben zu können oder auch nur neutral-ignorierend, und zweitens traue ich Hunden sehr viel mehr Verstand zu, als "nur Bruchteile von Sekunden nach der Aktion strafen / loben bringt was". Mittlerweile bin ich aber immerhin etwas schlauer und rufe gar nicht erst x-mal, sondern schnappe ihn mir lieber gleich, wenn er auf den ersten Ruf nicht kommt (und am besten gleich noch nen Happen nimmt *wuerg*)

Die erste von Dir geschilderte Situation finde ich aber anders, da ist die Handlungskette losrennen - anhalten - gucken - wieder losrennen - zurück kommen - doch irgendwie ziemlich lang vom Zeitrahmen her. Von daher finde ich dein kommentarlos weitergehen nicht verkehrt.

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Jo das würde mich auch mal interessieren. Emily rennt ganz gern mal zu den Wildgänsen auf der Wiese. Sie kommt dann zwar wenn ich mit der Pfeife trillere aber auch erst wenn sie im Prinzip damit fertig ist die Gänse hochzuschrecken.... Da steh ich auch jedesmal vor der Frage "Lob ich nu oder eher nicht"...

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Würde mich auch interessieren, da ich mir die selbe Frage schon seit längerem stelle. Leyla ist nämlich genauso, sie sieht einen Hasen z.B. Rennt hinterher, kommt irgendwann auf mein Rufen zurück und ich weis nicht, ob ich sie da loben oder "schimpfen" soll.

Bis jetzt hab ich die Situation dann kommentarlos ignoriert und sie nur angeleint.

Bin mal gespannt :)

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@Cartolina

"Handlungskette", das war das Wort, das ich gesucht habe.

Haben in der Nachbarschaft einen Malinoise-Halter, der mit seinen Hunden Schutzhundesport (heisst das so?) macht. Der sagte mal, in einer solchen Situation solle man die Handlungskette nicht unterbrechen. Also: Hund rennt los, Halter gibt Abbruchkommando, Hund reagiert nicht, Halter läuft hinterher, gibt ständig weiter das Abbruchkommando, bis er am Hund ist und dort Maßregeln kann. Würde man eine Lücke von länger als 3 Sekunden entstehen lassen, könnten die Hunde die Maßregelung schon nicht mehr zuordnen.

Ehrlich gesagt, bin ich nicht in der körperlichen Verfassung, meinem Hund 100 m über einen gepflügten Acker hinterherzuhechten und noch dazu ständig "NEIN" "HIER" zur brüllen. Da kipp ich ja anschließend aus den Latschen.

Da muss es doch, außer Schleppleine und Elektroschocker, noch ne Zwischenlösung geben..

Das Problem haben wir im Übrigen nicht wirklich oft. Und unser Jagdpächter sagt: Wenn Mali mal einem Rehlein nachrennt, macht das nichts..

Aber interessieren tuts mich, wie ihr das handhabt.

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Ich lese daraus, dass ihr alle mehrfach ruft .... also wird Euer Ruf auch mehrfach ignoriert. Was gibt's da zu Loben, wenn der Hund irgendwann sein Zeugs erledigt hat und kommt, zufälligerweise (da ihr ja weiterhin ruft) mit einem Ruf gekoppelt?

Ich wuerde lieber nicht rufen, wenn ueberhaupt, erst dann, wenn der Hund von alleine abbricht und die Chance sehr groß ist, dass er ohnehin kommt. Oder, wenn der Hund sowieso gerade beschließt, zu kommen, umdrehen und weggehen, also vom Hund entfernen. Nicht auch noch auf ihn warten.

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Ich hab das problem mit Samir auh im Moment...

Auf einer Wiese ist es nich so schlimm, aber er ist mir momentan öfters abgerannt und kam dann iwann hechelnd aus allen Löchern wieder angerast ..

Ich handhab das so:

Hund kommt, Ich schnapp ihnn mir trotzdem und leg ihn auf den Rücken und kurz darauf schließe ich ihn aus dem "Rudel" aus, indem ich "ab" sage er sschaut dann immer tooootal traurig und betröpelt und shleicht 10 minuten hinter mir her...Dann schleimt er sich ein, indem er immer näher kommt und mir die Hand schlecken will, ist aber nich immer so. Wenn ich dann fröhlich "Auf gehts" rufe, ist auch er wieder fröhlich und rennt rum :)

Viele machen das ja gar nich, mit dem auf den Rücken legen..Nunja ich habs so gelernt und Samir spürt wenn ich sauer bin und legt sich von alleine hin, wenn ich auf ihn zulaufe und beschwichtigt sofort. Mir ist das lieber, als ein Hund der einem Reh nachrennt und dann totgefahren wird.

Da bin ich auch seehr konsequent. Niemals könnte ich ihn loben, wenn er angerannt kommt, denn er weiß genau, das er das nich soll.

Danach rennt er auch nichtmehr hinterher, sondern beobachtet nur und schaut mich an, also lernt er schon aus dem "wegschicken"

So einen Hund will ich nämlich nichz in meinem "Rudel" haben und das soll er wissen..

Ich glaube auch, das Hunde zu mehr fähig sind im Denken, wie man vermutet :)

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Da Ollie weiß dass sie nicht jagen darf, würde ich sie in solchen Situtationen wie du sie geschildert hast nach dem Zurückkommen kommentarlos anleinen, sie also nicht einfach normal weiterlaufen lassen. Dann würde sie ein paar hundert Meter angeleint mitgehen, danach würde ich ihr wieder Freilauf geben.

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Du schreibst, dein Hund rennt los, du brüllst, er bleibt stehen, schaut dich an, du sagst nix, dein Hund entscheidet: ok, war wohl Fehlalarm, renn ich mal weiter! Wenn er schon stehen bleibt auf Zuruf und dich auch noch anschaut, dich also fragt: was ist los?, warum freust dich net einfach und "motivierst" ihn zu dir zurück? indem du ihm freundlich aber bestimmt die Aufforderung gibst : Hier (her, aber zackig)!, kommt er dieser Aufforderung nach,kannst du ihn auch fürs Befolgen des Rückrufes von Herzen loben!

Lässt du ihn rennen/jagen, und er kommt von selber zurück, bist du zwar froh dass er gekommen ist, es wird aber nicht gelobt, sondern ein ohne Zweifel anlaßgebendes Platz gegeben. Und da hat er dann ne geraume Zeit zu bleiben! Erst wenn er absolut "runter" gekommen ist löse auf.

grüßle

grifuba

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